DE77167C - Brennofen mit seitlicher Schüttfeuerung - Google Patents

Brennofen mit seitlicher Schüttfeuerung

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DE77167C
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DE
Germany
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furnace
fire
combustion
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Expired - Lifetime
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DENDAT77167D
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English (en)
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W. TROPUS, Draschwitz b. Zeitz
Publication of DE77167C publication Critical patent/DE77167C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B13/00Furnaces with both stationary charge and progression of heating, e.g. of ring type or of the type in which a segmental kiln moves over a stationary charge
    • F27B13/06Details, accessories or equipment specially adapted for furnaces of this type
    • F27B13/12Arrangements of heating devices

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Furnace Details (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT:
Die vorliegende Erfindung bezweckt, das Feuer in Ringöfen oder anderen keramischen Oefen so zu leiten, dafs dasselbe in allen Theilen der Oefen gleichmäfsig vertheilt wird, um einen vollständig gleichmäfsigen Brand des Brenngutes zu erzielen.
In der Zeichnung ist die Feuerung, welche in einen bestehenden Ringofen eingebaut wurde, in verschiedenen Schnitten dargestellt.
Die Einrichtung und die Wirkung ist die folgende:
In der Längsrichtung eines Ringofens werden seitlich unter jedes vorhandene Kohlenschüttloch^l vollständig gesonderte uud abgeschlossene Kohlenverbrennungsräume B durch die Längswände C und Querwände D aus feuerfesten Steinen geschaffen,. wodurch so viele einzelne, nicht mit einander in Verbindung stehende Feuerräume entstehen, als eine Abtheilung oder Kammer oder der ganze Ofen seitliche Schuttlöcher hat. Die Kohlenverbrennungsräume B sollen kurz »Feuerräume« genannt werden. In den Feuerräumen B ruhen die auswechselbaren Schrägroste E auf den Lagermauern G. Da der Brennbetrieb zweckmäfsig kammerweise gehandhabt wird, so werden die Abtheilungen'von einander durch Y4 oder Y2 Stein starke Wände D1, Fig. 3, als Verlängerung der Wände D quer durch den Brennraum getrennt.
Die Abtheilungswände D1 können wegen ihrer sehr geringen Stärke entweder erst nach Füllung der Abtheilungen aufgeführt und beim Ausfahren wieder abgebrochen werden, oder dieselben bleiben beständig stehen. Die Speiseluftzuführung erfolgt auf der Sohle der Feuerräume B durch den Kanal H, welcher einfach durch Anordnung der Roste E und durch die Durchführung j der Quer- oder Scheidemauern D gebildet ist und welcher auch gleichzeitig als Aschenraum dient. Die Luftdurchführungen j sind in jeder Abtheilung von einem Feuerraum zum anderen verjüngt und dadurch so regulirt, dafs jedem Feuerraum nur so viel Speiseluft zugetheilt wird, als derselbe durch die Feuerausströmungen L wieder abzuziehen vermag, weil Luftzuführung und Feuerausströmung im gleichen Verhältnisse des Querschnittes stehen.
Die nun auf den Rosten E durch verbrannte Kohlen erzeugten Feuergase streichen . dann durch die Ausströmöffnungen L und Ueberführungskanäle K, welche sich an das Gewölbe anschliefsen, aus dem Feuerraum B in den Brennraum, und zwar waagrecht von den Ofenseiten gegenseitig zur Mitte und senkrecht vom Ofengewölbe zur Sohle.
Die Ausströmöffnungen L sind ganz genau auf den Längen- und Querschnitt des Brennraumes vertheilt, so dafs die erzeugten Feuergase auch ganz gleichmäfsig vertheilt zur Wirkung kommen und ein ganz gleichmäfsiger Brand erzielt wird.
Durch die Neuerung ist man nun auch in der Lage, in die Feuerausströmöffnungen L noch kleine Rohre einzuschalten, welche die Feuergase direct nach der Mitte des Brennraumes führen. Die Feuergase müssen das Brenngut vollständig durchstreichen, ziehen durch die auf der Sohle des Brennraumes befindlichen Abzugskanäle M, wobei sie die regulirbaren Abzugslöcher N passiren, bis nach
dem unter der Ofensohle zu Anfang der nächsten Abtheilung befindlichen Vertheilungskanal O ab. Die Sohlabzugslöcher N können ganz nach Bedarf nur auf die Mitte der Sohle verlegt oder auch gleichmäfsig vertheilt werden.
Von dem Vertheilungskanal 0 treten die abziehenden Feuergase nach rechts und links in den Kanal H, passiren die Regulirungsdurchgänge/ und streichen durch die Roste E nach den Räumen B und durch die Ausströmöffnungen in den Brennraum; die zur Verbrennung nothwendige Luft macht den gleichen Weg.
Wenn beispielsweise Kammer 5 fertig gebrannt ist, Kammer 6 im Vollfeuer steht und Kammer 7 sich im Vorfeuer befindet, so tritt die Luft durch die Thür der Kammer 1 ein, erwärmt sich am Brenngut und kühlt dieses ab, zieht durch die Abzugsöffnungen N durch den Sohlkanal M zum Vertheilungskanal O der Kammer 2, (ritt in die Kanäle H durch die Oeffnungen j unter die Roste E der Feuerräume B, sodann durch die Feuergasausströmöffnungen L in den Brennraum. Hier erwärmt sich die Luft noch mehr, zieht durch die Abzugsöffnungen iV und Sohlkanal M zu dem Vertheilungskanal O der Kammer 3, macht den gleichen Weg wie in den ersten Kammern durch H, j, E, B, L, erhitzt sich immer mehr und durchzieht ebenso die Kammern 4 und 5 unter immer steigender Erhitzung; die nunmehr glühende Luft tritt durch' die Sohlöffnungen N der Kammer 5 in den Kanal M zum Vertheilungskanal O der Kammer 6, schliefslich durch Kanal H, Oeffhung j unter die Roste E der im Vollfeuer befindlichen Feuerräume und ruft hier eine sehr intensive Verbrennung hervor. Die Verbrennungsgase nehmen den gleichen Weg, wie schon angegeben, und dienen zur Vorwärmung des Brenngutes.
Um die Roste auswechseln und reinigen zu können, sowie die Asche zu entfernen, sind Zugangsthüren vorgesehen, welche beim Brennen der Abtheilung mit Ziegelsteinen zugesetzt sind.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Ein Ofen für keramische Zwecke mit seitlicher Schüttfeuerung, dadurch gekennzeichnet, dafs seitlich von den Brennräumen für jedes Kohlenschüttloch (A) ein besonderer, abgeschlossener Raum (B) vorhanden" ist, welcher auswechselbare Schrägrost^ (E) für die Kohlen enthält und durch Oeffnungen (L) und Kanäle (K) mit dem Brennraum in Verbindung steht und durch einen Querkanal (O) und Oeffnungen (j) die Speiseluft erhält. .
2. Ein Ofen nach Anspruch 1., bei welchem die Oeffnungen (j), welche die Feuerräume (B) unterhalb der Roste (E) mit einander verbinden und zum Durchlafs der Speiseluft dienen, einen abnehmenden Querschnitt haben.
3. Ein Ofen nach Anspruch 1. und 2., bei welchem Röhren in den Oeffnungen (L) zur Ueberführung der Feuergase in den Brennraum angeordnet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT77167D Brennofen mit seitlicher Schüttfeuerung Expired - Lifetime DE77167C (de)

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