DE22505C - - Google Patents

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DE22505C
DE22505C DENDAT22505D DE22505DA DE22505C DE 22505 C DE22505 C DE 22505C DE NDAT22505 D DENDAT22505 D DE NDAT22505D DE 22505D A DE22505D A DE 22505DA DE 22505 C DE22505 C DE 22505C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23BMETHODS OR APPARATUS FOR COMBUSTION USING ONLY SOLID FUEL
    • F23B5/00Combustion apparatus with arrangements for burning uncombusted material from primary combustion
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23BMETHODS OR APPARATUS FOR COMBUSTION USING ONLY SOLID FUEL
    • F23B2700/00Combustion apparatus for solid fuel
    • F23B2700/018Combustion apparatus for solid fuel with fume afterburning by staged combustion

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion Of Fluid Fuel (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Die nachstehend beschriebenen Neuerungen beziehen sich auf die Anwendung einer oder mehrerer Entgasungskammern, in welche das Brennmaterial eingeschüttet wird und von da erst auf den Rost gelangt.
Wie dies in der Natur der Sache liegt, wird man '.':■ die Entgasungskämmern überall da anwenden, wo es sich um Beseitigung des Rauches und um Kohlenersparnifs handelt, und sind in den beiliegenden Zeichnungen verschiedene Ausführungsformen beispielsweise dargestellt.
Um das den vorliegenden Einrichtungen zu Grunde liegende Entgasungssystem, welches in allen Fällen dasselbe bleibt, zu erklären, ist in den Fig. 1,2 und 3 eine schematische Darstellung desselben gegeben, und ist A der Feuerungsraum, B die Entgasungskammer, α ein schräg liegender, «'ein horizontaler Rost. Die Construction dieser Roste kann beliebig sein, je nach Art des zur Verwendung kommenden Brennmaterials.
Die Trennung der Entgasungskammer von dem Feuerungsraum wird durch eine Zunge C bewirkt, derart, dafs zwischen ihrem unteren Rand und dem Anfangspunkte des schrägen Rostes noch ein Spalt bleibt, welcher genügend grofs ist, die Kohle passiren zu lassen. Je nach Art des zu verarbeitenden Brennmaterials wende ich eine der in Fig. 1 bis 3 dargestellten Anordnungen an, welche sich nur durch die Länge der Zunge C von einander unterscheiden. Im allgemeinen wird man die in Fig. !gezeigte Construction jedoch vorziehen.
. Die Wirkungsweise dieser Einrichtung ist nun folgende: Angenommen, im Feuerungsraum A sei das Feuer entzündet, die EntgasungskammerB mit Kohlen beschickt, welche in der in Fig. 1 gezeigten Weise auch auf dem schrägen Rost a liegen, so ist natürlich der Theil der Kohlen, welcher auf dem horizontalen Rost a' liegt, in heller Glut, welche bei der auf dem schrägen Rost α liegenden Kohle in aufsteigender Richtung abnimmt, derart, dafs ungefähr an der Stelle des Rostes a, welcher dem Ende der Zunge C gegenüberliegt, die Kohlen nur noch dunkelroth sind, also weniger Hitze entwickeln.
Durch das im Raum A brennende intensive Feuer wird um die demselben zugekehrte Seite bezw. die Zunge C in ihrer ganzen Masse stark erhitzt, und geschieht die Uebertragung dieser Wärme auf das in der Entgasungskammer B lagernde Brennmaterial durch Ausstrahlung, Fig. 1. Die sich hier entwickelnden Gase .(Dämpfe) haben jedoch noch nicht die nöthige Entzündungstemperatur, weshalb sie gezwungen werden, das Ende der Zunge C in der Richtung der Pfeile, Fig. 1, zu passiren.
Diese Gase müssen also den Weg nach dem Feuerungsraum nehmen und die in dunkler Rothglut befindliche Kohlenschicht durchstreichen, wobei sie ihre Temperatur erhöhen und vollkommen verbrennen, nachdem sie sich mit dem atmosphärischen Luftstrom, der durch die Rostöffnungen und das glühende Brennmaterial kommt, vermischt haben.
Um bei Anwendung leicht backender Kohle den in der Kammer B erzeugten Gasen einen bequemen Abzug nach dem Feuerungsraum zu ermöglichen, ist die nach, der Entgasungskainmer B hin befindliche Seite der Zunge oder Scheidewand C mit Rippen, Vorsprüngen oder Riffeln versehen, welche von oben nach unten
laufen, Fig. ι, 2, 3 und 3 a, wie aus dem Schnitt V-W, Fig. 3 a, der Fig. 1, 2 und 3 ersichtlich ist. Es ist dies jedoch nicht unbedingt nöthig, und sind ferner auch Rippen von dreieckigem, viereckigem oder beliebig abgerundetem Querschnitt auf der der Entgasungskammer zugekehrten Fläche der Zunge C anwendbar.
Man kann neben dieser Einrichtung auch noch eine separate Luftzuführung zum Brennmaterial über dem Rost anordnen, derart, dafs diese Luft durch das brennende Feuer selbst vorgewärmt wird, indem sie Kanäle passiren mufs, welche durch strahlende Wärme von den Wänden des Feuerraumes erhitzt werden oder in denselben eingearbeitet sind, wie später beschrieben werden wird.
Im allgemeinen wird man die Entgasungskammer oder deren mehrere entweder parallel mit der Achse des Dampfkessels oder quer zu derselben, je nach Situation der ganzen Anlage, legen; ich ziehe jedoch die erstgenannte Anordnung vor. Fig. 4 zeigt einen Corn wall-Kessel, bei welchem zwei Entgasungskämmern B B und dementsprechend natürlich auch zwei schräge Roste α angebracht sind, und zwar liegen die Entgasungskammern quer zur Längsachse des Kessels.
Die oben erwähnte Luftzuführung nach dem Feuerungsraum erfolgt durch die gewölbte Decke des Feuerraumes. In derselben ist ein Kanals ausgespart, der einerseits durch die Löcher b mit dem Feuerungsraum A, andererseits mit der atmosphärischen Luft in Verbindung steht und an dieser Stelle mit einem Schieber zur Regulirung der Luftströmung versehen ist.
Fig. 5 stellt einen Com wall-Kessel mit nur einer quer zur Längsachse desselben liegenden Entgasungskammer B dar. Die Einrichtung der Luftzuführung durch Kanal c' und Löcher b' erfolgt genau so, wie bei Fig. 4 beschrieben. Fig. 6 und 6 a ist ein Querschnitt und Längsschnitt einer Anlage für einen Kessel mit zwei Flammrohren. Jedes derselben hat eine Entgasungskammer B, und ist der Luftzuführungskanal c3 nebst Löchern b2 in der Mitte zwischen beide Feuerungsräume AA gelegt.
Diesen Kanal i2 stellt man entweder ganz aus Mauerwerk her, oder nimmt einen metallenen Kasten von passendem Querschnitt, der zur Verhütung des Durchbrennens mit Mauerwerk umgeben wird. Die Entgasungskammern B B liegen hier parallel zur Längsachse des Kessels, und erfolgt deren Beschickung von der Stirnwand aus.
Fig. 7 und 7 a zeigen zwei Schnitte eines stehenden Kessels mit zwei Entgasungskammern B, wobei die Luftzuführung durch den im Mauerwerk ausgesparten Kanal <r3 und der Gitterplatte b3 erfolgt.
Fig. 8 zeigt einen Theil einer gewöhnlichen Kochmaschine mit dieser Einrichtung versehen.
Da es sich hier nur um verhältnifsmäfsig geringe Quantitäten Brennstoffe handelt und eine leichtere Ausführung am Platze erscheint, so ist die Entgasungskammer B mit der Zunge C aus einem Stück hergestellt, und zwar am besten aus Gufs- oder auch Schmiedeisen. Fig. 8 a ist eine Variante der Kochmaschinen-Einrichtung, welche sich nur durch die halbkreisförmige Gestalt der Entgasungskammer von der eben beschriebenen unterscheidet. Die Luftzuführung geschieht bei beiden durch kleine Kanäle oder Löcher #; auch kann man bei kleinen Ausführungen die Roste durch gelochte Platten ersetzen.
Eine genaue Zeichnung einer Röhrenkesseleinmauerung geben die Fig. 9, 10, 11, 12 und 13, und zwar stellt dar: Fig. 9 einen Längsschnitt nach A-B, Fig. 10 den Grundrifs G-H, Fig. 11 Schnitt nach J-K, Fig. 12 Schnitt C-D, Fig. 13 Vorderansicht.
Die Entgasungskammern B sind hier parallel zur Längsachse des Kessels angeordnet und können von der Stirnseite her durch die ThUren g beschickt werden, h sind die Thüren des Feuerraumes A. α sind die schrägen, al die horizontalen Roste, welche aus gewöhnlichen Roststäben zusammengesetzt sind. C die Zunge, welche die Entgasungskammer B vom Feuerraum A trennt. Die Luftzuführung erfolgt durch den Kanal d, welcher aus einem gufseisernen Kasten besteht, welcher mit Chamotte verkleidet ist. Dieser Kasten liegt mitten im Feuerraum A und mündet in der Stirnwand, wo er durch einen stellbaren Schieber / verschlossen wird, um die Luftausströmung aus den Löchern s zu reguliren.
Fig. 14, 15, 16 und 17 zeigen einen mit dieser Feuerungsanlage ausgerüsteten Bouilleur-Kessel, und zwar ist: Fig. 14 ein Längsschnitt nach Αλχ der Fig. 15, Fig. 15 ein Grundrifs nach C-D der Fig. 14, Fig. 16 ein Querschnitt nach E-F der Fig. 15, Fig. 17 eine Ansicht.
Die Entgasungskammern B liegen auch hier parallel zur Längsachse des Kessels, und ist A der Feuerraum, der durch eine nach beiden Seiten hin etwas abgeschrägte Zunge D, Fig. 16, in zwei Theile getheilt wird.
Wie leicht einzusehen, kann man das in Fig. 1 bis 3 schematisch dargestellte Feuerungs- und Entgasungssystem für alle übrigen gewerblichen Zwecke, z. B. zum Heizen von Malzdarren, Trockenstuben für Centralheizungen, kurz überall, wo es darauf ankommt, den Heizwerth des Brennmaterials möglichst auszunutzen und die Verbrennung rauchfrei zu machen, anwenden. Selbst für Stubenöfen kann das System verwendet werden, wie schon aus der Zeichnung der Kochmaschine, Fig. 8 und8a, deutlich ersichtlich.
Endlich verdient noch hervorgehoben zu werden, dafs sich das vorliegende Feuerungsund Entgasungssystem nicht nur für eingemauerte stationäre Kessel eignet, sondern auch für
lokomobile und Lokomotivkessel, bei denen dann selbstverständlich die in Frage kommenden Theile entsprechend construirt sein müssen. Schliefslich bemerke ich noch, dafs mein vorbeschriebenes Feuerungssystem eine bequemere Abschlackung insofern ermöglicht, als die Planroste, auf welchen die Schlackenbildung stattfindet, leicht zugänglich sind, unbeschadet der ununterbrochenen Entgasung des Brennmaterials in den Kammern B.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Rauchverzehrende Feuerung, gekennzeichnet: a) durch eine Zunge oder Scheidewand C, welche die Entgasungskammer B von dem Feuerungsraum A derart trennt, dafs die in der Kammer B durch ausstrahlende Wärme der Scheidewand C sich entwickelnden Gase und Dämpfe gezwungen werden, noch eine Schicht glühender Kohlen, welche auf dem schrägen Rost α liegt, zu durchströmen; b) durch die Anordnung der Entgasungskammer B oder einer beliebigen Anzahl gleicher Entgasungskammern entweder parallel mit der Längsachse des zu beheizenden Kessels oder quer zur Richtung derselben.
    Die Anwendung der durch den Patent-Anspruch ι. geschützten Einrichtung für Kochherde und Stubenöfen mit der Abänderung, dafs die Zunge oder Scheidewand C aus Metall hergestellt ist.
    Die Luftzuführungskanäle in Verbindung mit den durch die Patent-Ansprüche i. und 2. geschützten Einrichtungen.
    Die Rippen oder Vorsprünge auf der der Entgasungskammer zugekehrten Fläche der Zunge C zum Zweck der Gasableitung nach dem Feuerungsraum.
    Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
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