DE77046C - Selbstthätige Kuppelung mit seitlicher Auslösung für Eisenbahnfahrzeuge - Google Patents

Selbstthätige Kuppelung mit seitlicher Auslösung für Eisenbahnfahrzeuge

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DE77046C
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DE
Germany
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coupling
spring
pin
loops
railway vehicles
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT77046D
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Original Assignee
E. RICHTER, Lehrer, und G. NEUMANN in Muskau O.-L
Publication of DE77046C publication Critical patent/DE77046C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61GCOUPLINGS; DRAUGHT AND BUFFING APPLIANCES
    • B61G1/00Couplings comprising interengaging parts of different shape or form and having links, bars, pins, shackles, or hooks as coupling means
    • B61G1/32Couplings comprising interengaging parts of different shape or form and having links, bars, pins, shackles, or hooks as coupling means with horizontal bolt or pin
    • B61G1/323Couplings comprising interengaging parts of different shape or form and having links, bars, pins, shackles, or hooks as coupling means with horizontal bolt or pin and coupling when the coupling halves are pushed together
    • B61G1/326Control devices therefor

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Train Traffic Observation, Control, And Security (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
Vorliegende Erfindung betrifft, eine insbesondere für Eisenbahnfahrzeuge geeignete und an jedem Wagen anzubringende Kuppelung, bei welcher das Einrücken selbsttätig, das Aus-.rücken dagegen von der Seite erfolgt, so dafs zum Kuppeln selbst keine Arbeiter mehr nöthig sind und dadurch Unglücksfälle vermieden werden.
Diese Kuppelung besitzt den Vorzug, dafs sie bei jeder Krümmung der Bahnlinie leicht nachgiebt, ohne Klemmungen zu verursachen.
Fig. ι zeigt die Gesammtanordnung einer solchen Kuppelung an zwei Eisenbahnwagen vor dem Kuppeln,
Fig. 2 die Seitenansicht einer Kuppelungshälfte,
Fig. 3 die Vorderansicht hiervon in der Ausrückstellung, theilweise im Schnitt,
Fig. 4 eine ähnliche Ansicht in der Kuppelungsstellung,
Fig. 5 die Oberansicht hiervon und
Fig. 6 einen Theil von Fig. 3 in gröfserem Mafsstabe.
Die Kuppelung besteht aus zwei gleichen Hälften, die an dem mit den Rahmen a des Wagens in Verbindung stehenden Platten b befestigt sind. Auf den Platten b ist je ein Block c befestigt, der mit einem zweckmäfsig quadratischen waagrechten Schlitz versehen ist, in welchem die Zugstange d, geführt ist. Der Kopf der Zugstange d steht bei e1 mit einer Schleife e in Gelenkverbindung, die am anderen Ende mittels eines Stiftes und einer Hülse e2 verbunden ist. Die Schleife e ist derart angeordnet, dafs sie sich sowohl seitlich,. als auch in Längsrichtung verschieben läfst und dennoch für gewöhnlich unbeweglich gehalten wird. Zu diesem Zwecke ist seitlich von der Schleife e mittels eines an der Schleife befestigten Mutterstückes gJ und einer Schraube g2 eine mit Längsschlitz versehene Feder g angebracht, während am hinteren Ende der Zugstange d eine durch Scheibe und Doppelmutter am Platz gehaltene Feder h, Fig. 1, angeordnet ist. Die Doppelmutter kann, wenn beim längeren Gebrauch der Kuppelung durch Mattwerden der Feder h die Zugstange nicht mehr bis an den Ansatz herangezogen wird, nachgestellt werden.. Durch die Anordnung der Feder g wird der. Vortheil erzielt, dafs die Kuppelung bei Bahnkrümmungen nachgiebt, ohne dafs hierbei Klemmungen verursacht würden.
Senkrecht auf der Schleifee sitzt ein Stiftf, der beim Anfahren gegen die andere Kuppelungshälfte das Einrücken bewirkt. Zu diesem Zwecke ist an der Platte b neben dem Block c ein Block c1 befestigt, jedoch so, dafs zwischen beiden ein freier Raum bleibt, durch welchen die Schleife e hindurchgeht. Zwischen den Blöcken c c1 ist die Platte b durchbrochen, damit die Schleife bei starkem Bremsen bequem hindurchgehen kann.
Am Block c1 ist ein waagrechtes Rohr i befestigt, das zur Aufnahme eines Bolzens 21 und einer . denselben theilweise umschliefsenden Schraubenfeder P bestimmt ist. Der hintere Theil des Rohres dient als Führung für den Bolzen i\ der am hinteren Ende oben einen in einem Schlitz des Rohres sich bewegenden Sperrstift z'3 trägt (Fig. 6). Der vordere, stärker gebohrte Theil des Rohres f, in welchem der von der Feder z2 umschlossene Theil des Bolzens i1 liegt, ist unten mit einem Schlitz versehen, in welchen der an der Ausrückschiene k befestigte Mitnehmer k1 hineinragt. Durch Ziehen bezw. Schieben an der Schiene k wird
der Mitnehmer k1 vorgeschoben, wodurch mittels des an Bolzen il befestigten Stiftes oder Ansatzes i4 unter Zusammenpressen der Feder z'2 der Bolzen und der Sperrstift i3 vorwärts bewegt wird.
Die Ausrückstange k ist mit ihren runden Endstücken in zwei an der Platte b befestigten und durch eine Schiene χ verbundenen Hülsen X1X2 verschiebbar gelagert. Die Hülse x1 hat einen Längs- und Querschlitz, in welchem ein Stift x3, Fig. 4, 5 und 6, der auf der Ausrückstange k befestigt ist, gleitet. Durch einen der zwei seitlichen Hebel Jr1Jr2 können die Hülsen X1X2, wenn der Wagen entkuppelt, der Bolzen also zurückgeschoben ist, so gedreht werden, dafs die Hebel yljr2 waagrecht zum Wagen gerichtet sind. Dann nimmt der Querschlitz der Hülse x1 den Stift x3 an der Äusrückstange auf und hindert dadurch das Vorschnellen des Bolzens i bezw. das Kuppeln des Wagens.
Ueber dem Rohr i ist ein bei Z1 drehbarer Hebel / angebracht. An dem Drehpunkt desselben ist eine Sperrfeder Z2 angebracht, durch welche der Sperrstift i1 zurückgehalten wird, wenn die Kuppelung ausgerückt wird. Hinten am Hebel / ist eine Schraube Z3 angebracht, die durch eine Schraubenfeder Z4 mit der Platte b in Verbindung steht.
Bei Z5, Fig. 1 und 5, ist der Hebel / mit einem Hebeltheil /e gelenkig verbunden und die beiden Hebeltheile Z Z6 sind durch eine Feder V mit einander derart verbunden, dafs der Theil Ze sich allein vorwärts bewegen kann, worauf er durch die Feder Z7 wieder in Stellung zurückgebracht wird.
Die Ausrückschiene k ist zwischen den Hülsen x1 und x2 noch in den an den Blöcken c c1 angeschraubten Führungen m geführt.
Die Wirkungsweise der Kuppelung ist folgende:
Wenn die Wagen entkuppelt sind, so befinden sich die beiden Kuppelungshälften in der in Figi 1 und 3 dargestellten Lage, in welcher der Bolzen i1 von der Sperrfeder Z2 zurückgehalten . wird. Das Kuppeln erfolgt selbstthätig beim Gegeneinanderfahren der Wagen. Hierbei tritt die Schleife e in den von den Blöcken c c1 gebildeten Schlitz, und Stift f der Schleife stöfst gegen den Hebeltheil Z6, wodurch dieser vorwärts bewegt und mittels Feder Z7 auch der Hebel Z vorwärts gedreht wird. Bei dieser Vorwärtsbewegung giebt die Sperrfeder Z2 den Sperrstift z'3 frei, so dafs der Bolzen i1 von der Feder Ϊ2 vorwärts geschnellt wird und in den Einschnitt 0 des Blockes c eintritt. Gleichzeitig hat sich aber auch die Schleife e vorwärts bewegt, so dafs dieselbe von dem Bolzen i1 zurückgehalten wird. Der gleiche Vorgang tritt an der entgegengesetzten Kuppelungsseite auf und der Wagen ist so auf schnelle und einfache Weise sicher gekuppelt.
Um die Wagen zu entkuppeln, beispielsweise von der linken Seite aus, hat man nur die vordere Ausrückschiene k, Fig. 1, vorzuschieben und die hintere zurückzuschieben. Hierbei wird mittels des an der Ausrückschiene k befestigten Mitnehmers kl und des Stiftes z4 unter Zusammenpressen der Feder i2 der Bolzen z1 zurückgeschoben, so dafs dessen Sperrstift i3 von der Sperrfeder Z2 bis zur nächsten Kuppelung zurückgehalten wird (Fig. 3). Wird nun der Wagen abgestofsen, so ziehen sich die Schleifen e aus den von den Blöcken c c1 gebildeten Zwischenraum, indem Stift f gegen Hebeltheil Z6 stöfst und diesen vorwärts bewegt, ohne indessen den Hebeltheil Z zu beeinflussen. Durch Feder Z7 kommt Hebel Z3 in seine frühere Lage zurück.
Es ist hieraus ersichtlich, dafs die Kuppelung vollständig selbstthätig erfolgt, während das Entkuppeln nur zwei Handgriffe erfordert.
Bei der vorliegenden Kuppelung ist berücksichtigt worden, dafs die Schleifen sich in der Zugrichtung seitlich bewegen lassen, und dafs beim Bremsen die Schleifen e in die denselben gegenüberliegende Durchbrechung des Wagenrahmens so weit gleiten können, als die Buffer zulassen. Aufserdem wird ein Wenden der Wagen nicht nothwendig, auch ist die Kuppelung eine gleichmäfsig federnde; sie ist an jedem Wagen anzubringen und kann durch ein Gehäuse ,vor jeglicher Störung geschützt werden.
Endlich ist durch eine besondere, an der Ausrückstange angebrachte Sperrvorrichtung dafür gesorgt, dafs, wenn schon entkuppelte Wagen blos von der Lokomotive weiter geschoben werden sollen, die Kuppelung nicht in Thätigkeit tritt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine selbsttätige Kuppelung mit seitlicher Auslösung für Eisenbahnfahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, dafs beim Zusammenfahren der Fahrzeuge durch einen Stift (f) der Schleifen (e) Schiebebolzen (il) ausgelöst werden, die in die Schleifen (e) getrieben werden und diese festhalten, während das seitliche Lösen der Kuppelung dadurch erfolgt, dafs mittels Ausrückschienen (k) die Bolzen (il), welche durch Hülsen fx1 X2J gegen unbeabsichtigtes Vorschnellen gesichert werden können, zurückgezogen werden und hierdurch die Schleifen (e) aus den Bolzen (il) heraustreten können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT77046D Selbstthätige Kuppelung mit seitlicher Auslösung für Eisenbahnfahrzeuge Expired - Lifetime DE77046C (de)

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