DE77017C - Künstlicher Kohlenkörper und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents
Künstlicher Kohlenkörper und Verfahren zu seiner HerstellungInfo
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- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10L—FUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
- C10L11/00—Fire-lighters
- C10L11/04—Fire-lighters consisting of combustible material
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C10L5/00—Solid fuels
- C10L5/02—Solid fuels such as briquettes consisting mainly of carbonaceous materials of mineral or non-mineral origin
- C10L5/34—Other details of the shaped fuels, e.g. briquettes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung ist dem Bedürfnifs entsprungen, die Heizflamme von Spiritus oder
OeI durch Kohle zu ersetzen.
Die bisher für solche Zwecke vorhandenen Kohlen haben zwei wesentliche Uebelstä'nde:
sie sind aus theurem Material und lassen sich nur mittels anderer Brennstoffe entzünden; bei
nicht genügender Vorheizung löschen sie sogar wieder aus.
Diese Mängel sollen nach dem vorliegenden Verfahren dadurch beseitigt werden, dafs der
Körper der künstlichen Kohle aus zweierlei Theilen zusammengesetzt wird.
Der gröfsere Theil ist ein gewöhnlicher, . sehr billiger Brennstoff, vorzugsweise Grude.
Für den hier verfolgten Zweck ist die Grude, unmittelbar wie sie fällt, verwendbar; es ist
nicht nöthig, die groben Stücke zu mahlen oder auszusondern; dieselben werden mit dem
Staub zusammen zu den Körpern der gewünschten Form vereinigt.
Ein solcher Körper ist selbstverständlich schwer zu entzünden, noch schwerer als Holzkohle.
Um brauchbar zu werden, ist dieser Theil der künstlichen Kohle innig verbunden mit
einem kleineren, leicht entzündlichen Theil, welcher vorzugsweise aus einem Gemisch von
gemahlener Holzkohle und Salpeter besteht.
Die so hergestellte Kohle ist sehr bequem zu gebrauchen. Man kann sie an dem schwer
entzündlichen Theil mit der Hand halten und dabei am anderen mittels eines Streichholzes
wie einen Span anzünden.
Die Fig. 1 bis 4 stellen verschiedene Formen solcher Kohlen dar; α ist darin der schwer
entzündliche Theil, b der leicht entzündliche. Diese Kohlen brennen in gröfseren und kleineren
Stücken von beispielsweise 50, 20 oder 15 g sogar einzeln sicher fort, selbst bei geringem
Zug, obgleich sie nur zum kleinsten Theil aus einer salpeterhaltigen Masse bestehen. Einzeln
zu brennen ist ihr hauptsächlicher Zweck.
Der Verbrennungsprocefs solcher Kohlen wird begünstigt, wenn sie eine oder mehrfache
Durchbohrungen erhalten. Die Fig. 3 und 4 zeigen derartige Formen mit nur einer Höhlung.
Dieselben sind bestimmt, aufrecht zu stehen, und gerathen infolge der eigenthümlichen
Wirkung der Höhlung sehr schnell zu allgemeiner Glut.
In derselben wird erstens der Luftzug beschleunigt wie in einem Kamin, dazu kommt
zweitens die Verhinderung der. Abkühlung. Denn alle Ausstrahlung in der engen Höhlung
trifft wieder Kohle und die Ableitung von Wärme aus der brennenden Stelle erfolgt nur
in die Kohle. So wird der ganze Körper schnell auf die Verbrennungstemperatur gebracht.
Die kaminartige Durchlochung hat sich in der Praxis für die Wirthschaftlichkeit der
Verbrennung als eine sehr zweckmäfsige Einrichtung erwiesen; denn sie setzt die Verbrennungszeit herab und damit die Wärmeverluste,
welche bei einer kleinen Heizung, besonders einer solchen, für welche nur ein
Kohlenkörper angewendet wird, sehr erheblich sind. \ . .
Eine weitere, sehr vorteilhafte Ausbildung solcher kaminartig durchlochter Kohle ist die
Anordnung der Zündmasse entlang der Innenseite des Kamins, beispielsweise wie in Fig. 4,
als an der für die Verbrennung am meisten begünstigten Stelle.
Eine solche aus zweierlei Theilen aufgebaute Kohle läfst sich auf verschiedene Art herstellen.
Im einfachsten Falle kann ein künstlicher Kohlenkörper an der Stelle, welche zur Entzündung
bestimmt ist, mit dem dieselbe bewirkenden Mittel bestrichen, bestreut oder getränkt werden.
Im Grofsbetrieb ist folgendes Verfahren sehr vortheilhaft.
Man mengt die oben als Beispiel gebrauchten Grudekoks oder anderes passendes Material
mit einem der bekannten Bindemittel, beispielsweise Zuckerlösung, bis eine plastische Masse
entsteht. Diese wird aus einer Strangpresse, wie sie im Thongewerbe gebräuchlich ist, aus
beliebig vielen Mundstücken über einen Dorn geprefst.
Der. Dorn hat den Querschnitt der späteren Höhlung in der Kohle plus dem des Zündkörpers
(Fig. 4, Kreis + Mond b). Der dem Zündkörper entsprechende Theil ist hohl und
endet früher (in der Richtung des laufenden Stranges) als der volle Theil. Aus dem hohlen
Theil ergiefst sich die Zündmasse und bildet
so einen dünnen Strang in einer dazu vorbereiteten Rinne. Abschneiden des zusammengesetzten Stranges ergiebt die gewünschten
Kohlenkörper.
Claims (3)
- Patent-Ansprüche:ι . Ein künstlicher Kohlenkörper, bestehend aus getrennten Lagen von Grude einerseits und einer Anzündemasse andererseits, welch letztere aus Holzkohle und Salpeter oder einem anderen Oxydationsstoff zusammen-: gesetzt ist.
- 2. Ein nach Anspruch 1. gebildeter Kohlenkörper, bei dem die Zündmasse entlang . der Innenseite einer Durchbohrung des Grudekörpers angeordnet ist.
- 3. Ein Verfahren zur Herstellung von röhrenförmigen, mit Zündmasse ausgekleideten Kohlenkörpern nach Anspruch 2., dadurch gekennzeichnet, dafs eine schwer entzündliche Kohle mit geeigneten Bindemitteln zu einer plastischen Masse gemengt und aus einer Strangpresse über einen Dorn geprefst wird, während gleichzeitig aus einer in diesem Dorn enthaltenen Röhre in den gebildeten Hohlraum des Stranges die zur Entzündung dienende Masse einfliefst, ohne den Hohlraum: ganz auszufüllen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE77017C true DE77017C (de) |
Family
ID=349858
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT77017D Expired - Lifetime DE77017C (de) | Künstlicher Kohlenkörper und Verfahren zu seiner Herstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE77017C (de) |
-
0
- DE DENDAT77017D patent/DE77017C/de not_active Expired - Lifetime
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