DE9807C - Feuerzeug mit Glüh- und Leuchtfeuer - Google Patents
Feuerzeug mit Glüh- und LeuchtfeuerInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23Q—IGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
- F23Q2/00—Lighters containing fuel, e.g. for cigarettes
- F23Q2/18—Lighters with solid fuel
- F23Q2/22—Lighters with solid fuel with cerium-iron alloy and tinder
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Description
1879.
Klasse 78.
GUILLAUME BERTRAND in LYON. Feuerzeug mit Glüh- und Leu ent fen e r.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. September 1879 ab.
Dieses Feuerzeug besteht im wesentlichen aus einem brennbaren, durch Reibung entzündbaren
Stab, dessen Verbrennung man auf bestimmte Längen beschränken kann, und welcher,
je nach seiner Zusammensetzung, mit aufflammendem öder hellglühendem Feuer oder wechselweise
mit einem und dem anderen verbrennt.
Der Stab liegt in einem Futteral, welches mit einer Vorrichtung versehen ist, durch welche
die zur jeweiligen Verbrennung bestimmte Länge des Stabes über das Futteral hinaus vorgeschoben
wird.
Der cylindrische, mit ringförmigen, regelmäfsigen
Eindrehungen versehene Stab, Fig. 1, kann als die Vereinigung kleiner aufeinander
gestellter Scheiben α α angesehen werden, welche eine um die andere aus dem Futteral vorgeschoben
werden und durch Reibung zu entzünden sind.
Diese Scheiben werden aus einem besonders zubereiteten Blatte mittelst eines Durchschlages
herausgestanzt, welcher dieselben auf einem Theile ihrer Dicke stark zusammenprefst, um
ihnen die gewünschte Form zu geben. Demnächst werden dieselben auf einem mit Gummi
bestrichenen Bindfaden aufgereiht, um einen Stab von ziemlicher Länge herzustellen, welcher
nachher in einzelne Stücke von bestimmter Länge zerschnitten wird.
Das Blatt, aus welchem diese Scheiben herausgestanzt werden, besteht aus zwei ungleich
dicken Cartontafeln, zwischen welchen eine durch Reibung entzündbare Masse in einer
dünnen. Schicht aufgestrichen ist.
Die dickere Tafel, zum Abbrennen bestimmt, ist aus Baumwolle, Papierteig, Kohle, Tabak
oder ähnlichen Körpern zusammengesetzt und ist-mit einer Lösung sauerstoffreicher Salze, wie
Natronsalpeter, Kalisalpeter, chromsaures oder essigsaures Bleioxyd gesättigt. Diese Präparate
erzeugen Glühfeuer ohne Flamme und sind hauptsächlich für Raucher bestimmt.
Will man leuchtendes Feuer erhalten, so kommt Kampher zur Anwendung, welcher mit
einer kleinen Menge Stearin, Paraffin oder wohlriechenden Harzes vermischt wird, um seine
Verflüchtigung zu verhindern.
Die schwächere Tafel, welche den Zweck hat, die Verbrennung aufzuhalten, besteht aus
einer weniger sauerstoffreichen Masse.
Die entzündbare Masse zwischen beiden Scheiben ist ähnlich derjenigen, welche für Zündhölzchen
benutzt wird; sie kann so zubereitet sein, dafs sie sich nur auf einer besonders
präparirten Oberfläche entzündet.
Die Stäbe können auch aus einem einzigen Stück hergestellt werden, und zwar aus aufgerolltem
Papier, welches nachher in eine Form geprefst wird, oder aus in Formen geprefster
Teigmasse, oder endlich aus gedrehtem Holz, welches mit den oben erwähnten Substanzen
iniprägnirt ist. In diesem Falle werden die vorstehenden Theile des Stabes mit der Zündmasse
bedeckt, indem man ihn auf eine Marmorplatte rollt, auf welcher die Zündmasse aufgestrichen
ist.. Wenn abgetrocknet, wird die Zündmasse nachträglich durch eine Firnifsschicht
geschützt.
Man kann den zur Imprägnirung des Stabes angewendeten chemischen Verbindungen Substanzen
beimischen, welche die Flammen färben oder beim Verbrennen wohlriechend sind.
Alle Arten von Stäben, welche eine gleiche äufsere Form haben, können in den nämlichen,
durch Fig. 6 im Schnitt dargesellten Apparat eingesetzt werden. Dieser Apparat besteht:
1.. Aus einer Röhre m, Fig. 2, welche an
ihrem einen Ende mit Gewinde b versehen und an ihrem anderen oder oberen Ende geschlitzt
ist, um vier einwärts gebogene Griffe zu bilden. v
2. Aus der aufgeschnittenen Röhre n, Fig. 3, welche als Feder dient, um mit ziemlicher Reibung
auf der ersten Röhre m zu gleiten. An ihrem einen Ende besitzt sie zwei Griffe c c,
welche durch die Oeffnungen d in das Innere der vorhergehenden Röhre hineinragen, und ist
sie ferner mit einem Ausschnitt * versehen, in dem der Ansatz/ auf der Röhre m, Fig. 2,
beim Vorwärts- und Rückwärtsschieben der Röhre m gleitet.
3. Aus der Röhre 0, Fig. 4, welche an ihren beiden Enden offen und an einem Ende verengt
ist. Dieselbe wird über die Röhre n, Fig. 3, geschoben, und ist am weiteren Ende
mit derselben verlöthet.
4. Aus einem hohlen Knopfe ρ, Fig. 5, der
einerseits innen mit Gewinden versehen ist, um auf das entsprechende Schraubengewinde b der
Röhre m, Fig. 2, aufgeschraubt zu werden, andererseits ο frei umfafst.
5. Aus einem oben geschlossenen Futteral r, Fig. 5, zu dem Zwecke, den Apparat zu bedecken
und das Reibzeug zur Entzündung des Stabes aufzunehmen.
Aus der Fig. 6 ersieht man, dafs der cannelirte Stab gleichzeitig durch die Griffe beider
gleitenden Röhren erfafst wird.
Hält man nun mit der einen Hand die Röhre 0 fest und schiebt mit der andern den
Knopf/ einmal hin und her, so wird der Zündstab um einen Wulst vorgeschoben, indem die
Griffe von η und m wie Sperrklinken auf die
Wülste des Stabes einwirken. Durch die Griffe der Röhre m wird der Stab aus der Röhre ο
herausgeschoben und durch die der Röhre « in seiner Lage erhalten, damit er beim Zurückschieben
des Knopfes ρ nicht auch zurückgehen kann. Die Wülste des Zündstabes wirken also
wie die Zähne eines Sperrrades.
Um die Handhabung zu vereinfachen, könnte man zwischen die beiden Röhren m und η eine
Feder legen, welche den Knopf von selbst nach oben zurückbringen würde, sobald man
ihn zurückgezogen hat.
Nach vollkommener Verbrennung des Stabes wird ein neuer bei abgeschraubtem Knopfe p
in das Innere des Apparates gebracht.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Verfahren zur Vereinigung verschiedener brennbarer Substanzen in einem Apparat, welcher deren Verbrennung in von einander getrennten, einzelnen Partien gestattet, so dafs Zündhölzchen und Taschenlichter durch ihn ersetzt werden können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9807C true DE9807C (de) |
Family
ID=287137
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT9807D Active DE9807C (de) | Feuerzeug mit Glüh- und Leuchtfeuer |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9807C (de) |
-
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- DE DENDAT9807D patent/DE9807C/de active Active
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