DE76831C - Einrichtung zur Zuführung frischer Wetter in die Grube bei Grubenexplosionen - Google Patents
Einrichtung zur Zuführung frischer Wetter in die Grube bei GrubenexplosionenInfo
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21F—SAFETY DEVICES, TRANSPORT, FILLING-UP, RESCUE, VENTILATION, OR DRAINING IN OR OF MINES OR TUNNELS
- E21F5/00—Means or methods for preventing, binding, depositing, or removing dust; Preventing explosions or fires
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- Mining & Mineral Resources (AREA)
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- Air Transport Of Granular Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 5: Bergbau. Λ Jj/
Die Erfindung ist in beiliegender Zeichnung im Durchschnitt dargestellt. Die Einrichtung
besteht im wesentlichen aus einem grofsen Cylinder b mit Ventilkasten q und dem weiten
Rohre c, das bis zur Sohle des Luft- oder Förderschachtes d geht.
An dieses Rohr c sind in jeder Strecke g, worin gearbeitet wird, Lutten e angebracht, die
an der First der Strecke befestigt sein oder auf der Sohle derselben liegen können und durch
Verlängerung bis vor Ort geführt werden. Mit den Röhren e ist ein Behälter/ verbunden.
Der schwere Fallkolben h, der gegen den Cylinder b abgedichtet ist, wird vermittelst
einer Winde i vom Boden bis an die Cylinderdecke aufgezogen, wobei der Fallkolben mit
der Aufzugskette durch die Zange m verbunden ist, die mit Klinke η zusammengehalten wird.
Die Klinke wird mit einer über die Rolle 0 laufenden Kette r mit dem Drahte s verbunden,
der bis zum Schachttiefsten reicht. Auf dem Boden des Cylinders b ist ein Buffer ■{ angebracht.
In jeder Strecke g befindet sich an dem Rohre c ein Hakenstift u, an dem ein Gewicht
ν hängt, das mit dem Drahte s verbunden ist. In zweckentsprechender Entfernung
von der Arbeitsstelle wird eine Windfahne w angebracht, welche mit ihrem kurzen Hebelende
durch den Draht χ mit dem Gewichte ν verbunden ist.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende: Der erste .Luftdruck der Explosion
dreht die Windfahne #>, die das Gewicht ν von
dem Hakenstift u abzieht. Durch den Fall des Gewichtes an dem Drahte s wird vermittelst
der Klinke η die Zange m geöffnet, der Fallkolben im Cylinder losgelassen, welcher alsdahn
bei seiner Abwärtsbewegung einen starken Luftstrom, dem je nach der Gefährlichkeit
der Grube aus dem Behälter f verschiedene Substanzen beigemischt werden, durch
die Rohre c und e austreibt. Dieser Luftstrom soll nach Angabe des Erfinders die Ausdehnung
der Explosion augenblicklich gewaltsam verhindern, das Flöz kühlen und den in der
Grube anwesenden Bergleuten, wenn auch vorerst im beschränkten Räume, eine Lebensquelle frischer Luft zuführen.
Nachdem der Fallkolben die frische Luft im Cylinder b durch das Rohr c in die von der
Explosion betroffene Strecke g der Grube getrieben hat, wird alsdann das aufserhalb aufbewahrte
Ventil in den Ventilkasten q eingesetzt und damit das Rohr c abgeschlossen. Während
nun der Fallkolben in einigen Minuten durch die Winde i wieder bis an die Decke des Cylinders
aufgezogen wird, können die Nachschwaden nicht aus der Grube in den Cylinder hineintreten, sondern der Fallkolben saugt durch
die offenstehenden Löcher in dem Ventilkastendeckel q frische Luft in den Cylinder.
Danach wird vor dem Fallenlassen des Kolbens das Ventil vermittelst eines Schraubenhandrades
im Ventilkasten von dem Rohryerschlufssitz aufgezogen und gegen die Löcher
des Deckels dichtend angedrückt, wodurch die frische Luft im Cylinder nicht nach aufsen
austreten kann, sondern durch das wieder geöffnete Rohr c in die Strecke g getrieben wird.
Dieses Aufwinden und Fallenlassen des Fallkolbens und der Verschlufswechsel des Ventils
wird so lange wiederholt, bis die Menge der in die Grube hinein geschafften frischen Wetter
so grofs geworden ist, dafs diese die Nachschwaden aus. der Grabe nach dem Luft- oder
Förderschachte hinauf gedrängt haben.
Die vorstehend beschriebene Einrichtung kann auch zu gewissen Zeiten, bei Ansammlung
gefährlicher Grubenluft, zur Verhütung von Explosionen angewendet werden. Sie bietet
mithin bis zu einem gewissen Grade Sicherheit für die Bergleute bei Sprengschüssen, Kohlenstaub-
und Grubengasentzündungen.
Die Einrichtung ist der Tiefe, Ausdehnung und Gefährlichkeit der Flöze anzupassen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Einrichtung zur Zuführung . frischer Wetter in die Grube bei Grubenexplosionen, dadurch gekennzeichnet, dafs durch den Druck der Explosionsgase eine in der Grube befindliche Windfahne (w) gedreht oder dergleichen, und deren Bewegung zur Auslösung eines in einem stehenden Cylinder (b) aufgehängten Fallkolbens (h) verwendet wird, welch letzterer bei seinem Herabsinken die im Cylinder vorhandene Luft durch eine Wetterleitung (cfe) in die Grubenräume führt, gegebenen Falles die Nachschwaden durch abwechselndes Schliefsen und Oeffnen des Ventiles q bezw. Ansaugen und Fortdrücken von Luft im Cylinder b aus den Grubenräumen verdrängt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE76831C true DE76831C (de) |
Family
ID=349694
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT76831D Expired - Lifetime DE76831C (de) | Einrichtung zur Zuführung frischer Wetter in die Grube bei Grubenexplosionen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE76831C (de) |
-
0
- DE DENDAT76831D patent/DE76831C/de not_active Expired - Lifetime
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