DE67759C - Einrichtung zum Fördern der Asche, Schlacken und dergl. aus den Kesselräumen von Dampfschiffen nach aufsenbord - Google Patents

Einrichtung zum Fördern der Asche, Schlacken und dergl. aus den Kesselräumen von Dampfschiffen nach aufsenbord

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DE67759C
DE67759C DENDAT67759D DE67759DA DE67759C DE 67759 C DE67759 C DE 67759C DE NDAT67759 D DENDAT67759 D DE NDAT67759D DE 67759D A DE67759D A DE 67759DA DE 67759 C DE67759 C DE 67759C
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DENDAT67759D
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M. MlLTZLAFF in Eggesin i. Pom
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63BSHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING 
    • B63B17/00Vessels parts, details, or accessories, not otherwise provided for
    • B63B17/06Refuse discharge, e.g. for ash

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Refuse Collection And Transfer (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Aus den Kesselräumen der Dampfschiffe sind Asche, Schlacke u. s.w. (also die Rückstände' des' Feuermaterials) bisher auf die primitivste Art entfernt worden. Auf den grofsen Schiffen der Handelsflotte geschieht diese Beförderung z. B. in der Regel mittels eiserner Kübel, welche durch eine Dampfwinde in einem Ventilationsrohr des Kesselraumes bis zum Oberdeck hochgezogen werden; hier wird eine Thür, welche sich im Ventilationsrohr befindet, durch Leute geöffnet und der mit Asche und Schlacke gefüllte Kübel wird durch dieselben Leute an eine Laufkatze gehängt und auf dieser wird der Kübel zu einem Behälter geführt und der Inhalt in diesem durch Umkippen des in einem Bügel hängenden Kübels entleert; da dieser Behälter an seinem Boden eine Oeffnung hat, welche aufsenbords mündet, so fallen die Asche und. Schlacke unverzüglich in das Wasser, wohin sie gefördert werden sollten. Auf Kriegsschiffen ist gewöhnlich ein besonderes Rohr (Förderschacht) vom Deck nach dem Kesselraum angebracht, durch welches die Kübel (oder Säcke) hochgezogen werden; das Hochziehen geschieht hier in der Regel nicht durch eine Dampfwinde, sondern direct durch die Mannschaft mittels einfachen Flaschenzuges, und der Kübel wird dann von der Mannschaft erfafst nnd sein Inhalt aufsenbords befördert.
Dafs diese eben beschriebenen primitiven Einrichtungen namentlich ,auf den grofsen Passagierschiffen besondere Bedienungsmannschaften erfordern, ist erklärlich, und es werden z. B. auf einem Schnelldampfer innerhalb 24 Stunden ca. 5 Stunden lang 12 Mann am Oberdeck beschäftigt, um hier die Kübel auf die oben beschriebene Art und Weise in Empfang zu nehmen und zu entleeren.
Neben diesem Aufwand an Arbeitskräften bringt diese primitive Beförderungsweise der Asche und Schlacke allerlei Belästigungen und Gefahren für Mannschaft und Passagiere mit sich.
Diese Uebelstände sollen durch die nachstehend beschriebene Erfindung beseitigt werden.
In Fig. ι ist A der Kesselraum, B das Rohr, in welchem der Kübel α hochgezogen wird; von dem Rohr B zweigt ein Rohr C ab, welches aufsenbords mündet und dazu bestimmt ist, den Inhalt des Kübels α ins Wasser zu führen; dies geschieht unter Hinweis auf die im gröfseren Mafsstabe gezeichneten Fig. 2 und 3 wie folgt:
Nachdem der gefüllte Kübel α in die in Fig. ι gezeichnete Lage durch die Kette b hochgezogen ist, wird die Klappe c, Fig. 3, welche während des Hochziehens des Kübels a die punktirt gezeichnete Lage c1 einnahm, in die ausgezogene Lage c2 gebracht, in welch letzterer sie das Rohr B abschliefst; nachdem dies geschehen, öffnet sich der Boden des Kübels α und der Inhalt desselben geht durch Rohr C aufsenbords ins Wasser.
Darauf wird die Klappe c wieder in die punktirte Lage c1 gebracht und es ist nunmehr der Durchgang für das Herunterlassen des Kübels α wieder frei, so dafs derselbe, unten angekommen, wieder gefüllt werden kann u. s.w.
Anstatt der Klappe c könnte natürlich auch ein Schieber, welcher von einer Seite in das Rohr B eingeschoben wird, in Anwendung kommen; jedoch ist der Klappe wegen ihrer bequemen Steuerung der Vorzug zu geben.
Wenn nun die Steuerung des Bodens vom Kübel α sowie der Klappe c aus den geöffneten Stellungen in die geschlossenen und umgekehrt auf einfachste Weise per Hand geschieht, dann ist die Vorrichtung schon ein grofser Fortschritt der alten Methode gegenüber; um aber auch den Mann noch zu ersparen, welcher diese Umsteuerungen zu besorgen hätte, ist die in den Fig. 2, 3, 4, 5 und 6 im gröfseren Mafsstabe gezeichnete selbstthätige Steuerung des Kübelbodens und der Klappe c vorgesehen. Die Einrichtung und Wirkungsweise derselben ist die folgende:
Der Kübel α in Fig. 1 und 2 ist nach der Construction des erloschenen Patentes Nr. 10724 construirt; der lose auf dem konisch geformten Boden d, Fig. 2, ruhende Mantel e wird mittels der Kette f, Fig. 1 und 2, hingegen der Boden d mittels Kette b (beide Ketten / und b heben also Kübel mit Inhalt) gehoben.
Die Kette / läuft über die Rolle y mit Achse jfl, welche an den Wandungen des Rohres B gelagert ist.
Fig. 5 und 6 stellen die Winde vor, aufweiche die Ketten f und b sich wickeln, und zwar ist die Trommel h für die (Boden-) Kette b und die Trommel i für die (Mantel-) Kette f bestimmt. Ist nun der Kübel α in die ausgezogene Stellung (Fig. 1) gelangt, wo das Entleeren beginnen soll, so wird der Mantel e des Kübels dadurch in die punktirte Lage a1, Fig. 1, gehoben , dafs die Kette f des Mantels auf die an der Trommel i in passender Stelle und gehöriger Gröfse angebrachte Erhöhung k, Fig. 5 und 6, steigt, während die Bodenkettentrommel h, Fig. 6, solche Erhöhung nicht hat. Falls die Winde noch etwas weiter laufen sollte, nachdem der richtige Anhub des Mantels e erreicht ist, so gehen wieder Mantel e als auch Boden d gleichmä'fsig in die Höhe, da nach der Erhöhung k die Trommel i wieder ihren normalen Durchmesser hat, wie die Fig. 6 links zeigt. In Fig. 2 ist die stattfindende Verschiebung von Mantel e gegen Boden d ebenfalls mit a1 bezeichnet.
In Fig. 6 bedeuten D ein Stirnrad zum Betrieb der Winde und E die Lagerböcke.
Es könnte auch nach Fig. 7 der Boden des Kübels α als Klappe, bestehend aus den Theilen dl und d2, ausgebildet werden, welche durch die Kettenenden bl und b2 erfafst werden, die in Kette b endigen; f, Fig. 7, ist wieder die oben besprochene Mantelkette.
Die selbstthätige Steuerung der Klappe c geschieht in diesem Falle wie folgt:
Die Kette b oder auch f (in den Zeichnungen Fig. 2 und 3 ist b angenommen) wird über eine Rolle Z geführt, welche lose auf der Achse m läuft. Auf dieser Achse m ist zu beiden Seiten der Rolle I je ein Zahnrad η angeordnet, welches auf je einer hohlen Achse 0 befestigt ist. Diese Achsen 0 mit ihren Zahnrädern η laufen ebenfalls lose auf der Achse m und tragen an ihren Enden die Hebel p, welche mittels Zugstangen q ihre Bewegung auf die Hebel r übertragen, die sich auf der Achse 5 der Klappe c befinden; hierdurch empfängt also die Klappe c ihre Bewegungen. Um die Klappe c selbstthätig und rechtzeitig von Stellung cl in Stellung c2 zu bringen, hat die Schake t, Fig. 2, zu beiden Seiten zwei Vorsprünge u, Fig. 4, welche beim Aufgang des Kübels rechtzeitig in die Zähne ν der Rädern greifen und diese um den Winkel 1,2, 3, Fig. 2, drehen. Um den gleichen Winkel drehen sich also auch die Hebel ρ von . ihrer obersten Stellung I in ihre unterste Stellung II, Fig. 2, und übertragen ihre Bewegung, wie oben bereits beschrieben, durch die Zugstangen q und Hebel r auf die Klappe c.
Die Stellung III, Fig. 2, der Hebel r entspricht der geöffneten (punktirten) Stellung der Klappe c, während die Stellung IV der geschlossenen (ausgezogenen) Stellung der Klappe c entspricht.
Die Schake t, Fig. 2, der Kette b verläfst eben die Zähne der Räder n, hat also die Klappe c geschlossen, und nun beginnt bald darauf die oben bereits beschriebene selbstthätige Oeffnung des Bodens von Kübel a. Beim Herunterlassen des Kübels α schliefst sich erst der Boden d desselben wieder selbstthätig und dann erfolgt .die Oeffnung der Klappe c selbstthätig, um dem Kübel den Durchgang nach unten zu gestatten.
Die Feder n> dient dazu, die Klappe c in der geöffneten Stellung zu erhalten; gleichen Zweck hat das Gegengewicht x.
An den Ketten b und / ist eine Stelle (etwa durch rothen Anstrich) so gekennzeichnet, dafs, wenn dieselbe aufgewickelt ist, die oben beschriebene Schliefsung der Klappe c und Entleerung des Kübels stattgefunden hat; ist also die Winde Fig. 6 im Kesselhause im Maschinenraum oder in der Nähe desselben aufgestellt, so kann von einem Wärter des Kessels oder der Maschine die Beförderung der Aschen und Schlacken nach aufsenbords selbstthätig besorgt werden.
Selbstredend kann, anstatt die Beförderung bei Handelsschiffen im Ventilationsrohr erfolgen zu lassen, dafür auch ein besonderes Rohr eingebaut werden; auch kann das Rohr nicht im Kesselraum, sondern in einem Nebenraum einmünden.
Die Winde Fig. 5 und 6 könnte auch an Stelle der Erhöhung k auf Trommel i eine
Vertiefung auf Trommel h tragen, oder aber es könnte eine Erhöhung k auf Trommel i und gleichzeitig eine Vertiefung auf Trommel h vorhanden sein.
Anstatt dafs sich der Boden d von Mantel e entfernt oder nach Fig. 7 der Boden aufklappt, könnte man auch Theile der Seitenwandung von Kübel α zum Oeffnen einrichten oder den Kübel α umkippen lassen.
Zweckmäfsig ist es, die Führungsstücke F und G anzubringen, welche ein Abspringen der Ketten f und b ■ verhindern sollen.
Schliefslich könnte auch nach Fig. 8 der Förderschacht B mit einer feststehenden Zunge C1, welche eine Verlängerung des Bodens von Rohr C bildet, versehen sein; dann würde es darauf ankommen, den Kübel α in einer im Förderschacht B angebrachten Führung B1 laufen zu lassen, welche den Kübel an der Zunge C vorbeiführt. ' a'1 stellt die Stellung des Kübels dar, wenn er neben der Zunge C steht, während α8 die Stellung angiebt, in welcher die Entleerung geschehen kann.
Es sei noch gesagt, dafs das Rohr C jede beliebige Richtung haben, kann, welche eben die hineingeworfenen Rückstände der Feuerung noch sicher abführt. Sollte' es schliefslich vorkommen, dafs eine Schiffseinrichtung die Fig. 1 gezeichnete schräge Abzweigung des Rohres C, die ja gewöhnlich die vortheilhafteste sein wird, nicht zuläfst, dann kann auch Rohr C. senkrecht neben Förderrohr b heruntergeführt werden, um am Boden des Schiffes auszumünden und um die Asche, Schlacken u. s. w. hier dem Wasser zu übergeben.
Es erübrigt noch angeführt zu werden, dafs im Förderschacht B auch ein Becherwerk nach Art eines Elevators eingebaut werden kann, welcher die Schlacken und Asche hochträgt und in das Rohr C einwirft.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Einrichtung zum Fördern der Asche, Schlacken u. dergl. aus den Kesselräumen von Dampfschiffen nach aufsenbord, bestehend aus einem Förderschacht (B, ζ. Β. Ventilationsrohr), von welchem aus ein Rohr (C, Fig. 1 und 8) nach aufsenbord abzweigt, in welches der im Förderschacht angebrachte Förderapparat sich entleert.
2. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Einrichtung, bei welcher
a) behufs Oeffnung des Bodens bezw. der Seitenwandungen des Kübels eine Winde mit den Trommeln h und i für die beiden Ketten b und f mit entsprechenden Erhöhungen bezw. Vertiefungen angeordnet ist;
b) im Förderschacht eine von Hand oder durch die Winde bewegliche Klappe (c), Schieber oder dergleichen angeordnet ist;
c) eine feste Zunge^C 1J und Führungen (B1) für den Kübel α, Fig. 8, angeordnet sind.
3. Eine Ausführungsform der unter. 1. gekennzeichneten Einrichtung, bei welcher im Förderschacht B ein Becherwerk angeordnet wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT67759D Einrichtung zum Fördern der Asche, Schlacken und dergl. aus den Kesselräumen von Dampfschiffen nach aufsenbord Expired - Lifetime DE67759C (de)

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