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Einrichtung zur Einstellung eines Gegenstandes Es sind bereits Drosselspulen
bekannt, bei denen eine Steuerung mit Gleichstrom stattfindet. Bei diesen bekannten
Drosselspulen nimmt mit zunehmender Gleichstrommagnetisierung der Wechselstromwiderstand
ab. Es ist auch ein stetig regelbarer Wechselstromwiderstand mit fallender Charakteristik,
bestehend aus einer dreischenkligen, vormagnetisierten Drosselspule, bekannt, auf
deren äußeren Schenkeln die in Reihe geschalteten Wechselstromwicklungen und auf
deren mittlerem Schenkel außer einer konstant erregten Gleichstromwicklung eine
zweite, dieser entgegenwirkende, an einer veränderlichen gleichgcrichtetenEingangswechselspannungliegende
Wicklung aufgebracht sind. Mit zunehmender Größe der Eingangswechselspannung wächst
hierbei auch die Größe des Wechselstromwiderstandes, und dabei erfährt die Amplitude
der Eingangswechselspannung eine Begrenzung.
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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Einstellung eines Gegenstandes
entsprechend einer nach Größe und Richtung vorgegebenen Bewegung unter Zuhilfenahme
eines Übertragungssystems, das beim Auftreten eines Stellungsunterschiedes zwischen
vorgegebener und nachgebildeter Bewegung eine diesem Stellungsunterschied
proportionale
Spannung liefert, die das Regelorgan des Einstellmotors beeinflußt. Hierbei erfährt
die Amplitude der Fehlerspannung durch einen aus einer dreischenkligen vormagnetisierten
Drosselspule bestehenden, stetig regelbaren Wechselstrom--widerstand mit fallender
Charakteristik eine derartige Begrenzung, daß die Steilheit der begrenzten Fehlerspannungskurve
am Anfang und am Ende jeder Halbperiode annähernd mit der Steilheit der unbegrenzten
Fehlerspannungskurv e übereinstimmt.
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Die Verwendung eines solchen stetig regelbaren Wechselstromwiderstandes
zur Spannungsbegrenzung ist gerade bei elektrischen Steuerungseinrichtungen sehr
vorteilhaft, bei denen ein Gegenstand entsprechend einer nach Größe und Richtung
vorgegebenen Bewegung eingestellt wird. Als Regelorgan für den Einstellmotor wird
meist eine aus gittergesteuerten Gas- oder Dampfentladungsgefäßen bestehende Schaltung
benutzt, deren Gitter von einer oder mehreren Steuergrößen beeinflußt werden. Die
Steuergrößen sind hierbei in Form von Wechselspannungen vorhanden, deren Amplituden
durch die Art der verwendeten Übertragungsgeräte (Geber und Rückmeldegeber) notwendigerweise
größer sind, als sie zur vollen Aussteuerung der Entladungsgefäße erforderlich sind.
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Die erfindungsgemäße Einrichtung ist daher insbesondere als magnetische
Steuerdrossel zur Empfindlichkeitsregelung in Übertragungsanlagen verwendbar. Die
Steuerdrossel ersetzt grundsätzlich die Anwendung einer Regelröhre. Auch Relaisschaltungen
können durch sie auf einfache Weise ersetzt werden, wobei insbesondere die größere
Betriebssicherheit als Vorteil zu bewerten ist.
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In der Zeichnung ist der Erfindungsgedanke beispielsweise dargestellt.
Es zeigt Fig. i den grundsätzlichen Aufbau eines regelbaren Wechselstromwiderstandes,
Fig. 2 die Abhängigkeit der Permeabilität,cc von der Magnetisierungsfeldstärke H,
Fig. 3 eine Schaltung des Wechselstrom-"; iderstandes gemäß Fig. i zur Spannungsbegrenzung
schädlicher Amplituden, Fig. 4 eine 1,t-H-Kurve in Verbindung mit der Fehlerspannung
einer Rückmeldebrücke, Fig. 5 den Verlauf von ,cc in Abhängigkeit von der Brückenfehlstellung
a, Fig. 6 eine Spannungsbegrenzungsschaltung als Vierpol, Fig. 7 die Verwendung
eines regelbaren Wechselstromwiderstandes gemäß Fig. i zur Verminderung der Empfindlichkeit
der Steuerspannung beim Einsynchronisieren einer Steuerung, Fig. 8 den Verlauf der
Fehlerspannungen eines Grob- und eines Feinsystems einer Steuerung bei abgeschaltetem
Einstellmotor l in Abhängigkeit von der Geberverstellung und Fig. 9 die Verwendung
eines regelbaren Wechselstromwiderstandes gemäß Fig. i zur Grob-Fein-Synchronisierungbeiübertragungssystemen
nach Fig. B.
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Die beiden äußeren Schenkel i und 2 einer Drosselspule tragen die
Wechselstromwicklungen 3 und 4., die an eine Wechselspannungsquelle 5 angeschlossen
sind. Die Wechselstromwicklungen 3 und 4. sind so in Reihe geschaltet, daß sich
der durch sie entstehende Wechselfluß 0" in dem 'Mittelschenkel 6 gerade aufhebt.
Auf den Nlittelschenkel6 sind ferner noch zwei Gleichstrom"vicklungen 7 und 8 aufgebracht,
die demzufolge von dem Wechselfluß (P" nicht induziert werden. Die Gleichstromwicklung
7 ist an eine konstante Gleichspannungsquelle 9 angeschlossen; der von der Wicklung
7 erzeugte magnetische Fluß ist mit 0g7 bezeichnet. An der Gleichstromwicklung 8
liegt eine veränderliche Gleichspannungsquelle io; der von der Wicklung 8 erzeugte
magnetische Fluß ist mit 0g8 bezeichnet.
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Für den Aufbau der Drosselspule «-erden besonders legierte Bleche
mit sehr hoher Anfangspermeabilität verwendet. Bei der in der Fig. 2 gezeigten Kurve
entspricht z. B. der Wert der AnfangspermeabilitätIc o annähernd 4oooo. Selbstverständlich
können auch anders legierte Bleche Verwendung finden, sofern nur ein ähnlicher Kurvenverlauf
gewährleistet ist, wie in Fig. 2 gezeigt.
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Bei der in Fig. 3 dargestellten Schaltung liegt an den Eingangsklemmen
i i und 12 eine veränderliche Wechselspannung, aus der mittels einer nach Graetz
geschalteten Gleichrichteranordnung 13 eine veränderliche Gleichspannung erzeugt
wird, die die Gleichstromwicklung 8 speist. Die durch letztere hervorgerufene Magnetisierung
sei mit I-Ig. bezeichnet. Die Gleichstromwicklung 7 dient zur konstantenGleichstromvormagnetisierung,
die mit H,7 bezeichnet sei. Die Magnetisierung H9, wirkt dabei der Vormagnetisierung
H1 7 entgegen. Die Ausgangsklemmen dieser Schaltung sind mit 14 und 15 bezeichnet.
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In der Fig. 4 ist im oberen Teil wieder die Ic-H-Kurve dargestellt.
Mit der konstanten Gleichstromvormagnetisierung 1-19 7 wird auf dieser Kurve
der gewünschte Arbeitspunkt eingestellt. Dieser Magnetisierung wirkt die von der
Wicklung 8 ausgehende -.%Iagnetisierung H18 entgegen. Die Magnetisierung Hg8 ist
demzufolge entgegen der Magnetisierung Hg 7 abzutragen.
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Wird nun an die Eingangsklemmen i i und 12 der Schaltung nach Fig.
3 die Fehlerspannung der Rückmeldebrücke des Übertragungssystems
gelegt,
so ändert sich diese Spannung in Abhängigkeit von der Größe der Brückenfehlstellung
a, d. h. der Größe der Verstellung zwischen Geber und Rückmeldebrücke.
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Im unteren Teil der Fig. 4 ist der Verlauf der Fehlerspannung U, in
Abhängigkeit von a
innerhalb eines Bereiches von o bis iSo° dargestellt.
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Diese Fehlerspannung Uf wird gleichgerichtet und als veränderliche
Gleichspannung Ug 8 an die Gleichstromwicklung 8 gelegt. Da der in der Wicklung
8 fließende Gleichstrom Ig. proportional der Gleichspannung U9 B ist, kann auch
Ug 8 proportional Hg 8
gesetzt werden, und die Punkte der Brückenfehlerspannung
können, wie in der Fig. 4 dargestellt, unmittelbar auf @die y-H-Kwrve projiziert
werden. Darauf ergibt sich dann der in Fig. 5 gezeigte Verlauf von ,u in Abhängigkeit
von der Brückenfehlstellung a.
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Der Wechselstromwiderstand z ist für kleine Ströme im wesentlichen
durch den induktiven Widerstand to L und bei konstanter Kreisfrequenz co
durch die Induktivität L bestimmt. Aus dem Induktionssatz
lädt sich L ableiten wie folgt:
Hierin ist w die Windungszahl, F der Eisenquerschnitt in Quadratzentimeter und i
die mittlere Windungslänge. Die konstanten Werte dieser Gleichung, und zwar
lassen sich durch den Falttor k ersetzen. Es ergibt sich also L=y#k. Unter Berücksichtigung
dieser Überlegungen lädt sich die in Fig. 5 dargestellte ,u-a-Kurve auch als z-a-Kurve
betrachten, die die Änderung des Wechselstromwiderstandes z in Abhängigkeit von
der Brückenfehlerspannung Uf und somit von der Brückenfehlstellung a von o bis i8o°
zeigt.
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Liegt an den Eingangsklemmen i i, 12 einer als Vierpol 16 dargestellten
Spannungsbegrenzungsschaltung (Fig. 6) eine veränderliche Wechselspannung Ufe, so
liegt an den Ausgangsklemmen 14 und 15 die geregelte Spannung, deren Verlauf gegenüber
der Eingangsspannung in einer Kurve für Ufa in Abhängigkeit von a gezeigt ist. Unter
Vierpol ist hierbei eine netzartige Zusammenschaltung eines Scheinwiderstandes verstanden
mit je einem Paar Eingangs- und Ausgangsklemmen, d. h. für die vorliegende Betrachtung
eine Schaltung nach Fig. 3. An die Ausgangsklemmen 14 und 15 ist ein z. B. aus gittergesteuerten
Gas- oder Dampfentladungsgefäßen bostehen@des Regeilorgan 17 angeschlossen, welches
einen Einstellmotor 18 beeinflußt. Zur vollen Aussteuerung der Entladungsgefäße
genügt dabei eine weit niedrigere Spannung, als sie in Form der Fehlereingangsspannung
Ufe zur Verfügung steht, die bei kleinen Fehlstellungen einen sehr steilen Anstieg
zeigt. Diese niedrigere Spannung wird durch die Zwischenschaltung des Vierpols 16
erhalten. Am Eingang des Regelorgans 17 liegt dann eine auf ein erträgliches Maß
konstant gehaltene Fehlerspannung Ufa,
die genügt, um die Entladungsgefäße
voll auszusteuern.
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Die Änderung des Scheinwiderstandes z ist nicht allein durch den Vierpol
16 bestimmt, sondern hängt auch von dem Abschlußwiderstand, im vorliegenden Falle
von dem Widerstand des Einganges des Regelorgans 17 ab, der natürlich dem Vierpol
16 angepaßt werden muß. Für das Regelorgan 17 ist weiterhin die Anpassung
der Phase der Ausgangsspannung des Vierpols 16 nötig. Phasenverschiebungen im Regelbereich
werden dadurch in den für das Regelorgan 17 zulässigen Grenzen gehalten, daß in
den Wechselstromwicklungen 3 und 4 der induktive Widerstand co L sehr viel größer
als der Ohmsche Widerstand R gemacht wird. Die an den Eingangsklemmen i i und 12
liegende veränderliche Wechselspannung kann aber auch z. B. einem Drehtransformator
entnommen sein, dessen dreh-. barer Teil mit der Präzessionsachse eines Kreisels
verbunden ist. Beim Auftreten einer Präzessionsbewegung entsteht also auch in diesem
Falle eine Art Fehlerspannung, deren Größe abhängig ist von der Größe der Auslenkung.
Die an den Eingangsklemmen i i und 12 liegende Spannung kann auch einem Bolometer,
einer Photozelle oder überhaupt jedem Indikator entstammen, der in Abhängigkeit
von der Verstellung eines Organs eine veränderliche Gleich- oder Wechselspannung
liefert.
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Durch Verlegung des Arbeitspunktes auf der y-H-Kurve und durch Wahl
besonders geeigneter Blechsorten lädt sich die Regelkurve (z-a-Kurve) beliebig verändern
und so für viele ähnliche Anwendungsgebiete nutzbar machen.
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Zur Übertragung der vorgegebenen Bewegung werden häufig Grob-Fein-Systeme
benutzt, bei denen dem Grobsystem ein großer, dem Feinsystem ein kleiner Drehwert
für jede Umdrehung zugeordnet ist. An sich geschieht bei derartigen Übertragungssystemen
die Beeinflussung des Einstellmotors in Abhängigkeit
von der Fehlerspannung
des Feinsystems. Tritt nun ein so großer Stellungsunterschied zwischen vorgegebener
und nachgebildeter Bewegung auf, daß ein mit dem Rückmeldegeber des Grobsystems
gekuppeltes Kontaktwerk anspricht, so wird über Relais das Feinsystem von dem Regelorgan
abgeschaltet und eine feste Synchronisierspannung an letzteres gelegt. Der Einstellmotor
läuft nunmehr mit seiner höchsten Drehzahl nach der Synchronstellung hin. Eine derartige
große Verstellung zwischen Geber und Rückmelder tritt z. B. dann auf, wenn der Geber
im stromlosen Zustand der Anlage verstellt worden ist, beim Vorhandensein von schwergängigen
Stellen im Getriebe od. dgl. Hat der Einstellmotor die Synchronstellung beinahe
erreicht, so unterbricht das Kontaktwerk die Verbindung mit der festen Synchronisierspannung,
und die Fehlerspannung des Feinsystems übernimmt wieder die Beeinflussung des Regelorgans.
Im Augenblick des Zuschaltens des Feinsystems ist dessen Fehlerspannung aber noch
beträchtlich höher als die zur vollen Aussteuerung der Entladungsgefäße im Regelorgan
notwendige Spannung.
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Gemäß weiterer Erfindung findet eine Verminderung der Empfindlichkeit
der Steuerspannung beim Einsynchronisieren statt durch Zwischenschaltung eines oben
bereits näher gekennzeichneten, stetig regelbaren Wechselstromwiderstandes. Diese
Steuerspannung hat z. B. im Augenblick des Wegfalles der festen Synchronisierspannung
einen Wert von 2o V, während zur vollen Aussteuerung der Entladungsgefäße des Regelorgans
nur z. B. io V erforderlich sind, die auch als feste Synchronisierspannung zur Verfügung
gestanden haben.
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In Fig. 7 ist mit ig die auf dem Ständer des Rückmelders des Feinsystems
untergebrachte, symmetrisch verteilte Vierphasenwicklung und mit 2o dessen Läuferwicklung
bezeichnet, die mit der nicht mit dargestellten Läuferwicklung des Gebers des Feinsystems
verbunden ist. Die ebenfalls symmetrisch verteilte Vierphasenwicklung 21 ist auf
dem Ständer des Rückmelders des Grobsystems untergebracht, und dessen Läuferwicklung
22 ist mit der nicht mit dargestellten Läuferwicklung des Gebers des Grobsystems
verbunden. Vom Rückmelder 21, 22 wird ferner ein Kontaktwerk 23 beeinflußt.
Dies geschieht durch ein auf der Läuferwelle 24. des Rückmelders 21. 22 befestigtes,
nicht mit dargestelltes Kontaktorgan (Nockenscheibe, Schaltarm od. dgl.). Dieses
Schaltorgan schließt in der einen Drehrichtung die Kontakte 25 und 26, in der anderen
Drehrichtung die Kontakte 27 und 28, welche ihrerseits das Relais 2g oder das Relais
3o betätigen. Die von den Relais 29 und 30 gestellten Kontakte sind mit 29111:29b
, 30a und 3 ob bezeichnet. Die Bezeichnungen des stetig regelbaren Wechselstromwiderstandes
sind die gleichen wie in der Fig. 3. Die Fehlerspannung des Rückmelders des Feinsystems
oder die feste Synchronisierspannung wird einem Regelorgan 32 zugeführt, welches
z. B. aus gittergesteuerten Gas- oder Dampfentladungsgefäßen besteht. Diese Entladungsgefäße
dienen dabei in an sich bekannter Weise als Regelorgane für einen Einstellmotor
33, der mit einem nach Größe und Richtung einzustellenden Gegenstand in Antriebsverbindung
steht. Die einzelnen Kontakte sind in der Ruhestellung dargestellt. Findet nur eine
kleine Verstellung zwischen Geber und einzustellendem Gegenstand statt, so arbeitet
auch nur das Feinsystem, und an zwei Punkten des Rückmelders 1,9, 20 tritt eine
Fehlerspannung auf, die über den stetig regelbaren Wechselstrom widerstand und die
geschlossenen Kontakte 29a, 29b, 30a und 30b dem Regelorgan 32 zugeführt wird. Durch
den stetig regelbaren Wechselstromwiderstand wird in der oben bereits beschriebenen
Weise die Amplitude der Fehlerspannung auf einen für das Regelorgan 32 unschädlichen
Wert begrenzt. Überschreitet nun diese Verstellung ein gewisses von der Einstellung
der Kontakte 25, 26 bz«-. 27, 28 abhängiges Maß, so spricht das Kontakt-,v erk 23
an. Das von der Welle 24 bewegte Kontaktorgan schließt in der einen Drehrichtung
z. B. die Kontakte 25 und 26 und betätigt dadurch das Relais 29, welches seine Kontakte
29a und 29b in die gestrichelt eingezeichnete Stellung umlegt. Hierdurch wird die
Fehlerspannung des Feinsystems abgeschaltet, und am Eingang des Regelorgans 32 liegt
nunmehr eine von dem Teil 31 gelieferte feste Synchronisierungsspannung. Der Einstellmotor
läuft nunmehr mit seiner höchsten Gesch,vindigkeit in Richtung der Synchronstellung.
Nähert sich der einzustellende Gegenstand dieser Synchronstellung, so gibt das von
der Welle 24 bewegte Kontaktorgan die Kontakte 25 und 26 wieder frei, das Relais
29 fällt ab und schließt dabei seine Kontakte 29a und 29b. Hierdurch kommt die Fehlerspannung
des Feinsystems wieder zur Einwirkung auf das Regelorgan 32, und zwar unter sofortiger
Begrenzung seiner Amplitude auf einen unschädlichen Wert. Die Beeinflussung des
Regelorgans kann dabei in an sich bekannter Weise auch noch durch weitere Steuergrößen
erfolgen.
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Findet die Verstellung zwischen Geber und einzustellendem Gegenstand
in der umgelehrten Drehrichtung statt, so spricht bei einem größeren Stellungsunterschied
das Relais 3o an. Der weitere Verlauf des Steuervorganges
vollzieht
sich in der bereits beschriebenen Weise. Die Drehrichtung des Einstellmotors 33
ist dabei ebenfalls umgekehrt.
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Bei dem oben beschriebenen Beispiel der Einsynchronisierung einer
Steuerung besteht noch immer der Nachteil, daß ein Kontaktwerk mit Relais und von
letzteren gestellten Kontakten Verwendung findet. Ein weiteres bevorzugtesAnwendungsgebietbetrifftdieSynchronisierung
von Grob-Feiri-übertragungssystemen, bei der durch Verwendung eines oder mehrerer
erfindungsgemäß stetig regelbarer Wechselstromwiderstände der genannte Nachteil
nicht mehr vorhanden ist.
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Dem Grobsystem ist dabei wiederum ein großer, dem Feinsystem ein kleiner
Drehwert zugeordnet. Die Fehlerspannung des Feinsystems besitzt einen sehr steilen
Anstieg, so daß sich eine Beeinflussung des Regelorgans eines Einstellmotors bereits
bei kleinen Fehlwinkeln zwischen vorgegebener und nachgebildeter Bewegung voll auswirkt.
Wie aus Fig. 8 ersichtlich ist, geht die Fehlerspannung des Feinsystems entsprechend
der übersetzung zwischen Grob- und Feinsystem mehrmals durch Null, während das Grobsystem,
dessen Fehlerspannung nur sehr langsam ansteigt, eine halbe Umdrehung zurücklegt.
Außerdem ist ersichtlich, daß die Fehlerspannung des Feinsystems nach je r8o° Verdrehung
ihre Richtung ändert. Aus der Fig. 8 ist weiterhin ersichtlich, daß eine Synchronnachsteuerung
eines einzustellenden Gegenstandes mit Sicherheit nur während einer einzigen Umdrehung
des Feinsystems möglich ist, wenn nicht besondere Mittel (z. B. ein Kontaktwerk)
vorgesehen sind. Die- größten Spannungsamplituden des Grob- und Feinsystems sind
angenähert gleich groß.
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In der Fig. 9 ist die Zwischenschaltung eines stetig regelbaren Widerstandes
gemäß Fig. 3 in den Ausgang des Rückmelders des Feinsystems dargestellt. Die Rückmelder
des Feinsystems und des Grobsystems tragen die gleichen Bezeichnungen wie in' der
Fig. 7. Die an der Wicklung-8 liegende- veränderliche Eingangsspannung wird von
dein Rückmelder 21, 22 geliefert. Von der Fehlerspannung der beiden Systeme werden
ferner die Wicklungen 34 und 35 im Transformator 36 gespeist, und zwar so, daß sich
ihre Wirkungen addieren. Die Wicklung 37 des Transformators 36 steht mit dem Eingang
des Regelorgans 32 in Verbindung, welches seinerseits den Einstellmotor 33 beeinflußt.
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Tritt eine Verstellung zwischen Geber und einzustellendem Gegenstand
auf, so liefert das Feinsystem r9, 2o eine steil ansteigende, das Grobsystem 2i,
22 dagegen eine langsam ansteigende Fehlerspannung (Fig.8). Die Verbindung der Wicklung
8 über die Gleichrichterschaltung 13 mit den Punkten 38 und 39 hat zur Folge,
daß mit wachsender Fehlerspannung des Rückmelders 21, 22 des Grobsystems der Widerstand
des zwischen Ausgang des Rückmelders r9, 2o des Feinsystems und Wicklung 34 des
Transformators 36 geschalteten stetig regelbaren Wechselstromwiderstandes wächst.
Das Wachsen dieses Widerstandes bewirkt eine Verminderung der Amplituden der Fehlerspannung
des Feinsystems so lange, bis die Fehlerspannung des Grobsystems ihren Höchstwert
erreicht hat. Von diesem Augenblick an nehmen die Amplituden der Fehlerspannung
des Feinsystems wieder zu, bis die Fehlerspannung des Grobsystems den Wert Null
erreicht hat. Der sich hierbei ergebende Kurvenzug für den Verlauf der Fehlerspannung
des Feinsystems ist in Fig. 8 gestrichelt eingezeichnet. Die unverändert gebliebene
Fehlerspannung des Grobsystems und die in Abhängigkeit von der letzteren beeinflußte
Fehlerspannung des Feinsystems addieren sich nun im Transformator 36. Die Kurve
dieser beiden addierten Fehlerspannungen ist in der Fig. 8 strichpunktiert eingetragen.
Wird der Arbeitspunkt des stetig regelbaren Wechselstromwiderstandes dabei so gewählt,
daß vom Punkt 4o ab die strichpunktierte Kurve die Abszissenachse vor dem Nulldurchgang
der Fehlerspannung des Grobsystems nicht wieder schneidet, so ist eine Gewähr dafür
gegeben, daß die Einstellung des einzustellenden Gegenstandes auch dann richtig
erfolgt, wenn das Feinsystem mehrere Umdrehungen ausgeführt hat. Im Punkt 40 mögen
sich die Fehlerspannungen des Grob- und des Feinsystems schneiden. Die am Punkt
4o vorhandene Fehlerspannung möge gerade so groß sein, daß das Regelorgan 32 voll
ausgesteuert wird, der Einstellmotor 33 demzufolge mit der größten Geschwindigkeit
nach seiner Synchronstellung hinläuft.
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Kann durch die anfangs geringe Fehlerspannung des Grobsystems die
Fehlerspannung des --Feinsystems noch nicht so weit herabgesetzt werden, däß eine
eindeutige Einstellung des einzustellenden Gegenstandes erfolgt, so wird die Amplitude
der letzteren zunächst durch einen Vierpol gemäß Fig. 6 begrenzt. Dieser Vierpol
ist gestrichelt zwischen den Ausgang des Rückmeldegebers r9, 2o des Feinsystems
und die Wicklung 34 des TransformatOrs 36 eingezeichnet. Auf diese Weise ist eine
sichere Beherrschung der resultierenden wellenförmigen Steuerspannung möglich.
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Auch die Amplitude dieser wellenförmigen Steuerspannung kann auf einen
für das Regelorgan 32 günstigen Wert begrenzt werden. Zu diesem Zweck ist es nur
erforderlich, zwischen die Wicklung 37 des Transformators 36 und das Regelorgan
32 noch einen gemäß Fig. 6
wirkenden Vierpol zu schalten. In der
Fig. 9 ist ein solcher gestrichelt eingezeichnet.