DE768008C - Verfahren zur Herstellung von Kontrastbildern, wie Strichzeichnungen, Gittern, Skalen, Rastern u. dgl., welche insbesondere zur Verwendung bei Fotorechnern bestimmt sind - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kontrastbildern, wie Strichzeichnungen, Gittern, Skalen, Rastern u. dgl., welche insbesondere zur Verwendung bei Fotorechnern bestimmt sindInfo
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Classifications
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- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Kontrastbildern, wie Strichzeichnungen, Gittern, Skalen, Rastern u. dgl., welche insbesondere zur Verwendung bei Fotorechnern bestimmt sind Bei der vorliegenden Erfindung handeilt es sich um ein Verfahren zur Herstellung von Kontrastbildern, wie Strichzeichnungen, Gittern, Skalen, Rastern u. dgl., auf Fotoplatten, durch welches eine vorzügliche Schärfe und Kontrastwirkung .des auf der Fotoplatte dargestellten Musters erzielt wird. Diese Eigenschaften werden vor alllem von Funktionsrasterpl:atten verlangt, wie solche in Fotorechen;geräten Verwendung finden.
- Auf Fotoplatten, welche in bekannter Weise belichtet, entwickelt und fixiert werden, fallen derartige Bilder hinsichtlich Kontrast und Dichte ungenügend aus. Diese Nachteile werden jedoch vermieden, wenn erfindungsgemäß eine Fotoplatte mit einer sehr dünnen Schicht niedrigschmed,zender Gelatine benutzt wird und nach dem Belichten, Entwickeln und Fixieren in einem Gerbebad für die belichteten Schichtteile behandelt, wieder lichtempfindlich gemacht, in ein warmes Wasserbad von vorzugsweise 40 bis 50° zur Herauslösung der unbelichtet gebliebenen Schichttei#le gebracht und schließlich das auf der Platte entstandene Rehlief nach erneuter Belichtung wieder entwickelt wird. Für bildnismäßige Fotografie ist eine ähnliche Arbeitsweise unter dem Namen Silberpigmentverfahren bekannt. Während es bei diesem Verfahren jedoch hauptsächlich auf die Erhaltung des Pigments ankommt und das Bildsilber sogar entfernt werden kann, wird beim erfindungsgemäßen Verfahren das Silberbild nicht nur erhalten, sondern auch verstärkt, wobei kein Pigment Anwendung findet.
- Das bekannte Verfahren wäre nicht gut brauchbar für die Herstellung von Skalen, Rastern usw., deren Strichbilder bei höchster Genauigkeit besonders hohe Lichtundurchlässigkeit gegenüberLicht bestimmterWellenlänge haben sollen. Eine vollkommene Kontrastwirkung ist mit dem bekannten Verfahren nicht zu erzielen, wäre mit Rücksicht auf die angestrebte bildhafte Wirkung, die das Vorhandensein von Halbtönen zur Voraussetzung hat, auch sinnlos.
- Das erfindungsgemäße Verfahren soll in einem Beispiel in allen seinen Einzelheiten beschrieben werden.
- Die zu verwendende fotografische Platte muß eine sehr dünne Fotoschicht aufweisen und die hierfür verwendete Gelatine muß einen niedrigen Schmelzpunkt besitzen. Auf diese Platte wird zunächst in bekannterWeise eine Strichzeichnung belichtet, dann ent-,v ickelt und fixiert. Nach einem Wässerungsbad von ungefähr 2o Minuten Dauer wird die fixierte Platte (Negativ) in ein Gerbebad gebracht. Durch dasselbe werden die belichteten Schichtteile gegerbt und gleichzeitig wieder, wenn auch in geringem Maße, lichtempfindlich gemacht. Ein derartiges Gerbebad kann beispielsweise folgende Zusammensetzung haben: i8occmIialiumbromid (i: io), goccm Kupfersulfat(i:io), 5occmKaliumbicliromat (I:10), -2o ccm Salzsäure (1.':20), goo ccm destilliertes Wasser.
- In dem Gerbebad bleibt die Platte ungefähr .1 Minuten. Nach erneuter Wässerung wird sie in ein warmes Wasserbad von vorzugsweise :I5 bis 5o° C gelegt, in welchem die unbelichtet ,gebliebenen Schichtteile herausgelöst werden. In diesem Auswaschbad bleibt die Platte ungefähr 5 Minuten. Die Glasplatte mit dem darauf zurückgebliebenen Relief wird nach erneuter Belichtung wieder entwickelt, z. B. in Metho,l-Hydrochinon (i:5). DieDauer dieserBehandlung richtet sich nach der Zeit und Stärke der Wiederbelichtung. Das Entwickeln kann infolge der verminderten Lichtempfindlichkeit des Reliefs auch bei Tageslicht vorgenommen werden.
- Die Dichte des Reliefs läßt sich praktisch bis zur Lichtundurchlässigkeit verstärken. LTm eine Dichte q. zu erzielen, welche bei Funktionsrastern für Fotorechner im allgemeinen ausreicht, wird die in der vorgenannten Weise behandelte Platte zunächst in ein Verstärkerbad und nach Wässerung in ein Entwicklerbad gebracht. DerVerstärker kann z. B. bestehen aus: Zoo g Quecksilberchlorid. 4.oo g NI atriumchlorid, 5ooo ccm destilliertem Wasser.
- ! Der Entwickler kann wieder -.%letliol'-Hvdrochinon (1:5) sein. Nach dem Wässern ywird nochmals verstärkt, und zwar kann das Verstärkerbad dieselbeZusammensetzung wie das Vorhergenannte aufweisen. Nach einer Zwischenwässerung wird die Platte mit dem Relief nochmals in ein Entwicllerbad gebracht. dessen Zusammensetzung beispielsweise sein kann: Zoo ccm Ammoniak, i.Ioo ccm destilliertes Wasser.
- In demselben erhält das Relief eine tiefe Schwärzung, deren Dichte ungefähr .I beträgt. Zuletzt wird die Platte noch getrocknet.
- Als Fotoplatte wird z-,veckmäßig eine solche mit Lichthofschutz genommen. >ü m jedoch dass Auswaschen der unbelichteten Fotoschicht nicht zu beeinträchtigen, wird der Lichthofschutz auf die Glasseite der Fotoplatte aufgebracht.
- Damit die fotografischen Reproduktionen unter sich in jedem Fall gleichmäßig und gleichartig ausfallen, also z. B. gleiche Dichte besitzen, muß natürlich das Ausgangsmaterial. d. h. die Fotoplatte, und des weiteren der Belichtungsvorgang gleichwertig sein. Die angestrebte gleiche Beschaffenheit der Reproduktionen eines Originals wird durch bestimmte Maßnahmen begünstigt. So zeigen sich die besten Ergebnisse, wenn die Temperaturen der für die Behandlung der Platte notwendigen chemischen Bäder genau auf einen gemeinsamen gleichbleibenden Wert gehalten werden, und zwar möglichst auf ü' C. Von dieser Vorschrift .ist das Aus-,vaschbad mit einer Temperatur von 45 bis 5o@ C ausgenommen, und das zur Wässerung zwischen den einzelnen Bädern benötigte Leitungswasser wird und kann größeren Temperaturschwankungen unterworfen sein.
- Für die gleichmäßige Beschaffenheit der aufgenommenen Kontrastbilder ist es nach einem weiteren iHerkmal der Erfindung zweckmäßig, für jedes der für die chemische Behandlung der Fotoplatte notwendigen Bäder gleiche Lösungsmengen je Flächeneinheit der Foto.schichtfläche zu verwenden. Vorteilhaft nimmt man d. ccm von jedem der verschiedenen chemischen Bäder zur Behandlung von i qcm Fotooberfläche der lichtempfindlichen Schicht.
- Da beschriebene Verfahren eignet sich besonders für die Herstellung von Rasterreproduktionen (Tochterrastern), die durch fotografische Verkleinerung von einem Originalraster (Mutterraster) gewonnen werden.
- Bei dier Verwendung für Fotorechenigerätte werden die Rasterplatten in :den Strahlengang eingeschaltet. Sie haben dabei die Aufgabe eines Blendienschiebers mit längs der Verstellri;chtun:g sich ändernder Blendenöffnung zu erfüllen. Der Rechenvorgang wird: um so genauer, je vollkommener der abtastende Strahlengang entsprechend dem Verhältnis von Re-Iiefoberfläche zur Gesamtoberfläche des abgetasteten Bereiches: abgeblendet wird, d. h. je vollkommener die Gleichmäßigkeit. der Transparenz des Plattengrundes und die Dichte der Rasterstriche ist. In dieser Beziehung is.t das erfindungsgemäße Verfahren den bekannten fotografischen Reprodüktionsverfahren weit überlegen. Von entsieh eidendier Bedeutung ist dabei die Tatsache, daß die Gelatine in. den nicht beilithteten Stellen fehlt und daher die Möglichkeit besteht, den bloßen Glasgrund mit Alkohol od. dgl. beliebig gründ-1!ich zu reinigen. Würde man die nicht belichtete Gelatine stehenlassen, so würde diese selbst bei größtmöglicher technischer Reinheit und Schleierfreiheit infolge unvollkommener Transparenz bei dem .in Frage kommenden Wellenbereich erhebliich stören.
- Die Benutzung der Rasterplatten erfolgt vorzugsweise im Lieht von etwa iooo bis iioo LE Wellenlänge; daher kann nur das metail'Iische Silber zur Deckung benutzt werden, dpa es bekanntlich Farbstoffe, die in diesem Wellenbereich genügend absorbieren, nicht gibt. Das neue Verfahren bedeutet daher auch einen Fortschritt gegenüber dem bekannten S:ilberpigmentverfahren.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Kontrastbildern, wie Strichzeichnungen, Gittern, Skalen, Rastern u. dgl., unter Verwendung einer Fotoplatte, welche bletichtet, entwickelt und fixiert wird, dadurch ,gekennzeichnet, daß eine Fotoplatte mit einer sehr dünnen Schicht niedrigschmelzender Gelatine benutzt wird, die man, nachdem Belichten, Entwickeln und Fixieren in einem Gerbebad für die belichteten S:chichtteil'e behandelt, wieder lichtempfindlich macht und in ein warmes Wasserbad von vorzugsweise 4o bis 50° zur Herauslösung der unbelichtet ge-Miebenen Schichtteile bringt, worauf das auf der Platte entstandene Relief nach erneuter Belichtung wieder entwickelt wird. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die nach erneuter Belichtung entwickelte Fotoplatte ein oder mehrmals abwechselnd in ein Verstärkerbad und hierauf in ein Entwicklerbad gebracht wird, bis das Relief die maximal erreichbare Lichtundurchlässigkeit erreicht hat. 3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, da,ß die Temperaturen der für die Behandlung der Fotoplatte nacheinander verwendeten Bäder mit Ausnahrne des warmen Wasserbades auf den gleichen Wert, vorzugsweise i7° C, gehalten werden. 4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch geliennzeichnet, daß für jedes der für die chemische Behandlung der Fotoplatte notwendigen Bäder gleiche Lösungsmengen je Flächeneinheit der Fotoschichtfläche, vorzuig.swe'i@se 4 ccm auf i qcm Schichtfläche, verwendet werden. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegens#tandis vom Stand der Technik ,i-st im Erteilungsverfahren folgende Druckschrift in Betracht gezogen worden: Eder, »Ausführliches Handbuch der Fotogr.aphie«, Halle P9266, 4. Bd.,
- 2. Teil, S. 294 bns, 296.
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| EP0389691A1 (de) * | 1989-03-29 | 1990-10-03 | Agfa-Gevaert N.V. | Verfahren zur Herstellung von mehrfarbigen Kolloidmustern |
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1936
- 1936-12-22 DE DES125441D patent/DE768008C/de not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
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