DE767756C - Verfahren zur thermischen Zersetzung von Sulfaten des Magnesiums oder anderer Metalle - Google Patents

Verfahren zur thermischen Zersetzung von Sulfaten des Magnesiums oder anderer Metalle

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DE767756C
DE767756C DEM138142D DEM0138142D DE767756C DE 767756 C DE767756 C DE 767756C DE M138142 D DEM138142 D DE M138142D DE M0138142 D DEM0138142 D DE M0138142D DE 767756 C DE767756 C DE 767756C
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Germany
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decomposition
magnesium
heating medium
atomized
sulfates
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DEM138142D
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Karl Ebner
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Metallgesellschaft AG
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01FCOMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
    • C01F5/00Compounds of magnesium
    • C01F5/02Magnesia
    • C01F5/06Magnesia by thermal decomposition of magnesium compounds
    • C01F5/12Magnesia by thermal decomposition of magnesium compounds by thermal decomposition of magnesium sulfate, with or without reduction
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B13/00Oxygen; Ozone; Oxides or hydroxides in general
    • C01B13/14Methods for preparing oxides or hydroxides in general
    • C01B13/34Methods for preparing oxides or hydroxides in general by oxidation or hydrolysis of sprayed or atomised solutions

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  • Treating Waste Gases (AREA)

Description

  • Verfahren zur thermischen Zersetzung von Sulfaten des Magnesiums oder anderer Metalle Es ist schon vorgeschlagen worden, Magnesiumsulfat oder andere Sulfate, z. B. des Mangans, Eisens, Kupfers oder Zinks, die bei hoher Temperatur zerfallen, in der Weise thermisch zu zersetzen, daß die Sulfate in Form einer konzentrierten Lösung, einer wasserhaltigen Schmelze oder einer Aufschlämmung fein zerstäubt mit heißen Gasen in innige Berührung gebracht werden, die über die Zersetzungstemperatur des Sulfates erhitzt sind. Das Gemisch von Sulfat und Wasser -wird oben. in einen turmartigen Behälter vorteilhaft mittels Dampfs oder Preßluft- ir1 Düsen zerstäubt, während das hocherhitzte Heizmittel im Gegenstrom zu den im Turm niederfallenden Nebeln oder Schleiern geführt wird, so daß diese Gase auf ihrem Wege durch den Turm nacheinander die thermische Zersetzung, die Erhitzung des Sulfates auf die Zersetzungstemperatur und schließlich die Entwässerung und feine Zerteilung des Sulfates durch plötzliche Wasserverdampfung bewirken. Die bei der Zersetzung aus den Sulfaten entstehenden Oxyde sammeln sich teils unten in dem. Turm, teils werden sie von den Abgasen aus dem Turm fortgeführt. Die Abgase werden gegebenenfalls nach Kühlung von den mitgeführten festen Stoffen befreit und können dann z. B. zur Herstellung von Schwefelsäure verwendet werden. Infolge der außerordentlich feinen Verteilung des Gemisches von Sulfat und Wasser, die durch die Zerstäubung mittels Düsen und gleichzeitige sclilagarti"e Verdampfung des im Gemisch enthaltenen Wassers eintritt, verläuft bei diesem Verfahren die Zersetzung der Sulfate sehr vollständig. Dieses Verfahren wird nach einem anderen Vorschlaä in der `''eise abgeändert, daß unter Gleichstromführung mit dem zerstäubten Gemisch das Heizmittel mit solcher Geschwindigkeit durch die Zersetzungsvorrichtung hindurchgeführt wird, daß die festen Zersetzungserzeugnisse praktisch restlos von den Gasen mitgeführt werden: Diese Arbeitsweise hat den Vorteil, daß die Zersetzungseinrichtung mit sehr hoher Leistung - betrieben werden kann und daß die festen Zersetzungserzeugnisse nur an einer Stelle aus den Gasen abgetrennt.werden müssen:. In beiden Verfahren `müß däs Heizmittel mit sehr hoher Temperatur angewendet werden, die für thermisch schwer zersetzbare Salze, wie Magnesiumsulfat, bei Gleichstromführung zwischen etwa i joo bis 170o° C und bei Gegenstromführung zweckmäßig nicht viel niedriger liegt. Zwar kann die Wärme der Abgase gewonnen und im Verfahren selbst wieder nutzbar gemacht werden. Die hohen Temperaturen bedingen aber Zersetzungsv orrichtungen aus - hochfeuerfesten Baustoffen und oft auch die Benutzung von Winderhitzern oder ähnlichen Einrichtungen.
  • Z un hat man schon getrocknetes Aluminiumsulfat bei Temperaturen von 80o bis iooo° C mittels reduzierender Gase, die noch Luft, andere sauerstofthaltige Gase oder Kohlendioxyd enthalten können, in Tonerde umgewandelt. Hierbei entstehen Schwefel, Schwefelwasserstoff usw., die teilweise als Verunreinigungen, z. B. als Sulfide, in die Tonerde übergehen. Auch ist es schwierig, die Zersetzung des getrockneten Salzes praktisch vollständig zu gestalten, so daß die erzeugte Tonerde auch noch störende Sulfatgehalte aufweisen kann. Außerdem entstehen Gase, die schwierig aufzuarbeiten bzw. zu vernichten sind. Auch ist bekannt, daß die thermische Zersetzung von Magnesiumsulfat, die einen merklichen Betrag erst bei Temperaturen über iooo° C erreicht, sich schon bei niedrigeren Temperaturen praktisch durchführen läßt, wenn durch ein Reduktionsmittel der Partialdruck des Sauerstoffes erniedrigt wird. Dadurch muß der Partialdruck des Schwefeldioxydes ansteigen. Als Reduktionsmittel sind für dieses Verfahren schon Kohle, Generatorgas, Wassergas, Wasserstoff, Schwefelwasserstoff u.dgl. vorgeschlagen worden. Indessen stößt diese Arbeitsweise auf Schwierigkeiten. So bringt die Kohle unerwünschte Schlackenbestandteile in das Magnesiumoxyd; nebenher entstehen noch Schwefelkohlenstoff und Kohlenoxvdsulfid. Die wasserstofilialtigeii Rec-til;-tinnsmittel bilden ferner @chwefelwasserstot@ ; weiterhin entstehen SuIticle, die das Magnesiumoxvd verunreinigen. :,ußerdern :hat die Anwendung billiger herlulcti,3nsga@e, wie Generatorgas. den Nachteil, claß -ro!;e Gasmengen und dementsprechend ein sLiir verdünntes, schwer verwendbares schwefeldiGxydhaltiges Gas anfallen.
  • Durch das Verfahren gemäß der Erfindungelingt es, die Nachteile der Zersetzung von Sulfaten des Magnesiums. die bei dem bekannten Verfahren noch auftreten, zu beseitigen.
  • Nach der Erfindung erfolgt die Zersetzung von Sulfaten des Magnesiums oder anderer ,Metalle, die bei hoher Temperatur in Oxyde und SchwefeIoxy de gespalten werden, in Gegenwart reduzierender Gase in der Weise. daß das Heizmittel, das im Gleichstrom mit dem zerstäubten Gut durch einen langgestreckten Zersetzungsraum geführt wird. nur mit geringen Gehalten an reduzierenden Gasen angewendet wird und daß die reduzierenden Bestandteile des-Heizmittels durch einen entsprechenden Aufwand an Verbrennungsluft im Zersetzungsraum selbst verbrannt werden. Es genügt, daß das Heizmittel einen KohlenmonooxydgehaIt aufweist, der zwischen etwa 3 bis 70/0 liegt. Durch das Verfahren gemäß der Erfindung gelingt es, sehr reine Metalloxyde zu gewinnen, die frei von Nebenerzeugnissen, insbesondere Sulfiden, sind. Außerdem entsteht der Vorteil, daß das Gas, das aus dem Zersetzungsraum abströmt, nur Schwefeldioxyd, aber keine störenden Bestandteile, wie Schwefelwasserstoff, Schwefel od. dgl., enthält und daß die SchwefeIdioxyäkonzentration dieses Gases wesentlich höher als bei den bekannten Verfahren liegt. Sie beträgt ungefähr 30l0, so daß das Gas sich z. B. in Kontaktanlagen noch wirtschaftlich auf Schwefelsäure verarbeiten läßt.
  • :`'ach der Erfindung wird z. B. bei der Zersetzung voniagnesiumsulfat das Heizmittel mit einer Temperatur von etwa i2oo bis i4oo° C unten in einen langgestreckten Zersetzungsraum eingeführt. Die Einführung geschieht mittels Düsen, die in: der Längsrichtung des Zersetzungsraumes blasen, wobei die Zerstäubung dadurch sehr fein gestaltet wird, daß die zu zerstäubende hlagnesiumsulfatlösung od. dgl-. durch ein gasförmiges Mittel durch die Düsenhindurchgedrückt wird. Durch unvollkommene Verbrennung oder durch Beimischung-entsprechender Mengen brennbarer Gase, wie Generator;as, Wassergas, Kokereigas od. dgl., wird dem Heizmittel der gewünschte Gehalt an reduzierenden Bestandteilen einverleibt, worauf das Heizmittel und das feinzerstäubte Sulfat in inniger Mischung in dem Zersetzungsturm in die Höhe geführt wird. Hierbei bewirken die reduzierenden Bestandteile des Heizmittels anscheinend zunächst eine Reduktion des Sulfates zu Sulfit. Die thermische Zersetzung der Sulfite geht nun bei wesentlich niedrigeren Temperaturen vor sich als die der Sulfate, worin die überraschende Wirkung des Verfahrens gemäß der Erfindung ihre Erklärung finden dürfte. Es muß natürlich vermieden werden, dem Heizmittel soviel reduzierende Stoffe beizumischen, daß eine Reduktion bis zum Sulfid oder zu Schwefelwasserstoff erfolgt. Wird nun der brennbare Anteil des Heizmittels z. B. durch Einführung geeigneter Mengen von Verbrennungsluft im mittleren und oberen Teil' des Zersetzungsraumes verbrannt, so werden die brennbaren Bestandteile des Heizmittels voll ausgenutzt, und es entsteht der Vorteil einer. zusätzlichen Heizung des näher dem Gasaustritt zu gelegenen Teils des langgestreckten Zersetzungsraumes, so daß die Temperaturen in diesem gleichmäßiger werden und der obere Teil des-Zersetzungsraumes besser für die thermische Zersetzung ausgenutzt wird. Die Heizung des Zersetzungsraumes läßt sich auch stufenweise durchführen.' Im übrigenkönnen die Herstellung desHeizmittels, die Abscheidung der festen Erzeugnisse aus den Abgasen, die Abwärmeverwertung und die Verwertung des Schwefeldioxydgehaltes der Abgase sowie die Zurückführung der Abwärme in den Prozeß ungefähr in der gleichen Weise erfolgen, wie nach den eingangs erwähnten älteren Vorschlägen.
  • Für Verfahren zur Durchführung chemischer Reaktionen und wärmetechnischer Prozesse, bei denen miteinander oder mit Gasen zu behandelnde Lösungen oder Suspensionen fein zerstäubt und mit heißen Gasen oder Gasgemengen behandelt werden, hat man schon einen Reaktionsraum benutzt, der aus einem schmäleren oberen Teil und einem unteren breiteren Teil mit konischem Boden besteht. Ein derartiger Reaktionsraum ist für das Verfahren gemäß der Erfindung nicht geeignet, da sich in ihm infolge der durch seine Form und durch die Anordnung von Prallflächen bedingten Gasströmung Ansätze und Krusten bilden würden. Auch würde aus diesen Gründen die thermische Zersetzung unvollständig werden. Das Verfahren gemäß der Erfindung kann auch nicht mit der bekannten Zinkoxydgewinnung verglichen werden,- bei der Zinksulfatlösungen in stark reduzierenden heißen Gasen zerstäubt werden, so :daß eine Reduktion bis zum metallischen Zinkdampf eintritt. Der Zinkdampf und das reduzierende Gas werden in einem zweiten Reaktionsraum verbrannt, der mit einem System zur Konzentration der Zinksulfatlösung ausgestattet ist. Im Geriensatz zu diesem bekannten Zerfahren wird nach der Erfindung im'ersten Teil des ]anggestreckten Zersetzungsraumes mit schwach reduzierender Atmosphäre gearbeitet, und es wird nur ein einziger Reaktionsraum verwendet, in dem die aufgewendete Wärme nur zur thermischen Zersetzung der Sulfate in Metalloxyde ausgenutzt wird. Dadurch wird die Wärmewirtschaftlichkeit der Metalloxy dgewinnung wesentlich .günstiger gestaltet. Auch enthalten die Abgase 'des Verfahrens wesentlich höhere Mengen Schwefeldioxyd, so daß ihre Verwertung sich bei weitem günstiger gestaltet als bei dem bekannten Verfahren.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur thermischen Zersetzung von Sulfaten des Magnesiums oder anderer Metalle, die bei hoher Temperatur in Oxyde und Schwefeloxyde gespalten werden, unter Zerstäubung einer konzentrierten wäßrigen Lösung oder einer wasserhaltigen Schmelze der Sulfate in einem Zersetzungsraum, in dem das zerstäubte Gut der Einwirkung eines hocherhitzten gasförmigen Heizmittels in reduzierender Atmosphäre ausgesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das gasförmige Heizmittel, das im Gleichstrom mit dem mittels in der Längsrichtung des Zersetzungsraumes blasender und mit einem gasförmigen Mittel betriebener Düsen zerstäubten Gut durch einen langgestreckten Zersetzungsraum geführt wird, nur. einen geringen Gehalt (etwa 3 bis 7%) an reduzierenden Stoffen aufweist und daß die reduzierenden Stoffe durch Zuführung entsprechender Mengen von Verbrennungsluft in den mittleren oder in den zuletzt durchlaufenen Teilen des Zersetzungsraumes verbrannt werden. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschriften Nr. 269 553, 371 978, 392 28o, 413 376, 432 099, 439 768, 479 768, 598 254, 642 031; USA.-Patentschriften Zr. I 652 11g, -1 838 359; U 11 m a n n, »Enzyklopädie der technischen Chemie«, 2. Aufl., Bd. 9, S. 316; »Handbuch der Schwefelsäurefabrikation«, 193o, Bd.
  2. 2, S. 929.
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