DE767296C - Herstellung von Hydrazin - Google Patents

Herstellung von Hydrazin

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Publication number
DE767296C
DE767296C DEJ71506D DEJ0071506D DE767296C DE 767296 C DE767296 C DE 767296C DE J71506 D DEJ71506 D DE J71506D DE J0071506 D DEJ0071506 D DE J0071506D DE 767296 C DE767296 C DE 767296C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solution
chloramine
hydrazine
production
ammonia
Prior art date
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Expired
Application number
DEJ71506D
Other languages
English (en)
Inventor
Viktor Dr Hellmund
Georg Dr Janning
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B21/00Nitrogen; Compounds thereof
    • C01B21/082Compounds containing nitrogen and non-metals and optionally metals
    • C01B21/16Hydrazine; Salts thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Herstellung von Hydrazin Es ist bekannt, Hydrazin durch Vermischen von schwach alkalischer Alkal.ihypochloritlösung und einem übersch.uß wäßriger Ammoniaklösung in Gegenwairt von Zusatzstoffen, wie Leim., und anschließendem Erhitzen der Lösung bis höchstens zum Siedepunkt unter Atmosphärendruck herzustellen. Bei dem Verfahren bleibt die Ausbeute erheblich unter dem theoretischen Wert.
  • Es wurde gefunden, daß Hydrazin in sehr guter Ausbeute erhalten wird, wenn man Chloraminlösungen mit Ammoniak unter Druck auf höhere Temperaturen, vorzugsweise i 5o bis 20o0, erhitzt, und zwar zweckmäßigerweise möglichst schnell. Hierbei ist es nicht erforderlich, von reinen Chloiraminlösunggen auszugehen; vorteilhaft verwendet man Lösungen, die Bildungsgemische zur Herstellung von Chloramin enthalten, wie Lösungen von Hypochlorit und Ammoniak. Ein großer Vorteil des Verfahrens besteht darin, daß hierbei das Ammoniak in. nur geringem überschuß verwendet werden kann und daß es nicht erforderlich ist, Zusätze wie Leim, Zucker, Glycerin usw. zu verwenden. Die Umsetzung wird vorteilhaft in einem. Druckrohr, durch das das Umsetzungsgemisch hindurchströmt, vorgenommen. Da die Umsetzung bei den erwähnten Bedingungen in wenigen Sekunden beendet ist, wird nur eine Vorrichtung von sehr geringem Ausmaß benötigt, wenn man diese so, ausbildet, daß die Erhitzung entsprechend rasch erfolgt. Beim Entspannen der Lösung nach erfolgter Um-
    setzun- @@:rdamlift bereit, d:r grölite Teil des
    überschüssigen Ammoniaks, wodurch die zum
    Aufheizen des Gemisches über den @iede-
    punkt auf-e«.-endete Wärme, nahezu voll-
    ständig wieder ausgenutzt wird. Die restliche
    -@mmoniaknietige kann durch weiteres Er-
    hitz;n in einer Kolonne ausgetrieben werden.
    wobei die Verdampfung so gesteuert werden
    kann, dah man beim Abkühlen des abgetrie-
    lienen und des hei der Entspannung erhal-
    tenen Ammoniaks zusammen mit dem ver-
    dampfenden Wasser eine Ammoniaklösung
    erhält, die bei der laufenden Herstellung
    unmittelbar wieder eingesetzt werden kann.
    Gegebenenfalls läht sich durch Einspritzen
    von Wasser in das Ammoniak-Wasserdampi-
    Gemisch die erforderliche Stärke einstellen.
    Aus der von Ammoniak befreiten Hvdrazin-
    lösunb lärt sich nach dein Abkühlen das
    Hydrazin in bekannter Weise. z.B. als Sulfat,
    ewinn2n. .
    wird dann niitt°Is Druckpumpe in iin Druck-
    rohr :fördert. in desLii vorderem Teil <lie
    Flüssig keit auf etwa aufgebeizt wird.
    Dia Verweilz°it der @lüssi@l:it in dein Heiz-
    raum li-,trät etwa i his 2 Sek. und in dem
    Übrigen Umsetzungsraum 6 bis ` Sek. Durch
    entsprechende Einstellung des _1"uslal3ventils
    wird d:r Druck in dein Umsetzungsraum auf
    2o atii gehalten. Nach dem Entspannen und
    Abtreiben des restlichen Ammoniaks wird
    die 11vdrazinlösung gekiihlt und das Hy-
    drazin mit Schwefelsäure ,gefällt. Auf i 1 eiri-
    -:setzte Natrittinlivpncliloritlöstui,# «@rdeii
    333 - Hydrazinstilfat erhalten, das entspricht
    einer _Ausbeute von etwa tr4°.o.

Claims (1)

  1. PATE\T_1\SPRL"CH:
    l',zisliiel
    i Raumteil einer Natriumhypochlorit- lösung mit 8o ` wirksanieni Chlor im Liter: und 2 Saumteil: einer iooloigen '£mmoiiialc- lösung werden Über entsprechende Mengen- iness2r unter Kühlen unter i,#= gemischt. Das so erhaltene chloraminhaltiae Gemisch
    Verfaliren zur Herstellung von W- drazin durch Erhitzen der- %liscliun" einer @välärigen Amnionial;- und Clrlor- aminlÖsun- hzw. einer Lösung, riie eire Eildungsgeinisch zur Herstellung von Chloramin enthält. dadurch -ekelni- zeiclni:t, daLl man auf über tleni Siede- punkt des flüssig:n l@eaktions@:misches hei -Imvölinlicheni Druck livgen!len Teni- 1__raturen erhitzt. v@.}rzul;sweise auf t; <i biS 200-.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1008264B (de) * 1953-08-17 1957-05-16 Fritz Frutiger Verfahren zur Herstellung von Hydrazin

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1008264B (de) * 1953-08-17 1957-05-16 Fritz Frutiger Verfahren zur Herstellung von Hydrazin

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