DE765652C - Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Erzeugnissen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen ErzeugnissenInfo
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- DE765652C DE765652C DEI65866D DEI0065866D DE765652C DE 765652 C DE765652 C DE 765652C DE I65866 D DEI65866 D DE I65866D DE I0065866 D DEI0065866 D DE I0065866D DE 765652 C DE765652 C DE 765652C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08G—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
- C08G12/00—Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
- C08G12/02—Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes
- C08G12/04—Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with acyclic or carbocyclic compounds
- C08G12/10—Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with acyclic or carbocyclic compounds with acyclic compounds having the moiety X=C(—N<)2 in which X is O, S or —N
- C08G12/12—Ureas; Thioureas
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Description
Es wurde gefunden, daß man wertvolle, wasserlösliche, stickstoffhaltige Erzeugnisse
erhält, wenn man die durch Kondensation von Ammoniumsalzen, Formaldehyd und anderen
Aldehyden, gegebenenfalls in Anwesenheit von Harnstoff, erhältlichen stickstoffhaltigen
Erzeugnisse mit alkylierenden oder aralkylierenden Mitteln behandelt.
Die Herstellung der-Ausgangsstoffe für das
vorliegende Verfahren kann nach den Angaben in den Patenten 688 302 oder 730 337
erfolgen.
Geeignete alkylierende und aralkylierende Mittel sind beispielsweise Dialkylsulfate,
Toluolsulfonsäurealkyl- und -aralkylester, ■Alkyl- und Aralkylhalogenide, wie Äthylbromid,
Dodecylbromid, Benzylchlorid, üj-Chlormethylnaphthaliri, ferner Chloraceton,
Chloracetophenon und auch Alkylenchlorhydrine, wie Äthylenchlorhydrin, sowie Alkylenoxyde, wie Äthylenoxyd und Epichlorhydrin.
Die Umsetzung kann in Wasser oder auch in anderen Lösungs- und Verdünnungsmitteln
bei gewöhnlicher oder auch erhöhter Temperatur vorgenommen werden.
Die neuen Erzeugnisse, die in guter Ausbeute, meist in 80 bis 95% der Theoriei, erhalten
werden, sind basischer als die Ausgangsstoffe und besitzen diesen gegenüber eine erhöhte Fällwirkung für wasserlösliche
saure Verbindungen. Sie sind daher besonders
zum Fixieren von Gerbstoffen oder zur Verbesserung der Waschechtheit von mit Substantiven
Farbstoffen gefärbten pflanzlichen Fasern geeignet. Auch als Egalisiermittel für
basische Farbstoffe sind die neuen Erzeugnisse brauchbar.
Die in den nachstehenden Beispielen erwähnten Teile sind Gewichtsteile.
ίο Beispieli
Zu 2IO Teilen einer nach Beispiel 2, Abs. ι
des Patents 688 302 erhaltenen wäßrigen Lösung des Kondensationsprodukts aus Ammoniumchlorid,
Formaldehyd und Acetaldehyd gibt man nach dem Neutralisieren mit Natronlauge bei gewöhnlicher Temperatur
3g Teile Benzylchlorid und erhitzt die Mischung etwa 20 Stunden unter Rühren auf
80 bis 850. Dann läßt man erkalten, trennt die aus Benzylalkohol und nicht umgesetztem
Benzylchlorid bestehende obere ölige Schicht ab und erhält so eine braune wäßrige Lösung
des neuen Erzeugnisses, die man. ohne weiteres verwenden kann, z. B. als Egalisiermittel
für basische Farbstoffe. Durch Zusatz einer wäßrigen Lösung von Zinkchlorid kann
man das neue Erzeugnis aber auch als Zinkchloriddoppelsalz abscheiden und es so in
Form eines Pulvers der Verwendung zuführen.
Ein ähnliches Erzeugnis erhält man, wenn man afi Stelle von Benzylchlorid Äthylbromid
als alkylierendes Mittel verwendet. Ebenso kann man mit gleichem Erfolg auch die
wäßrige Lösung des nach dem Beispiel 1 des Patents 730337 aus Ammoniumsulfat, Formaldehyd,
Acetaldehyd und Harnstoff erhältlichen Erzeugnisses benutzen.
In 720 Teilen einer nach Beispiel 2, Abs. 1 des Patents 688.302 erhaltenen wäßrigen
Lösung des Kondensationsprodukts aus Ammoniumchlorid, Formaldehyd und Acetaldehyd
läßt man nach dem Neutralisieren mit Natronlauge im Verlauf von 3 Stunden bei 2o° unter Rühren 140 Teile Dimethylsulfat
einfließen, wobei man dafür Sorge trägt, daß das Umsetzungsgemisch durch Zugabe von
Natronlauge stets alkalisch ist. Nach Beendigung der Umsetzung zerstört man etwa vorhandenes
überschüssiges Dimethylsulfat durch mehrstündiges Erhitzen auf 30°, sättigt mit
Natriumchlorid und fällt das neue Erzeugnis durch Zusatz einer 50%igen wäßrigen Zinkchloridlösung
in Form des Zinkchloriddoppelsalzes aus. Nach der üblichen Aufarbeitung erhält man so ein gelbliches, in Wasser leicht
lösliches Pulver.
Zu 620 Teilen der nach dem Beispiel 1 des Patents 730 337 erhaltenen wäßrigen Lösung
eines Kondensationsprodukts aus Ammoniumsulfat, Formaldehyd, Acetaldehyd und Harnstoff
gibt man, nachdem man die Lösung mit Natronlauge auf einen pH-Wert von 5 bis 6
eingestellt hat, 84 Teile Benzylchlorid und erhitzt das Reaktionsgemisch 10 Stunden lang
unter lebhaftem Rühren auf 85 bis 900. Nach dem Erkalten trennt man die ölige Schicht ab,
die aus nicht umgesetztem Benzylchlorid besteht. Die erhaltene wäßrige Lösung läßt sich
ohne weiteres als Egalisiermittel verwenden. Man kann aber auch daraus das feste Chlorhydrat
gewinnen oder das Zinkchloriddoppelsalz ausfällen. Das erhaltene Umsetzungsprodukt ist ein vorzügliches Egalisiermittel für
basische Farbstoffe.
Ein ähnliches Erzeugnis erhält man, wenn man an Stelle des obengenannten Kondensationsprodukts
730 Teile eines Kondensationsprodukts aus Ammoniumsulfat, Formaldehyd und Propionaldehyd verwendet.
310 Teile der nach Patent 688 302, Beispiel 2, Abs. 1 hergestellten Lösung werden
durch Zugabe von 50 Teilen Natronlauge (400 Be) vorsichtig neutralisiert. Dann läßt
man langsam unter Rühren und Erwärmen auf 6o° 100 Teile Äthylenchlorhydrin zutropfen
und gibt langsam 168 Teile 40°/»ige Natronlauge zu. Die erhaltene Lösung ist ohne
weiteres als Egalisiermittel verwendbar.
335 Teile der nach Patent 688 302, Beispiel 2 unter Ersatz des Acetaldehyde durch
die äquimolekulare Menge Propionaldehyd hergestellten Lösung des Kondensations-Produkts
aus Ammoniumchlorid, Formaldehyd und Propionaldehyd werden mit Natronlauge
neutralisiert. Dann läßt man langsam unter Rühren und Erwärmen auf 70 bis 8o° 56 Teile
Benzylchlorid zufließen und rührt das Ge- no
misch bei 8o° 10 Stunden lang. Die Lösung wird neutralisiert und läßt sich ohne weiteres
als Fixiermittel verwenden.
335 Teile der nach Patent 688 302, Beispiel 2 unter Ersatz des Acetaldehyde durch
die äquimolekulare Menge Butyraldehyd hergestellten Lösung des Kondensationsprodukts
aus Ammoniumchlorid, Formaldehyd und iao Butyraldehyd werden mit Natronlauge neutralisiert
und dann zusammen mit 56 Teilen
Benzylchlorid ίο Stunden lang auf 70 bis 8o°
erwärmt. Das erhaltene Kondensationspcodukt ist als Fixiermittel verwendbar.
380 Teile der nach Beispiel 3 des Patents 688 302 hergestellten Lösung des Kondensationsprodukts
aus Ammondumehlorid, Formaldehyd und Phenylaoetaldehyd werden mit
Natronlauge neutralisiert und dann zusammen mit 60 Teilen Benzylchlorid 10 Stunden lang
auf 900' erwärmt. Das Umsetzungsprodukt läßt sich als Fixiermittel verwenden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher, stickstoffhaltiger Erzeugnisse, dadurch gekennzeichnet, daß man durch Kondensation von Ammoniumsalzen, Formaldehyd und anderen Aldehyden, gegebenenfalls in Anwesenheit von Harnstoff, erhältliche stickstoffhaltige Erzeugnisse mit. alkylierenden oder aralkylierenden Mitteln behandelt.Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften- in Betracht gezogen worden:Deutsche Patentschrift Nr. 671 704;
Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft 68 (1935), S. 113 bis 120;
Archiv der Pharmazie 255, S. 261 ff. und 264, S. 65 ff.1 5541 10.53
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI65866D DE765652C (de) | 1939-10-26 | 1939-10-26 | Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Erzeugnissen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEI65866D DE765652C (de) | 1939-10-26 | 1939-10-26 | Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Erzeugnissen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE765652C true DE765652C (de) | 1953-11-09 |
Family
ID=7196423
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI65866D Expired DE765652C (de) | 1939-10-26 | 1939-10-26 | Verfahren zur Herstellung von stickstoffhaltigen Erzeugnissen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE765652C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1078580B (de) * | 1957-02-14 | 1960-03-31 | Basf Ag | Verfahren zur Herstellung von Fixierungs- und Impraegnierungs-mitteln fuer pflanzlich gegerbte Leder |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE671704C (de) * | 1934-11-01 | 1939-02-13 | Franz Hassler | Verfahren zur Herstellung von in Wasser mit wenig Saeure loeslichen Kondensationsprodukten |
-
1939
- 1939-10-26 DE DEI65866D patent/DE765652C/de not_active Expired
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE671704C (de) * | 1934-11-01 | 1939-02-13 | Franz Hassler | Verfahren zur Herstellung von in Wasser mit wenig Saeure loeslichen Kondensationsprodukten |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1078580B (de) * | 1957-02-14 | 1960-03-31 | Basf Ag | Verfahren zur Herstellung von Fixierungs- und Impraegnierungs-mitteln fuer pflanzlich gegerbte Leder |
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