DE76455C - Rollbahnwaage mit Vorrichtung zur genauen Abwägung und zur Zählung der Wägungen - Google Patents
Rollbahnwaage mit Vorrichtung zur genauen Abwägung und zur Zählung der WägungenInfo
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
'Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung an Rollbahnwaagen zur
genauen Abwägung der einzelnen Lasten. Diese wirkt in der Weise, dafs die Waage erst nach
Auffahrt eines Wagens eingestellt werden kann und dafs dieser Wagen auf der Wägevorrichtung
so lange festgehalten wird, bis eine genaue Abwägung der Last erfolgt ist, worauf erst die
Abfahrt des Wagens ermöglicht wird. Es zerfällt somit die Wirkung der zu beschreibenden
Einrichtung in fünf Unterabtheilungen, nämlich
1. in die Wagenauffahrt,
2. in die Einstellung der Waage,
3. in die genaue Abwägung der Last,
4. in die Abstellung der Wägevorrichtung und
5. in die Wagenabfahrt.
In den beiliegenden Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung -in verschiedenen
Anwendungen dargestellt, und zwar sowohl für einfache Rollwagen als auch für solche,
welche auf Hängebahnen gebraucht werden. Die Wirkungsweise ist der vorher gegebenen
Disposition nach folgende:
i. WTie aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich,
befindet sich am Boden der Wägevorrichtung eine drehbare Daumenscheibe 1, welche vor
der Auffahrt eines Wagens sich in der Lage befindet, dafs der in Fig. 2 mit 1" bezeichnete
Daumen seine höchste Stellung einnimmt. Bei der jetzt folgenden Auffahrt des Wagens wird
dieser Daumen 1" durch die Achse des Vorderräderpaares um 90° gedreht. Eine aus Fig. 2
ohne Weiteres in ihrer Wirkungsweise ersichtliche Vorrichtung bestimmt dabei diese Drehung
auf einen Winkel von 90 °. Die Drehung der Scheibe 1 überträgt sich nun durch die Stirnräder
2 und 3 auf die Welle 4, welche mit zwei Daumenscheiben 5 und 6, Fig. 4, die mit einander fest verbunden sein können, ausgerüstet
ist. Die erstere dieser Scheiben ist an ihrem ganzen Umfange mit Zähnen ausgerüstet,
welche vermittelst einer geeigneten Sperrklinke die Rückwärtsbewegung der Daumenscheibe 1
und damit des Wagens selbst verhindern. Auch eine Vorwärtsbewegung kann nicht erfolgen,
da sich der Zahn 7 der Curvenscheibe 6 gegen die Sperrklinke 8 legt, wodurch Curvenscheibe 6 an weiterer Drehung durch die Zahnräder
2 und 3 verhindert wird. Auf der Welle dieser Curvenscheiben 5 und 6 befindet sich
eine mit Führungsnuth ausgerüstete Scheibe 9, in welcher ein Stift des Schiebers 10 gleitet.
Dadurch wird der Schieber bei der ersten Drehung der Scheibe 1 nach rechts bewegt.
Der Schieber ι ο ist mit einem Ansatz 11 ausgerüstet,
gegen welchen sich vor Einfahrt des Wagens der Daumen 12 der Curvenscheibe 13
legt, wodurch diese Scheibe, welche auf der Welle 14 befestigt ist, und damit auch der
Kreuzhändel 15, dessen Bewegung sich durch konische Räder und durch Stirnradgetriebe im
Verhältnils von 1 : 2 auf die Welle 14 überträgt, an einer Drehung verhindert ist. Nachdem
Scheibe 1 die erste Bewegung gemacht hat und Schieber 10 in der vorher beschriebenen
Weise nach rechts bewegt ist, kann eine Vierteldrehung des Kreuzhändeis 15 erfolgen, welche
eine Achteldrehung der Scheibe 13 bewirkt.
2. Durch diese Drehung des Kreuzhändeis 15
erfolgt das Einstellen der Waage, und zwar in folgender Weise:
Auf der Welle 16 des Kreuzhändeis befindet
sich eine mit Curvennuth versehene Scheibe 17, Fig. 3 , in welcher der Stift 18 eines Winkelhebels
sich führt. Die erste Vierteldrehung des Händeis 15 hatte wegen der Gestaltung der
Führungscurve keine Bewegung des Winkelhebels 18 zur Folge. Wird jedoch jetzt der
Kreuzhändel nochmals um eine Vierteldrehung bewegt, so gelangt der Winkelhebel durch
den Stift 18 in die in Fig. 3 dargestellte Lage, durch welche der mit seinem freien Ende verbundene
Schieber 19 in die Stellung gelangt, in welcher seine Oeffnung mit der der Waagenscheere
20 zusammenfällt. In diesem Falle kann der durch beide Oeffnungen gehende Waagebalken 21 ausschwingen, sobald Last
und Gewicht einander gleichgemacht werden. Eine Rückbewegung des Wagens ist während
dieser Vorgänge, wie vorher beschrieben, durch die Stellung der Scheibe 1 und der mit ihr
zusammenhängenden Theile noch verhindert.
3. und 4. Damit nun auch fernerhin der Wagen so lange auf der Wägevorrichtung
verbleibt, bis seine Last genau das vorgesehene Gewicht hat, ist folgende Vorrichtung getroffen:
Auf dem die vordere Scheere der Waage tragenden Steg ist ein Bügel 22, Fig. 5, 6
und 7, befestigt, welcher mit einer Aussparung versehen ist. Vor diesem Bügel 22 hängt ein
mit dem Waagebalken zusammenhängendes Stück 23, welches ebenfalls eine Aussparung
besitzt. Diese fällt mit der ersten in dem Augenblick zusammen, wo die Belastung des
Wagens genau das vorgeschriebene Mafs besitzt, d. h. wo die Zeiger der Waage einander
genau gegenüberstehen. Ist dies nicht der Fall, so verdeckt das Stück 23 die Aussparung des
Bügels 22 und verhindert so einem vom Kreuzhändel aus bethätigten Knaggen 24 den Durchtritt
durch Bügel 11, so dafs der Kreuzhändel nicht eher weiterbewegt werden kann, als bis
die Belastung des Wagens das vorgeschriebene Gewicht erreicht hat. Ist dies geschehen, so
lä'fst sich Kreuzhändel 1 5 zum dritten Male um eine Vierteldrehung bewegen. Hierbei erfolgt
noch keine Bewegung des Schiebers 19, da sich jetzt der Stift 18 des vorher erwähnten
Winkelhebels in einem concentrischen Theil der Führungsnuth 17 bewegt. Erst bei der
letzten Vierteldrehung des Händeis 1 5 wird der Stift 18 in einer Wreise bethätigt, die das Anheben
des Schiebers 19 und damit des Waagebalkens 21 zur Folge hat, mithin die Waage
abstellt.
5. Gleichzeitig mit dieser Abstellung der Waage wird das Abfahren des Wagens in
folgender Weise ermöglicht:
Bei der letzten Drehung des Kreuzhändeis 1 5 ist durch seine Einwirkung auf die Scheibe 13
der Daumen 25 derselben vor den Haltestift 11 des Schiebers 10 gelangt. Die* Sperrklinke 8
ist dabei durch die Daumenscheibe 26 angehoben und somit der Zahn 7 der Curvenscheibe
6 von der Sperrklinke befreit. Der Wagen kann daher im Sinne der Auffahrtsbewegung weiterbewegt werden, zumal da ein
Rückfallen der Sperrklinke 8 insofern vermieden ist, als sich ein senkrechter Fortsatz derselben
auf den Ansatz 27 des Rades 2 auflegt (Fig. 4). Wird jetzt der Wagen behufs Abfahrt weiterbewegt,
so giebt in der Folge der Vorsprung 27 die Verlängerung der Klinke 8 wieder frei.
Diese fällt daher von neuem ein, dient jedoch nicht zur sofortigen Sperrung der Scheibe 1,
da die Scheibe 13 nur mit zwei Zähnen ausgerüstet ist. Die Abfahrt des Wagens nach
der letzten Drehung des Kreuzhändeis hat dann noch die Rückbewegung des Schiebers ι ο
zur Folge, wodurch dessen Haltestift 11 wieder in die erste Lage gelangt, in welcher er das
Drehen des Kreuzhändeis 15 verhindert. Es sind auf diese Weise sämmtliche Theile wieder
in die Stellung gelangt, von der die Beschreibung ausgegangen ist.
Naturgemäfs mufs eine Vorrichtung getroffen werden, welche ein zufälliges Bewegen der
Curvenscheibe 1 verhindert, bevor ein neuer Wagen aufgefahren ist. Zu diesem Zwecke
wird die eine der Fahrschienen mit einem beweglichen Stück 28, Fig. ι und 2, ausgestattet,
welches nach erfolgter Abfahrt des ersten Wagens durch den belasteten Hebel 29 angehoben
wird. Eine Verlängerung des Schienenstückes 28 legt sich vor einen Daumen der Scheibe 1 und verhindert somit die Drehung
der letzteren, bis durch Auffahrt des nächsten Wagens die Nebenschiene 28 herabgedrückt
und dadurch die Scheibe 1 von dem Ansatz 30 befreit wird.
Zur Erläuterung der Zeichnung diene noch Folgendes:
In Fig. 5 ist der vordere Theil der Waage in vergröfsertem Mafsstabe gezeichnet, wodurch
ersichtlich wird, in welcher Weise die Drehung des Kreuzhändeis 15 durch den Daumen 24
vor genauer Abwägung der Last verhindert wird und in welcher Weise sich die Drehung
der Händelwelle 16 auf die Bewegung des Schiebers 19 überträgt. Auch mit der Welle 16
ist eine Einrichtung verbunden, welche die Vierteldrehung!' des Händeis 15 auf das gewünschte
Mafs beschränkt.
Fig. 6 stellt einen Grundrifs der Fig. 5 dar, aus welchem die Gestalt und die Wirkungsweise
des Daumens 24 ohne Weiteres ersichtlich ist. Fig. 7 zeigt die Anordnung des Bügels 22 und die Wirkung des mit dem
Waagebalken verbundenen Theiles 23, und zwar in der Stellung, in welcher beide Theile
dem Daumen 24 den Durchgang und damit die Drehung des Kreuzhändeis gestatten.
Fig. 8 bezweckt eine Verdeutlichung der Curvenscheiben 5 und 6, sowie der Wirkungsweise
der Sperrklinke 8 in Verbindung mit der Scheibe 26, welche durch den Kreuzhändel 15
bei seiner dritten Drehung zum Anheben der Klinke 8 dient. In Fig. 9 ist ein Grundrifs
der gesammten . zur Verwendung kommenden Theile dargestellt, wobei jedoch der Deutlichkeit
halber der Waagebalken und die mit ihm zusammenhängenden Einzelheiten fortgelassen
sind.
Anstatt der beschriebenen Mittelsperre kann der An- und Abstellmechanismus auch mit
seitlich am Gestell befestigten Gleissperren in Verbindung stehen. Die hier nöthigen Abänderungen
sind hauptsächlich constructiver Natur und in den Fig. 10 bis 1.5 der beiliegenden
Zeichnungen dargestellt.
Bemerkenswerth ist hierbei zunächst, dafs für die Ein- und Ausfahrt verschiedene Sperrscheiben
vorgesehen sind. Fig. ι ο und 1 1
zeigen die Anordnung in Aufrifs und Grundrifs , während die Fig. 12 bis 15 eine schematische
Darstellung der Wirkungsweise geben. Wie aus Fig. 10 ersichtlich, ist auch in diesem
Falle ein Theil des Gleises' beweglich gemacht, und zwar dreht derselbe sich um den Bolzen 31,
welche Drehung durch den belasteten doppelarmigen Hebel 32 bewirkt wird. Dieser Hebel 32 besitzt einen. Knaggen 33, welcher
in folgender Weise eme Sperrung für die Bewegung
des Kreuzhändeis bewirkt. Befindet sich auf der. Brücke ein Wagen, wie dies in
Fig. 12 angenommen ist, so hebt sich der hintere Theil des Hebels 32 und damit gelangt
Knaggen 33 vor einen Vorsprung 34 der Sperrscheibe 35. Es ist dies die Stellung, in welcher
sich ein Wagen noch auf der Brücke befindet, die Waage jedoch bereits abgestellt
ist. Daumenscheibe 36 steht hierbei so, dafs eine Abfahrt des Wagens erfolgen kann, während
die Einfahrt durch Scheibe 37 noch verhindert ist. Wird jetzt der vorher gewogene
Wagen abgefahren, so fällt Hebel 32 nach unten,_ das bewegliche Schienenstück schwingt
um den Bolzen 31 und hebt sich über die Oberkante des Fahrgleises hinaus. Die nächste
Vierteldrehung des Kreuzhändeis bringt dann sämmtliche Theile in die durch Fig. 13 dargestellte
Lage, in welcher einem neuen Wagen durch Scheibe 37 die Auffahrt gestattet ist. Fig. 14 stellt eine Lage der einzelnen Mechanismen
in dem Falle dar, wo der neue Wagen aufgefahren ist; die Scheiben 37 und 36 verhindern
hierbei das Abfahren, die bewegliche Schiene ist wieder herabgedrückt und die Sperrscheibe 35 kann sich, wie aus der Zeichnung
ohne Weiteres ersichtlich, drehen. Hierdurch wird der zweite Theil der vier Kreuzhändelbewegungen ermöglicht und es gelangen
durch die dritte Drehung sämmtliche Theile in die in Fig. 1 5 gezeichnete Stellung. Aus dieser
werden sie dann durch die letzte Bewegung des Kreuzhändeis wiederum in die durch
Fig. 12 dargestellte Lage gebracht. Die Waage ist bei der in Fig. 15 gezeichneten Lage abgestellt
worden, während in der Stellung der Einzeltheile, wie sie Fig. 14 zeigt, ein genaues
Abwägen erfolgen mufste, ehe der Kreuzhändel weitergedreht werden konnte, was in weiter
oben beschriebener Weise geschehen ist.
Die Controlvorrichtung, wie sie bisher beschrieben ist, kann naturgemäfs auch für
Hängebahnwagen Verwendung finden und dann werden zweckmäfsig die durch Fig. 16 bis 27
dargestellten Einrichtungen getroffen. Auch diese Ausführungsform unterscheidet sich von
der zuerst beschriebenen nur durch constructive Einzelheiten. Der Erfindungsgedanke dagegen
und die Wirkungsweise der Einzeltheile sind genau dieselben.
Wie die Fig. 16 und 17 zeigen, wird die
Daumenscheibe 38 hierbei durch zwei Stifte 39 und 40 bewegt, welche seitwärts von der
Wagenaufhängung angeordnet sind. Der Schieber 10 der ersten Anordnung ist hierbei,
wie aus den Fig. 20, 21 und 25 ersichtlich, durch einen doppelarmigen Hebel 41 ersetzt,
dessen eines Ende sich in einer Curve führt. Je nach Stellung der Sperrscheibe giebt der
freie Arm des Hebels 41 den Knaggen 42 der Scheibe 43 frei und gestattet somit die Drehung
des Kreuzhändeis. Auch in diesem Falle mufs eine genaue Abwägung der Last erfolgen, ehe
der Wagen seine Fahrt fortsetzen kann, und deshalb ist auf der Welle des Kreuzhändeis
eine Scheibe 44 mit dem Ansatz 45 vorgesehen, welcher bei Bethätigung des Kreuzhändels
durch die Aussparungen eines an der Waagenscheere angegossenen Vorsprunges und
eines mit dem Waagebalken zusammenhängenden Stückes hindurchgehen mufs. Beide Aussparungen
fallen nur dann zusammen, wenn Last und Gewicht genau gleich sind. Fig. 22 zeigt die Verbindung des Waagebalkens 46 mit
dem Stück 47, welches die Genauigkeit der Abwägung regelt.
An die Stelle des Schiebers 19 in der ersten
Ausführungsart treten hier die Quadranten 48 und 49, welche den Waagebalken 46 zwischen
sich einklemmen, bis die zweite Vierteldrehung des Kreuzhändeis erfolgt ist. Die vierte Vierteldrehung
hat dann gleich der zuerst beschriebenen Ausführungsform ein erneutes Festklemmen
des Balkens 46 zur Folge. Beide Quadranten 48 und 49 sind durch die Stirnräder 50 und 51
mit einander gekuppelt. Die letzte Vierteldrehung des Kreuzhändeis hat dann vermöge
der Doppeldaumenscheibe 52 ein Abheben der Sperrklinke 53 zur Folge, welche die Aufgabe
der früher beschriebenen Klinke 8 übernimmt. Da jedoch in diesem Falle die Scheibe 52 nur
die Hälfte der Umdrehungen macht, welche von dem Daumen 26 der ersten Ausführungsform gemacht werden, so ist der Daumen 52
doppelt ausgebildet. Im übrigen bleibt die Wirkungsweise dieselbe, d. h. bei der dritten
Vierteldrehung des Kreuzhä'ndels wird Klinke 53 angehoben, sie gelangt darauf auf die federnden
Knaggen 54, Fig. 24, der Scheibe 55 (Zahnrad 2 der ersten Ausführungsform) und wird durch diese Knaggen so lange in gehobener
Stellung gehalten, bis die letzte Vierteldrehung des Kreuzhä'ndels eintritt, worauf
sa'mmtliche Theile beim Abfahren des Wagens in die Ruhelage zurückkehren.
Um das Beschmutzen der einzelnen Waagentheile, sowie ein böswilliges Verstellen der einzelnen
Stücke zu verhindern, werden sie sä'mmtlich mit einem geeigneten Schutzkasten umgeben.
Die Vorrichtung, welche ein zufälliges Drehen der Daumenscheibe 1 verhindern soll,
ist für die zuletzt beschriebene Ausführungsform überflüssig, da das Geleise für den Rollwagen
hoch liegt und somit einem zufälligen Verschieben der Scheibe 38 von vornherein
vorgebeugt ist.
Claims (4)
1. Eine Rollbahnwaage mit Vorrichtung zur genauen Abwägung bestimmter Lasten und
zur Zählung der Wägungen, gekennzeichnet dadurch, dafs die Vorderachse des abzuwiegenden
Wagens eine in der Mitte des Brückengeleises liegende Sperrscheibe (1),
die nach ihrer Drehung durch den Ansatz einer beweglichen Doppelschiene der einen
Fahrschiene so lange gesperrt bleibt, bis der Wagen die Brücke veriäfst, um 900
dreht, dadurch in geeigneter Weise eine Daumenscheibe ,auslöst und hiermit einen
Kreuzhändel freigiebt, mit Hülfe dessen die Waage angestellt und nach erfolgter Herstellung
des Gleichgewichtszustandes wieder abgestellt wird, wobei die Sperrscheibe während der Wägung dem Wagen durch
einen zwischen seinen Achsen hochstehenden Daumen die Abfahrt von der Brücke nach beiden Richtungen hin versperrt.
2. Bei der vorstehend gekennzeichneten Vorrichtung die Anstellung der Waage derart,
.dafs durch eine auf der Achse des Kreuzhändels festsitzende Curvenscheibe ein an
der Vorderscheere der Waage geführter Schieber so bewegt wird, dafs er in seiner
tiefsten Stellung, in welcher sich seine Oeffnung mit der Waagebalkenöffnung der
Vorderscheere deckt, dem Waagebalken ein freies Schwingen gestattet und in seiner
höchsten Stellung das vordere Ende des Waagebalkens hochhebt und damit die Waage abstellt, wobei noch die Anordnung
getroffen ist, dafs die Abstellung der Waage erst erfolgen kann, wenn die Aussparung
eines am Stege angeschraubten Bügels bei einspielender Waage sich genau mit der entsprechenden Aussparung einer am Waagebalken
befestigten Platte deckt und dadurch einem auf der Kreuzhändelwelle sitzenden Sperrdaumen gestattet wird, in diese Aussparung
einzutreten.
3. Bei der durch Anspruch 1. und 2. gekennzeichneten
Vorrichtung an Stelle der Mittelsperre eine zweitheilige Aufsensperre, bestehend
aus den Scheiben 36 und 37 und einer durch einen Gewichthebel bethätigten
beweglichen Schiene mit einem Knaggen, der im Verein mit Knaggen der Sperrscheibe
derart wirkt, dafs durch Drehung des Kreuzhändeis zunächst die Einfahrt zur
- Brücke freigegeben wird, nach erfolgter genauer Wägung durch weiteres Drehen
des Kreuzhändeis die Waage abgestellt und alsdann erst die Ausfahrt freigegeben wird,
so dafs der Wagen in der Fahrrichtung abgefahren werden mufs, bevor der folgende
Wagen auf die Brücke aufgefahren werden kann.
4. Eine Abänderung der vorstehend .gekennzeichneten
Vorrichtung zur Benutzung für Hängebahnen dahin, dafs der Schieber zur
An- und Abstellung der Waage unter Fortfall der früher benutzten Curvenscheibe,
sowie der mit ihr in Eingriff stehenden Theile durch zwei durch Stirnräder gekuppelte
Quadranten ersetzt wird, welche den Waagebalken in einer bestimmten Stellung festklemmen, wobei der Daumen
der Vorrichtung, welche das Wiederabstellen der Vorrichtung nur dann gestattet, wenn
Last und Gewicht einander das Gleichgewicht halten (Anspruch 2.), als Scheibe ausgebildet und der Bügel an der Vorderscheere
angegossen ist.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE76455C true DE76455C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT76455D Expired - Lifetime DE76455C (de) | Rollbahnwaage mit Vorrichtung zur genauen Abwägung und zur Zählung der Wägungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE76455C (de) |
-
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- DE DENDAT76455D patent/DE76455C/de not_active Expired - Lifetime
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