DE76452C - Herstellung von Typen zur Wiedergabe von Tonstücken durch Typendruck - Google Patents

Herstellung von Typen zur Wiedergabe von Tonstücken durch Typendruck

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DE76452C
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notes
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B1/00Elements or appliances for hand composition; Chases, quoins, or galleys
    • B41B1/06Elements or appliances for hand composition; Chases, quoins, or galleys for special purposes
    • B41B1/12Elements or appliances for hand composition; Chases, quoins, or galleys for special purposes for setting musical notations

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Accessory Devices And Overall Control Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die derzeitige Herstellung yon Musiknoten mittels, .Typendruckes leidet ; an vielerlei Schwierigkeiten, und technischen Mängeln.
"Der erste Mangel besteht in ■ der vollständig aufser Acht ■ gelassenen Uebereinstimmurig der räumlichen:: Ausdehnung der . Haupttakttheile und der graphischem Eintheilung der. in ihnen erscheinenden.Noten: und Pausen im Verhältnifs zu der denselben zukommenden Dauer.
Die'Drucktypen'werden bisher ünregelmäfsig, d. h.: nicht in bestimmten, auf den Dauerwerth der Noten bezüglichen Abständen an einander gereiht. Je mehr Noten und Zeichen auf einen Takttheil kommen, desto gröfser wird bisher der von ihnen beanspruchte . Raum, so dafs ein Takt oder Takttheil 2-,: 4-, 16 mal so lang wird. als der andere. ..Da für das Ohr ein Takttheil aber eben so lang ist als der andere, so entsteht hierdurch, ein Widerspruch zwischen dem graphisch Auszudrückenden und seinem Ausdrucke. . .."■;. .,..; ·.-
Der zweite nicht minder ins Gewicht fällende ".Grund technischer Mängel und Schwierigkeiten liegt in der Schwerfälligkeit und Complicirtheit der Einzelzeichen, in dem lediglich figurativen Theil der Notentypen. Bedenkt man die vielen Zeichenünterschiede der Npten: und Pausen, mit und ohne Halsstrich, ohne und mit 1, 2, 3, 4 und 5 Querstrichen, welch letztere ■ meistentheils. in gemischten Gruppen mittels vielfacher kleiner Typenstücke.zwischen den Linien lückenhaft und zerrissen, ünregelmäfsig durch einander /gesetzt werden müssen, so ist es nicht zu verwundern, dafs ein derartiger Typensatz schwer herzustellen ist. Andererseits wird es verständlich, dafs nur geübte Spieler eine derart hergestellte Druckschrift rasch entziffern können, während: minder geübte sich vor dem »avista«.-Spiel derart graphisch wiedergegebener Musikstücke mit Recht förmlich scheuen.
. Gegenstand der vorliegenden Erfindung- ist die· Herstellung von Musiknoten, welche von den erwähnten Mängeln und Schwierigkeiten . bei deren Herstellung frei sind. ... :
Als Mittel hierzu dienen eigenartige Drucktypen. Dieselben können Quertypen oder Langtypen sein.
Die Quertypen tragen sämmtliche fünf Linien des Systems und nach Erfordernifs den. betreffenden Notenkopf (mit den etwa für denselben'nöthigen Linien ober- oder unterhalb des Systems) oder das Pausenzeichen.
Die Breite der verschiedenen Typen, d. h. ihre ^Abmessung in der Zeilenrichtung steht genau im Verhältnifs . der Tondauer def von, ihnen auszudrückenden Note oder. Pause, .so dafs beim Satze eines Musikstückes im i/i Takt eine Vierteltype den Raum eines ganzen Takfes einnimmt und eine Vierteltype (Fig. 3) unter allen Umständen
zweimal so breit als eine Achteltype, viermal - -. - Sechzehnteltype (Fig. 2),
achtmal -.. - - - Zweiunddreifsigsteltype u.s.w. ist, andererseits jede breitere Type
aus zwei oder mehreren Theiltypen zusammengesetzt sein kann. Die Quertypen werden nach gebotener Auswahl waagrecht an einander gereiht.
Die Langtypen haben nur die für «ine Linie des Notensystems bestimmte Höhe, mit oder ohne Notenkopf, Linie oder Pausenzeichen. Es werden daher stets fünf Reihen von derlei Typen (aufser den für die Noten über und unter den Linien) nöthig sein, um eine Zeile des Notensystems zu bilden. Die Längen dieser Typen stehen genau in demselben Verhältnifs zu einander wie die Breiten der beschriebenen Quertypen und kann auch hier jede Type aus zwei oder mehreren Theiltypen innerhalb des bestimmten Mafses zusammengesetzt werden.
Um nicht eine gröfsere Anzahl an einander zu reihender Typen zum Satze eines einzigen Takttheiles verwenden zu müssen, können auch Langtypen mit in der Mitte stehenden einzelnen oder in gleichen Entfernungen von einander befindlichen mehreren Notenköpfen vorhanden sein.
Aufser diesen Typen müssen noch senkrechte Striche tragende Typen zur Abschliefsung einzelner Takttheile und ganzer Takte eingeschaltet werden. Die einzelnen Theile des Taktes können überdies durch besondere Trennungslinien (Doppelstriche oder dergleichen) getrennt, die Taktstriche zur sofortigen Unterscheidung ■ durch stärkere Linien angezeigt werden.
Durch diese Herstellung der Noten mittels dargestellter Typen wird es also möglich, dafs die Tondauer der durch ein Zeichen versinnbildlichten Note oder Pause nicht durch Striche und Anhängsel an dem Noten- oder Pausenkopfe angedeutet zu werden braucht, denn die einzelnen Takttheile erscheinen mittels der senkrechten Striche (bezw. Linien, Typen) getrennt und abgeschlossen, ein Verfahren, welches bisher beim Typendrucke (der unregelmäfsigen Typenlängen wegen) praktisch nicht durchzuführen war, und innerhalb dieser gleichen Takttheile ist die Zeitdauer der betreffenden Töne durch die Oertlichkeit der Notenköpfe allein zum Ausdruck gebracht.
Durch die Anwendung von an angeführten Typen ' befindlichen eigenartigen Notenköpfen wird weiter das Einsetzen von Erhöhungs- und Vertiefungszeichen bezw. $, b, |jj und h t-Typen entbehrlich. Als durchgängige Form des Notenkopfes ist die schon jetzt meist übliche länglich-abgerundete beibehalten, welche voll (schwarz) oder leer (weifs) zur Anwendung kommt; nur zeigen sie den Unterschied, dafs ungefähr die Hälfte aller verschiedenen Notentypen den Notenkopf in einer der bisher üblichen Richtung entgegengesetzten Stellung (Neigung) auf dem Typenstiele aufgesetzt tragen. Die leitenden Gesichtspunkte für die Verwendung der Notentypen im Drucksatze sind folgende:
1. Schwarze Notenköpfe bezeichnen Töne, welche auf dem Klavier durch Anschlagen schwarzer und
2. weifse Notenköpfe solche Töne, welche durch das Anschlagen weifser Tasten hervorgebracht werden.
3. Aufwa'rtsgerichtete Notenköpfe entsprechen den C-Dur- und $j-Tonarten, wobei schwarze Notenköpfe für um einen Halbton erhöhte Töne gebraucht werden.
4. Abwärtsgerichtete Notenköpfe entsprechen den h-Tonarten, wobei schwarze für um einen Halbton vertiefte Töne verwendet werden.
Es bedeutet demnach in Fig. 1 :
Die i. Note g,
- 2. - gis,
Pausen irgend welcher Länge werden durch ein stets gleichbleibendes Zeichen, etwa' dem in Fig. ι mit \> bezeichneten ausgedrückt.
Fig. 5 zeigt oben die Noten der Singstimme des Anfangs eines Schubert'schen Liedes in der Wiedergabe des üblichen Notendruckes, während die ersten zwei Takte der unteren Zeile in der Weise gezeichnet sind, wie sie durch Quertypensatz hergestellt erscheinen würden.
Die letzten Takte in der unteren Zeile der Fig. 5 sind so gezeichnet, wie sie bei der Verwendung von Langtypen gedruckt erscheinen wurden.
Die nach angeführtem Verfahren mittels der beschriebenen Typen hergestellten Drucknoten zeichnen sich von den üblichen durch folgende Vortheile aus:
Wegfallen des unwesentlichen ganzen figurativen Theiles des Typendruckes, d. i. aller Kreuz-, B- und Auflösungszeichen, der Notenquerstriche, der Verlängerungspunkte, -Bögen- und Notenverdopplungen, wie der verschiedenartigen Pausenzeichen und gleichbleibende räumliche Breiteeintheilung der einzelnen Takttheile, Beibehaltung alles Wesentlichen des bestehenden Notensystems, d. i. die fünf Linien sammt Ober- und Unterhülfslinien, die Namenbezeichnung der Noten, die Eintheilung des Dauerwerthes der Noten in ganze, halbe, viertel u. s. w. Noten, die Schlüssel u. s. w.; wodurch die allgemeine Benutzung derart hergestellter Noten ohne jedes besondere neue theoretische Studium ermöglicht ist.
Die Herstellung aller Noten mit Hülfe der beschriebenen Typen, welche einen fortlaufenden Abschlufs aller Typenzeilen nach jedem einzelnen
Takttheil leicht ermöglichen, geht dadurch unendlich einfacher, rascher und technisch vollendeter als bisher vor sich, so dafs derlei Noten wesentlich wohlfeiler als die derzeit gebräuchlichen verkauft werden können.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Zur Wiedergabe von Tonstücken durch Typendruck die Herstellung von Typen (Fig. 2, 3 und 4), deren Abmessungen in demselben Verhältnifs zu einander stehen wie die Zeitdauer jener Töne oder Pausen, die durch die auf den Typen befindlichen Zeichen versinnlicht werden, welch letztere aus länglichen, schräg stehenden Notenköpfen bestehen können, deren Neigungsrichtung die geforderte Erhöhung oder Vertiefung des durch sie ausgedrückten Tones andeutet.
    tfierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT76452D Herstellung von Typen zur Wiedergabe von Tonstücken durch Typendruck Expired - Lifetime DE76452C (de)

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