DE76397C - Maschine zur Herstellung von Einbanddecken - Google Patents

Maschine zur Herstellung von Einbanddecken

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DE76397C
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DENDAT76397D
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English (en)
Original Assignee
A. J. JACOBS in Hartford, 67 Capitol Avenue, Grafschaft Hartford, Staat Connecticut, V. St. A., CH. J. COLES und A. E. COLES in Dalston, London N.E., 4 Norfolk Road, W. JAMIESON in Hackney, London N.E., 119 Powerscroft Road und J. C. SMITH in London, W.C., 25 Lloyd Square, England
Publication of DE76397C publication Critical patent/DE76397C/de
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    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42CBOOKBINDING
    • B42C7/00Manufacturing bookbinding cases or covers of books or loose-leaf binders

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 11: Buchbinderei.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf die Art von Maschinen, mittelst derer' die Aufsenseite von Buchdeckeln überzogen wird, und betrifft eine solche Maschine, mittelst deren automatisch und continuirlich vollständige Einbanddecken in der Weise hergestellt werden sollen, dafs der Ueberzug mit Klebmaterial bestrichen und um die Einbanddeckel und Rücken umgefaltet wird. Die Maschine ,kann derart eingestellt werden, dafs Einbanddecken von verschiedenen Gröfsen und Formen her^ gestellt werden können.
Die Maschine ist zu diesem Zwecke' mit Behältern zur Aufnahme der Deckel und Rücken, sowie mit Mechanismen versehen, um die Deckel und Rücken in gewissen Zeitabschnitten von den Behältern zu den Ueberzügen hinzubringen, die Ueberzüge mit Klebmaterial zu bestreichen, sie um die Deckel und Rücken der Einbanddecken herumzulegen, die fertigen Einbanddecken aus der Maschine zu entfernen und das Klebmaterial zu trocknen.
Eine Maschine gemäfs vorliegender Erfindung ist auf beiliegenden Zeichnungen dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι dieselbe im Grundrifs,
Fig. 2 dieselbe in Seitenansicht, wobei ein Theil des Gestelles entfernt gedacht ist.
Fig. 3 ist eine Vorderansicht der Maschine.
Fig. 4 zeigt im Grundrifs den Mechanismus zum Bestreichen des Ueberzuges und zum Transportiren desselben,
Fig. 5 zeigt denselben in Seitenansicht.
Fig. 6 ist dieselbe Seitenansicht, doch befinden sich die einzelnen Theile in einer anderen Stellung.
Fig. 7 stellt im vergrößerten Mafsstabe eine Ansicht eines Theiles des Klebcylinders dar und veranschaulicht die Methode zum Festhalten des Ueberzuges.
Fig. 8 stellt in vergröfsertem Mafsstabe eine Ansicht des Zugschlittens dar und veranschaulicht, in welcher Weise der Ueberzug erfafst wird.
Fig. 9 ist ein Schnitt durch den Behälter für die Rücken und veranschaulicht, in welcher Weise der Rücken und die Deckel aufgegriffen und zu dem Greifer emporgehoben werden.
Fig. 10 zeigt diese Vorrichtung von der Rückseite.
Fig. 11 zeigt in vergröfsertem Mafsstabe einen Theil des Zum Emporheben der Deckel dienenden Mechanismus in Seitenansicht.
Fig. ι 2 stellt diesen Mechanismus im Grundrifs dar.
Fig. 13 ist eine Vorderansicht desselben,
Fig. 14 stellt den Mechanismus an dem Ende, an welchem sich die Elevatorsäule befindet, im Grundrifs dar.
Fig. 15 ist eine Seitenansicht des Greifmechanismus, wobei sich der Greifer in der Lage befindet, in welcher er die Deckel und Rücken emporhebt.
Fig. 16 ist dieselbe Ansicht und zeigt die Stellung, welche die einzelnen Theile einnehmen, nachdem der Ueberzug um die Deckel und den Rücken herumgelegt worden ist.
Fig. 17 stellt den Mechanismus in letzterer Stellung im Grundrifs dar.
Fig. 18 zeigt den Faltmechanismus im Grundrifs,
Fig. ig denselben in Seitenansicht,
Fig. 20 denselben in Vorderansicht.
Fig. 21 stellt die Faltstangen in Seiten- und Endansicht dar.
Fig. 22 zeigt in vergröfsertem Mafsstabe die Faltstangen in Endansicht, wobei ein Theil im Schnitt dargestellt ist.
Fig. 23 zeigt dieselben in Seitenansicht.
Fig. 24 zeigt einen Theil derselben im Grundrifs, wobei einzelne Theile entfernt gedacht sind.
Fig. 25 stellt die Faltstangen und die Behälter zur Aufnahme der Deckel und Rücken' im Grundrifs -dar und zeigt den Mechanismus zur Bethätigung derselben, sowie den Klebstoffbehälter, die Walze und den Antriebsmechanismus.
Fig. 26 ist eine Seitenansicht hiervon.
Fig. 27 stellt die Führungen für den Deckel- und Rückenstapel dar.
Fig. 28 ist eine Seitenansicht der stützenden Plattform und des Auswerfmechanismus.
Fig. 29 zeigt diese Theile in Vorderansicht.
Fig. 30 stellt Theile des Greifers, der Faltvorrichtung und der Plattform in der Stellung dar, welche sie vor dem ersten Umfalten einnehmen.
Fig. 31 ist eine ähnliche Ansicht in der Stellung nach dem ersten Umfalten.
Fig. 32 ist ein Grundrifs und
Fig. 33 ein Schnitt der Theile nach dem ersten Umfalten.
Nahe dem Vordertheil der Maschine ist im Maschinengestell 1 eine Welle 2 gelagert, auf welcher ein Cylinder oder Cylindersegment befestigt ist, welches eine Anzahl Greifer 4 trägt. Auf der Welle 2 sitzt aufserdem ein Zahnrad 5, welches in die Zähne einer Zahnstange 6 eingreift, die auf einem Hebel 7 angeordnet ist, welcher um einen von der Seitenwand des Maschinengestelles vorragenden Bolzen 8 drehbar ist. Eine an dem Hebel 7 sitzende Rolle ist in Eingriff mit einer auf einer Welle 10 sitzenden Daumenscheibe 9.
Die Welle 2 trägt einen Arm 11 mit einem federnden Stift 12, der in die Bahn eines hakenförmigen Armes 13 vorragt, welcher auf einer Stange 14 sitzt, die sich der Länge des Cylinders entlang erstreckt und die Greifer 4 trägt.
Ein Zahnrad 1 5 auf der Welle 2 ist in Eingriff mit einem Zahnrad 16 auf einer Welle 17; letztere trägt die Scheiben 18, um welche Schnüre 20 herumlaufen, die an den Enden einer Stange 21 befestigt sind, welche von geschlitzten Platten 22 lose gegen einen Schlitten 23 gehalten wird, welch letzterer sich mit seinen Enden in Nuthen 24 in den Seitenwänden des Maschinengestelles frei gegen den Cylinder hin- und von demselben fortbewegen kann.
Greifer 25 stehen von der Vorderkante dieses Schlittens vor und Hülfsgreifer 26 stehen von einer Stange 27 vor, die lose von den Platten 22 gehalten wird und mit Armen 28 versehen ist, die auf der Stange 21 aufruhen (Fig. 4, 5, 6, 7 und 8).
Unter dem Cylinder auf der Hauptantriebwelle 30 ist eine Walze 29 angeordnet, die in einen Klebstoff behälter 31 eintaucht, unter welchem sich eine Heizkammer befindet, wodurch der Klebstoff stets flüssig gehalten wird. Auf der Welle 30 sitzt die Antriebscheibe 32 und ein Zahnrad 33; letzteres steht mit einem losen Zahnrad 34 in Eingriff, welches seinerseits wieder in ein Zahnrad 3 5 auf einer Welle eingreift. Letztere trägt ein Zahnrad 36, welches in. ein Zahnrad 37 auf der Daumenwelle 10 eingreift (Fig. 25 und 26).
Durch Umdrehung der Daumenscheibe 9 wird Hebel 7 und Zahnstange 6 hin- und herbewegt. ' Letztere setzt mittelst Zahnrades 5 die Welle· 2 abwechselnd nach entgegengesetzten Richtungen in Umdrehung.
Ein Stück Ueberzug von geeigneter Gröfse wird mit seinen Kanten unter die Greifer 4 des Cylinders gelegt, und wenn die Welle 2 den federnden Stift 12 auf dem Arm 11 in Bewegung setzt, so greift dieser in den Haken 13 ein, die Greifer werden niedergedrückt und ergreifen den Ueberzug. Bei weiterer Umdrehung der Welle 2 und des Armes 11 wird der Cylinder gedreht und der Ueberzug kommt mit seiner Oberfläche mit der Walze 29 in Berührung und wird von dieser mit Klebmaterial bestrichen.
Bei der Rückwärtsbewegung der Zahnstange wird die Welle 2 in umgekehrter Richtung gedreht, wobei der Arm mitgenommen, der Cylinder dagegen nicht gedreht wird.
Die Daumenscheibe ist so gestaltet, dafs sie die Welle etwas mehr wie eine Umdrehung dreht, so dafs der Stift 12 sich von dem Haken 13 entfernen wird. Der Haken fällt infolge seiner Schwere herab, die Greifer heben sich und lassen den Ueberzug los. Die Welle 2 setzt mittelst der Zahnräder 15 und 16 die Scheiben 18 in Umdrehung, so dafs die
Schnüre 20 den Schlitten 23 heranziehen, um den Ueberzug zu ergreifen, wenn die Greifer oder der Cylinder denselben loslassen. Sobald sich die Welle 2 in entgegengesetzter Richtung dreht, nehmen die Scheiben und Schnüre den Schlitten mit zurück, der hierbei den Ueberzug mit sich zieht.
Sobald die Schnur zu ziehen beginnt, bewegt sich die Stange 21 zum vorderen Ende der Schlitze in den Platten 22 hin, worauf die Arme 28 herabfallen und die Greifer öffnen, die somit den Ueberzug ergreifen können, wenn sie den Cylinder erreichen. Sobald die Schnur anfängt rückwärts zu ziehen, bewegt sich die Stange zu dem hinteren Ende der Schlitze, wobei sie zunächst mittelst der Arme 28 die Greifer fest über den Ueberzug schliefst und dann den Schlitten und den mit Klebmaterial versehenen Ueberzug rückwärts zieht.
Quer über die Maschine hin erstrecken sich Stangen 38, 39, 40 und 41, die mit ihren Enden in Nuthen nahe der oberen Kante der Maschinenwände einteten. In der Längsrichtung erstrecken sich über die Maschine hin in einer etwas tiefer gelegenen Ebene Stangen 42 und 43, die an der Vorderseite der Maschine von einem Querbalken 44 und nahe der Mitte von der Wand 45 getragen werden (Fig. 18 und 19).
Nahe dem hinteren Ende der Maschine zwischen den Stangen 40,41,42 und 43 befinden sich die Behälter für die Deckel und Rücken der herzustellenden Einbanddecken.
Diese Behälter werden von den Eckpfosten 46, welche verstellbar an den Längs- und Querstangen angeordnet sind, sowie von mittleren Führungen 47 gebildet. Die Deckel befinden sich zu beiden Seiten und die Rücken in der Mitte auf der Bodenplatte eines Elevators, welcher die Deckel und Rücken jedesmal zu dem Greifer emporhebt.
Da die Deckel weit dicker sind als die Rücken, so müssen dieselben stets höher gehoben werden als die Rücken. Aus diesem Grunde ist der Elevator aus zwei von einem Rohr 51 getragenen Seitenplatten 48 für die Deckel und einer Mittelplatte 49 für die Rücken zusammengesetzt. Die Mittelplatte wird von einem Plunger 50 getragen, der durch das Rohr 51 hindurchgeht (Fig. 9 und 1 o).
Das Rohr 51 ist auf einer Seite mit Zähnen versehen und wird von einem Träger 52 gehalten, der an der Wand 45 vorsteht. An einem Ende einer kurzen Welle, welche in Lagern 53 auf dem Träger 52 ruht, sitzt ein Arm 54, welcher eine federnde Klinke 55 mit den Zähnen des Rohres 51 in Eingriff hält. An dem anderen Ende dieser kurzen Welle sitzt ein Hebel 56, welcher sich vorwärts ,bis in die Nähe der Greiferwelle 60 erstreckt, wo er einen Arm 57 mit einer Lasche 58 trägt. Von einer Seite der Greiferwelle 60 steht ein Stift 61 vor, welcher, wenn der Greifer in eine bestimmte Stellung gedreht worden ist, in den Schlitz 59 zwischen dem Ende des Hebels und der Lasche eintritt, so dafs, wenn die Greiferwelle hin- und hergeht, der Stift den Hebel hin- und herbewegt und die Klinke veranlafst, den Elevator und die Deckel und Rücken um ein. der Dicke der Deckel entsprechendes Stück zu heben (Fig. 9, 10, 11, 12, 13 und 14).
Da die Rücken nicht so dick wie die Deckel sind, so werden sie natürlich zu hoch emporgehoben, aber da der Plunger der Platte, welche die Rücken trägt, in dem Elevatorrohr einfach durch Reibung gehalten wird, so werden die Rücken, welche zu hoch gehoben worden sind, von dem Greifer niedergedrückt, sobald derselbe sich senkt, um die Deckel aufzugreifen.
Auf der Greiferwelle 60, welche lose in den an der Wand 45 vorgesehenen Lagern ruht, von einem Hebel 62 in verticaler Richtung hin- und herbewegt und von der auf der Welle ι ο sitzenden Daumenscheibe in oscülirende Bewegung versetzt wird, ist ein Zahnradsegment 64 aufgekeilt, welches in eine Zahnstange 65 eingreift, die zwischen dem Ende des oberen Wellenlagers und einer an diesem Lager befestigten Platte 66 getragen wird.
Die Zahnstange ist durch ein Glied 67 mit einem Hebel 68 verbunden, der durch eine auf der Welle 10 sitzende Daumenscheibe 69 hin- und hergedreht wird. Auf dem oberen Ende der Greiferwelle sitzt der Greiferarm 70, der mit einem Brett 71 versehen ist, welches auf seiner unteren Seite Greifstifte 72 tragen kann (Fig. 15, 16 und 17). An der Wand 45 ist ein Cylinder 73 befestigt, in welchem ein Kolben 74 auf- und abbewegt wird, wenn der Hebel 75 durch die auf der Welle 10 sitzende Daumenscheibe 75 hin- und hergedreht wird. Auf diese Weise wird eine Pumpe gebildet.
Von dem geschlossenen Ende des Cylinders 73 führt ein Rohr ^j zu Oeffnungen 78 in dem Brett des Greifers, so dafs entsprechend» der abwechselnden Richtung, welche der Kolben einschlägt, Luft durch diese Oeffnungen eingesaugt oder abgesaugt wird (Fig. 1, 2, 3 und 9)·
Wenn der Schlitten den Ueberzug von dem Klebstoffcylinder wegzieht, zieht die .Daumenscheibe 63 und der Hebel 62 den Greifer nieder, dessen Stifte hierbei in die Deckel eingetrieben werden, und zu derselben Zeit zieht die Daumenscheibe 76 und der Hebel 75 den Pumpenkolben herab, wodurch ein Ansaugen der Luft an dem Boden des Greifers bewirkt wird, was ein Emporheben und Festhalten eines der Einbandrücken zur Folge hat. Der Greifer mit dieser Last wird zunächst etwas gehoben, um aus dem Bereich der Führungen
zu kommen, und wird dann durch die Daumenscheibe 69, Zahnstange 65 und das Segment 64 um eine halbe Umdrehung gedreht, worauf die Deckel und der Rücken auf die mit Klebstoff versehene Seite des Ueberzuges gelegt werden, welch letzterer von dem Schlitten 23 über die Plattform 79 hinübergezogen worden ist (Fig. i, 28 und 29). Nunmehr kommt der Faltmechanismus in Anwendung, um den Ueberzug über die Kanten der Deckel und Rücken herumzulegen.
In einer Aussparung im unteren Theil der Stangen 38 und 39 sind von Keilen 81 festgehaltene Schlitten 80 angeordnet, welche von Armen 82 quer über die Maschine hin- und herbewegt werden. Die Arme 82 sitzen auf einer Welle 83, die einen Arm 84 trägt, welcher durch ein Glied 85 mit einem Hebel 86 verbunden ist. Dieser Hebel wird von der auf der Welle 10 sitzenden Daumenscheibe hin- und hergedreht. Die oberen Enden der Arme 82 sind mit einander durch eine Stange 88 verbunden, die durch vom Boden der Schlitten vorstehende Ansätze 89 hindurchgeht (Fig. 18, 19, 20, 21 und 22).
Die Keile 81 halten lose die Enden von Platten 90, die auf ihrer Oberfläche mit Stiften 191 versehen sind, welche in diagonal in die Schlitten 80 eingeschnittene Nuthen 192 eintreten, so dafs, wenn die Schlitten 80 quer über die Maschine hin - und herbewegt werden, die Platten 90 gezwungen werden, sich mit ihren Ecken gegen oder von einander zu bewegen (Fig. 22, 23 und 24).
In Aussparungen im unteren Theil der Stangen 42 und 43, welche in einer etwas tieferen Ebene liegen, sind von Keilen 91 festgehaltene Schlitten 92 angeordnet, die von Hebeln 93 in der Längsrichtung über die Maschine hin- und herbewegt werden.
Diese Hebel 93 sitzen auf einer Welle 94, welche von einem Hebel 95 ruckweise gedreht wird; der Hebel 95 ist mit einer Rolle versehen, die mit einer auf der Welle 10 sitzenden Daumenscheibe in Eingriff steht. Die oberen Enden dieser Hebel 93 sind durch eine Stange 97 verbunden, die durch von dem Boden der Schlitten vorragende Ansätze 98 hindurchgeht (Fig. 18, 19, 20, 21, 22, 23~und 24).
Die Keile 91 halten lose die Enden von Platten 99, die auf ihrer Oberfläche mit Stiften versehen sind, welche in derselben Weise in Schlitze eintreten, wie mit Bezug auf die Platten 90 beschrieben wurde, so dafs, wenn die Schlitten hin- und herbewegt werden, die Platten sich gegen einander bewegen (Fig. 21, 22, 23 und 24).
Wenn die Daumenscheibe 63 den Greifer 70 veranlafst hat, die Deckel, den Rücken und Ueberzug durch die Oeffnung zwischen den Querstangen hindurch abwärts zu drücken, und die Ränder des Ueberzuges aufwärts gebogen sind (Fig. 30), so werden die Platten 90 gegen einander bewegt, um den Ueberzug über die Endkanten der Deckel und des Rückens herumzubiegen. W,enn dann die Daumenscheibe 63 den Greifer noch tiefer hinabdrückt und die anderen Ränder des Ueberzuges aufwärts gerichtet sind, so werden die Platten 99 gegen einander bewegt, um den Ueberzug über die Seitenkanten der Deckel herumzubiegen.
Um eine kleine Falte an den Ecken der Einbanddecken herstellen zu können, sind an dem Boden der Schlitten 90, welche zuerst den Ueberzug um die Enden der Deckel herumbiegen, Greifer 100 verstellbar angebracht, die etwas unterhalb der Platten 90 vorstehen. Wenn diese Platten den Ueberzug um die Enden der Deckel und Rücken herumbiegen, dann bewegen sich die Greifer an den Seitenkanten entlang, ergreifen den Ueberzug und kniffen ihn unterhalb der Deckel zusammen, so dafs scharfe Ecken entstehen, wenn die Platten 99 den Ueberzug um die Seitenkanten herumbiegen (Fig. 22, 23, 30 und 31). Die Greifer werden von Zungen 101 getragen, die sich in Nuthen 102 bewegen, welche in der Längsrichtung in die obere Fläche der unteren Stangen 42, 43 eingeschnitten sind; diese sind mit den Platten 90 durch Zungen 103 verbunden, die sich in Nuthen 104 bewegen, welche in der Längsrichtung in die untere Fläche der Platten eingeschnitten sind (Fig. 22 und 23).
Wenn die Platten 90 zum Umfalten des Ueberzuges in Thätigkeit sind, bewegen sich die Greifer mit ihnen, wobei die Zungen 101 frei in den Nuthen 102 gleiten. Wenn die unteren Stangen bewegt werden, um behufs Herstellung von Einbanddecken von verschiedener Gröfse eingestellt zu werden, dann bewegen sich die Greifer mit ihnen, wobei die Zungen 103 in den Nuthen 104 gleiten.
Um das Umfalten von Ueberzügen um Deckel von verschiedenen Weiten und Längen für Einbanddecken von verschiedenen Gröfsen bewirken zu können, müssen die Platten einstellbar sein und ist es vortheilhaft, auch die Behälter für die Deckel und Rücken einstellbar anzuordnen.
Um dies zu bewirken, werden die Stangen 39,40 mit ihren Enden beständig fest mit den Seitenwänden des Maschinengestelles verbunden; die Stange 38 ruht lose mit ihren Enden in Nuthen 105, und die Stange 41 ist ebenfalls in Nuthen 24 angeordnet (Fig. 25 und 26), während die Stangen 42, 43 unterhalb bewegt lieh angebracht sind und an dem vorderen Ende von einem Querbalken 44 und nahe der Mitte von der Querwand 45 getragen werden.
Die Einstellung dieser Stangen wird mittelst Schrauben bewirkt, wie aus Fig. 25 und 26 zu ersehen ist. . . '
Eine Stange 107, welche an ihrem Ende behufs Anbringung eines Handgriffes oder eines Schraubenschlüssels viereckig gestaltet ist, erstreckt sich an dem hinteren Ende der Maschine quer über dieselbe hin und ist nahe dem Seitengetriebe 108 gelagert, welches in Zahnräder 109 eingreift, die auf Längsstangen 110 sitzen. Diese Stangen 110 sind mit Rechtsund Linksgewinde an ihren Enden versehen, auf deren eines Müttern 11.1 aufgeschraubt sind, die an der Stange 41 befestigt sind, während auf das andere Ende Muttern 112 aufgeschraubt sind, die an der Stange 38 befestigt sind.
Gemäfs der Richtung, in welcher die Stange 107 gedreht wird, bewegen sich die Stangen 38 und 41 in Nuthen im Maschinengestell zu den Stangen 39 und 40 hin oder von denselben weg, zum Zwecke, die Entfernung entsprechend der Länge der zur Herstellung der Einbanddecken verwendeten Deckel zu vergröfsern oder zu verringern.
Eine· Stange 113, die behufs Anbringung eines Handgriffes oder eines Schraubenschlüssels an ihrem Ende viereckig gestaltet ist, erstreckt sich nahe der Mitte der Maschine quer über dieselbe hin und ist mit Rechts- und Linksgewinde versehen, auf welches Muttern 115 aufgeschraubt sind, die von der Mitte der Stangen 42 und 43 vorstehen.
Die Stange 113 trägt ein Zahnrad 114, welches mit einem auf einer Stange 118 sitzenden Zahnrad 116 in Eingriff steht. Diese Stange 118 erstreckt sich parallel der Seitenwand des Maschinengestelles entlang und trägt ein zweites Zahnrad 119, welches mit einem auf einer sich quer über die Maschine hin erstreckenden Stange 121 sitzenden Zahnrad 120 in Eingriff steht.
Die Stange 121 ist ebenfalls mit Rechtsund Linksgewinde versehen , auf welches Muttern 122 aufgeschraubt sind, die von dem Boden der vorderen Enden der Stangen 42 und 43 vorstehen,, so dafs, wenn die Stange 113 gedreht wird, die Stangen 42,43 gegen oder von einander bewegt werden, um den Raum zwischen ihnen entsprechend der Weite der Deckel und Rücken, welche zur Herstellung der Einbanddecken verwendet werden sollen, einzustellen (Fig. 25 und 26).
Die Stangen 40,41 sind ebenfalls mit den Stangen 42,43 mittelst der Führungen 46,47 für die Deckel und Rücken verbunden. Jede dieser Führungen ist mit einer Zunge 123 versehen , welche in einen Schlitz 124 in der oberen Fläche der oberen Querstangen eintritt, und mit einer Zunge 125, welche von der unteren Kante dieser Stangen zurücksteht. Die Führungen sind also die Kante der oberen Stangen entlang beweglich, während die Eckführungen 46 für die Deckel auch durch vorstehende Zungen 126 beweglich gegen die Kante der unteren Stangen 42 und 43 gehalten werden.
Wenn die Stangen 40,41 bewegt werden, so gleiten die Eckführungen frei die Kante der unteren Stangen 42,43 entlang, und wenn die Stangen 42, 43 eingestellt werden, so gleiten die Eckführungen die Kanten der Stangen 40,41 entlang.
Eine mit viereckig gestaltetem Ende versehene Stange 127, welche sich quer über die Maschine hin erstreckt, ist mit Rechtsund Linksgewinde versehen, auf welches Muttern 129 aufgeschraubt sind, die von den mittleren Führungen 47 für die Deckel und Rücken vorstehen. Stange 127 trägt ein Zahnrad 128, welches mit einem auf der von den Stangen 40,41 getragenen Stange 131 sitzenden Zahnrad 130 in Eingriff steht.
Wird die Stange 127 gedreht, so werden die mittleren Führungen 47 von den Muttern gegen und von einander weggezogen, um den Weiten der Rücken, welche zur Herstellung der Einbanddecken verwendet werden sollen, angepafst zu werden.
Die Plattform 79, über welche der mit Klebstoff versehene Ueberzug von dem Schlitten 23 gezogen wird, wird von einem Plunger 135 getragen, der in den Armen eines an der Querwand 45 befestigten Trägers 136 gehalten wird. Eine Feder 1 37 hält die Plattform in normaler Lage gehoben, während eine auf der Welle 10 sitzende Daumenscheibe 138 durch Contact mit dem von der Welle vorstehenden Arm 139 dieselbe zur geeigneten Zeit niederdrückt (Fig. 28 und. 29).
Nachdem das zweite Umfalten stattgefunden hat, wird die Plattform mit der fertigen Einbanddecke zu einer Stellung etwas unterhalb des auswerfenden Schlittens 140 hinabgedrückt, welcher dann in Bewegung gesetzt wird und die Einbanddecke aus der Maschine heraus zwischen die Walzen 150 drückt.
Der Auswerfschlitten besteht aus einer Platte, die mit Muttern 141 versehen ist, welche sich frei ■ auf an dem Maschinengestell befestigten Querstangen 142 bewegen. Mit einer dieser Muttern ist eine Schnur verbunden, die über eine Anzahl Scheiben 143, 144, 145 zu einer Scheibe 146 führt, welche auf einem ein Zahnrad 147 tragenden Zapfen sitzt.
Das Zahnrad 147 steht in Eingriff mit einem Zahnstangensegment, welches auf einem Hebel 148 angeordnet ist. Der Hebel 148 trägt eine Rolle, welche mit einer auf der Welle 10 sitzenden Daumenscheibe 149 in Eingriff steht.
Nachdem eine Einbanddecke fertiggestellt ist und sobald die Plattform sich unterhalb des Auswerfschlittens befindet, dreht die Daumenscheibe 14g den Hebel 148, worauf dessen Zahnstange das Zahnrad 147 dreht und die Scheibe 146 antreibt, so dais die Schnur den Schlitten anzieht und eine Einbanddecke zwischen die Walzen 150 schiebt. Der Schlitten kehrt dann in seine ursprüngliche Lage zurück und die Plattform steigt wieder empor, um einen zweiten Ueberzug aufzunehmen (Fig. 28 und 29).
Die obere der Walzen 150 ruht in feststehenden Lagern 151, während die untere in beweglichen Lagern 152 ruht, die von Federn 153 aufwärts gedrückt werden, so dafs die die Walzen passirenden Einbanddecken einem nachgiebigen Druck ausgesetzt werden (Fig. 2 und 29).
Beide Wellen dieser Walzen tragen mit einander in Eingriff stehende Zahnräder 154, während die obere aufserdem ein konisches Rad 155 trägt, welches mit einem konischen Rad 156 auf einer verticalen Welle 157 in Eingriff steht. Auf dieser Welle 157 sitzt ein zweites Zahnrad 158, welches mit einem auf der Hauptantriebwelle 30 sitzenden Zahnrad 159 in Eingriff steht (Fig. 2 und 3).
Die Stangen, welche die Führungen für die Deckel und Rücken und die Faltplatten tragen, können durch einfaches Umdrehen von Stellschrauben zur Herstellung von Einbanddecken von gewünschter Gröfse und Gestalt eingestellt werden. Die Daumenscheiben auf der Daumenwelle sind so gestaltet, dafs der Greifer von dem Elevator ein Paar Deckel und einen Rücken abnimmt, während die Klebvorrichtung den Ueberzug mit Klebstoff versieht und der Schlitten dieselbe über die Plattform zieht. Der Greifer wird dann gedreht und gesenkt, wobei er die Deckel und den Rücken auf den mit Klebstoff versehenen Ueberzug legt und diese, sowie die Plattform zwischen den Stangen 38, 39 hindurch abwärts drückt.
Hierauf werden die Platten 90 in Thätigkeit gesetzt, welche den Ueberzug um die Enden der Deckel und des Rückens herumfalten, während gleichzeitig die Greifer 100 die Ecken vorbereiten. Der Greifer geht dann weiter abwärts und prefst hierbei die Plattform mit dem Ueberzug, den Deckeln und dem Rücken zwischen den Stangen 42,43 hindurch, so dafs die Platten 99 in Thätigkeit treten können,· welche den Ueberzug um die Seitenkanten der Deckel herumfalten. Sobald dann die Plattform noch ein wenig tiefer gesenkt wird, stöfst der Auswerfschlitten die fertige Einbanddecke von >der Plattform fort und zwischen die Walzen 150 hinein, zwischen welchen die Einbanddecke geprefst und gehärtet wird. Hierauf veriäfst dieselbe die Maschine.

Claims (7)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι. Eine Maschine zur Herstellung von Einbanddecken, gekennzeichnet durch nachfolgende, in der angegebenen Reihenfolge zur Wirkung gelangende Einrichtungen in Verbindung mit einander, nämlich einen Cylinder, welcher mit Greifern versehen ist und dazu dient, den Ueberzug für die Einbanddecken zur Klebvorrichtung hin zu führen, eine Klebvorrichtung, durch welche der Ueberzug auf einer Seite mit Klebmaterial versehen wird, einen hin- und herbeweglichen Schlitten, welcher mit Greifern versehen ist und dazu dient, den mit Klebmaterial bestrichenen Ueberzug auf einen vertical beweglichen Tisch zu bringen, einen auf- und abbeweglichen Behälter für die Deckel und Rücken der herzustellenden Einbanddecken, eine vertical bewegliche und drehbare Greifervorrichtung, welche die Deckel und Rücken erfafst und auf den Ueberzug legt, hin- und hergehende Platten, welche bei Niedergang des den Ueberzug tragenden Tisches die Ränder des Ueberzuges um die Seiten- und Endkanten der Deckel und Rücken herumbiegen, einen Auswerfschlitten, welcher die fertigen Einbanddecken aus der Maschine ausstöfst, und ein Paar von Prefswalzen, zwischen welchen die fertigen Einbanddecken geprefst werden.
  2. 2. Bei der in Anspruch r. gekennzeichneten Maschine zur Herstellung von Einbanddecken die Anordnung der zum Umbiegen desUeberzuges um die Seiten- und Endkanten der Deckel und Rücken dienenden Platten auf in verschiedenen Horizontalebenen geführten und mit Bezug auf das verschiedene Format der herzustellenden Einbanddecken einstellbaren Längs- und Querstangen.
  3. 3. Bei der in Anspruch 1. gekennzeichneten Maschine zur Herstellung von Einbanddecken die Anordnung des Behälters für die Deckel und Rücken in der Weise, dafs mittelst desselben Hebemechanismus die dickeren Deckel jedesmal höher gehoben werden als die dünneren Rücken, darin bestehend, dafs der Boden des Behälters aus zwei unabhängigen Theilen hergestellt wird, deren einer, welcher die Deckel trägt, auf einem vertical beweglichen Rohr aufsitzt, während der andere, welcher die Rücken trägt, auf einem Plunger sitzt, der durch, das Rohr hindurchgeht und nur .durch Reibung in !demselben gehalten wird.
  4. 4. Bei der in Anspruch 1. gekennzeichneten Maschine zur Herstellung von Einbanddecken die Anordnung einer Pumpe, welche durch ein Rohr mit Oeffnungen in der
    Greiferplatte der Greifervorrichtung in Verbindung steht und das Aufheben der einzelnen Rücken von dem Rückenstapel bewirkt.
  5. 5. Bei der in Anspruch 1. gekennzeichneten Maschine die Anordnung eines zur Aufnahme der Deckel und Rücken dienenden Behälters, welcher einen vertical beweglichen Boden besitzt, 'und dessen Seitenwände von an dem Maschinengestell angebrachten, dem Format der Deckel und Rücken entsprechend einstellbaren Führungen gebildet werden.
  6. 6. Bei der in Anspruch 1. gekennzeichneten Maschine eine Vorrichtung zum Heben und Senken des den Ueberzug tragenden Tisches, bestehend aus einer Feder, welche den Tisch beständig aufwärts drückt, und einer auf einer im Maschinengestell gelagerten Welle sitzenden Daumenscheibe, welche den Tisch in bestimmten Zeitabschnitten abwärts drückt.
  7. 7. Bei der in Anspruch 2. gekennzeichneten Vorrichtung zum Umbiegen des Ueberzuges um die Seiten- und Endkanten der Deckel und Rücken behufs Herstellung scharfer Ecken die Anordnung von Greifern unterhalb der in der oberen Horizontalebene geführten Platten, welche Greifer nach Umbiegen des Ueberzuges um die Endkanten der Deckel und Rücken sich die Seitenkanten entlang bewegen, den Ueberzug ergreifen und denselben unterhalb der Deckel zusammenkniffen.
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DENDAT76397D Maschine zur Herstellung von Einbanddecken Expired - Lifetime DE76397C (de)

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DENDAT76397D Expired - Lifetime DE76397C (de) Maschine zur Herstellung von Einbanddecken

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE743828C (de) * 1938-08-31 1944-01-05 Otto Ehrentraut Vorrichtung zum Einbinden von Buechern u. dgl. in Halbleinen- oder Halblederband von Hand

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE743828C (de) * 1938-08-31 1944-01-05 Otto Ehrentraut Vorrichtung zum Einbinden von Buechern u. dgl. in Halbleinen- oder Halblederband von Hand

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