DE76015C - Differentialrädergetriebe - Google Patents

Differentialrädergetriebe

Info

Publication number
DE76015C
DE76015C DENDAT76015D DE76015DA DE76015C DE 76015 C DE76015 C DE 76015C DE NDAT76015 D DENDAT76015 D DE NDAT76015D DE 76015D A DE76015D A DE 76015DA DE 76015 C DE76015 C DE 76015C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drum
speed
wheels
wheel
nuts
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT76015D
Other languages
English (en)
Original Assignee
G. SU-TER in Paris, nie Paradis 23
Publication of DE76015C publication Critical patent/DE76015C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16HGEARING
    • F16H9/00Gearings for conveying rotary motion with variable gear ratio, or for reversing rotary motion, by endless flexible members
    • F16H9/26Gearings for conveying rotary motion with variable gear ratio, or for reversing rotary motion, by endless flexible members with members having orbital motion

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 47: Maschinenelemente.
GEROLD SUTER in PARIS. Differentialrätlergetriebe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 10. November 1893 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Mechanismus zur Bewegungsübertragung mit augenblicklicher Geschwindigkeitsänderung.
Fig. ι ist eine Vorderansicht, Fig. 2 eine Seitenansicht des Mechanismus, Fig. 3 ein Detailschnitt. A ist die Antriebswelle, deren Bewegung auf die Welle B derart übertragen wird, dafs die Geschwindigkeit der letzteren augenblicklich geändert werden kann, während diejenige der Welle A constant bleibt. Auf der Welle A ist eine Trommel befestigt, welche aus den beiden Scheiben C C und einem eigenthümlich geformten Kranze C1 besteht. Acht Säulen D von Kreisquerschnitt dienen paarweise als Führungen für vier Muttern E, welche nach Belieben dem Kranze C1 oder der Welle A genähert werden können, indem sie mit geringer Reibung an den Führungsstangen entlang gleiten. Die Muttern E tragen an jedem Ende einen Zapfen H, auf dem ein Kegelrad F und ein mit letzterem fest verbundenes Kettenrad G drehbar augebracht sind. Auf jeder Seite der Trommel C ist in der Ebene der Kettenräder eine Ga 11'sehe Kette angeordnet und mit einem Ende an einer beliebigen Stelle der Grundplatte der Vorrichtung befestigt, während sie vom anderen Ende her durch ein Belastungsgewicht straff gehalten wird.
Die Trommel C nimmt bei ihrer Bewegung die Kettenräder G mit, welche aber aufserdem durch die G all'sehe Kette gezwungen werden, eine Rotationsbewegung um ihre eigenen Achsen anzunehmen.
Die Drehung der Räder G. wird durch die Kegelräder F auf die Kegelräder K übertragen, welche, wie Fig. 3 zeigt, auf der Mutter E mittels des Ringes A:1 drehbar und auf der Welle D mittels der in die Längsnuth d1 der letzteren greifenden Feder k2 verschieblich befestigt sind, so dafs sie mit den Muttern E auf den Führungsstangen oder Wellen D sich verschieben und mit letzteren in den Muttern E sich drehen können. Die von den Rädern K mitgenommenen Wellen D können sich mit ihren kegelförmigen inneren Enden d'2 (Fig. 3) in Spurlagern drehen, welche auf der Nabe der Trommel C ausgebohrt sind. Die in dem Kranze -C1 angebrachten Druckschrauben V verhüten, dafs die Wellen D aus der Nabe der Trommel C heraustreten können, ohne dabei ihre Rotation zu hindern.
Auf den Wellen oder Führungsstangen D sind ferner die Kegelräder L befestigt, welche die Rotationsbewegung der ersteren auf die Kegelräder N übertragen, die mit ihren Naben lose auf der Welle A sitzen und die Bewegung den Wellen B durch die mit ihnen fest verbundenen Kegelräder P mittheilen. Die vier Kegelräder L auf derselben Seite der Trommel greifen in dasselbe Kegelrad 2V ein, so dafs das Differentialräderwerk absolut symmetrisch ist.
Soweit die Vorrichtung bis jetzt beschrieben ist, würde es sich um eine einfache Bewegungsübertragung handeln, von einer Welle A, die sich mit einer Geschwindigkeit α bewegt, auf zw.ei Wellen B, die sich mit der Geschwindigkeit b drehen, welche letztere sich nicht ä'ndern liefse, ohne zugleich die Geschwindigkeit α der Antriebswelle A zu ändern.
Wenn man aber in einem beliebigen Augenblick, ohne den Gang des Apparates zu unterbrechen, die vier Muttern der Welle A nach

Claims (4)

der Peripherie der Trommel verschiebt, indem man sie auf ihren Führungsstangen D gleiten läfst, wird die Rotationsgeschwindigkeit der Kettenräder wachsen, weil der Weg, den dieselben um die Achse A beschreiben, zunimmt. Damit steht ein praktisches Mittel zur Verfügung, um in einem beliebigen Augenblick die Rotationsgeschwindigkeit der Kettenräder G und infolge dessen auch der Wellen B, auf welche ihre Bewegung übertragen wird, zu ändern. Ordnet man abweichend von der Zeichnung die konischen Räder so an, dafs sie dem Rade N eine Bewegung ertheilen, die derjenigen, welche es mit der Welle A ausführt, entgegengesetzt ist, so existirt eine von dem Uebersetzungsverhältnifs der Zahnräder F, K und L abhängige Lage der Kettenräder, zu welcher, wie schnell sich auch die Trommel C drehen möge, die Geschwindigkeit der Räder N und also auch der Wellen B ο ist. Dies geschieht, wenn bei jeder Umdrehung der Trommel C das Rad L sich gerade einmal auf dem Rade N abwälzt. Die Verhaltnisse in den Figuren der Zeichnung sind so gewählt, dafs dies bei einer Entfernung der Kettenräder von 60 mm eintritt. Diese Anordnung gestattet also, allmählich die Geschwindigkeit der Wellen B von ο bis auf den festgesetzten Werth zu steigern und sie ebenso allmählich von diesem Werth bis auf ο sinken zu lassen, indem man einfach nach und nach die Entfernung der Räder G vermehrt bezw. sie wieder auf ihren ursprünglichen Werth von 60 mm zurückführt. Von den Mitteln, ■ mit denen man die Verschiebung der Muttern E bewirken kann, giebt die Zeichnung ebenfalls ein Ausführungsbeispiel an. Jede der vier Muttern E läfst sich durch eine Schraube Q bewegen, die in dem Kranze C1 gelagert ist und aufserhalb desselben ein Kegelrad R trägt. Letzteres greift in zwei auf dem Radkranz C1 angeordnete Kegelradkränze S und S\ die nach Form und Zähnezahl übereinstimmen, und zwar lose auf dem Kranze C1 angebracht sind, für gewöhnlich aber an der Bewegung desselben theilnehmen. Hält man einen der beiden Radkränze, z. B. S fest, so werden die Räder R und der zweite Radkranz S1 zwar ihre Bewegung mit der Trommel fortsetzen, die Räder R aber werden eine Drehung um ihre Achse erleiden und dem Radkranze S1 eine zusätzliche Geschwindigkeit ertheilen. Die Rotation der Räder R ist aber das Mittel, um durch Bewegung der Schrauben Q die Muttern E zusammenzuschieben oder von einander zu entfernen. Je nach der Richtung, in welcher sich die Trommel bewegt, wird das Festhalten des Kranzes S die Annäherung und dasjenige des Kranzes S1 die Entfernung der Muttern E bewirken, oder umgekehrt. Auch von den möglichen Mitteln, um einen der Zahnradkränze 5 und S1 unbeweglich zu machen, giebt die Zeichnung ein Ausführungsbeispiel. Auf einer unabhängigen Welle X sind zwei Excenter Y und Y1 angeordnet, deren Stangen y und yx je mit einem an der Fundamentplatte drehbar befestigten Hebel Z verbunden sind, dessen freies Ende einen Bremsschuh T trägt. Dreht man die Welle X, so kommt stets nur einer der Schuhe T in Verbindung mit der Aufsenfläche eines der Radkränze SS1, so dafs man nach Belieben den einen oder den anderen derselben feststellen kann. Die Vortheile dieses Differentialrädergetriebes sind folgende:
1. Die Geschwindigkeitsänderung geschieht allmählich und ohne Abstellung des Apparates.
2. Vom Ruhezustande bis zum normalen Gange wächst die Geschwindigkeit regelmäfsig und nimmt bei entgegengesetzter Aenderung ebenso regelmäfsig ab.
3. Die Ingangsetzung geschieht allmählich, so dafs die zahlreichen Unzulräglichkeiten in Wegfall kommen, die entstehen, wenn man plötzlich auf eine Werkzeugmaschine eine beträchtliche Geschwindigkeit überträgt.
4. Die Vorrichtung vermag eine -beliebige Geschwindigkeit in eine gegebene gröfsere oder auch kleinere umzusetzen, vermag also das Rädergetriebe der zum Gewindeschneiden dienenden Drehbänke., der Webstühle und anderer Maschinen zu ersetzen.
Patenτ-Anspruch:
Differentialrädergetriebe, gekennzeichnet dadurch, dafs auf einer sich drehenden Trommel radial verschiebliche und mit ihren Achsen" parallel zur Trommelachse angeordnete Kettenräder sich auf einer über sie gehängten und am gezogenen Trum festgehaltenen offenen GaIl'sehen Kette abwälzen und die dadurch erhaltene, mit dem Abstand von der Trommelachse verschiedene Drehbewegung auf ein lose auf der Tro'mmelwelle sitzendes Rad übertragen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT76015D Differentialrädergetriebe Expired - Lifetime DE76015C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE76015C true DE76015C (de)

Family

ID=348939

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT76015D Expired - Lifetime DE76015C (de) Differentialrädergetriebe

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE76015C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1037797B (de) * 1954-02-08 1958-08-28 Paul Sommer Kettenraederumlaufgetriebe

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1037797B (de) * 1954-02-08 1958-08-28 Paul Sommer Kettenraederumlaufgetriebe

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE76015C (de) Differentialrädergetriebe
DE736945C (de) Feststellvorrichtung fuer den schrittweise schaltbaren Drehtisch von Werkzeugmaschinen
DE504512C (de) Freistempelmaschine
DE518594C (de) Vorrichtung zur AEnderung des Hubes zwecks Unrundschleifens umlaufender Werkstuecke radial zur Schleifscheibe
DE595755C (de) Geschwindigkeitswechselgetriebe
DE218552C (de)
DE438858C (de) Schaltwerksgetriebe
DE633642C (de) Stufenlos regelbares Umlaufraedergetriebe
EP0095027B1 (de) Federwindemaschine
DE822182C (de) Vorrichtung zum Weiterschalten eines Malteserkreuzes
DE107018C (de)
CH143085A (de) Verfahren und Einrichtung zur Steuerung von Bewegungen, insbesondere bei der Bearbeitung von festen Materialien durch spanabhebende Werkzeuge.
DE581726C (de) Walzmaschine zum Walzen von Kettenraedern u. dgl.
DE594966C (de) Walzenstanze oder -presse
DE546881C (de) Vorrichtung zum Umwandeln einer fortlaufenden Drehbewegung in eine gesteuerte Axialbewegung
DE517147C (de) Ovalwerk, insbesondere zum Schleifen der Raender von ovalen Glasscheiben
DE857145C (de) Reibradwechselgetriebe
DE1652692C (de) Verstellantneb fur die Drehstahl halter eines umlaufenden Messerkopfes
DE723970C (de) Selbsttaetiges Geschwindigkeitswechselgetriebe
DE729033C (de) Reibraederwechselgetriebe
DE500122C (de) Schaltwerkswechsel- und -wendegetriebe
DE523162C (de) Maschine zum Gewindeschneiden, Bohren o. dgl.
DE268039C (de)
DE518522C (de) Satzbettantrieb fuer Buchdruckschnellpressen mit dauernd umlaufendem Druckzylinder
DE1021605B (de) Schaltwerk