DE76004C - Verfahren und Apparat zur Herstellung von Wassergas - Google Patents

Verfahren und Apparat zur Herstellung von Wassergas

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DE76004C
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DENDAT76004D
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S. Cain in Aachen
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10JPRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J3/00Production of combustible gases containing carbon monoxide from solid carbonaceous fuels

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Gas Separation By Absorption (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die bisher üblichen Verfahren Wassergas herzustellen, bestehen im wesentlichen darin, dafs in einem Schachtofen durch glühende Kohle abwechselnd Luft und Wasserdampf geblasen wird. Es hat dieses erstens den Nachtheil, dafs man nicht continuirlich arbeiten kann, zweitens den, dafs man kein stets gleichmäfsig zusammengesetztes Product erhält, und drittens den, dafs man gezwungen wird, eine Dampfkessel- bezw. Dampfmaschinenanlage für den Fall, dafs solche nicht vorhanden ist, einzurichten.
Bei dem vorliegenden Verfahren kommen diese Uebelstände vollständig in Fortfall und wird durch dasselbe ermöglicht, in continuirlichem Betriebe mit den einfachsten Apparaten ein vollkommen gleicbmäfsiges und je nach Wunsch zusammengesetztes Product zu erhalten.
Dieses Verfahren besteht darin, dafs ein Schachtofen, welcher zur Erzeugung des Kohlenoxydgases dient, von einer hohlcylindrisch aufgebauten Thermosäule umgeben wird, welche an ihrer Aufsenseite in geeigneter Weise gekühlt werden kann. Der durch diese Thermosäule erzeugte Strom wird nun dazu benutzt, um Wasser elektrolytisch zu zerlegen, so dafs der Wasserstoff zur Erzeugung des Wasserstoffgases frei wird, während der entstandene Sauerstoff wieder zur Verbrennung der im Schachtofen befindlichen Kohle benutzt werden kann.
Das fertig gebildete Kohlenoxydgas und der fertig gebildete Wasserstoff wenden nun durch geeignete Mischvorrichtungen im bestimmten Verhältnifs mit einander vermischt und bilden in dieser Mischung das zum Verbrauch fertige Wassergas. ■ Das aus dem Schachtofen abgehende Kohlenoxydgas kann natürlich entweder in condensatorartigen Rohrsystemen abgekühlt werden, oder aber auch zur Heizung eines Wärmesammlers vor seiner Mischung mit dem Wasserstoff verwendet werden. Ebenso ist eine Regelung der Temperatur des Schachtofens insofern noch möglich, als aufser dem aus der Elektrolyse des Wassers stammenden Sauerstoff noch Luft durch Gebläse unter den Rost zugeführt werden kann. Der zu diesem Verfahren nothwendige Apparat besteht im wesentlichen, wie aus der beiliegenden Zeichnung ersichtlich ist, aus einem Schachtofen A, welcher unten durch einen Rost α und oben durch einen Deckel b mit Gasabzug c und Füllkammer d abgeschlossen ist. Diese Füllkammer besitzt wieder nach dem Innern des Ofens zu einen durch Stange e und Gewichtshebel f bewegbaren Glockenabschlufs g, nach aufsen dagegen eine luftdicht schliefsende Klappe h. Um den Schacht des Ofens herum ist die hohlcylindrische Thermosäule B aufgebaut, welche aufsen einen aus spiralförmigen Windungen hergestellten Kühlmantel C besitzt und gegen allzu grofse Wärmestrahlung im Innern durch einen Glimmercylinder D geschützt sein kann. Die aus dem Ofen durch c abziehenden Gase werden beim Anheizen, bei welchem die Drosselklappe c1 geöffnet ist, durch das Rohr E ins Freie entlassen, während im Betriebe bei geschlossener Drosselklappe c1 das Kohlenoxydgas durch das absteigende Rohr E1 nach dem Waschkasten .Fund von da durch die Rohr-
leitung E2 nach dem Gasometer G gelangt. Das Innere des Gasometerbeckens ist hier zu einem Gasreinigungsapparat (Scrubber) G1 ausgebildet und dient auch die zweite Hälfte dieses Raumes G2 demselben Zweck für das abziehende Wassergas.
Der in der Thermosäule erzeugte Strom wird nun in dem Apparat H, welcher aus zwei unten mit einander communicirenden Glocken H1H2 besteht, zur Elektrolyse des Wassers mittelst der beiden Elektroden i und z1 verwendet. Der in der Glocke H- über der positiven Elektrode sich sammelnde Sauerstoff wird durch das Rohr k unter den Rost des Schachtofens geleitet, wo er zur Bildung des Kohlenoxydgases dient. Der über der negativen Elektrode in der Glocke H1 sich ansammelnde Wasserstoff dagegen wird nach der Leitung E'2 für das fertige Kohlenoxydgas durch das Rohr k1 geführt, in welches er durch eine Regelvorrichtung (Ventil, Drosselklappe etc.) in der für die Zusammensetzung des Wassergases gewünschten Menge eingeleitet wird.
Schauglä'ser C1 C2 dienen zur Beobachtung der Gasentwickelung und des Flüssigkeitsstandes im Apparat H.
Das für das Verfahren nothwendige Wasser wird einem Behälter J entnommen und durchfliefst dasselbe zuerst von oben nach unten den Kühlmantel der Thermosäule, gelangt von da in die Leitung m, von wo es in dem Mafse, als der Regulirhahn m1 es gestattet, in den Abflufskanal η läuft. Eine durch Hahn m2 absperrbare Zweigleitung führt nach dem Innern des Apparates H und dient zum Ersatz des durch die Elektrolyse zerlegten Wassers.
Um ein Ueberlaufen des Apparates zu verhindern, sind die beiden Ueberläufe o1 o2 angebracht, welche bei zu hohem Wasserstande das überschüssige Wasser ebenfalls nach dem Abflufskanal η mittelst -der Rohrleitungen plp2 abführen.

Claims (1)

  1. Patent-An sprOche:
    Verfahren zur Herstellung von Wassergas, dadurch gekennzeichnet, dafs das Kohlenoxydgas und der Wasserstoff getrennt erzeugt werden, und zwar derart, dafs der letztere elektrolytisch aus Wasser dargestellt und aufgefangen, während das erstere in einem Schachtofen gebildet wird, der von einer Thermosäule umgeben ist, wobei die durch die Hitze des Ofens erregte Thermosäule den elektrischen Strom zur Zerlegung des Wassers hergiebt und der bei der Elektrolyse des Wassers frei gewordene Sauerstoff zur Bildung des Kohlenoxydgases allein oder auch in Gemeinschaft mit Gebläseluft verwendet werden kann.
    Zur Ausführung des unter i. gekennzeichneten Verfahrens ein Apparat, bestehend aus einem von einer Thermosäule (B) umgebenen Schachtofen '(A).
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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