DE757929C - Entnahmesteuerung fuer Dampf- oder Gasturbinen - Google Patents

Entnahmesteuerung fuer Dampf- oder Gasturbinen

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DE757929C DEE54388D DEE0054388D DE757929C DE 757929 C DE757929 C DE 757929C DE E54388 D DEE54388 D DE E54388D DE E0054388 D DEE0054388 D DE E0054388D DE 757929 C DE757929 C DE 757929C
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    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01KSTEAM ENGINE PLANTS; STEAM ACCUMULATORS; ENGINE PLANTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; ENGINES USING SPECIAL WORKING FLUIDS OR CYCLES
    • F01K7/00Steam engine plants characterised by the use of specific types of engine; Plants or engines characterised by their use of special steam systems, cycles or processes; Control means specially adapted for such systems, cycles or processes; Use of withdrawn or exhaust steam for feed-water heating
    • F01K7/34Steam engine plants characterised by the use of specific types of engine; Plants or engines characterised by their use of special steam systems, cycles or processes; Control means specially adapted for such systems, cycles or processes; Use of withdrawn or exhaust steam for feed-water heating the engines being of extraction or non-condensing type; Use of steam for feed-water heating
    • F01K7/345Control or safety-means particular thereto

Description

  • Entnahmesteuerung für Dampf- oder Gasturbinen Die Erfindung betrifft eine Entnahmesteuerung für Dampf- oder Gasturbinen, bei der mindestens ein Einlaßventil für den Hochdruckteil und mindestens ein den Übertritt des nicht entnommenen Teiles des Arbeitsmittels aus dem Hochdruckteil in einen Niederdruckteil beherrschendes Übertrittventil mit einem Ausgleichsbalken verbunden sind, an den zwischen den beiden Verbindungsstellen der genannten Ventile ein auf die Drehzahl der Turbinenwelle ansprechender Regler und außerhalb der Verbindungsstellen dieser Ventile auch noch ein auf den Druck in der Entnahmeleitung ansprechender Entnahmeregler angreifen, wobei die Entfernungen der verschiedenen Angriffsstellen am Ausgleichsbalken so gewählt sind, daß Schwankungen der Entnahmemenge bei Niederdruck-und Hochdruckteillast ohne Einfluß auf die Turbinentotalleistung und Schwankungen der Totalleistung der Turbine ohne Einfluß auf die Entnahmemenge bleiben und ferner beim Übergang sowohl auf Niederdruckleerlauf als auch Niederdruckvollast durch mit dem Ausgleichsbalken zusammenwirkende Anschläge die Bewegungsverhältnisse dieses Balkens geändert und auftretende Überhübe des Drehzahlreglers vermindert werden. Bei Steuerungen dieser Art stellt sich das Bedürfnis ein, daß das den Frischdampf7utritt zum Hochdruckteil regelnde Einlaßventil bei geschlossenem Übertrittventil, d. h. beim Niederdruckleerlauf, und bei ganz geöffnetem Übertrittventil, d. h. bei Niederdruckvollast, größere Hübe ausführt als bei entsprechenden Drehzahländerungen bei Niederdruckteillasten. Um diesem Bedürfnis zu genügen, ist schon vorgeschlagen worden, einen zwangläufig mit dem Servomotor der Frischdampfsteuerung verbundenen, beweglichen Anschlag auf das Gestänge des Anzapfdruckreglers einwirken zu lassen und dadurch die Bewegungsverhältnisse der Steuerung so zu verändern, daß einem gegebenen Pendelhub bei Niederdruckvollastbetrieb ein größerer Hub der Frischdampfsteuerung entspricht als bei Niederdruckteillastbetrieb. Bei einer solchen Regelungseinrichtung tritt, da die durch den beweglichen Anschlag ausgeübte Korrektur von der Bewegung der Frischdampfsteuerung abhängig ist, eine Verzögerung der Reglerwirkung ein, was eine Verschlechterung des Regelungsvorganges mit sich bringt.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt nun nachfolgende, an Hand der Fig. i erläuterte Tatsache zugrunde. In dieser Figur sind in einem rechtwinkligen Koordinatensystem als Abszissen die Totalleistungen L der Turbine und als Ordinaten die für die verschiedenen Leistungen benötigten Frischdampfmengen F aufgetragen. Dabei entspricht der Linienzug Ao dem Niederdruckleerlauf- und der Linienzug Av dem Niederdruckvollastbetrieb ; der Linienzug Fv entspricht dem Hochdruckvollastbetrieb, während der Linienzug Eo einem Betrieb entspricht, bei welchem kein Dampf in das Entnahmenetz abfließt. Die Strecken E i, E2 zwischen den Linien Ao, Fv und Av entsprechen je bestimmten Entnahmemengen bei Hochdruck- und Niederdruckteillastbetrieb. Bei Teillastbetrieb entspricht z. B. bei konstanter Entnahme einer Leistungsänderung l eine Frischdampfmengenänderung f. Tritt bei Niederdruckvollastbetrieb, dem also der Linienzug Av entspricht, z. B. die gleiche Leistungsänderung L auf, so ist eine Frischdampfmengenänderung f' nötig, die wesentlich größer ist als f. Tritt bei Niederdruckleerlauf, dem also die Linie Ao entspricht, wieder die gleiche Leistungsänderung L auf, so ist in diesem Fall, da die Linien Ao und Av im wesentlichen parallel sind, praktisch die gleiche Frischdampfmengenänderung f' nötig, wie im Fall einer Leistungsänderung l bei Niederdruckvollastbetrieb.
  • Da bei einer Entnahmesteuerung der erwähnten Art die eingangs erwähnten Bedingungen nur erfüllbar sind, wenn den Hub-( änderungen des Ein.laß- und des Übertrittventils proportionale Dampfmengenänderungen entsprechen, so haben größeren Frischdampfmengenänderungen f' auch größere Hübe des Frischdampfventils zu entsprechen.
  • Letzterer Forderung wird nun bei einer Entnahmesteuerung der eingangs erwähnten Art gemäß vorliegender Erfindung dadurch Genüge geleistet, daß die Anschläge für den Ausgleichsbalken räumlich fest sind und den Hub des Anlenkpunktes des Übertrittventils am Ausgleichsbalken für Vollast und Leerlauf des Niederdruckteiles begrenzen und daß ferner in das vom Entnahmedruckregler betätigte, am Ausgleichsbalken angreifende Gestänge ein nachgiebiges Glied eingeschaltet ist, welches ausweicht, sobald der Ausgleichsbalken gegen die festen Anschläge stößt.
  • Zweckmäßig können an einem durch das nachgiebige Glied belasteten Hebel ein den Zutritt von Frischdampf in die Entnahmeleitung beherrschendes Druckminderventil und ein den Abfluß von Dampf aus der Entnahmeleitung beherrschendes Abblaseventil so angelenkt sein, daß letzteres bei ganz offenem Übertrittventil und weiterer Zunahme der Belastung der Turbine geöffnet wird, während das Druckminderventil bei geschlossenem Übertrittventil und weiterer Abnahme der Last geöffnet wird.
  • Fig. 2 der Zeichnung zeigt in vereinfachter Darstellungsweise eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstands, und Fig.3 zeigt eine Einzelheit in größerem Maßstab.
  • In Fig. 2 bezeichnet 15 den Hochdruckteil und 12 den Niederdruckteil einer Entnahmedampfturbine, deren Frischdampfleitung mit 17 bezeichnet ist, während 72 eine Entnahme-, 1q. eine Überström- und 13 eine Abdampfleitung bezeichnet. 16 ist das die dem Hochdruckteil 15 zuströmende Frischdampfmenge regelnde Einlaßventil, und i i ist ein mit einem beweglichen Anschlag io und einem räumlich festen Anschlag ioi versehenes Übertrittventil, das die Überströmung des nicht durch die Entnahmeleitung 72 entnommenen Teiles des Dampfes aus dem Hochdruckteil 15 in den Niederdruckteil 12 beherrscht. Das Ventil i i ist bei 8 mit einem Ausgleichsbalken 2 verbunden, der über der Verbindungsstelle 8 einen Anschlag 7 trägt, welcher zum Zusammenarbeiten mit einem in nicht gezeigter Weise verstellbaren Anschlag6 bestimmt ist. Auch das Einlaßventil 16 ist mittels einer Stange 18 bei 2o mit dem Ausgleichsbalken 2 verbunden. Zwischen den beiden Verbindungsstellen 8 und 2o der Ventile i i bzw. 16 greift am Ausgleichsbalken 2 bei 5 über eine Stange 4 ferner ein auf die Drehzahl der Turbinenwelle ansprechender Regler i an. Der in der Entnahmeleitung 72 herrschende Druck wirkt über eine Leitung 3 i auf den Kolben 28 eines Entnahmereglers ein, dessen Gehäuse mit 29 bezeichnet ist. Entgegen dem Entnahmedruck wirkt auf den Kolben 28 eine Feder 3o ein. Der Kolben 28 ist mittels Stange 26 bei 24 an einen Hebe123 angelenkt, der seinerseits über eine Stange 22 bei 21 gelenkig mit dem Ausgleichsbalken :2 verbunden ist. Die Verbindungsstelle 21 ist außerhalb der Verbindungsstellen 8 und 2o der Ventile i i bzw. 16 gelegen. Die Entfernungen b, c und d zwischen den verschiedenen Angriffsstellen 21 und 2o bzw. 2o und 5 bzw. 5 und 8 am Ausgleichsbalken 2 sind in bekannter Weise nach der Formel festgelegt: Dadurch läßt sich bekanntlich erreichen, daß Schwankungen der Entnahmemenge bei Niederdruck- und Hochdruckteillasten ohne Einfluß auf die Turbinentotalleistung und Schwankungen der Totalleistung der Turbine ohne Einfluß auf die Entnahmemenge bleiben.
  • 46 bezeichnet ein Druckminderventil, durch das in einer Leitung 47 zuströmender Frischdampf in die Entnahmeleitung 72 gelangen kann, und 40 ist ein Abblaseventil, durch das Dampf aus der Entnahmeleitung 72 in -eine Leitung 41 abfließen kann. Das mit einem Anschlag 45 versehene Druckminderventil 46 ist durch eine Stange 44 bei 42 an einen Hebel 7o angelenkt, an den bei 36 mittels einer Stange 38 auch das mit einem Anschlag 39 versehene Abblaseventil 4o angelenkt ist. Auf den Hebel 7o wirkt ein als Feder 71 ausgebildetes, elastisch nachgiebiges Glied ein, wobei dieser Hebel 7o durch eine bei 35 angreifende Stange 34 auch mit dem Hebel 23 verbunden ist, an den die Stange 34 bei 33 angelenkt ist.
  • Die Wirkungsweise der beschriebenen Entnahmesteuerung ist folgende: Solange Hochdruck-und Niederdruckteillastbetrieb herrscht, also die Betriebspunkte innerhalb der von den Linien Ao, Eo, Av und Fv der Fig. i begrenzten Fläche liegen, so wirkt die Steuerung in normaler, also bekannter Weise. Sobald jedoch der Niederdruckteil12 voll belastet ist, in welchem Fall das übertrittventil i i ganz geöffnet ist und der Anschlag 7 des Ausgleichsbalkens 2 gegen den Anschlag 6 anliegt, wird die Verbindungsstelle 8 des Gestänges des Ventils i i am Balken 2 zu einem festen Drehpunkt für den letzteren. Treten in einem solchen Fall nunmehr vom Hochdruckteil allein zu übernehmende Belastungsänderungen ein, so bewirkt der Fliehkraftregler i nicht mehr Schwenkungen des Ausgleichsbalkens 2 um die Verbindungsstelle 2i, wie es bei Niederdruckteillastbetrieb der Fall war, sondern um die Verbindungsstelle B. Das hat, wenn zwischen den Größen b, c und d sowie f' und f die oben angeführte Beziehung erfüllt ist, zur Folge, daß denselben Ausschlägen des Reglers i wie bei Niederdruckteillastbetrieb jetzt derart größere Hubänderungen des Einlaßventils 16 entsprechen, daß bei gegebenem Ausschlag des Reglers i sich für die Turbine die gleiche Leistungsänderung wie bei Niederdruckteillastbetrieb ergibt. Bedingung für eine solche Arbeitsweise ist jedoch, daß die Verbindungsstelle 21 am linken Ende des Balkens 2 für die erwähnten Schwenkbewegungen dieses Balkens freigegeben wird. Das ist dank der Einschaltung des elastisch nachgiebigen Gliedes 71 in das vom Entnahmedruckregler 28, 29, 3o betätigte Gestänge der Fall. Nimmt nämlich z. B. die Belastung des Hochdruckteiles 15 bei sich gleichbleibenden Entnahmeverhältnissen zu, so wird der Ausgleichsbalken 2 im Uhrzeigerdrehsinn etwas um die Verbindungsstelle 8 geschwenkt. Der Angriffspunkt 24 des Entnahmedruckreglers 28, 29, 3o am Doppelhebel 23 wirkt dabei als fester Hebeldrehpunkt, da ja dieser Regler zur Zeit keinen Impuls erfährt. Bei der erwähnten Schwenkung des Balkens :2 um die Stelle 8 erfährt daher der Hebel 23 eine Schwenkung um den Angriffspunkt 24 entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn, wobei die Verbindungsstellen 33 und 35 auf alle Fälle gehoben werden und die Feder 71 dem Hebel 70 auszuweichen gestattet. Da beide Ventile .4o, 46 mit ihren Anschlägen 39 bzw. 45 am Beginn jener Regelbewegung auflagen und das Druckminderventil 46 in seiner Lage zu verharren trachtet, so wirkt sich die genannte Schwenkbewegung des Hebels 70 so aus, daß dessen Verbindungsstelle 42 als fester Drehpunkt wirkt, so daß das Abblaseventil4o geöffnet wird. Durch passende Festlegung der Übersetzungen am Hebel 70 läßt sich erreichen, daß das Abblaseventil 40 gerade um so viel geöffnet wird, daß die Dampfmenge, welche zur Zeit vom Hochdruckteil 15 zu viel an die Entnahmeleitung 72 abgegeben wird, durch dieses Ventil 40 aus der Leitung 72 wieder abfließen kann. Erfährt dagegen der Hochdruckteil bei geschlossenem Übertrittventil i i und bei sich gleichbleibenden Verhältnissen in der Entnahmeleitung 72 eine Entlastung, so wird der Ausgleichsbalken 2 entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn etwas um die zur Zeit als fester Drehpunkt wirkendeVerbindungsstelle8 geschwenkt, was -zur Folge hat, daß der Doppelhebel 23 im Uhrzeigerdrehsinn um den zur Zeit ebenfalls als fester Drehpunkt wirkenden Angriffspunkt 24 geschwenkt wird. Da jetzt zu wenig Dampf aus dem Hochdruckteil 15 in die Entnahmeleitung 72 gelangt, so ist das Abblaseventil 4o bestrebt, in seiner Schließlage zu verharren, so daß seine Angriffsstelle 36 am Hebel 7o als fester Drehpunkt für diesen durch die Stange 34 mit dem Hebe123 verbundenen Hebel 70 wirkt. Bei der erwähnten Schwenkung des Hebels 23 im Uhrzeigerdrehsinn wird daher der Hebel 7o entgegen dem Uhrzeigerdrehsinn um die Stelle 36 verschwenkt, so daß jetzt das Druckminderventil 46 geöffnet wird. Durch passende Festlegung der Übersetzungsverhältnisse am Hebel 70 läßt sich auch für diesen Fall erreichen, daß das Druckminderventil 46 gerade um so viel geöffnet wird, daß das, was zur Zeit vom Hochdruckteil an Dampf weniger an die Entnahmeleitung 72 abgegeben wird, durch die durch das Druckminderventil 46 zufließende Menge ausgeglichen wird. Auch in diesem Fall entsprechen einer gegebenen Drehzahländerung größere Hubänderungen des Einlaßventils 16 als bei Niederdruckteillastbetrieb, und das in das Gestänge des Entnahmedruckreglers 28, 29, 3o eingeschaltete, elastisch nachgiebige Glied 71 gestattet wiederum, je nach Erfordernis, zusätzlich ein Offnen des Druckminderventils .a.6.
  • Am Ausgleichsbalken können allenfalls mehrere Einlaßventile und/oder mehrere Übertrittventile angreifen.
  • Die Erfindung läßt sich auch anwenden, wenn das Gestänge des Entnahmedruckreglers mittelbar betätigt wird. In einem solchen Fall werden, wie dies in Fig. 2 durch strichpunktierte Linien angedeutet ist, zweckmäßig in die Gestänge, welche das Einlaßventil 16 und das Übertrittv entil i i mit dem Ausgleichsbalken 2 verbinden, an sich bekannte Verstärkerorgane i9 bzw. 9 eingeschaltet. 3 ist gleichfalls ein Verstärkerorgan. Auch in das Gestänge 26, welches den Kolben 28 des Entnahmedruckreglers mit denn Hebel 23 verbindet, kann ein solches Verstärkerorgan 25 eingeschaltet «,-erden. 37 und 43 bezeichnen weitere Verstärkerorgane, von denen ersteres in das Gestänge 38 des Abblaseventils 40 und das Organ 43 in das Gestänge 44 des Druckminderventils 4.6 eingeschaltet ist.
  • Fig. 3 zeigt die Einzelheiten eines solchen Verstärkerorgans in größerem Maßstab im Schnitt. .49 bezeichnet eine Stange, auf die der Regelimpuls zuerst einwirkt und die eine zum Zusammenarbeiten mit einem Anschlag 5 i bestimmte Schulter 5o aufweist. Der untere Teil der Stange 49, in dem ein Kanal 62 vorgesehen ist und der zwei Bünde 5.4 und 58 aufweist, ist in einem Verstärkerkolben 52 geführt, der in einem Gehäuse 63 läuft. Der Kolben 52 begrenzt zusammen mit dem Gehäuse 63 einen Ringraum 53, an den eine Ah flußleitung 61 für das zum Betätigen des Verstärkerorgans dienende Druckmittel und ein Kanal 65 angeschlossen sind. 55 bezeichnet einen ähnlichen Ringraum, an den eine Zuflußleitung 59 für das erwähnte Druckmittel und ein Kanal 56 angeschlossen sind. Im X"erstärkerkolben 52 sind ferner zwei Kanäle 57 und 6o vorgesehen, von denen ersterer nach einem Raum 66 zwischen dem unteren Ende des Kolbens 52 und dem Gehäuse 63 und letzterer nach einem Raum 67 zwischen dem oberen Ende des Kolbens 52 und dein Gehäuse 63 führt. Die Bewegungen des Verstärkerkolbens 52 werden durch eine mit demselben ein Ganzes bildende Stange 68 auf das vorn Regelimpuls zu betätigende Organ übertragen. Die Zu- und Abflußleitungen 59 bzw. 61 aller Verstärkerorgane können zweckmäßig an die Druckmittelquelle angeschlossen sein, «-elche die Druckflüssigkeit zur Betätigung der Entnahmesteuerung liefert.
  • Die Wirkungsweise des in Fig. 3 gezeigten, an sich bekannten Verstärkerorgans ist folgende: In der Figur sind die Teile in der Lage gezeigt, die sie bei stabilen Betriebsverhältnissen einnehmen. Der Verstärkerkolben 52 befindet sich in seiner Mittellage, t:nd der Bund 54 verhindert jeden Durchfluß von Druckflüssigkeit durch den Kanal 57, wie auch der Bund 58 jeden Durchfluß von Druckflüssigkeit durch den Kanal 6o verhindert. Sobald jedoch die Stange d.9 einen Regelimpuls erfährt, beispielsweise in dem Sinn, daß sie relativ zum Verstärkerkolben 52 nach oben verschoben wird, so gelangt die aus der Zuflußleitung 59 in den Ringraum 55 übertretende Druckflüssigkeit durch die Kanäle 56 und 57 in den Raum 66, während die im Raum 67 vorhandene Druckflüssigkeit durch die r Kanäle 6o, 62 und den Kanal 65 in den Ringraum 53 gelangen und aus diesem in die Abflußleitung 61 übertreten kann. Die Folge von all dem ist, daß der Kolben 52 nach aufwärts bewegt wird, was aber wegen der verhältnismäßig großen Fläche dieses Kolbens. auf welche die Druckflüssigkeit zum Einwirken kommt, mit wesentlich größerer Kraft erfolgt, als es in bezug auf die Stange 49 der Fall ist.
  • Bewirkt der Regelimpuls eine Verschiebung der Stange .I9 nach abwärts, so gelangt Druckflüssigkeit aus der Zuflußleitung 59 über den Ringraum 55 und die Kanäle 56 und 6o in den Raum 67, «nährend aus dem Raum 66 die Druckflüssigkeit durch die Kanäle 57 und 65 sowie den Ringraum 53 in die Abflußleitung 61 übertreten kann, so daß der Kolben 52 veranlaßt wird, mit verstärkter Kraft ebenfalls eine Abwärtsbewegung auszuführen.
  • Wenn von der Turbine 15, i-> keine 'Leistungsabgabe verlangt wird, so ist der Zutritt von Dampf zur Leitung 17 abgesperrt, und diese Turbine wird außer Betrieb genommen. Haben jedoch die an die Entnahmeleitung 72 angeschlossenen Verbrauchsstellen nach wie vor Dampf zü erhalten, so kann dem dadurch Rechnung getragen werden, daß der Ausgleichsbalken 2 in einer Mittellage mittels einer ein- und ausrückbaren Verblockvorrichtung 69 festgehalten wird. Der Entnahmedruckregler 28, 29, 30 kann dabei nach wie. vor spielen, so daß das Druckminderventil 46 entsprechend dem jeweiligen Dampfbedarf eingestellt wird. Mit Rücksicht auf einen solchen Betriebszustand ist es zweckmäßig, für die zur Betätigung des Druckminderventils 46 und des Abblaseventils 4o dienenden Verstärkerorgane 43 bzw. 37 und für das Verstärkerorgan 25 eine eigene Hilfsdruckmittelquelle vorzusehen, so daß diese Verstärkerorgane 25, 37, 43 auch dann noch ihren Dienst versehen, wenn z. B. eine durch die Turbinenwelle angetriebene Hilfsdruckmittelpumpe ausfällt.
  • Werden der als Platte ausgebildete Anschlag 7 und der Anschlag 6 rechts vom Angriffspunkt 8 des Überströmventilgestänges am Ausgleichsbalken :2 angeordnet, so werden die Drehzahlschwankungen je Leistungseinheit bei reinem Entnahmebetrieb größer als bei Niederdruckteillastbetrieb. Eine leichte Vergrößerung in diesem Sinn ist bisweilen erwünscht. Auch in diesem Fall werden für den Niederdruckvollast- und Niederdruckleerlaufbetrieb. bei einer gegebenen Drehzahländerung gleichfalls größere Hubänderungen des Einlaßventils als bei Niederdruckteillastbetrieb erreicht. Das gleiche gilt, wenn die Anschläge io und iol des Übertrittventils i i von diesem getrennt, rechts vom Angriffspunkt 8 des Überströmventilgestänges angeordnet werden, wobei, sofern das Ventil i i als Anschläge wirkende, dichtende Sitze aufweist, ein nachgiebiges Glied in die Spindel dieses Ventils einzuschalten ist. Wird zwischen Punkt 8 und Ventil i i ein Verstärkerorgan 9 (Fig. 3) eingeschaltet, so wird dieses nachgiebige Glied durch Weglassen der Schulter 5o verwirklicht.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Entnahmesteuerung für Dämpf- oder Gasturbinen, bei der mindestens ein Einlaßventil für den Hochdruckteil und mindestens ein den Übertritt des nicht entnommenen Teiles des Arbeitsmittels aus dem Hochdruckteil in einen Niederdruckteil beherrschendes Übertrittventil mit einem Ausgleichsbalken verbunden sind, an den zwischen den beiden Verbindungsstellen der genannten Ventile ein auf die Drehzahl derTurbinenwelle ansprechender Regler und außerhalb der Verbindungsstellen dieser Ventile auch noch ein auf den Druck in der Entnahmeleitung ansprechender Entnahmeregler angreifen, wobei die Entfernungen der verschiedenen Angriffsstellen am Ausgleichsbalken so gewählt sind, daß Schwankungen der Entnahmemenge bei Niederdruck- und Hochdruckteillasten ohne Einfluß auf die Turbinentotalleistung und Schwankungen der Totalleistung der Turbine ohne Einfluß auf die Entnahmemenge bleiben und ferner beim Übergang sowohl auf I@Tiederdruckleerlauf als auch Niederdruckvollast durch mit dem Ausgleichsbalken zusammenwirkende Anschläge die Bewegungsverhältnisse dieses Balkens geändert und auftretende Überhübe des Drehzahlreglers vermindert werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge (6 bzw. iol) für den Ausgleichsbalken (2) räumlich fest sind und den Hub des Anlenkpunktes (8) des Übertrittventils (i i) am Ausgleichsbalken (2) für Vollast und Leerlauf des Niederdruckteiles (12) begrenzen und daß ferner in das vom Entnahmedruckregler (28, 29, 3o) betätigte, am Ausgleichsbalken (2) angreifende Gestänge (26, 23, 22, 34) ein nachgiebiges Glied (70, 71) eingeschaltet ist, welches ausweicht, sobald der Ausgleichsbalken (2) gegen die festen Anschläge (6 bzw. iol) stößt.
  2. 2. Entnahmesteuerung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an das nachgiebige Glied (71) ein den Zutritt von Frischdampf in die Entnahmeleitung (72) beherrschendes Druckminderventil (46) und ein den Abfluß von Dampf aus der Entnahmeleitung (72) beherrschendes Abblaseventil (40) so angelenkt sind, daß letzteres (40) bei ganz offenem Übertrittventil (ii) und weiterer Zunahme der Belastung der Turbine (12, 15) geöffnet wird, während das Druckminderventil (46) bei geschlossenem Übertrittventil (i i) und weiterer Abnahme der Last geöffnet wird.
  3. 3. Entnahmesteuerung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Übersetzungsverhältnisse eines durch das elastische Glied (71) belasteten Hebels (70), an welchem das Druckminder- und Abblaseventil (46 und 40) angelenkt sind, so gewählt sind, daß Veränderungen der Frischdampfzufuhr zum Hochdruckteil (15) durch entsprechende Änderungen der durch das Druckminderventil (46) in die Entnahmeleitung (72) strömenden bzw. der durch das Ausblasev entil (40) aus der Entnahmeleitung (72) tretenden Dampfmenge ohne Eingreifen des Entnahmereglers (28, 29, 30) ausgeglichen werden, so daß an der Entnahmeleitung keine Dampfmengenänderungen eintreten. q.. Entnahmesteuerung nach den Ansprüchen I und 2, bei welcher das Gestänge des Entnahmedruckreglers mittelbar betätigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß für in das Gestänge des Entnahmedruckreglers (28, 29, 30) eingeschaltete, zur Betätigung des Druckminderventils (.f6) und des Abblaseventils (4o) dienende Verstärkerorgane (q.3 bzw. 37, 25) eine eigene, von der Turbine unabhängige Hilfsdruckmittelquelle vorhanden ist und daß für die Festhaltung des Angriffspunktes (2I) des Entnahmereglers (28, 29, 3o) am Ausgleichsbalken (2) eine ein- und ausrückbare Verblockvorrichtung (69) vorgesehen ist. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschriften Nr. 361 5oo, 391 6o5, 660 336, 693 77r.
DEE54388D 1940-12-10 1941-01-10 Entnahmesteuerung fuer Dampf- oder Gasturbinen Expired DE757929C (de)

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Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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