DE75783C - Verfahren zur Herstellung von Autotyp-Platten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Autotyp-Platten

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DE75783C
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Germany
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DENDAT75783D
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Dr E. ALBERT, in Firma MÜNCHENER Kunst- und Verlagsanstalt Dr E. ALBERT & Co., in München - Schwabing
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F5/00Screening processes; Screens therefor
    • G03F5/02Screening processes; Screens therefor by projection methods
    • G03F5/04Screening processes; Screens therefor by projection methods changing the screen effect

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Light Sources And Details Of Projection-Printing Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 57: Photographs.
Dr. EUGEN ALBERT
Verfahren zur Herstellung von Autotyp-Platten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. April 1893 ab.
Die Herstellung von Autotypien erfolgt bisher in der Weise, dafs bei der photographischen Aufnahme des Originals unmittelbar vor der lichtempfindlichen .Platte ein Raster, bestehend aus einer Glasplatte mit einem System undurchsichtiger Punkte oder Linien, angebracht wird, so dafs die Halbtöne oder Schattirungen des Originals auf dem Negativ in entsprechend gröfsere oder kleinere Punkte und Linien zerlegt werden. Die Tonbildung, d. h. die verschiedene Gröfse oder Breite der Punkte und Linien, ist bei diesem Verfahren eine Folge der Eigenschaft der Silbersalze, entsprechend den einwirkenden Lichtintensitäten zu solarisiren, d. h. den Lichteindruck seitlich zu erweitern.
Der Mangel des Solarisationsvermögens bei den gewöhnlich für Copirzwecke benutzten lichtempfindlichen Harzen, dem Chromalbumin, der Chromgelatine u. dergl., schliefst die Möglichkeit aus, durch unmittelbares Copiren von Halbtonnegativen unter Anwendung der gewöhnlichen Raster die Töne in Punkte und Linien so zu zerlegen, wie dies durch photographische Aufnahme in der eben angedeuteten Weise infolge der Solarisation der Silbersalze möglich ist. Diese Tonabstufungen lassen sich indessen auch beim Copiren unter Benutzung nicht solarisirender Körper als lichtempfindliche Schicht auf mechanischem Wege erreichen,, und zwar durch systematische Aenderung des Winkels, welchen Raster und die nicht unmittelbar am Raster anliegende, sondern
in einer gewissen Entfernung von demselben befindliche lichtempfindliche Schicht mit den einfallenden Lichtstrahlen bilden. Man kann hierbei in verschiedener Weise verfahren, indem man entweder zunächst den Raster auf der lichtempfindlichen Schicht abcopirt, also die lichtempfindliche Schicht mit dem vor derselben wie ein Negativ angeordneten Raster eine gewisse Zeit lang den Lichtstrahlen aussetzt (vorcopirt) und dann das Halbtonnegativ auf der so vorbereiteten lichtempfindlichen Schicht copirt (auscopirt), oder indem man umgekehrt zunächst das Halbtonnegativ und dann den Raster copirt, oder indem man endlich beides, Halbtqnnegativ und Raster, gleichzeitig copirt.
Das Wesen des Verfahrens wird sich am einfachsten an der ersten Abart desselben erläutern lassen.
Fig. ι der Zeichnung möge einen Schnitt senkrecht zur Ebene der lichtempfindlichen Schicht MN darstellen, so gewählt, dafs auch die einander parallelen Linien des Rasters R R1 senkrecht zur Papierebene stehen. Die hellen und dunklen Linien vt> und s des Rasters R R1 seien gleich breit und die diese Linien enthaltende Ebene des Rasters sei von der Ebene der lichtempfindlichen Schichten m η um den Abstand d entfernt, der 2/3 so grofs als die Breite der Linien n> und s sein mag. Fallen nun die Lichtstrahlen senkrecht auf Raster und lichtempfindliche Schicht, also in Richtung α, so werden die Streifen von der Breite a! a"
(2. Auflage, ausgegeben am 10. Janitar igoij
der lichtempfindlichen Schicht MiV belichtet, während die dazwischen liegenden Streifen d a" unbelichtet bleiben, da -die Streifen s des Rasters das Licht nicht durchlassen. Dreht man nun aber Raster und lichtempfindliche Schicht um eine den Rasterlinien parallele Achse, etwa um den Winkel ß, so weit, dafs die Lichtstrahlen jetzt in Richtung der Linien b einfallen, so werden infolge des Abstandes d des Rasters von der lichtempfindlichen Schicht andere Streifen der letzteren belichtet, nämlich die Streifen b' b", während die Streifen b" b' vom Licht nicht beeinfmfst werden. Dreht man nun Raster und lichtempfindliche Schicht um die gleiche Achse so weit, etwa um den Winkel β + y zurück, dafs die Lichtstrahlen in Richtung der Linien c einfallen, so werden jetzt nur die Streifen c' c" belichtet. Die Winkel β und γ, um welche Raster und lichtempfindliche Schicht aus der Mittellage, in welcher das Licht senkrecht einfällt, nach der einen und der anderen Richtung gedreht werden, müssen einander gleich sein und mit Rücksicht auf den Abstand d des Rasters von der lichtempfindlichen Schicht so gewählt werden, dafs die Lichtstrahlen b und c sich zwischen Raster und lichtempfindlicher Schicht nicht schneiden. In Fig. ι ist ferner "angenommen, dafs dieser Winkel β = γ = 300 ist; dann werden die Strecken c' a', a' b', b' c", c" a", a" b", b" c' u. s. w. einander gleich. Hat nun die Belichtung in den drei Richtungen a, b und c gleich lange Zeiten, nämlich je eine Copirzeiteinheit,. gewährt, so sind die Streifen b' c" dreimal, die Streifen cC b' und c" a" aber zweimal so lange belichtet als die Streifen d a! und a" b". Wird demnach das Mais der Belichtung dieser Streifen d cC und a" b" mit 1 bezeichnet, so erhalten die Streifen a' b' und c" a" die Ziffer 2 und der Streifen b' c" die Ziffer 3, während die Streifen b" c' als unbelichtet die Ziffer ο erhält.
Der Raster wird hierauf in seiner Ebene um 900 gedreht, so dafs also seine Linien senkrecht zur Richtung der, wie vorhin beschrieben, entstandenen Streifen auf der lichtempfindlichen Schicht MN stehen und ifiun in gleicher Weise, wie vorhin beschrieben, verfahren, d. h. Raster und lichtempfindliche Schicht werden wieder um eine zu den Rasterlinien parallele Achse um die Winkel β und γ gedreht. Die auf der lichtempfindlichen Schicht auf diese Weise entstehenden Streifen kreuzen die vorhin erzeugten und . es entsteht das in Fig. 2 dargestellte Bild, in welchem durch Ziffern und
. Schraffur die Belichtung der einzelnen Felder der lichtempfindlichen Schicht angedeutet ist.
Wird angenommen, dafs die in 7 Copirzeit-
. einheiten (7 C) wirkende Lichtintensität i die lichtempfindliche Schicht, z. B. Asphalt, auscopirt, d. h. dafs der Asphalt sich in Terpentin nicht mehr löst, wenn die Lichtintensität i während 7 Copirzeiteinheiten gewirkt hat, so haben die am stärksten belichteten Felder 6 der lichtempfindlichen Schicht eine Lichteinwirkung von 6/7 i erfahren, während auf alle anderen Felder in Abstufungen von V7 i das Licht geringer eingewirkt hat, wie dies noch besonders durch die punktirten Linien kenntlich gemacht ist, welche die Felder gleicher Stufe umfassen.
Da, wie vorhin angegeben, erst bei 7 Copirzeiteinheiten die Schicht auscopirt ist, so würde, da auf die höchste Stufe bisher nur während 6 Copirzeiten eingewirkt war, der Asphalt in dem beschriebenen Zustande bei Entwickelung mit Terpentin sich noch vollständig auflösen.
Bringt man aber jetzt an Stelle des Rasters' ein Halbtonnegativ, von dem zur Vereinfachung angenommen werden mag, dafs es nur ο bis 6 Töne enthält,1 und dafs in 7 Copirzeiteinheiten durch den am stärksten gedeckten Ton 6 nur eine Lichtintensität hindurchgeht, welche einer Copirzeiteinheit entspricht, so kann dieser Ton 6 des Halbtonnegativs beim Copiren während 7 Copirzeiteinheiten nur denjenigen Theil des Asphalts auscopiren, d. h. zum Halten bei der nachfolgenden Terpentinentwickelung bringen, welcher bei der Belichtung der mit dem Raster bedeckten lichtempfindlichen Schicht schon mit 6 Copirzeiteinheiten vorcopirt war, nämlich die Felder 6. Der Ton 5 des Halbtonnegativs dagegen, welcher weniger stark gedeckt ist, wird in derselben Zeit alle mit 5 Copirzeiteinheiten vorcopirten Felder 5 des Asphalts auscopiren, der Ton 4 alle mit 4 Copirzeiteinheiten vorcopirten Stellen und so fort, der Ton ο des Negativs also alle gar nicht vorcopirten Stellen.
Demgemäfs erfolgt jetzt lediglich - durch Copiren des Halbtonnegativs die Verbreiterung der Linien in ähnlicher Weise wie bisher durch Solarisation.
Dreht man Raster und lichtempfindliche Schicht continuirlich hin und her, so gehen die Tonabstufungen allmälig in einander über und es werden die Linien dann, genau so wie durch Solarisation den Tönen des Negativs entsprechend sich erweitern. Jedenfalls mufs aber das Vorcopiren, d. h. das Abcopiren des Rasters, dem Charakter des Negativs, ob hart oder weich, angepafst werden. Im übrigen ist es gleichgültig, ob, wie bereits erwähnt, zuerst der R.aster und dann das Negativ copirt, wie beschrieben, oder umgekehrt erst das Negativ und dann der Raster. Man kann selbst gleichzeitig Raster und Negativ copiren. Indessen mufs in jedem Falle bei Copiren des gewöhnlichen Rasters die beschriebene Aenderung des Winkels erfolgen, den die einfallenden Lichtstrahlen mit der lichtempfindlichen Schicht bilden. Anstatt den Copirrahmen mit Raster-
zu drehen, kann auch durch Bewegung der Lichtquelle eine Veränderung der Winkel, unter denen die Lichtstrahlen einfallen, erzielt werden, oder man wendet mehrere entsprechend angeordnete Lichtquellen gleichzeitig an.
Aehnliche Tonabstufungen können auch mit nur einem Liniensystem erreicht werden durch Vermehrung der Anzahl der Winkel und Vergrößerung des. Winkels, den die beiden äufsersten Lichtstrahlen mit einander bilden (Fig. 3)· -
Bei Anwendung von gekreuzten Rastern, d. h. solchen, welche zwei sich kreuzende Liniensysteme enthalten, kann die Drehachse mit den Liniensystemen einen Winkel bilden oder dem einen System parallel sein. Besteht der Raster aus Punkten, so mufs die Winkeländerung unter gleichzeitiger Drehung des Copirrahmens erfolgen, so dafs letzterer also eine Kegelbewegung ausführt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Autotypien durch Copiren von Halbtonnegativen auf nicht stark solarisirenden, lichtempfindlichen Schichten, dadurch gekennzeichnet, dafs man entweder vor, bei oder nach dem Copiren des Negativs das Licht durch einen in geringer Entfernung von der lichtempfindlichen Schicht angebrachten Raster unter verschiedenen Winkeln einfallen läfst, oder dabei den Winkel, unter welchem dasselbe einfällt, verändert.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT75783D Verfahren zur Herstellung von Autotyp-Platten Expired - Lifetime DE75783C (de)

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