DE75783C - Verfahren zur Herstellung von Autotyp-Platten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Autotyp-PlattenInfo
- Publication number
- DE75783C DE75783C DENDAT75783D DE75783DA DE75783C DE 75783 C DE75783 C DE 75783C DE NDAT75783 D DENDAT75783 D DE NDAT75783D DE 75783D A DE75783D A DE 75783DA DE 75783 C DE75783 C DE 75783C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- light
- grid
- negative
- lines
- copying
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 6
- 230000003760 hair shine Effects 0.000 claims 1
- 239000010426 asphalt Substances 0.000 description 5
- 241000779819 Syncarpia glomulifera Species 0.000 description 3
- 239000001739 pinus spp. Substances 0.000 description 3
- 229940036248 turpentine Drugs 0.000 description 3
- VYZAMTAEIAYCRO-UHFFFAOYSA-N Chromium Chemical compound [Cr] VYZAMTAEIAYCRO-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 229910052804 chromium Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000011651 chromium Substances 0.000 description 2
- 230000018109 developmental process Effects 0.000 description 2
- 102000009027 Albumins Human genes 0.000 description 1
- 108010088751 Albumins Proteins 0.000 description 1
- 241000920033 Eugenes Species 0.000 description 1
- 108010010803 Gelatin Proteins 0.000 description 1
- 240000008042 Zea mays Species 0.000 description 1
- 235000005824 Zea mays ssp. parviglumis Nutrition 0.000 description 1
- 235000002017 Zea mays subsp mays Nutrition 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 235000005822 corn Nutrition 0.000 description 1
- 229920000159 gelatin Polymers 0.000 description 1
- 239000008273 gelatin Substances 0.000 description 1
- 235000019322 gelatine Nutrition 0.000 description 1
- 235000011852 gelatine desserts Nutrition 0.000 description 1
- 239000011521 glass Substances 0.000 description 1
- 230000012447 hatching Effects 0.000 description 1
- 229920005989 resin Polymers 0.000 description 1
- 239000011347 resin Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03F—PHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
- G03F5/00—Screening processes; Screens therefor
- G03F5/02—Screening processes; Screens therefor by projection methods
- G03F5/04—Screening processes; Screens therefor by projection methods changing the screen effect
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Light Sources And Details Of Projection-Printing Devices (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 57: Photographs.
Dr. EUGEN ALBERT
Verfahren zur Herstellung von Autotyp-Platten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. April 1893 ab.
Die Herstellung von Autotypien erfolgt bisher in der Weise, dafs bei der photographischen
Aufnahme des Originals unmittelbar vor der lichtempfindlichen .Platte ein Raster, bestehend
aus einer Glasplatte mit einem System undurchsichtiger Punkte oder Linien, angebracht
wird, so dafs die Halbtöne oder Schattirungen des Originals auf dem Negativ in entsprechend
gröfsere oder kleinere Punkte und Linien zerlegt werden. Die Tonbildung, d. h. die verschiedene Gröfse oder Breite der Punkte
und Linien, ist bei diesem Verfahren eine Folge der Eigenschaft der Silbersalze, entsprechend
den einwirkenden Lichtintensitäten zu solarisiren, d. h. den Lichteindruck seitlich
zu erweitern.
Der Mangel des Solarisationsvermögens bei den gewöhnlich für Copirzwecke benutzten
lichtempfindlichen Harzen, dem Chromalbumin, der Chromgelatine u. dergl., schliefst die Möglichkeit
aus, durch unmittelbares Copiren von Halbtonnegativen unter Anwendung der gewöhnlichen
Raster die Töne in Punkte und Linien so zu zerlegen, wie dies durch photographische
Aufnahme in der eben angedeuteten Weise infolge der Solarisation der Silbersalze
möglich ist. Diese Tonabstufungen lassen sich indessen auch beim Copiren unter Benutzung
nicht solarisirender Körper als lichtempfindliche Schicht auf mechanischem Wege erreichen,,
und zwar durch systematische Aenderung des Winkels, welchen Raster und die nicht unmittelbar
am Raster anliegende, sondern
in einer gewissen Entfernung von demselben befindliche
lichtempfindliche Schicht mit den einfallenden Lichtstrahlen bilden. Man kann hierbei
in verschiedener Weise verfahren, indem man entweder zunächst den Raster auf der
lichtempfindlichen Schicht abcopirt, also die lichtempfindliche Schicht mit dem vor derselben
wie ein Negativ angeordneten Raster eine gewisse Zeit lang den Lichtstrahlen aussetzt
(vorcopirt) und dann das Halbtonnegativ auf der so vorbereiteten lichtempfindlichen
Schicht copirt (auscopirt), oder indem man umgekehrt zunächst das Halbtonnegativ und
dann den Raster copirt, oder indem man endlich beides, Halbtqnnegativ und Raster, gleichzeitig
copirt.
Das Wesen des Verfahrens wird sich am einfachsten an der ersten Abart desselben erläutern
lassen.
Fig. ι der Zeichnung möge einen Schnitt senkrecht zur Ebene der lichtempfindlichen
Schicht MN darstellen, so gewählt, dafs auch die einander parallelen Linien des Rasters R R1
senkrecht zur Papierebene stehen. Die hellen und dunklen Linien vt>
und s des Rasters R R1 seien gleich breit und die diese Linien enthaltende
Ebene des Rasters sei von der Ebene der lichtempfindlichen Schichten m η um den
Abstand d entfernt, der 2/3 so grofs als die
Breite der Linien n> und s sein mag. Fallen nun die Lichtstrahlen senkrecht auf Raster und
lichtempfindliche Schicht, also in Richtung α, so werden die Streifen von der Breite a! a"
(2. Auflage, ausgegeben am 10. Janitar igoij
der lichtempfindlichen Schicht MiV belichtet,
während die dazwischen liegenden Streifen d a" unbelichtet bleiben, da -die Streifen s des
Rasters das Licht nicht durchlassen. Dreht man nun aber Raster und lichtempfindliche
Schicht um eine den Rasterlinien parallele Achse, etwa um den Winkel ß, so weit, dafs
die Lichtstrahlen jetzt in Richtung der Linien b einfallen, so werden infolge des Abstandes d
des Rasters von der lichtempfindlichen Schicht andere Streifen der letzteren belichtet, nämlich
die Streifen b' b", während die Streifen b" b' vom Licht nicht beeinfmfst werden. Dreht
man nun Raster und lichtempfindliche Schicht um die gleiche Achse so weit, etwa um den
Winkel β + y zurück, dafs die Lichtstrahlen in Richtung der Linien c einfallen, so werden
jetzt nur die Streifen c' c" belichtet. Die Winkel β und γ, um welche Raster und lichtempfindliche
Schicht aus der Mittellage, in welcher das Licht senkrecht einfällt, nach der einen und der anderen Richtung gedreht
werden, müssen einander gleich sein und mit Rücksicht auf den Abstand d des Rasters von
der lichtempfindlichen Schicht so gewählt werden, dafs die Lichtstrahlen b und c sich
zwischen Raster und lichtempfindlicher Schicht nicht schneiden. In Fig. ι ist ferner "angenommen,
dafs dieser Winkel β = γ = 300 ist; dann werden die Strecken c' a', a' b', b' c",
c" a", a" b", b" c' u. s. w. einander gleich. Hat
nun die Belichtung in den drei Richtungen a,
b und c gleich lange Zeiten, nämlich je eine Copirzeiteinheit,. gewährt, so sind die Streifen
b' c" dreimal, die Streifen cC b' und c" a" aber
zweimal so lange belichtet als die Streifen d a!
und a" b". Wird demnach das Mais der Belichtung
dieser Streifen d cC und a" b" mit 1 bezeichnet, so erhalten die Streifen a' b' und
c" a" die Ziffer 2 und der Streifen b' c" die Ziffer 3, während die Streifen b" c' als unbelichtet
die Ziffer ο erhält.
Der Raster wird hierauf in seiner Ebene um 900 gedreht, so dafs also seine Linien senkrecht
zur Richtung der, wie vorhin beschrieben, entstandenen Streifen auf der lichtempfindlichen
Schicht MN stehen und ifiun in gleicher Weise,
wie vorhin beschrieben, verfahren, d. h. Raster und lichtempfindliche Schicht werden wieder
um eine zu den Rasterlinien parallele Achse um die Winkel β und γ gedreht. Die auf der
lichtempfindlichen Schicht auf diese Weise entstehenden Streifen kreuzen die vorhin erzeugten
und . es entsteht das in Fig. 2 dargestellte Bild, in welchem durch Ziffern und
. Schraffur die Belichtung der einzelnen Felder der lichtempfindlichen Schicht angedeutet ist.
Wird angenommen, dafs die in 7 Copirzeit-
Wird angenommen, dafs die in 7 Copirzeit-
. einheiten (7 C) wirkende Lichtintensität i die lichtempfindliche Schicht, z. B. Asphalt, auscopirt,
d. h. dafs der Asphalt sich in Terpentin nicht mehr löst, wenn die Lichtintensität i
während 7 Copirzeiteinheiten gewirkt hat, so haben die am stärksten belichteten Felder 6
der lichtempfindlichen Schicht eine Lichteinwirkung von 6/7 i erfahren, während auf alle
anderen Felder in Abstufungen von V7 i das Licht geringer eingewirkt hat, wie dies noch
besonders durch die punktirten Linien kenntlich gemacht ist, welche die Felder gleicher
Stufe umfassen.
Da, wie vorhin angegeben, erst bei 7 Copirzeiteinheiten
die Schicht auscopirt ist, so würde, da auf die höchste Stufe bisher nur während
6 Copirzeiten eingewirkt war, der Asphalt in dem beschriebenen Zustande bei Entwickelung
mit Terpentin sich noch vollständig auflösen.
Bringt man aber jetzt an Stelle des Rasters' ein Halbtonnegativ, von dem zur Vereinfachung
angenommen werden mag, dafs es nur ο bis 6 Töne enthält,1 und dafs in 7 Copirzeiteinheiten
durch den am stärksten gedeckten Ton 6 nur eine Lichtintensität hindurchgeht, welche
einer Copirzeiteinheit entspricht, so kann dieser Ton 6 des Halbtonnegativs beim Copiren
während 7 Copirzeiteinheiten nur denjenigen Theil des Asphalts auscopiren, d. h. zum Halten
bei der nachfolgenden Terpentinentwickelung bringen, welcher bei der Belichtung der mit
dem Raster bedeckten lichtempfindlichen Schicht schon mit 6 Copirzeiteinheiten vorcopirt war,
nämlich die Felder 6. Der Ton 5 des Halbtonnegativs dagegen, welcher weniger stark
gedeckt ist, wird in derselben Zeit alle mit 5 Copirzeiteinheiten vorcopirten Felder 5 des
Asphalts auscopiren, der Ton 4 alle mit 4 Copirzeiteinheiten vorcopirten Stellen und
so fort, der Ton ο des Negativs also alle gar nicht vorcopirten Stellen.
Demgemäfs erfolgt jetzt lediglich - durch Copiren des Halbtonnegativs die Verbreiterung
der Linien in ähnlicher Weise wie bisher durch Solarisation.
Dreht man Raster und lichtempfindliche Schicht continuirlich hin und her, so gehen
die Tonabstufungen allmälig in einander über und es werden die Linien dann, genau so wie
durch Solarisation den Tönen des Negativs entsprechend sich erweitern. Jedenfalls mufs
aber das Vorcopiren, d. h. das Abcopiren des Rasters, dem Charakter des Negativs, ob hart
oder weich, angepafst werden. Im übrigen ist es gleichgültig, ob, wie bereits erwähnt, zuerst
der R.aster und dann das Negativ copirt, wie beschrieben, oder umgekehrt erst das Negativ
und dann der Raster. Man kann selbst gleichzeitig Raster und Negativ copiren. Indessen
mufs in jedem Falle bei Copiren des gewöhnlichen Rasters die beschriebene Aenderung des
Winkels erfolgen, den die einfallenden Lichtstrahlen mit der lichtempfindlichen Schicht
bilden. Anstatt den Copirrahmen mit Raster-
zu drehen, kann auch durch Bewegung der Lichtquelle eine Veränderung der Winkel,
unter denen die Lichtstrahlen einfallen, erzielt werden, oder man wendet mehrere entsprechend
angeordnete Lichtquellen gleichzeitig an.
Aehnliche Tonabstufungen können auch mit nur einem Liniensystem erreicht werden durch
Vermehrung der Anzahl der Winkel und Vergrößerung des. Winkels, den die beiden
äufsersten Lichtstrahlen mit einander bilden (Fig. 3)· -
Bei Anwendung von gekreuzten Rastern, d. h. solchen, welche zwei sich kreuzende
Liniensysteme enthalten, kann die Drehachse mit den Liniensystemen einen Winkel bilden
oder dem einen System parallel sein. Besteht der Raster aus Punkten, so mufs die Winkeländerung
unter gleichzeitiger Drehung des Copirrahmens erfolgen, so dafs letzterer also
eine Kegelbewegung ausführt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zur Herstellung von Autotypien durch Copiren von Halbtonnegativen auf nicht stark solarisirenden, lichtempfindlichen Schichten, dadurch gekennzeichnet, dafs man entweder vor, bei oder nach dem Copiren des Negativs das Licht durch einen in geringer Entfernung von der lichtempfindlichen Schicht angebrachten Raster unter verschiedenen Winkeln einfallen läfst, oder dabei den Winkel, unter welchem dasselbe einfällt, verändert.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE75783T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE75783C true DE75783C (de) |
Family
ID=5637226
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT75783D Expired - Lifetime DE75783C (de) | Verfahren zur Herstellung von Autotyp-Platten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE75783C (de) |
-
0
- DE DENDAT75783D patent/DE75783C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1958677C3 (de) | Elektrophotographisches Verfahren | |
| DE1497614A1 (de) | Fotografische Speicher-Aufzeichnung von Informationen und Verfahren zur Herstellung solcher Aufzeichnungen | |
| DE2012191C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Projektionsflächen beliebiger Indicatrix | |
| DE1261398B (de) | Elektrophotographisches Aufzeichnungsmaterial | |
| DE2144294A1 (de) | Verfahren zum Abbilden von Vorlagen und hierfür geeignete Vorrichtung | |
| DE75783C (de) | Verfahren zur Herstellung von Autotyp-Platten | |
| EP0000571A1 (de) | Verfahren zum Herstellen eines Originals | |
| DE145280C (de) | ||
| DE73966C (de) | Verfahren zur Herstellung von Skalenrastern | |
| DE535208C (de) | Vorrichtung zum Erhoehen der aktinischen Wirkung von Lichtstrahlen | |
| DE2038584C3 (de) | Verfahren zur Herstellung einer Siebdruckschablone mit Raster | |
| DE736387C (de) | Verfahren zum Herstellen von Tief-, Flach- und Hochdruckformen | |
| DE686369C (de) | Verfahren zur Herstellung einer gleichartigen photochemischen Kopie einer mechanischaufgenommenen Tonspur | |
| DE689885C (de) | Verfahren zur Gradationsaenderung von Linsenrasterfarbfilmen | |
| DE2751741A1 (de) | Informationstraeger und verfahren zu seiner herstellung | |
| DE2656173C3 (de) | ||
| AT143855B (de) | Verfahren zum seitenrichtigen Kontaktkopieren von Aufnahmen auf mit Linien- oder Linsenrasterung versehenen photographischem Material auf photographisches Material mit Linsenrasterung. | |
| DE2035798C3 (de) | Photographisches Verfahren | |
| DE69022387T2 (de) | Messstreifen. | |
| AT17550B (de) | Photographisches Verfahren zur Herstellung plastisch richtiger Bildwerke. | |
| DE362952C (de) | Raster | |
| AT156105B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Linsenrasterfarbenkopien von Linsenrasterfarbenphotographien. | |
| DE624535C (de) | Verfahren zur Herstellung von Reflexkopien | |
| AT146584B (de) | Verfahren zum Kopieren von Linsenrasterfilm auf Linsenrasterfilm im Kontakt. | |
| DE882038C (de) | Linsenrasterfilm mit beidseitiger Rasterung und Verfahren zu dessen Herstellung |