DE7574C - Neuerungen an Flüssigkeitsmessern mit Schaukeltrögen - Google Patents
Neuerungen an Flüssigkeitsmessern mit SchaukeltrögenInfo
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- G01F—MEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
- G01F3/00—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow
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Description
1879.
Klasse 42.
GEORG SCHWIRKUS in BERLIN. Neuerungen an Flüssigkeitsmessern mit Schaukeltrögen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. März 1879 ab.
Der in Fig. 1 und 2 der beiliegenden Zeichnung dargestellte Niederdruckmesser ist ein
'Flüssigkeitsmesser mit Differentialvermessung und selbstthätiger Zuflufsregulirung. Als Mefsgefäfs
dient ein sogenannter Schaukeltrog, ein prismatisches durch eine Zwischenwand in zwei
Kammern I und II getheiltes Gefafs, das um eine durch die Zwischenwand hindurchgehende
horizontale Axe drehbar ist und von der einen Endlage zur anderen alternirende Bewegung
ausführt. Die sonst oben offenen Kammern sind in dem vorliegenden Messer so weit gedeckt,
dafs nur je zwei Schlitze E1 und E1 zur
Aufnahme der zuströmenden Flüssigkeit, und A1 und A2 zur Entleerung der Kammern frei bleiben.
Dem Trog ist eine Differentialmefsvorrichtung hinzugefügt, durch welche es möglich wird,
die während des Umkippens einer jeden Kammer zuströmende Flüssigkeitsmenge, welche mit
der Geschwindigkeit des Zuflusses variirt, aber bei anderen Schaukeltrögen nicht berücksichtigt
wird, gleichfalls zur Vermessung zu bringen. Zu diesem Behufe ist in der oberen Hälfte des
Troges seiner ganzen Breite nach zwischen den Einfhifsschlitzen E1 und E2 eine prismatische
offene Rinne D ausgespart, welche die während des Umkippens zuströmende Flüssigkeit zunächst
aufzunehmen hat. Die Rinne D steht durch die Oeffnung n2 und die Röhre r2 bezw. die
Oeffnung Tz1 und die Röhre r, mit der Nebenkammer
2 bezw. ι in Verbindung, in welche die Flüssigkeit demnächst abgeführt wird. Diese
Nebenkammern sind oben offen und werden abgegrenzt durch die seitliche Längswand der
Hauptkammern und eine dieser parallele Blechwand. In der in Fig. 1 dargestellten Lage des
Troges ist die linke Wand der Rinne D horizontal; sobald dann Kammer I zu kippen anfängt,
hebt sich diese Wand sofort nach oben, die Oeffnung », wird also auch sofort höher
liegen als der übrige Theil dieser Wand und die in die Rinne einströmende Flüssigkeit kann
dann durch «, und ^1 nicht entweichen (der
directe und vorschnelle Zugang der Flüssigkeit zur Oeffnung », wird übrigens noch durch ein
schmales Stauplättchen Z1 erschwert). Die
Flüssigkeit sammelt sich also während der Zeit des Umkippens in der Rinne D und fliefst,
nachdem die rechte Wand derselben und mit ihr. die Oeffnung n2 bis zur Horizontalen sich
gesenkt haben, durch die letztere und die Röhre r2 in die Nebenkammer 2 der Abtheilung
II. Die Einflufsöffnung E2 derselben Kammer II ist aber unterdessen unter den Zuflufs
gekommen und der Hauptraum II füllt sich. Sobald er ganz voll ist, fliefst die Flüssigkeit
aus dem Schlitz A2 in den Nebenraum 2 über, der nunmehr bis zu einem bestimmten Niveau
gefüllt wird. Erst wenn dieses Niveau, welches selbstverständlich unterhalb des Hülfsrohres r.2
liegt, erreicht ist, schlägt der Trog wieder nach links um. Die während dieses Umkippens zuströmende
Flüssigkeit fliefst aus der Rinne D durch die Oeffnung n, und die Röhre r, in die
Nebenkammer 1 u. s. f. Das Hülfsgewicht Q dient zur Regulirung des Inhaltes der beiden
Kammern, dessen feinere Justirung noch durch Heben und Senken der Fangplatten O1 und h
ausgeführt werden kann. Die schaukelnde Bewegung des Troges wird in üblicher Weise
mittelst des Stiftes ζ auf ein Zählwerk übertragen.
Das Mefsgefäfs ist mit einem Eisenkasten umgeben, in dessen Scheitel das Zuflufsrohr
mündet. Die aus diesem ausströmende Flüssigkeit wird durch ein Ventil V (in der beiliegenden
Zeichnung als entlastetes Doppelventil dargestellt) von dem Messer abgesperrt. Die
Ventilstange sitzt an einem Doppelhebel H, der durch einen in der unteren Hälfte des Eisenkastens
befindlichen Schwimmer .S bewegt wird. So lange S durch die bei geschlossenem Abflufshahn
im Kasten sich ansammelnde Flüssigkeit gehoben ist, bleibt das Ventil V geschlossen;
sobald der Abflufshahn geöffnet wird, sinkt S und V öffnet sich, worauf die zuströmende
Flüssigkeit durch V hindurch in einen breiten Trichter und von dort aus in die Einflufsschlitze
der Mefskammer gelangt.
Die Verbindung des Schwimmers mit dem Doppelhebel ist in Fig. 3 näher erläutert. In
dem Umschlufskasten ist endlich noch an geeigneter Stelle ein Loch O mit Abflufsrohr angebracht,
um ein etwaiges Versagen des Ventils äufserlich sofort erkennbar zu machen und zu-
gleich auch dann noch die. fortdauernde Wirksamkeit der Mefskammern zu ermöglichen.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Die durch Zeichnung und Beschreibung
nachgewiesene Construction eines alternirenden Mefstroges mit Längstheilung und Nebenkammern zur Aufnahme der während des Kammerwechsels zuströmenden Flüssigkeit. Die durch Zeichnung und Beschreibung nachgewiesene Verbindung des Mefstroges mit Schwimmer und Flüssigkeitsmesser zur selbstthätigen Zuflufsregulirung der Flüssigkeit.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7574C true DE7574C (de) |
Family
ID=285343
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT7574D Active DE7574C (de) | Neuerungen an Flüssigkeitsmessern mit Schaukeltrögen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE7574C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2981719A (en) * | 1956-07-21 | 1961-04-25 | Bayer Ag | Polyurethane plastics |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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