DE75733C - Selbstkassierender Briefmarkenverkäufer - Google Patents

Selbstkassierender Briefmarkenverkäufer

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DE75733C
DE75733C DENDAT75733D DE75733DA DE75733C DE 75733 C DE75733 C DE 75733C DE NDAT75733 D DENDAT75733 D DE NDAT75733D DE 75733D A DE75733D A DE 75733DA DE 75733 C DE75733 C DE 75733C
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Germany
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Application number
DENDAT75733D
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English (en)
Original Assignee
B. FREESE in Delmenhorst
Publication of DE75733C publication Critical patent/DE75733C/de
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    • GPHYSICS
    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07FCOIN-FREED OR LIKE APPARATUS
    • G07F11/00Coin-freed apparatus for dispensing, or the like, discrete articles
    • G07F11/68Coin-freed apparatus for dispensing, or the like, discrete articles in which the articles are torn or severed from strips or sheets

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Control Of Vending Devices And Auxiliary Devices For Vending Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Vorliegende Erfindung betrifft einen durch Geldeinwurf zu bethätigenden Verkaufsapparat für Briefmarken oder einen Briefmarken-Automaten, bei welchem die in Form eines Streifens oder Bandes zusammenhängenden Briefmarken mittelst Uhrwerkes vorgeschoben werden, wenn eine Marke vom Ende des Streifens abgetrennt ist. Die neue Einrichtung kennzeichnet sich durch die Eigentümlichkeit, dafs die durch Krümmung rechtwinklig zur Streifenachse vermehrte Steifigkeit des sich frei tragenden Streifenendes dazu ausgenutzt wird, nach vollendetem Vorschub das Uhrwerk zu sperren, indem mittelst der vorderen Stofskante, an welcher vorher eine Marke abgetrennt ist, ein leicht beweglicher Hebel umgelegt wird. Nach vollzogener Sperrung befindet sich die durchlochte Trennstelle für die erste Marke genau unter dem Absperrwerkzeug, welches mit Hülfe eines nach Münzeneinwurf zu bethätigenden bezw. selbstkassirenden Mechanismus zur Wirkung gebracht werden kann.
Auf beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι die Hinteransicht des Apparates mit abgenommener Gehä'usehinterwand,
Fig. 2 die von rechts aufgenommene Seitenansicht des Apparates nach Fig. 1, indem in beiden Figuren die zur Bethätigung bereite Ruhestellung veranschaulicht ist, wobei ein die Bethätigung ermöglichendes Geldstück sich im Schlitz des Münzenschiebers befindet,
Fig. 3 eine Hinteransicht wie Fig. 1, jedoch in derjenigen Stellung, bei welcher der Münzenschieber zurückgezogen, die Münze heruntergefallen und die Marke abgetrennt ist,
Fig. 4 die Seitenansicht zu Fig. 3, wodurch die veränderte Stellung der Theile gegenüber derjenigen in Fig. 2 ersichtlich wird.
Innerhalb des Apparatgehäuses A ist zunächst ein (übrigens bekanntes) Uhrwerk B angebracht, welches mittelst eines bei dem Vierkant b (Fig. 2 und 4) aufzusetzenden Schlüssels von der Vorderwand des Gehäuses her aufgezogen werden kann. Durch dieses Uhrwerk wird die Walzenrolle r, oberhalb deren die Gegenrolle r1 angeordnet ist, angetrieben, um den zwischen beiden Rollen r r1 hindurchgeführten Briefmarkenstreifen α unter Abwickelung von der Haspelrolle C vorzuschieben. Mit r2 r3 sind Leitrollen, über welche der Markenstreifen läuft, bezeichnet. Von den Rollen r r1 hat die eine ein convexes, die andere ein concaves Randprofil, so dafs der zwischen beiden Rollen geklemmt gehaltene Markenstreifen eine bogenförmige Krümmung in der Querrichtung erhält und mit solcher Krümmung durch einen entsprechenden Schlitz eines Führungsblockes -d hindurchtritt. Das frei tragende Ende jenseits des genannten Schlitzes entspricht der Markenlänge und demgemäfs befindet sich die" ein leichtes Abtrennen der Marke ermöglichende Durchlochung gerade an der Stelle, wo das Streifenende den Führungsschlitz verläfst. Der vordere Stirnrand des Streifenendes, welches vermöge der rinnenartigen Krümmung eine verhältnifsmäfsig bedeutende Steifigkeit zeigt, stöfst (Fig. 1) gegen einen (in Fig. 2 nicht vollständig dargestellten) Hebel e. Derselbe ist mit einer Abbiegung bei c gelagert und erstreckt sich mit seinem Arm e1 rückwärts zum Uhrwerk B, wo er dessen Windflügel mittelst eines Stiftfortsatzes auslösbar festzuhalten bestimmt ist. Vermöge des Uebergewichtes des Armes e1 kann der Hebel e zurückkippen, sobald er nicht durch die letzte Marke (oder einen nachher zu beschreibenden Fortsatz a) gestützt wird, wobei dann der von dem Windflügel f zurück-
weichende Aufhaltstift das Uhrwerk freigiebt. Damit der am plattenförmigen Oberende des Hebels e anliegende Markenrand nicht zufällig abgleiten kann, greift unter die Markenkante ein kleiner, von dem Hebel vorspringender Halteslift i (Fig. ι und 3).
Die durch Münzeneinwurf wirksam zu machende Bewegungsvorrichtung besteht nach der Darstellung aus einem Schieber s, welcher mittelst des äufseren Griffes g, entgegen der Wirkung der Feder j, herausgezogen werden kann, gleichgültig, ob sich, in einem unter der Münzleitung Z befindlichen Schlitz eine Münze χ eingelagert vorfindet, wie Fig. 1 und 2 zeigen, oder nicht. In ersterem Falle, wenn die Münze χ unter Aufstützung auf eine Platte k in dem Münzenschlitz steckt, wird indessen ein über den Schieber greifender Fortsatz eines Hebels h durch den flach dagegen andrückenden, aus dem Schlitz vorstehenden Theil der Münze mitgefafst (Fig. 2), so dafs der Hebel h beim Ende des Schieberauszuges die in Fig. 4 ersichtliche Lage einnimmt. Der Hebel h, welcher bei m drehbar ist, ist nun der Träger eines scheerenartig wirkenden plattenförmigen Theiles ρ; bei der bezeichneten Hebeldrehung bewegt sich derselbe dicht an dem Aufsenrande der bogenförmigen Durchgangsöffnung des Führungsblockes d vorbei, wobei der entsprechend mit hohler Unterfläche ausgeführte Plattentheil ρ über die vorstehende Marke greift und dieselbe von dem Markenstreifen α abtrennt. An der Rückseite der Trennplatte ρ ist eingekrümmter Fortsatz q angebracht, der dazu dient, während der beschriebenen Abscheerbewegung den Hebel e zurückgedrückt zu halten (Fig. 3 und 4), so dafs eine Auslösung des Uhrwerkes nicht eher stattfindet, als bis der Hebel h wieder in die anfängliche Lage (Fig. 1 und 2) gebracht ist. Dieses findet beim Loslassen des Griffes g und Zurückschnellen des Schiebers s von selbst statt, indem die Nase u am Schieber s von vorn gegen den vorher mittelst des Münzenkörpers zurückgehaltenen Hebelarm drückt. Die Münze χ selbst ist bei Beendigung des Schieberauszuges, mit welcher gleichzeitig die Abtrennung stattfindet, durch einen Ausschnitt der Platte k abgefallen, um an dem Leitblech ν in den Sammelbehälter D abgeführt zu werden.
Wenn auf die beschriebene Weise durch Herausziehen des Griffes g nach VorgSngigem Einwurf der Münze χ die Marke von dem Streifenende abgetrennt ist, fällt sie in einen Trichter t der Markenleitung w, infolge dessen sie in den von aufsen zugänglichen Behälter \ gelangt, wo sie mit der. Hand herausgenommen werden kann. Beim Loslassen des Schiebers tritt mit dem Hebel h der Fortsatz q in eine Lage zurück, bei welcher der Hebel / bezw.
dessen Anschlagplatte Z2 gegen die Vorschubrichtung des Marken Streifens zurückkippen und die punktirte Stellung in Fig. 1 einnehmen kann. Wenn dies geschieht, wird das Uhrwerk unter Freigebung des Windflügels/ ausgelöst, und durch Drehung der Walzenrolle r wird der Markenstreifen α vorgeschoben; dieser Vorschub dauert so lange, bis die Vorderkante der Marke wiederum gegen die Anschlagplatte e2 trifft, dieselbe zurückdrückt und dadurch den Hebel e so bewegt, dafs das Uhrwerk gesperrt wird. Unter diesen Umständen steht die Vorrichtung für erneute Bethätigung bereit. Da die Marke selbst die Beendigung des Vorschubes bedingt, so kann der Apparat nicht infolge unrichtigen, mit der Markenlänge nicht übereinstimmenden Vorschubes in Unordnung kommen.
Mity ist in den Figuren beiläufig die Leitfläche bezeichnet, an welcher Münzen von unrichtiger Gröfse oder Stärke, die sich vermöge einer entsprechenden Einrichtung der Geldleitung ausscheiden, zu einer Ausgangsöffnung, ohne auf den Apparat eingewirkt zu haben, gefördert werden.
Es wird bemerkt, dafs statt der beschriebenen Schiebereinrichtung auch eine andere, bei selbsttätigen Verkaufsapparaten bekannte Einrichtung angewendet werden kann, bei welcher die Bewegung eines Abtrennhebels von dem Einwurf einer Münze abhängig gemacht ist.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    η Selbstkassirender Briefmarkenverkäufer, dadurch gekennzeichnet, dafs der Briefmarkenstreifen, von dessen Ende je eine Briefmarke mittelst nach Geldeinwurf zu bethätigenden Abtrennhebels (h) abgetrennt und welcher danach mittelst Uhrwerks vorgeschoben wird, infolge Anstofses seines Stirnendes an einen Hebel (e el) die Sperrung des Uhrwerks dann veranlafst, wenn die perforirte Abtrennstelle sich in der Bahn der Abreifsvorrichtung befindet, wobei die Steifigkeit des jenseits der Vorschubwalzen (r rl) sich frei tragenden Markenstreifenendes durch Krümmung in der Querrichtung vermehrt ist.
  2. 2. Ausführungsform des selbstkassirenden Brief-. markenverkäufers nach Anspruch 1., ;bei welcher der durch Geldeinwurf mit einem ausziehbaren Schieber fs) gekuppelte Abtrennhebel (h) mittelst eines Fortsatzes (q) den Sperrhebel (e el) in der Sperrlage zurückhält, so lange der Abtrennvorgang noch nicht beendigt ist, so dafs der Abtrennhebel in die anfängliche Auslösestellung zurückgebracht sein mufs, ehe der mittelst der vorgeschobenen Marke selbst beendigte Vorschub beginnen kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT75733D Selbstkassierender Briefmarkenverkäufer Expired - Lifetime DE75733C (de)

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