DE753158C - Verfahren zur Herstellung von harten, hochschmelzenden Kunststoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von harten, hochschmelzenden Kunststoffen

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Publication number
DE753158C
DE753158C DEI61636D DEI0061636D DE753158C DE 753158 C DE753158 C DE 753158C DE I61636 D DEI61636 D DE I61636D DE I0061636 D DEI0061636 D DE I0061636D DE 753158 C DE753158 C DE 753158C
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DE
Germany
Prior art keywords
hard
production
urethane
plastics
carbon atoms
Prior art date
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Expired
Application number
DEI61636D
Other languages
English (en)
Inventor
Emil Dr Hubert
Hermann Dr Ludewig
Paul Dipl-Ing Schlack
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE753158C publication Critical patent/DE753158C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G69/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a carboxylic amide link in the main chain of the macromolecule

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polyamides (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von harten, hochschmelzenden Kunststoffen Es ist bekannt, harte, hochschmelzende Polyamiidkonderns.ate aus Aminocarbonsäuren oder aus ,einem Gemisch von Diaminen und Dicarbonsäuren darzustellen.
  • Es wurde nun gefunden, daB man. Polykondensate ähnlicher Art erhält, wenn man alip.hatische Urethancarbonsäuren mit einet' Kohlen.stofflette von mindestens 5 C-Atomen zwischen der Carboxyl- und der Urethangruppe für sich allein. bzw. aliphatische Diurethane (zweiwertige CarbamlnSäureeSter) mit einer Kohlenstoffkette, von mindestens 2 C-Atomen zwischen den Urethangruppen mit Dicarbonsäuren unter polykondensierenden: Bedingungen erhitzt.
  • Die so hergestellten Kunststoffe sind hochwertige Werkstoffe für viele Verwendungsgebiete; u. a. können sie zu %vertvollen Fäden, wie, Kunstseide, Roßhaar und Borsten, verarbeitet werden. Es ist auch möglich, unter Verwendung von Gemischen der Ausgangsmaterialien gemischte Kondensationsprodukte zu erhalten, deren Eigenschaften im allgemeinen zwischen den Eigenschaften der einfachen Kondensationsprodukte der Ausgangsmaterialien liegen.
  • Soweit es sich bei den ZVerkstoffen, gemäß der Erfindung um bereits bekannte Kunststoffe handelt, beruht der technische Fortschritt des vorliegenden Verfahrens darauf, daß die Uretha,nverbindungen bei der Herstellung von Aminosäuren aus den entsprechenden Amiden der Dicarbonsäuren als Zwischenprodukte auftreten. Es ist also technisch vorteilhafter, die Urethanverbindungen zu verwenden, als die erst daraus hergestellten Aminosäuren. Außerdem sind die Urethanverbindungen bei der zur Kbndensation erforderlichen Temperatur weniger flüchtig als die entsprechenden Aminoverbindungen.
  • Die Herstellung von Kunststoffen, insbesondere von hochviskosen, löslichen, verspinnbaren Kunststoffen, läßt sich in einfacher Weise ohne Lösungsmittel und ohne Anwendung von erhöhtem oder erniedrigtem Druck durchführen. Durch mehrstündiges Erhitzen der Urethancarbonsäuren für sich oder von Gemischen von Diurethanen mit Dicarbonsäuren bei Temperaturen, die oberhalb des Schmelzpunktes des entstehenden Kondensates liegen, bilden sich unter Abspaltung von Alkohol und Kohlensäure wertvolle, harte, hochschmelzende Kunststoffe. Sie sind hellgelb bis schwachgrau gefärbt und von hornigem Charakter. Beim Verspinnen liefern sie Fäden, die wie Wolle anfärbbar sind und ganz ausgezeichnete mechanische Eigenschaften aufweisen. In allen diesen Kunststoffen ist die Atomgruppierung -N H C O- enthalten.
  • Die für die Kondensation notwendige Rea1,-tionäzeit ist bei den einzelnen Urethanverbindungen verschieden und hängt in weitestem Maße von der Erhitzungstemperatur und dem Reinheitsgrad der verwendeten Stoffe ab. Im allgemeinen isst es günstig, die. Kondensation bei Temperaturen durchzuführen, die nicht allzu hoch über dem Schmelzpunkt des Polymeren liegen.
  • Die im Schmelzfluß fadenziehenden Produkte lassen sich nach bekannten Verfahren verspinnen, entweder direkt aus der Schmelze oder aus Lösungen. Die gesponnenen Kunststoffe, insbesondere die aus dem Schmelzfluß gesponnenen, weisen eine hohe Dehnbarkeit auf und ergeben nach Streckung sehr hohe Festigkeiten.
  • Um das Fortschreiten der Polymerisation während des Erhitzers festzustellen, kann man die Viskosität der Schmelze meseend verfolgen, oder man stellt aus herausgenommenen Proben Lösungen her und mißt ihre Viskosität. Wenn im nachstehenden Angaben über Viskositäten gemacht werden, so handelt es-sich um relative Viskositäten, gemessen an igewichtsprozentigen Lösungen in konzentrierter Schwefelsäure.
  • Beispiele i. Gut gereinigtes Urethylan- XL-O-Pelargoni e (COOH-(CH.,)e :@TII-CO-OCH3) s 'iur wird im ofienen Gefäß unter Einleiten von Stickstoff mehrere Stunden bei 2-o bis 250° erhitzt, bis eine herausgenommene Probe eine Viskosität von. 2,8 aufweist.
  • Der Verlauf der Kondensation gestaltet sich folgendermaßen: Die bei 72° schmelzende Urethylansäure spaltet oberhalb 2oo° Kohlensäure und Methanol ab und geht nach 2 bis 3 Stunden in eine hochviskose, fadenziehende Masse über. Hat die Masse die Viskosität von 1,8 erreicht, so istsie,verspinnbar. Es, ist jedoch zweckmäßig, die Kondensation so lange fortzusetzen, bis die Viskosität auf mindestens 2,5 gestiegen ist. Die höher köndensierten Erzeugnisse lassen sich leichter verspinnen und ergeben größere Festigkeiten. Die so dargestellten Produkte sind schwachgrau oder weißlichgelb gefärbt und schmelzen zwischen igo und 2oo°. Sie lassen sich bei 2100 nach bekannten Methoden aus denn Schmelzfluß verspinnen. Die erhaltenen Fäden weisen Dehnbarkeiten bis über d.oo% auf. Durch Streckung erhalten die Fäden Orientierung und hohe Festigkeiten. Die erzielte Zerreißfestigkeit eines Fadens vom Einzeltiter 2 beträgt bis zu 5,5 g pro Denier bei einer Dehnung von 300/0. Durch Lösen des Kunststoffes in Eisessig oder Ameisensäure lassen sich durch Verdampfen des Lösungsmittels durchsichtige, feste Filme oder Folien darstellen.
  • 2. N, N' - Dicarbomttlio-xyoctainethylen -diamin, erhalten aus Sebacinamid durch siedenden Methylalkohol oder aus Sebacinsäurediazid durch Abbau mit Brom und methanolischer Natronlauge, wird durch Sublimation gereinigt und dann im molekularen Verhältnis mit Sebacinsäure unter Zugabe von Hartparaffin zwecks Ausschluß von Sauerstoff mehrere Stunden bei 26o bis 270° erhitzt. Unter Abspaltung von Kohlensäure und Methanol tritt Kondensation ein. Nach 3 bis d. Stunden hat die Schmelze eine Viskosität von 1,8 erreicht und ist gerade verspinnbar geworden. Durch weiteres Erhitzen steigt die Viskosität der Schmelze.
  • Ein bis zur Viskosität über q. kondensiertes Erzeugnis stellt einen ausgezeichneten Werkstoff dar, der sich mit Leichtigkeit durch Drehen, Fräsen, Bohren bearbeiten läßt, hochelastisch wie natürliches Horn ist und eine überraschend hohe Schlag- und Biegefestigkeit aufweist. .
  • 3. Durch 48stündiges Erhitzen einer Lösung von 13 9 Octamethylenditiretliylaii und io g Sebacinsäure in So g Xylenol erhält man ebenfalls ein hochpolymeres, verspinnbares Produkt. Das Produkt wird isoliert durch Verdünnen der Lösung mit Methanol und Al)-saugen des, als weißes Pulver ausgefallenen Podymerisates.
  • 4# 13 g N, N'-Dicarbomethoxyoctamethylendiam,in werden mit 5 g Sebacinsäure und 3 g Hexamethlylenr(i, 6)-diamin 2o Stunden bei 2od° erhitzt. Die Schmelze erstarrt zu einer ha.rtein, hellgrau gefärbten Masse.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von harten, hochschmelzenden Kunststoffen von linearem Aufbau, dadurch gekennzeichnet, daß aliphatische Urethancarbonsäuren mit einer Kohlens.toffkette von mindestens 5 C-Atomen zwischen der Carboxyl- und der Ureethangruppe für sich allein bzw. aliphatiische Diurethane (zweiwertige Carbaminsäureester) mit einer Kohlenstoffkette von mindestens 2 C-Atomen zwischen, den Urethangruppen mit Dicarbonsäuren unter kondensierenden Bedingungen erhitzt werden. Zur Abgrenzung dies Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden Deutsche Patentschrift Nr. 51$ 926; Chemisches Zentralblatt 1930, TI, I216.
DEI61636D 1938-06-15 1938-06-15 Verfahren zur Herstellung von harten, hochschmelzenden Kunststoffen Expired DE753158C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN102276477A (zh) * 2011-06-08 2011-12-14 珠海真绿色技术有限公司 1,8-二氨基辛烷的制备方法

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE518926C (de) * 1927-12-25 1931-02-21 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Herstellung der Methylolverbindungen von Carbamidsaeureestern

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