DE7515C - Kanonenlaffette - Google Patents

Kanonenlaffette

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DE7515C
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DE
Germany
Prior art keywords
gun
cylinder
tower
guardrail
piston
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Active
Application number
DENDAT7515D
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English (en)
Original Assignee
J. B. H. VAN OOLEN, Major der Artillerie, und F. J. MAUBEUGE, Hauptmann, in Brasschaet (Belgien) bei Antwerpen
Publication of DE7515C publication Critical patent/DE7515C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A27/00Gun mountings permitting traversing or elevating movement, e.g. gun carriages
    • F41A27/06Mechanical systems
    • F41A27/08Bearings, e.g. trunnions; Brakes or blocking arrangements
    • F41A27/10Bearings for supporting a pivoting gun in a wall, e.g. a turret wall
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A27/00Gun mountings permitting traversing or elevating movement, e.g. gun carriages
    • F41A27/06Mechanical systems
    • F41A27/18Mechanical systems for gun turrets

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

1878.
Klasse 72.
JEAN BAPTISTE HENRI van OOLEN und FEL. JOSEPH MAUBEUGE in BRASSCHAET (Belgien) bei ANTWERPEN.
Kanonenlaffete.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. October 1878 ab.
Um ihr Ziel erreichen zu können, sind die Kriegsschiffe sehr oft durch die Tiefe des Wassers gezwungen, einer schmalen Strombahn zu folgen, ohne davon abweichen zu dürfen. In diesem Falle kann die Küstenartillerie, welche am Ufer des Fahrwassers aufgestellt ist, für eine bestimmte Richtung die Entfernung der Geschütze bis zu der Stelle des Fahrwassers, welche das Schiff passiren mufs, im Voraus bestimmen. Da diese Entfernung nun für jede Stelle des Fahrweges eine bestimmte bleibt, so kann man durch eine Leitungsvorrichtung (Leitschiene) den Kanonen automatisch die nöthige Elevation geben, um jede Stelle des Fahrwassers, auf welche sie gerichtet sind, mit Erfolg zu beschiefsen.
Die Linie abb' e, Fig. 5, stellt z. B. den Fahrweg eines Flusses dar, welcher vom Thurme O aus durch Artillerie vertheidigt wird. Fig. 6 zeigt diesen Thurm in einem vergröfserten Mafsstabe. Jede der Entfernungen Ob, Ob' ... etc. bleibt stets unveränderlich und ist bekannt.
Wenn das Geschütz in solcher Richtung sich befindet, dafs die verticale Ebene, die durch seine Visirebene A X auch durch den Punkt b des Fahrweges geht, so wird mittelst der Leitungsvorrichtung das Geschütz automatisch die Neigung angenommen haben, die beispielsweise einer Entfernung von 880 m entspricht. Um das Kriegsschiff beschiefsen zu können, wenn es den Punkt b erreicht hat, genügt es also, den Thurm so zu drehen, dafs die Visirebene A X und der Punkt b in dieselbe verticale Ebene fallen. Dies Resultat kann durch die Leitschiene (Leitungsvorrichtung) β' β β" erreicht werden.
Diese Leitschiene ist in dem äufseren Mauerwerk des Thurmes befestigt, und die Entfernung eines jeden Punktes ihrer inneren verticalen Fläche bis zum Centrum i des Vertheidigungsthurmes ist eine Function der entsprechenden Entfernung des Thurmes zum Fahrweg des Flusses. Eine Führungsrolle g bewegt sich auf dieser Schiene und überträgt ihre Bewegung auf das hintere Ende des Geschützes in der Richtung £■ z. Jedesmal, wenn das Geschütz auf b gerichtet ist, befindet sich also die Führungsrolle g in jS; die Ordinate ο β der Leitschiene ist derart berechnet, dafs das Geschütz die richtigen Neigungswinkel annimmt, um die Flugbahn des Geschosses durch den Punkt b zu führen. Wenn das Geschütz auf den Punkt b' gerichtet ist, befindet sich die Führungsrolle g in ß' und die Ordinate 0' ß' wird dem. Geschütze die Neigung geben, welche beispielsweise einer Entfernung von 1360 m entspricht. Auf dieselbe Art erhält das Geschütz die gewünschte Neigung, um sämmtliche Stellen des Fahrwassers, auf welche es gerichtet ist, zu beschiefsen. Das zweite Geschütz des Thurmes erhält eine gleiche Leitschiene und die beiden Führungsrollen befinden sich entgegengesetzt an den Enden desselben Durchmessers.
Die nachstehend beschriebene Vorrichtung zeigt, wie die Bewegung der Führungsrolle g in der Richtung g i auf das hintere Ende des Geschützes in der verticalen Richtung übertragen wird.
Fig. ι und 2 sind verticale Schnitte nach A-X und o-i, Fig. 5 und 6; in diesen Figuren bedeutet r die Leitschiene, im Mauerwerk des Thurmes befestigt.
Der horizontale Schnitt der inneren Fläche dieser Leitschiene ist eine Polarcurve, deren Centrum sich auf der Axe des Vertheidigungsthurmes befindet und deren Radiivectoren Functionen der Neigungswinkel des Geschosses sind.
Es bezeichnet ferner: g die Führungsrolle, welche auf der Leitschiene zwischen beiden Leitflächen d d beweglich ist;
/ den Kolben, der die Führungsrolle g trägt und im Cylinder c beweglich ist;
c den Cylinder, der durch das Rohr t (welches parallel mit Rücklauffläche geht) mit dem Cylinder c' in Verbindung steht;
c' den Cylinder, welcher an der Laffete parallel mit der oberen Rücklauffläche befestigt ist und durch die zwei Oeffhungen / und/', Fig. 1 und 4, die Verbindung zwischen dem Rohr t und dem Cylinder c" herstellt. Dieser Cylinder c' hat eine Länge gleich der des Rücklaufes;
c" den an der Laffete befestigten Cylinder, in welchem der an den Laffetenwänden gleitende Hebekolben J>' sich bewegt, Fig. 1 und 4,
auf dem Hebekolben /' ruht das Geschützrohr.
Der Raum zwischen den Kolben/ und/' in den Cylindern cc' c" und in dem Rohr t ist mit Glycerin gefüllt.
Function der Einrichtung: Um das Geschütz in eine gewisse Richtung zu stellen, wird dem Thurme eine drehende Bewegung gegeben; dadurch bewegt sich die Führungsrolle g auf der Leitschiene r. Wenn die Ordinaten der Leitschiene gröfser werden, so treibt der Kolben/ das Glycerin in den Cylindern c' und c" und dadurch den Hebelkolben /' sowie das hintere Ende des Geschützes in die Höhe und der Neigungswinkel des Geschützes wird kleiner. Wenn dagegen die Ordinaten kleiner werden, so genügt das Gewicht des Geschützrohres, um Leitschiene und Führungsrolle in Berührung zu halten. Das hintere Ende des Geschützes senkt sich und der Neigungswinkel des Geschützes wird gröfser. Wenn das Geschütz abgefeuert ist, wird die Laifete mit den Cylindern. c' und c" auf dem Gestell zurück getrieben, welches auf dem Thurmboden befestigt ist; die Oeffnung / des Rohres t bleibt im Innern des Cylinders c' und erhält die Verbindung zwischen den Cylindern c und c".
Eine Druck- · und Saugpumpe, Fig. 2, gestattet, die Quantität Glycerin in den verschiedenen Cylindern und Rohren zu vermehren oder zu reduciren.
Schliefsen der Schiefsscharte. Am Gestell ist der mit Glycerin gefüllte Cylinder a angebracht; dieser Cylinder α steht durch das Rohr 0 mit dem Cylinder α' in Verbindung; in letzterem kann sich der Kolben k, der den Schild b trägt, bewegen. An der Laifete ist eine Verbindungsstange i > angebracht. Diese Stange i trägt zwei Kolben: der eine / ist auf der Stange festgekeilt, der andere m kann sich in gleitender Reibung auf der Stange bewegen. Der Raum zwischen beiden Kolben ist mit Luft gefüllt. ' ■;'
Wenn nun durch das Abfeuern des Geschützes die Laffete zurückgeschleudert wird, so| zieht letztere den Kolben/, der die Luft gegen den Kolben m prefst, nach sich; wenn der-;Druck eine genügende Gröfse erreicht hat, \y erden der Kolben m und das hinter ihm sieh befindende Glycerin, nach dem Cylinder ϊι' getrieben, wodurch der Schild b gehoben -vfird.
Die Luftschicht zwischen beiden Kolben / und m wird die Stöfse vermindern. Der'Schild wird durch sein eigenes Gewicht den Rücklauf einschränken und dadurch das Wiederrichten des Geschützes erleichtern. ;

Claims (2)

Patent-Ansprüche: ,*
1. Geschützen durch ihre Stellung die gewünschte Neigung automatisch zu geben, und zwar speciell durch die Leitschiene r, wie durch Zeichnung und Beschreibung näher erläutert wurde. '
2. Die Kraft des Rücklaufes eines Geschützes zu benutzen, um die Schiefsscharte vermittelst eines Schildes zu schliefsen und die dazu nöthigen Vorrichtungen, im wesentlichen wie gezeichnet und beschrieben.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT7515D Kanonenlaffette Active DE7515C (de)

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