DE730989C - Verfahren zum Versuchsbeschuss von Panzertuermen - Google Patents

Verfahren zum Versuchsbeschuss von Panzertuermen

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DE730989C
DE730989C DER101361D DER0101361D DE730989C DE 730989 C DE730989 C DE 730989C DE R101361 D DER101361 D DE R101361D DE R0101361 D DER0101361 D DE R0101361D DE 730989 C DE730989 C DE 730989C
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DE
Germany
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gun
bridge girder
bridge
pipe
turret
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Expired
Application number
DER101361D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Wilhelm Von Cordier
Dipl-Ing Heinrich Romberg
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rheinmetall AG
Original Assignee
Rheinmetall Borsig AG
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Publication date
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A31/00Testing arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Forklifts And Lifting Vehicles (AREA)

Description

  • Verfahren zum Versuchsbeschuß von Panzertürmen Die Niederkämpfung von Panzertürmen fällt im allgemeinen schwersten Steüfeuergeschützen zu, deren Geschosse mit größter Wucht angenähert senkrecht von oben her auf die Panzerkuppel des Turms auftreffen.
  • Beim Versuchsbeschuß solcher Panzertürme zwecks Ermittlung ihres Verhaltens unter kriegsmäßigem Beschuß ist es erforderlich, ,ein gleichschweres Geschütz zu verwenden und die Geschosse in derselben Richtung und mit mindestens gleicher Wucht auf das Ziel treffen zu lassen. Der versuchsweise Beschuß erfolgt erfindungsgemäß aus der kürzesten praktisch möglichen Entfernung, um einmal bezüglich des gewollten Treffpunktes größte Sicherheit zu haben und zum anderen das Geschoß mit vorher genau bestimmter Wucht auftreffen zu lassen.
  • Eswird zum versuchsmäßigen Beschießen eines Panzerturmes in der Weise verfahren, daß dieser durch ein mit Hilfe eines Schießgerüstes in möglichst geringer Höhe ange- nähert senkrecht über dem Ziel aufgestelltes Geschütz beschossen wird.
  • Die praktische Erfahrung hat erwiesen, daß Panzerungen mittlerer Stärke durch ein in 2o m Entfernung detonierendes schwerstes Geschoß nicht mehr nennenswert beschädigt werden, da in dieser Entfernung der Detonationsdruck und die Durchschlagskraft der Sprengstücke des Geschosses bereits stark abgenommen hat. -Ein Ausführungsbeispiel eines Schießgerüstes und Geschützes zum Beschußverfahren von Panzertürmen nach der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Darin zeigen: Fig. i eine Seitenansicht des Schießgerüstes. -Fig. a eine Vorderansicht, Fig.3 einen Teilgrundriß. Die Fig.4 bis 7 zeigen das in diesem Schießgerüst aufgestellte Geschütz, und zwar: Fig.4 eine Seitenansicht, Fig. 5 eine Vorderansicht, Fig.6 eine Einzelheit der Flüssigkeitsbremse des Geschützes, Fig.7 Einzelheiten der Rohrwiege des Geschützes.
  • Ein nach Art einer Verladebrücke aus Fachwerkträgern aufgebautes Schießgerüst i ist mittels der Rollenwagen 2 auf einer Gleisanlage 3 durch im Rollenwagen - eingebaute Elektromotore verfahrbar. Die Enden 6 und 9 seines in ,etwa 20 m Höhe liegenden Brückenträgers 5 laden nach beiden Seiten über die Stützen ia etwa 2o m weit aus. In der Untergurtebene des ausladenden Teiles 6 ist das Geschütz 7 angeordnet, dessen Gewicht durch ein Gegengewicht 8 im ausladenden Teil 9 ausgeglichen wird. In der Obergurtebene des Brückenträgers 5 ist auf Längsschienen io die Laufkatze i i mit Hubwerk 12 vorgesehen zum Aufziehen der Geschützlasten und Munition.
  • Der versuchsmäßig zu beschießende Panzerturm 4 ist in dem vom Geschützausleger 6 bestrichenen Raum in den Erdboden eingebaut. Die Gleise 3 werden im allgemeinen in derartiger Länge aufgeführt, daß im Fahrbereich des Auslegers 6 gegebenenfalls auch mehrere vom Geschütz abwechselnd versuchsweise zu beschießende Panzertürme untergebracht werden können.
  • In der Untergurtebene des ausladenden Teiles 6 des Brückenträgers 5, der, wie aus Fig.3 ersichtlich, im Grundriß gabelförmig ausgebildet ist, sind Längsschienen 13 (Fig. 4 und 5) angeordnet, auf welchen die Geschützlafette 14 mittels Rollen 15 verfahrbar ist, so daß das Geschütz zum genauen Anrichten des Zieles längs und quer eingestellt werden kann. In neben den Schienen angeordnete. nicht dargestellte Zahnstangen greifen Ritzet 45 einer in der Geschützlafette 14 gelagerten Ritzelwelle 46 ein, welche über ein selbsthemmendes Schneckengetriebe 47 von einem Elektromotor gedreht werden, so daß sich die Lafette 14 auf den Schienen 13 verschieben läßt. Zwischen diesen ist der Untergurt mit einer Ausnehmung 16 (Fig. 3) versehen. Die Lafette 14 ist in ihrem vorderen Teil gabelförmig ausgebildet, um das Geschützrohr 21 aus der waagerechten Ladestellung in die senkrecht abwärts aufs Ziel gerichtete Schießstellung schwenken zu können. Die Lafette 14 besteht aus zwei Seitenwänden 48, die hinten durch die Querwand 49 und vorn durch einen das Geschützrohr übergreifenden Bügel 17 verbunden sind. Die in Schildzapfenlagern 18 der Lafette gelagerte Wiege i9 ist mittels einer elektrisch angetriebenen Höhenrichtmaschine 2o um die Schildzapfen derart schwenkbar, daß das Geschützrohr 2 i aus der waagerechten Ladestellung in seine senkrecht oder angenähert senkrecht abwärts auf das Ziel gerichtete Schießstellung übergeführt werden kann.
  • Das Geschützrohr 21 ist einmal für sich allein entgegen einer Flüssigkeitsbremse in einer Rohrracke 23 rücklaufverschieblich und mit der Jacke 23 zusammen nochmals auf der Gleitbahn iga der Wiege i9 ungebremst nach hinten verschiebbar. Der Rückstoß des Geschützes wird daher nicht auf das Schießgerüst übertragen. Die durch die Flüssigkeitsbremse 22 nicht vernichtete Rückstoßenergie wird zum Anheben des Rohres 2 i samt Jacke 23 verbraucht.
  • Der Vorlauf in die Schußstellung geschieht unter der Wirkung des Eigengewichts von Rohr und Rohrjacke und wird durch eine an der Wiege i 9 angeordnete und von Hand gesteuerte Flüssigkeitsbremse 24 (Fig.6) geregelt. Eine an der Rohrjacke 23 befestigte, in Führungen 5o (Fig. 7gleitende Zahnstange 25 greift in ein Zahnrad 26 ein, das auf einer Welle 27 in der Wiege gelagert ist. Beiderseits des Zahnrades 26 ist auf dessen Achse 27 ein Ritzet :8 angeordnet. Mit diesen Ritzeln stehen in Führungen 3o' gleitende Zahnstangen 30 in Eingriff, deren geschlossenes Gabelende mit der Kolbenstange 29 einer Flüssigkeitsbremse 24 verbunden ist. Der Kolben 3 i der Flüssigkeitsbremse ist mit weiten, durch ein Rückschlagventi132 verschließbaren Durchflußöffnungen 33 versehen. Ein unter dem Flüssigkeitsbremszylinder angeord-, neter Flüssigkeitsbehälter 3.1 ist mit den Bremsräumen vor und hinter dem Kolben 31 über zwei von Hand betätigte Hähne 35, 35' verbunden und außerdem mit dem Raum vor dem Kolben durch eine durch Rückschlagventil 36 sperrbare Leitung 37. Der Raum vor und hinter dem Kolben wird stets durch die im Flüssigkeitsbehälter 34 über der Bremsflüssigkeit eingesch'.ossene Preßluft miz Bremsflüssigkeit gefüllt gehalten.
  • Beim Schuß wird die Rückstoßenergie teils in der Rohrbremse 22 vernichtet, teils zum Anheben der mit dem Rohr auf der Wiegengleitbahn rücklaufenden Rohrjacke 23 aufgenommen. Bei Rücklauf der Rohrjacke 23 wird durch die Zahnstange 25, Ritzet 26, 28 und Zahnstange 3o der Bremskolben 3 i im Flüssigkeitsbremszylinder 24 nach hinten verschoben, wobei die Bremsflüssigkeit hinter dem Kolben 31 durch die weiten Durchflußöffnunge1133 des Kolbens über das Rückschlagventi132 unbehindert nach der vorderen Kolbenseite strömt. Das am Ende des Rücklaufes vor dem Kolben entstehende Valfluum wird durch Nachdrücken von Flüssigkeit aus dem Flüssigkeitsbehälter 34 durch die Preßluft über die Leitung 37 und Rückschlagventil 36 aufgefüllt.
  • Beim Vorlauf der Rohrjacke mit Rohr schließt sich das Rückschlagventil32 des Kolbens 3 i und das Rückschlagventil 36 der Leitung 37. Das Rohr wird daher zunächst durch die Bremse 24 in seiner rückwärtigen Lage gehalten. Erst wenn die engen Bohrungen der Dreiwegehähne 35, 35' geöffnet werden, läuft das Rohr nach vorn, und die Bremsflüssigkeit wird durch Kolben 32 unter Bremsung des Vorlaufs teils nach dem Flüssigkeitsbehälter 34, teils in den hinter dem Kolben 3 i frei werdenden Raum gepreßt. Durch Schließen des Hahnes 35 kann der Vorlauf unterbrochen werden.
  • Hinter dem Geschütz ist eine Ladebühne 38 mit Gleisanlage 39 angeordnet, auf welcher das in die mit Rollen versehene Lademulde 4o eingelagerte Geschoß dem Geschützrohr 21 zugebracht wird. .
  • Zum Schutz des Schießgerüstes gegen Geschoßsplitter sind an den gefährdeten Stellen Panzerhemden 44 42 angeordnet, die zum Schutze gegen den Luftdruck der Sprengladung teils federnd oder an Ketten aufgehängt, teils aus gegeneinander versetzten scharnierartig verbundenen Einzelhemden zusammengesetzt sind, zwischen welchen die Detonationswelle frei hindurchtreten kann. Tellerfedern 43 (Fig. 5) kommen beim Rückfallen der Panzerhemden zur Wirkung.
  • Ein auf dem Brückenträger angeordnetes Maschinenhaus 44 enthält einen durch eine beliebige Kraftmaschine angetriebenen elektrischen Stromerzeuger, der die erforderliche Energie für die Elektromotoren der Fahrwerke und der Höhenrichtmaschine erzeugt.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum V ersuchsbeschuß von Panzertürmen auf ihr Verhalten gegen Geschosse, die unter großem Einfallwinkel auftreffen, dadurch gekennzeichnet, daß der Turm durch .ein mittels eines'Schießgerüstes in möglichst geringer Höhe senkrecht über dem Turm aufgestelltes Geschütz ernstfallmäßig beschossen wird.
  2. 2. Schießgerüst zum Beschußverfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß es nach Art einer Verladebrücke ausgebildet ist, deren dem Ziel zugekehrte Stützstrebe zum Schießversuch mit schwerstem Kaliber in etwa 2o m Abstand seitlich des Turmes steht und der Brückenträger etwa 2o m über dem Turm liegt.
  3. 3. Gerüst nach Anspruch- i, .dadurch gekennzeichnet, daß es nach Art einer fahrbaren Verladebrücke auf senkrechtzur Längsachse des Brückenträgers verlegten Gleisen verfahrbar ist.
  4. 4. Gerüst nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß es das Geschütz in einer Lafette aufnimmt, die in Brücken-, trägem längs verfahrbar ist.
  5. 5. Gerüst nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Brückenträger beiderseits der beiden auf den Gleisen laufenden Stützstreben weit ausladende Ausleger besitzt, von denen der eine das Geschütz, der andere ein Ausgleichsgewicht trägt. _ 6. Gerüst nach Anspruch 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Geschütz und das Gegengewicht in der unteren Gurtebene des Brückenträgers angeordnet sind, während die obere Gurtebene eine auf Schienen fahrbare Laufkatze mit Hubwerk zur Förderung von Geschütz- und Munitionslasten aufnimmt. 7. Gerüst nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der das Geschütz tragende Ausleger des Brückenträgers im Untergurt gabelförmig geschlitzt ausgebildet ist, so daß das Geschützrohr durch den Schlitz hindurch aus der waagerechten Ladestellung in die senkrecht abwärts gerichtete Schießstellung schwenkbar ist. B. Geschütz. zum Ausüben des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß seine Wiege derart höhenschwenkbar in der im Gerüst aufgestellten Geschützlafette gelagert ist, daß es aus einer waagerechten Ladestellung in eine senkrecht oder angenähert senkrecht nach abwärts gerichtete Schießstellung schwenkbar ist. 9. Geschütz nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das in einer Rohrjacke entgegen einer Flüssigkeitsbremse rücklaufbewegliche Rohr zusammen mit der Rohrjacke ungebremst auf einer Gleitbahn der Rohrwiege zurückzulaufen vermag. i o. Geschütz nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die beim Abwärtsschuß durch die Rückstoßenergie angehobenen Geschützteile durch ihr Eigengewicht wieder vorlaufen. i i. Geschütz nach Anspruch i o, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorlaufbewegung der angehobenen Geschützteile durch eine von Hand gesteuerte Flüssig-. keitsbremse regelbar ist.
DER101361D 1938-01-25 1938-01-25 Verfahren zum Versuchsbeschuss von Panzertuermen Expired DE730989C (de)

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