DE749501C - Verfahren zur Herstellung von Zellwolle aus Viskose - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Zellwolle aus ViskoseInfo
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- DE749501C DE749501C DES145479D DES0145479D DE749501C DE 749501 C DE749501 C DE 749501C DE S145479 D DES145479 D DE S145479D DE S0145479 D DES0145479 D DE S0145479D DE 749501 C DE749501 C DE 749501C
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- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01D—MECHANICAL METHODS OR APPARATUS IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS
- D01D5/00—Formation of filaments, threads, or the like
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- D—TEXTILES; PAPER
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- D01F—CHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
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- D01F2/06—Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from viscose
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Zellwolle aus Viskose Zur Herstellung gekräuselter Zell-,volle sind bereits eine Reihe von Vorschlägen gemacht worden, die entweder davon ausgingen, noch nicht vollständig zersetzte oder auch urzersetzte Xanthogenatfäden, gegebenenfalls in bereits geschnittenem Zustande, in geeigneter Weise in Cellulosehydrat umzuwandeln und gleichzeitig dabei eine- Kräuselung zu erzeugen, oder die sich. die Aufgabe stellten, den schon in Cellulosehydrat übergeführten Fäden oder Fasern durch mehr oller weniger mechanische Mittel eine Kräuselung zu verleihen. Obwohl die auf die erwähnten Verfahrensweisen erzielbaren Kräuseleffekte, rein äußerlich betrachtet, teilweise als recht beachtlich anzusprechen sind, haftet ihnen doch der Nachteil an, daß die Kräuselung nicht sehr stabil ist und daher manchmal die weitere Verarbeitung recht erschwert wird und daß in den Fällen, wo die Kräuselung bei der Verarbeitung der Fasern auf Garne und Fäden praktisch zum Verschwinden gebracht worden ist, eine Wiederherstellung des Kräuselungseffektes nicht oder in nur ganz unzureichendem Maße, gelingt.
- Es wurde nun die überraschende Feststellung gemacht, daß man eine Zellwolle aus Viskose mit gleichzeitig hochbeständiger reversibler Kräuselung dadurch erzeugen kann, daß man eine alkaliarme Viskose mit etwa 5 bis 60% Alkaligehalt bei etwa 8 bis 10% Cellulosegehalt in einem aus weniger als Zoo g/l, insbesondere 85 bis go g/1 Schwefelsäure, 300 bis 320 g/1 Natriumsulfat und io bis 12 g/1 Zinksulfat zusammengesetzten, auf 40 bis 45°. erwärmten Spinnbad eine große Anzahl Fäden spinnt, die zu einem starken Fadenbündel vereint, in einem zweiten Bad, das 7 bis 10 g/1 Schwefelsäure, 30 bis 35 g/1 Natriumsulfat und nur i bis 2 g/1 Zinksulfat enthält, bei 4o bis 6o° stark verstreckt werden, worauf das Kabel in. an sich bekannter 'v\'eise gewaschen, nachbehandelt und dann zu Stapel zerschnitten wird. die anschließend «-eiterbehandelt und dann getrocknet werden.
- Es hat sich gezeigt, daß die so -:rlialtene gekräuselte Zellwolle Festigizeitswerte besitzt, -die etwa 28o bis 2g0 g für ioo den im trockenen Zustande und 170 bis igo g für ioo den im nassen Zustande betragen. Außerdein weist die Kräuselung, was völlig unerwartet war, einen sog, reversiblen Charakter auf, indem ein aus solcher Zellwolle hergestelltes Garn oder ein fertiges Textilprodukt, bei dem durch irgendwelche, Maßnahmen während der Anfertigung der Kräuselungseffekt anscheinend verlorengegangen ist, den Effekt sogleich wieder erhält, sobald man das Garn oder fertige Textilprodukt einer Dämpfung unterwirft. Infolgedessen ist die nach vorliegendem Verfahren gewonnene Zellwolle ganz vorzüglich geeignet, in all den Fällen, wo es sich darum handelt, bei Gebrauchstextilien den typischen, der Naturwolle eigenen Charakter auch rein äußerlich zu erzielen, verwendet zu werden. Durch die Kombination der im Anspruch genannten Einzelmerkmale ist es gelungen, diesen besonderen Typus einer Zellwolle herzustellen. Um so wertvoller ist dieser Typus, weil er unter Verwendung ein-er Viskose mit sehr niedrigem Alkaligehalt im Vergleich zum Cellulosegehalt gewonnen wird und bei Benutzung eines Spinnbades, das weniger als ioo g/1 Schwefelsäure neben einer nicht erheblichen Menge von Zinksulfat aufweist. Ausführungsbeispiel Eine Viskose mit 6% NaOH und 8,70/0 Cellulose wird in einem Spinnbad von 86g/1 H" S O4 und 308 g/1 Na. S 04 sowie 11 g/1 Zn S O4 bei einer Temperatur von 42° versponnen. Die Fäden werden über Fadenführer bzw. Abzugsorgane geführt, zu einem gemeinsamen Fadenbündel zusammengeführt und einem Walzenpaar zugeleitet, um das das Fadenbündel einige Male herumgeschlungen wird.- Alsdann wird das Faserkabel durch ein zweites Bad mit 8 g/1 HZ S 04, 32 g/1 a.., S 04 und 1,5 g/1 Zn S 04 bei einer Temperatur von 55° geführt, durch Fadenführer unter die Flüssigkeit getaucht und nach Durchgang durch dieses Bad von einem zweiten, dem ersten gleichgearteten @#,'alzenpaar übernommen. Durch eine entsprechende Voreilung des zweiten Walzelipaares erhält das Fadenbündel eine Streckung von 380%. Das von dem zweiten Walzenpaar kommende Fadenbündel wird in bekannter Weise gewaschen und nachbehandelt und dann einer Schneidevorrichtung zugeführt. Es ist auch abgängig, erst zu schneiden und die Wäsche und Nachbehandlung dem Schneiden folgen zu lassen. Zuletzt wird getrocknet.
- Es ist zwar schon vorgeschlagen worden, künstliche Fäden finit einer relativ hohen Festigkeit aus Viskose dadurch herzustellen, daß man ein schwefelsaures Fällbad unter Zusatz von 1letallsalzen, die die Zersetzung in Celluloseliydrat verzögern, verwendet hat, warauf man die gebildeten Fäden in einem zweiten Bad, aus verdünnter Säure bestehend, bei Temperaturen voll wenigstens 6o° verstreckt hat. Es war ab°r nicht zu erwarten, daß man mit Bädern, die einen geringeren Säure- und Metallsalzgehalt besitzen und geringere Temperaturen aufweisen und außerdem mit einer alkaliarmen Viskose Fasern erzeugen kann, die bei etwa den gleichen physikalischen Daten eine ausgezeichnete reversible Kräuselung zeigen.
Claims (1)
- PATENTANsi1Rrcn: Verfahren zur Herstellung von Zellwolle aus Viskose mit hochbeständiger reversibler Kräuselung, dadurch gekennzeichnet, daß man aus einer alkaliarmen Viskose mit 5 bis 60% Alkaligehalt bei 8 bis io% Gellulosegehalt in einem aus weniger als ioo g/1, insbesondere 85 bis go g/1 Schwefelsäure, 300 bis 320g/1 Natriumsulfat und io bis 12 g/1 Zinksulfat ztisammengesetzten, auf d.o bis 45° erwärmten Spinnbad eine große Anzahl Fäden spinnt, die zu einem starken Fadenbündel vereint in einem zweiten Bad, das 7 bis 1o g/1 Schwefelsäure, 30 bis 35g/1 -Natriumsulfat und nur i bis 2 g/1 Zinksulfat enthält, bei 46 bis 6o° stark verstreckt, in all sich bekannter Weise gewaseben, nachbehandelt, geschnitten und die Stapel anschließend fertiggestellt werden. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschriften \; r. 643 543, 663 530; französische, Patentschrift Nr. 81d.800.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES145479D DE749501C (de) | 1941-05-25 | 1941-05-25 | Verfahren zur Herstellung von Zellwolle aus Viskose |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES145479D DE749501C (de) | 1941-05-25 | 1941-05-25 | Verfahren zur Herstellung von Zellwolle aus Viskose |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE749501C true DE749501C (de) | 1952-04-17 |
Family
ID=7542250
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES145479D Expired DE749501C (de) | 1941-05-25 | 1941-05-25 | Verfahren zur Herstellung von Zellwolle aus Viskose |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE749501C (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE643543C (de) * | 1925-06-20 | 1937-04-10 | Leon Lilienfeld Dr | Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Gebilden, insbesondere kuenstlichen Faeden aus Viscoseloesungen |
| FR814800A (fr) * | 1935-12-12 | 1937-06-29 | Courtaulds Ltd | Fabrication de fils, filaments et articles similaires par le procédé à la viscose |
| DE663530C (de) * | 1929-11-09 | 1938-08-08 | I G Farbenindustrie Akt Ges | Verfahren zur Herstellung von festen Kunstfasern aus Viscose |
-
1941
- 1941-05-25 DE DES145479D patent/DE749501C/de not_active Expired
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE643543C (de) * | 1925-06-20 | 1937-04-10 | Leon Lilienfeld Dr | Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Gebilden, insbesondere kuenstlichen Faeden aus Viscoseloesungen |
| DE663530C (de) * | 1929-11-09 | 1938-08-08 | I G Farbenindustrie Akt Ges | Verfahren zur Herstellung von festen Kunstfasern aus Viscose |
| FR814800A (fr) * | 1935-12-12 | 1937-06-29 | Courtaulds Ltd | Fabrication de fils, filaments et articles similaires par le procédé à la viscose |
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