DE749219C - Vorrichtung zum Sichern der im Schraegfronbau o. dgl. einzusetzenden Pfeilerstempel - Google Patents
Vorrichtung zum Sichern der im Schraegfronbau o. dgl. einzusetzenden PfeilerstempelInfo
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Description
- Vorrichtung zum Sichern der im Schrägfrontbau o. dgl. einzusetzenden Pfeilerstempel Bei der Kohlengewinnung in steiler Lagerung, besonders im Schrägfrontbau, bestehen für den Einsatz der hölzernen Pfeilerstempel, soweit die Sicherung derselben gegen Umschieben und gegen Wegdrücken bei gebirgsschlagartigen Diuckerscheinungen in Frage steht, große Schwierigkeiten. Man hat versucht, die eingesetzten Druckstempel durch quer vor die Stempel angebrachte und über mehrere Stempel reichendeLäufer zu sichern, die mit Draht angebunden wurden. Hierbei konnte aber vor dem Bauabsatz immer nur dann gesichert werden, wenn der Läufer vor dem Bauabsatz endete, d. h. solange die Läuferlänge nicht erreicht ist von einem noch gesicherten Bau bis zum Bauabsatz sind die letzten Stempel ungesichert und können bei plötzlich auftretenden Druckerscheinungen umschlagen. jedenfalls sind gerade an dieser Stelle nicht nur die Schubwirkungen am stärksten, sondern es sind hier, da die gesetzten Stempel noch nicht genügende Spannung haben und daher auch noch nicht genügend Widerstand leisten können, bisher die meisten Unfälle eingetreten. Die Grubensicherung verlangt aber eine unbedingte Sicherung des Arbeitens an jeder Stelle des Strebs und auch dann, wenn der Ausbau noch nicht unter Spannung geraten ist. Durch die Erfindung wird es nun ermöglicht, den K-Bau so zu sichern, daß auch die letzten vom Läufer noch nicht erfaßten Stempel gegen ein Umschlagen bei plötzlich auftretenden Druckerscheinungen ihre Sicherung finden. Erreicht wird dieses dadurch, daß an dem .Stempel eine gewölbte Platte angebracht wird, die, als Knotenschuh ausgebildet, mit Aufnahmemitteln für Läufer und Zug- und Schubbolzen versehen ist.
- Bekanntgeworden ist eine Abspreizvorrichtung an Abbaustempeln, die aus einer als Fußstütze des :#jbspreizholzes dienenden, aus Stahlblech gefertigten Pfanne besteht, die in beliebiger Höhe am Stempel befestigt werden kann. Diese Pfanne wird mittels einer Kette am Holzstempel befestigt, auf die das angespitzte Abspreizholz aufgesetzt ist. Weiterhin sind Stoßfänger bekanntgeworden, die im Streb verwendet werden oder beim Polygonausbau die Firste sichern. Diese beiden Einrichtungen können jedoch für den Schrägfrontbau nicht verwendet werden. Ferner ist ein am Türstockrahmen befestigter Schuh zur Abstützung von in der Rahmenebene angebrachten Streben bekanntgeworden, mit dem Kennzeichen, daß zur Befestigung und als Anlage am Stempel eine dessen Umfang entsprechend gewölbte Platte als Versteifungsschiene vorgesehen ist, die im mittleren Teil das Auflager für die Stirnfläche der Strebe trägt. Diese Anordnung kann aber nur für söhlige Strecken verwendet ..werden.
- Des weiteren ist auch ein Grubenausbau für schwierigere Gebirgsverhältnisse durch Polvgonziminerung mit zwischen den Stirnflächen der Polygonstempel eingeführten Ouetschhölzern und mit Bewehrung der Stirnfläclieti der Stempel bekanntgeworden, der sich durch die Ausbildung der Bewehrung zu einer das Brechholz nach Art eines Lagers umfassenden Schale oder zweier das Brechholz zwischen sich aufnehmender Schalen kennzeichnet. Auch diese Anordnung ist nur für söhlige Strecken geeignet, eignet sich aber nicht dafür, litt Schrägfrontbau das Hangende abzustützen.
- Die Eriziidung ist in einem Ausführungsbeispiel auf der Zeichnung dargestellt. Es zeigt: Abb. i schematische Darstellung der gesetzten Pfeilerstempel im Schrägfrontbau, Abb.2 Seitenansicht der Vorrichtung, an einem Pfeilersternpel angebracht, mit Bolzen, Läufer und Bockstempel, Abb.3 Draufsicht nach Abb.2, aber ohne Bockstempel.
- Die schematische Darstellung nach Abb. i zeigt die Sicherung der aufgestellten Steingel i mit den von Bau zu Bau reichenden Bol-zen 2, den Läufern 3 und den Bockstempelnd, die in Form der K-Batie aufgestellt sind. Die Sicherung der noch nicht von den Läufern erfaßten Stempel kann auch dadurch geschehen, daß sofort nach dem Setzen der Idolzstenipel diese mit dem nächsten Bau gegen Schub und Zug verbolzt -werden und gegen Druck durch die Bockstempel abgestützt sind.
- Nach den Abb. 2 und 3 ist an dein Pfeilerstempel i das die Vorrichtung bildende Knotenstück 5 angebracht, das, zweckmäßig halbkreisförmig gebogen, dem Durchmesser des Holzstempels annähernd angepaßt und in der Mitte des Stempels angeschlagen ist. Die Befestigung geschieht durch die Dorne 6, die in dein Knotenstück eingesetzt sind. Es können natürlich an Stelle der Dorne 6 Bohrungen vorgesehen und die Knotenstücke mittels Nägeln angeschlagen sein. Zur Aufnahme und Befestigung der von Bau zu Bau reichenden Bolzen 2 dienen die Taschen 7, in welche die z«-eclcutällig angekerbten Bolzen eingetrieben werden, wie dieses den bergmännischen Gepflogenheiten entspricht. Die Bolzen 2 «-erden je nach der. Umständen entweder durch Irrallen, Nasen, Leisten usw. 1.3 oder gegebenenfalls zusätzlich mittels liigeln o. dgl. in den Taschen 7 befestigt, so daß sie neben der unbedingt auftretenden Schubwirkung uch die Zugwirkung aufnehmen können. Wo unter allen Umständen Zug und Schuh aufgenomnien -werden muß, «-erden auch eiserne Bolzen verwandt, die, in einer Tasche 7 des Kn-Dtenstückes 5 angelenkt, sich in die eiitspre-chendeT.asclie desnächstenKnotenstückes dErart einlegen. daß sie in dieser befestigt ruhen. Zur Aufnahme und Befestigun b der Läufer 3 ist einerseits in dem hnotensiüclc 5 eine Atissrarting S vorgeselir-ii, andererscit: sind Vorsprünge 9, Dorne io usw. angebracht. Durch die Aussparung S wird erreicht, daß sich der Läufer unmittelbar an den Pfuiterstempel anlegt. Die Vorsprünge g und (1i11 Dorne io ermöglichen es, den Läufer ; ohne weitere Hilfsmittel, wie Draht o. d@=l., atif dein Knotenstück festzuschlagen. Die auf det: Läufer 3 aufgesetzten Bockstempel j. werden, bis sie ttnt:-r Lastspannung geraten, auf clicsen durch die durch die Schlatiftn i i hindurchgezogenen Ketten 12 gehalten und cvtl. noch in bekannter Weise durch Keile gegen Hangendes und Liegendes festgespannt, bzw. können sie, wie auch der Pfeilerstenipel i, int !langenden und Liegenden eingebülint sein.
- Eine nicht dargestellte Voi richturig bestellt darin, daß beim Setzen der Stempel diese nich?. nur durch Verbolzen gegen Schub und Zug gesichert werden, scndern auch der voran Stoß wirksame Druck unwirksam gemacht wird. Zu diesem Zweck werden sofort nach Setzen des Stempels auch die Bockstempel a gesetzt, und die an dem Knotenstück 5 angebracliten Vorsprünge g können zu diescni Ztv2clz so angebracht sein, daß sie verlängert und nach unten abgebogen sind, so daß sie Auflageflächen für die Bockstempel d. bilden.
- Die Arbeitsweise der Vorrichtung ergibt sich aus vorstehendem von selbst. Es wird iedoch noch darauf hingewiesen, daß die Vorrichtling nicht nur leicht zu befestigen. sondern daß auch ihr Rauben, wenn die Abbaufront vorangeschritten ist, keinerlei Schwierigkeiten breitet, da die Verstrebungen leicht zti lösen und das Knotcnstiicl; inict:el@ d@@;-Spitzhacke ohne weiteres vom Stempel befreit werden und an der nächsten Abbaufront wieder verwendet iverdeii kann.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Sichern der ini Schrägfrontbau o. d-1. einzusetzenden Pfeilerstempel (K-Baue), bei der eine am Stempel angebrachte gewölbte Platte verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte als Knotenschuh ausgebildet ist, der mit Aufnahmemitteln für Läufer (3) und Zug- und Schubbolzen, (2) versehen ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmemittel des Knotenschubs für die Bolzen (2) aus Taschen (7) und einer Aussparung (8) bestehen.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Ober- und unterhalb der an demKnotenschuh befindlichen Aussparung (8) Vorsprünge (9) vorgesehen sind, gegen die der Läufer sich anlegt bzw. in sie eindringt.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch r und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die an dem Knotenschuh befindlichen Taschen (7) so ausgebildet sind, daß die Enden der eingesetzten Zug- und Schubbolzen sich in ihnen nicht verschieben können.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die auf den Läufer (3) sich abstützenden Bockstempel (4) - durch mit dem Knotenschuh in Verbindung gebrachte Ketten (11, 12) oder dergleichen Hilfsmittel gehalten werden.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß oben- und unterhalb der Vorsprünge (9) Dorne (=o) angebracht sind, die in den Läufer eindringen.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an der Innenwändung des Knotenschuhes Dorne (6) angeordnet sind, die in den Stem= pel (i) eingeschlagen werden. B. Vorrichtung nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorsprünge (9) derart verlängert und so abgebogen sind, daß sie unmittelbar als Auflage für die Bockstempel dienen können. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschriften .... Nr. 646 179, 534 379, 521841; das Buch Heise-Herbst, Bergbaukunde, z. Bd. (=g=3), S. 36 und 37; Zeitschrift »Der Bergbau« vom 23. 6. 1938, S.22o und 221; Zeitschrift »Glückäufec vom 16.12.1939 S. 955 und 956.
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| DE749219C true DE749219C (de) | 1944-11-18 |
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Citations (3)
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|---|---|---|---|---|
| DE521841C (de) * | 1924-03-11 | 1931-03-27 | F W Moll Soehne | Grubenausbau fuer schwierige Gebirgsverhaeltnisse |
| DE534379C (de) * | 1931-09-26 | Carl Heinemann | Einrichtung zur Abschirmung des Hangenden in Abbauoertern oder Streckenvortrieb | |
| DE646179C (de) * | 1937-06-09 | Unnaer Eisenhuette Carl Michel | An den Teilen eines Tuerstockrahmens befestigter Schuh zur Abstuetzung von in der Rahmenebene angebrachten Streben |
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1941
- 1941-03-16 DE DET55122D patent/DE749219C/de not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE534379C (de) * | 1931-09-26 | Carl Heinemann | Einrichtung zur Abschirmung des Hangenden in Abbauoertern oder Streckenvortrieb | |
| DE646179C (de) * | 1937-06-09 | Unnaer Eisenhuette Carl Michel | An den Teilen eines Tuerstockrahmens befestigter Schuh zur Abstuetzung von in der Rahmenebene angebrachten Streben | |
| DE521841C (de) * | 1924-03-11 | 1931-03-27 | F W Moll Soehne | Grubenausbau fuer schwierige Gebirgsverhaeltnisse |
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