DE74920C - Verfahren und Vorrichtung zum Geraderichten und Härten von Stäben, Streifen, Röhren und dergleichen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Geraderichten und Härten von Stäben, Streifen, Röhren und dergleichenInfo
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- DE74920C DE74920C DENDAT74920D DE74920DA DE74920C DE 74920 C DE74920 C DE 74920C DE NDAT74920 D DENDAT74920 D DE NDAT74920D DE 74920D A DE74920D A DE 74920DA DE 74920 C DE74920 C DE 74920C
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- straightening
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21D—MODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
- C21D9/00—Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMTS^
Die in den Zeichnungen dargestellte Vorrichtung dient zum geraden Richten und gleichzeitigen
geraden Härten von Stahlröhren verschiedener Dimensionen.
Der die Härteflüssigkeit enthaltende rohrförmige
Behälter α ist einseitig geschlossen und bis an die Oberkante mit der Flüssigkeit gefüllt.
Am Boden des Rohres befindet sich die Rolle b, auf dem um den Rand des Rohres
gelegten Flantsch ist die Rolle c befestigt. Ueber diese beiden Rollen und weiterhin über
die mit einer Kurbel versehene Rolle d läuft ein an einem Ende mit einer Klemme e, auf
der anderen Seite mit einem Gewicht f versehenes Seil g. Ferner sind auf dem erwähnten
Flantsch drei Brenner mit Stichflammen angeordnet, von denen zwei, h und i,
direct über dem Wasserspiegel münden, während die dritte Stichflamme k etwas höher eingestellt
ist. Die Stichflammen werden von einer gemeinschaftlichen Gasleitung Z und von einer Luftdruckleitung m, welche die zur Erzeugung
der Stichflammen nöthige Luft liefert, gespeist. Alle drei Stichflammen können durch
die zugehörigen Hähne genau regulirt und durch die in die Leitungen eingeschalteten
Haupthähne η und 0 aufser Thätigkeit gesetzt werden, während die vor dem Haupthahn η
angeschlossene Zündflamme ρ weiter brennt. Um die Schnur g sowohl gegen Verbrennen
zu schützen, als auch um die Härteflüssigkeit in dem Behälter α stets kühl zu erhalten, ist
das mit der Wasserleitung in Verbindung stehende Rohr q angebracht, welches vor der
Rolle c einseitig eingezogen ist und bis an den Flüssigkeitsspiegel im Behälter α reicht. Das
überlaufende Wasser wird durch den Ueberlauf r aufgenommen und mittelst des Ueberlaufrohres
s entfernt. Die Entfernung zwischen der Oberkante des Behälters α und der
Decke und ebenso die Länge des Rohres a müssen natürlich gröfser als der längste zu
härtende Gegenstand sein, damit derselbe seiner ganzen Länge nach in lothrechter Lage aufgehängt
und auch durch das Härtewasser gezogen werden kann. Hierzu dient im Verein
mit dem Seil g das über die beiden Deckenrollen t laufende, an einem Ende mit einer
Klemme u, an dem anderen mit einem Gewicht ν versehene Seil w.
Der gerade zu richtende und zu härtende Gegenstand wird zwischen den beiden Klemmen
u und e befestigt und so eingestellt, dafs das untere Ende desselben, vor die Stichflamme
k zu stehen kommt. Hierauf entzündet man die Stichflammen k, h und i mittelst
der Zündflamme ρ und beginnt langsam zu kurbeln. Die Stichflamme k ist so regulirt,
dafs der zu richtende und zu härtende Gegenstand, hier also die dünne Stahlröhre, durch
sie auf Rothglut gebracht wird. Dadurch nun, dafs der Gegenstand durch die Gewichte ν
und f stets in Spannung gehalten wird, wird das durch die Stichflamme k zur Rothglut gebrachte
Rohr genau gerade gezogen. Hierauf passirt die Röhre die beiden Stichflammen h
und i, wird durch dieselben auf die nöthige Härtetemperatur gebracht und gleich darauf in
die Härteflüssigkeit gezogen und gehärtet. Die Röhre wird also ihrer ganzen Länge nach nicht
mit einem Mal gehärtet, sondern immer nur stückweise gerade gezogen und auch ebenso
gehärtet. . Hierdurch und durch die fortwährende Spannung ist es allein möglich, ein
Werfen der Röhren nach dem Härten zu vermeiden.
Nach dem vorstehend gekennzeichneten Verfahren können auch Gegenstände, welche an
sich gerade sind, beim blofsen Härten am Verziehen gehindert werden.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Das Verfahren zum Härten von Stäben, Streifen, Röhren und dergleichen, darin bestehend, dafs dieselben im Zustande der Anspannung durch Gewichte oder Federn durch eine Anwärmvornchtung hindurch ι in die unmittelbar darunter befindliche Härteflüssigkeit geleitet werden.
2. Eine Einrichtung zur Ausführung des im Anspruch i. enthaltenen Verfahrens, gekennzeichnet durch die Anwärmvorrichtung h i k, das darunter befindliche, mit der Härteflüssigkeit gefüllte Gefäfs α und eine Vorrichtung:, durch welche die zu härtenden Stäbe u. s. w. gleichzeitig angespannt und in die HärteflUssigkeit herabgezogen werden, und die z. B. aus den beiden Klemmen e und u, den Seilen g und w, den Gewichten f und ν und den Führungsrollen b, c, d und t bestehen kann.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE74920C true DE74920C (de) |
Family
ID=347925
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT74920D Expired - Lifetime DE74920C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Geraderichten und Härten von Stäben, Streifen, Röhren und dergleichen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE74920C (de) |
-
0
- DE DENDAT74920D patent/DE74920C/de not_active Expired - Lifetime
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