DE745481C - Eisenbeizverfahren unter Verwendung der Beizloesung im Kreislauf - Google Patents

Eisenbeizverfahren unter Verwendung der Beizloesung im Kreislauf

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DE745481C
DE745481C DEZ26717D DEZ0026717D DE745481C DE 745481 C DE745481 C DE 745481C DE Z26717 D DEZ26717 D DE Z26717D DE Z0026717 D DEZ0026717 D DE Z0026717D DE 745481 C DE745481 C DE 745481C
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Germany
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pickling
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sulfuric acid
water
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Expired
Application number
DEZ26717D
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English (en)
Inventor
Dr Richard Doell
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Zahn & Co
Original Assignee
Zahn & Co
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23GCLEANING OR DE-GREASING OF METALLIC MATERIAL BY CHEMICAL METHODS OTHER THAN ELECTROLYSIS
    • C23G1/00Cleaning or pickling metallic material with solutions or molten salts
    • C23G1/36Regeneration of waste pickling liquors

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Cleaning And De-Greasing Of Metallic Materials By Chemical Methods (AREA)

Description

  • Eisenbeizverfahren unter Verwendung der Beizlösung im Kreislauf Die Entfernung des Zunders vom Walzeisen geschieht in allgemein bekannter Weise in verdünnter Schwefelsäure. Um eine genügende Angriffswirkung zu erzielen, werden' die Bäder durchschnittlich auf 65 bis 70'C erwärmt. Nachdem die Bäder eine Zeitlang benutzt sind; werden sie aufgearbeitet, indem das gebildete Eisenvitriol durch Kristallisation ausgeschieden und die salzarme Mutterlauge zum Ansetzen frischer Beizbäder wiederverwendet wird, wobei man vorteilhaft die Beizlösung durch die b;eirn Spülen der gebeizten Bleche anfallende Waschflüssigkeit wieder auf das erforderliche Volumen ergänzt.
  • Die früher gebräuchliche diskontinuierliche Arbeitsweise, bei der zu dem verbrauchten Beizbade Schwefelsäure zum Ausfällen des im erschöpften Bade enthaltenen Eisenvitriols zugesetzt, das ausgefallene Vitriol abfiltriert und die Mutterlauge naeli Zusatz von Wasser und weiterer Schwefelsäure erneut zum Beizen verwendet wurde oder bei der die Ausfällung des Vitriols aus dem erschöpften Bade mit Hilfe von Alköhol erfolgte, der dann in einem umständlichen Verfahren wieder abdestilliert werden mußte, ist in neuerer Zeit durch eine kontinuierliche Arbeitsweise ersetzt worden, bei der das Beizbad dauernd im Kreislauf regeneriert wird.
  • Es liegt in der Natur der ununterbrochenen Arbeitsweise, das Beizbad dauernd so hoch an Eisenvitriol anzureichern, daß bei der Kristallisation genügende Mengen an Eisenvitriol anfallen, gleichzeitig muß das Bad natürlich die zum. Beizen erforderliche Konzentration an freier Schwefelsäure aufweisen.
  • Bei der 'indirekten Beheizung solcher an Eisenvitriol und an Säure gleichermaßen reichen Bäder führen nun die eigenartigen Löslichkeitsverhältnisse des zweiwertigen Eisensulfats zu Schwierigkeiten. Das Ferrosvlfat bildet neben der normalen Form Fe S 04 # 7 H2 O auch noch die wasserärmeren Formen Fe S O4 - q. H2 O und Fe S 04 . H2 O. Letztere sind im Gegensatz zu der ersten schwer löslich. Ihre Bildung bzw. der übergang von der einen zur anderen Form hängen von der Konzentration der Lösung an Fe S 01 und H@ S 01 und der Temperatur ab. Für jede Zusammensetzung einer Beinlösung besteht daher eine Temperaturgrenze, die.nicht überschritten werden darf, wenn sich nicht schwer lösliches, wasserarmes Ferrosulfat auf dem Beingut abscheiden soll, was zur Bildung von Beinflecken usw. führen würde. So darf z. B. eine Lösung, welche q.o 0;o Fe S 04 # 7 H. O und ioo`o H,S01 enthält, nicht über 88'C erwärmt werden. Für eine Lösung mit 400110 Fe S 01 # 7 H. O und i z (,'o Hs S 01 liegt diese Temperaturgrenze bereits bei 79°C. Die bei der Aufarbeitung entstehenden Mutterlaugen, die etwa 2490 Fe S 01 # 7 H- O mit etwa i o bis 120j16 H. ,S 0, enthalten, können dagegen ohne weiteres bis zu ihrem Siedepunkt erhitzt werden, ohne wasserarmes Ferrosulfat auszuscheiden. Wenn auch die angegebenen Grenzwerte etwas über den Arbeitstemperaturen der Beinbäder liegen, so sind doch bei der indirekten Beheizung der Beinlösungen durch Dampfschlangen örtliche Überhitzungen nicht zu vermeiden. Diese bewirken unweigerlich Ausscheidungen wasserarmen Ferrosulfats, das sich teils auf dem Beingut, teils auf den Heizschlangen ablagert und hier mit dem sonst noch vorhandenen Schlamm harte Krusten von zunehmender Stärke bilden, die zu grof.,en Betriebsstörungen Anlaß geben. Wählt man jedoch eine Beheizung durch direkten Dampf, so kann man wieder die M'asch- und Spülwässer nicht verwerten.
  • Es ist weiter eine Einrichtung zur Aufrechterhaltung gleichmäßiger Zusammensetzung und Temperatur in Beinbädern der eisenverarbeitenden Industrie bekannt, -wobei die Beinbäder über einen großen Sammelbottich im Kreislauf geführt werden, in dem der Zusatz des verbrauchten Wassers und der Schwefelsäure sowie auch. die Wiederaufheizung des Bades vorgenommen wird. Das Auskristallisieren des anfallenden Vitriols geschieht hierbei in einem zweiten Kreislauf, in -welchem die Lösung, ohne die Beinbottiche zu berühren, zwischen dem Kristallisationsapparat und dem Zwischenbottich umläuft. Der Kristallisierapparat wird also mit der verdünnten Lösung gespeist, die im Sammelbottich durch Zusatz von Wasser und Säure zur Beinlösung entsteht und welche überlies noch in dem Sammelbottich aufs neue aufgeheizt ist. Da der Sammelbottich, um eine gleichmäßige Durchmisch ung der Beinlösung, des Wassers und der Schwefelsäure zu erreichen, sehr groß sein muß, kann die Strömungsgeschwindigkeit im Bottich immer nur verhältnismäßig gering sein, so daß örtliche Überhitzungen und die dadurch bedingte Ausscheidung wasserfreien Eisenvitriols aus der an Eisensulfat reichen Beize am Ort der Heizung nicht mit Sicherheit vermieden werden können. Zur Vermeidung solcher Störungen zwingt diese Arbeitsweise also dazu, die Anreicherung der Beize an Eisenvitriol zu beschränken.
  • Es ist schließlich ein Verfahren bekannt, bei dem ein gewisser Anteil der Beinlösung in kontinuierlichem Strom aus dem Beinbottich zu einem Kühler und einem Kristallisationsgefäß geführt, das auskristallisierte Vitriol abgeschieden und die Mutterlauge -wieder zum Beinbottich zurückgeführt wird, nachdem ihr nach dem Abscheiden des Eisenvitriols die erforderliche Schwefelsäure wieder zugesetzt worden ist. Die Temperatur Soli hierbei in der Weise aufrechterhalten werden, daß der Beinbottich ununterbrochen hclicizt -%-ird. Ob dies direkt durch Einblasen von Dampf oder' indirekt mit Heizschlangen geschehen soll, wird nicht gesagt. In jedem Fall ist aber diese Lösung keinesfalls als günstig zu bezeichnen. Erfolgt nämlich die Beheizung indirekt, so ist die Bildung von Krusten aus wasserarmen Sulfaten am Heizaggregat nicht zu vermeiden, wodurch die Heizung sehr bald unwirtschaftlich wird. Erfolgt jedoch die Erhitzung durch unmittelbares Einblasen von Dampf in den Beinbottich, so ist die Mitverwendung der Spülwässer, welche erhebliche Mengen von Schwefelsäure und Vitriol enthalten, zur Auffrischung des Bades nicht möglich.
  • Die Erfindung beseitigt alle diese Schwierigkeiten dadurch, daß bei einem Eisenbeizverfahren unter Führung der Beinbäder im Kreislauf, wobei eine Teilmenge der Beinlösung in kontinuierlichem Strom aus dem Beinbottich zum Kristallisationsgefäß und wieder zurückgeführt, die zum Auffrischen erforderliche Schwefelsäuremenge nach Abscheiden des Eisenvitriols zugesetzt und der Wasserverlust ständig ausgeglichen wird, die Erhitzung der erwähnten Teilstrommenge vor dem Zusetzen der zum Auffrischen erforderlichen Schwefelsäure außerhalb des Beinbottichs erfolgt, wobei der notwendige Ersatz des verlorengegangenen Wassers zweckmäßig vor dem Aufheizen stattfindet. Die Heiztemperatur liegt zweckmäßig etwas oberhalb der bei welcher das Beinbad angewendet wird, um auf diese Weise Wärmeverluste beim Strömen der Flüssigkeit durch 'die Leitung auszugleichen.
  • Gemäß der Erfindung gelingt mit Sicher. heit die Vermeidung der Bildung wasserarmer Sulfate bei der Aufheizung der Bäder. Trotzdem ermöglicht sie die Mitverwendung der anfallenden Waschwässer, deren Schwefelsäure- und Vitriolgehalt für das Verfahren nutzbar gemacht wird; was gleichzeitig eine erhebliche Vereinfachung der Abwvässerbeseitigungsfrage bedeutet. Dabei. ist es keineswegs erforderlich, mit besonders vitriolarmen Bädern zu arbeiten, vielmehr kann durch die höhere Anreicherung an Eisenvitriol die Beizkraft der Bäder voll ausgenutzt werden, wodurch 'wiederum die Auskristallisation des überschüssigen Vitriols erheblich erleichtert wird. Aus diesem Grunde läßt sich die Flüssigkeitsmenge, die zum Kristallisationsbottich geschickt werden muß, erheblich vermindern, wodurch die Kristallisationsanlage selbst entsprechend kleiner gehalten werden kann. Diese Erfolge werden unter erheblicher Vereinfachung der bisher erforderlichen Einrichtungen erreicht, da erfindungsgemäß keine zwei Kreisläufe für die Beizhäder erforderlich sind. Gegenüber dem Bekannten bedeutet also die Erfindung in mehrfacher Hinsicht einen technischen Fortschritt.
  • Zur Durchführung dieses Verfahrens wird vorteilhaft in den Kreislauf der Lösung, und zwar in den Rücklauf der eisenvitriolarmen Mutterlauge zwischen Kristaller und Beizbottich, eine Durchflußheizung eingebaut, z. B. in Form einer doppelwandigen Sehlange. Es gelingt so ohne weiteres, die Mutterlauge bis nahezu auf ihren Siedepunkt zu erhitzen, ohne daß irgendwelche Ausscheidungen von wasserarmem Salz zu befürchten sind. Alle Wärmeverluste lassen sich so in einfacher, betriebssicherer Weise ausgleichen, und: man erreicht nicht nur eine restlose Aufarbeitung der Abfallbeizen, sondern auch die Mitverwertung der Wasch- und Spülwässer. Erst hierdurch wird es möglich, das Fluß- und Grundwasser rein zu halten und auch die aus der Neutralisation der Abwässer mit Kalk entstehenden Schlammhalden zu beseitigen.
  • In der nachstehenden Skizze ist die Anordnung dargestellt.
  • Aus dem Beizbottich i wird die Beize mittels der Pumpe 2 über das Meßgerät 3 in den Kristaller q. geschickt. Das aus ihm austretende Gemisch von Mutterlauge -und kristallisiertem Eisenvitriol wird im Abtropfkasten 5 getrennt. Die Mutterlauge fließt in den Beizbottich zurück. Auf dem Wege dorthin gelangt sie in den Mischer 6, in welchem: ihr aus dem Spülbottich 7 über die Pumpe 8 so viel. Wasser zugemischt wird', als ihr durch die Bindung in Form von Kristallwasser an das Eisenvitriol und durch sonstige Verluste vorher entzogen worden war. Anschließend wird die durch die Kristallisation abgekühlte Lösung in der Durchflußheizvorrichtung 9 wieder angeheizt, und zwar wird ihr hier so viel Wärme zugefügt, als für die AufrQchterhaltung der Temperatur im Beizbottich erforderlich ist. Die heiße Mutterlauge gelangt dann in die Mischrinne i o, wo ihr noch die dem Verbrauch entsprechende Menge an frischer Schwefelsäure zugefügt wird. Zur genauen Messung . der Säure dienen das Schwefelsäuremeßgefäß i i und das Durchflußmeßgerät 12.
  • Das Eisenvitriol wird im Transportwagen 13 gesammelt und zum Lager gebracht.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Eisenbeizverfahren im Kreislauf, bei dem eine Teilmenge der Beizlösung in kontinuierlichem Strom aus dem BeizbQtticli zum Xristallisationsgefäß und wieder zurück geführt, die zum Auffrischen erforderliche Schwefelsäuremenge nach Abscheiden des Eisenvitriols zugesetzt und der Wasserverlust ständig ausgeglichen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhitzung der Teilstrommenge vor dem Zusetzen der zum Auffrischen erforderlichen Schwefelsäure außerhalb des Beizbottichs erfolgt, wobei der notwendige Ersatz des verlorengegangenen Wassers zweckmäßig vor dem Aufheizen stattfindet.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in die von der Kristallisationsanlage (6,7) zum Beizbottich (i) führende Leitung von der Stelle (io), an der der Schwefelsäurezusatz erfolgt, ein Durchlauferhitzer (9) eingebaut ist. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der -Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschrift ....... Nr. 709 75I; französische Patentschrift 808 o33.
DEZ26717D 1941-11-05 1941-11-05 Eisenbeizverfahren unter Verwendung der Beizloesung im Kreislauf Expired DE745481C (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR808033A (fr) * 1936-07-07 1937-01-27 Zahn & Co G M B H Procédé pour le décapage en continu des surfaces métalliques telles que celles des tôles, tubes, fils
DE709751C (de) * 1937-12-27 1941-08-26 Paul De Lattre Verfahren zum Auffrischen von Beizbaedern

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR808033A (fr) * 1936-07-07 1937-01-27 Zahn & Co G M B H Procédé pour le décapage en continu des surfaces métalliques telles que celles des tôles, tubes, fils
DE709751C (de) * 1937-12-27 1941-08-26 Paul De Lattre Verfahren zum Auffrischen von Beizbaedern

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