DE744713C - Verfahren zur Herstellung verseifter Pasten aus Oxydationsprodukten synthetischer Paraffine und Ceresine - Google Patents

Verfahren zur Herstellung verseifter Pasten aus Oxydationsprodukten synthetischer Paraffine und Ceresine

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Publication number
DE744713C
DE744713C DESCH121861D DESC121861D DE744713C DE 744713 C DE744713 C DE 744713C DE SCH121861 D DESCH121861 D DE SCH121861D DE SC121861 D DESC121861 D DE SC121861D DE 744713 C DE744713 C DE 744713C
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DE
Germany
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ceresins
saponified
oxidation products
parts
pastes
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DESCH121861D
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English (en)
Inventor
Dr Arthur Luehrs
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Schlickum & Co J
Original Assignee
Schlickum & Co J
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C1/00Preparation of fatty acids from fats, fatty oils, or waxes; Refining the fatty acids
    • C11C1/02Preparation of fatty acids from fats, fatty oils, or waxes; Refining the fatty acids from fats or fatty oils
    • C11C1/025Preparation of fatty acids from fats, fatty oils, or waxes; Refining the fatty acids from fats or fatty oils by saponification and release of fatty acids

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung verseifter Pasten aus Oxydationsprodukten synthetischer Paraffine und Ceresine Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung verseifter Pasten aus Oxydationsprodukten synthetischer Paraffine und Ceresine undbesteht darin, daß die Oxydationsprodukte in Gegenwart von mindestens 50 % unverseifbarer Stoffe, wie natürlicher oder synthetischer Paraffine oder Ceresine mit überschüssigem Alkali unter Zusatz von neutralen Alkalisalzen. wie Kochsalz, verseift'-#vei'den.
  • Es ist seit Erscheinen der Oxydationsprodukte svnthetischer Paraffine und Ceresine im Handels bekannt, 'aus diesen verseifte Pasten oder Wasserkreme, Schuhkreme oder Bohnermassen herzustellen. Dieses gelingt nach den bekannten Methoden jedoch nur dann einwandfrei, wenn die Oxydationsprodukte keinen oder einen Zusatz bis höchstens 50010 artfremdet unverseitbarer Stoffe enthalten. Ist der Anteil der Zusätze dagegen höher als 5o%, so versagen die bisher bekannten Verfahren und es entstehen Erzeugnisse, die nur schlecht gebunden sind und bald Wasser abscheiden. Es wurde nun gefunden, daß es möglich ist, auch aus solchen Oxydationsprodukten, deren Anteil an weiteren Zusätzen unverseifbarer Stoffe mindestens 5o % beträgt, einwandfreie verseifte Pasten herzustellen, wenn man erfindungsgemäß die Verseifung mit überschüssigem Alkali- in Gegenwart von -Salzen der Alkalimetalle vornimmt. Die dabei entstandenen Pasten sind gut gebunden und scheiden kein Wasser ab. Dieses Ergebnis ist vor allen Dingen deshalb überraschend, weil nicht vorauszusehen war, daß z. B. die an sich schwer emulgierbaren synthetischen Paraffine mit Schmelzpunkt von etwa 9o° bei dem erfindungsgemäßen Verfahren derart einwandfrei auch in größeren Mengen einemulgiert werden können.
  • Es ist im übrigen an sich bekannt, daß die Emulgierbarkeit der Oxydationsprodukte synthetischer Paraffine oder Ceresine durch Zusätze von Salzen erhöht «erden kann. Die Zusätze an Salzen erfolgen hierbei jedoch zur Herstellung flüssiger F_mulsionen mit dem ausschließlichen "Zweck, die Netzfähigkeit zu erhöhen. Außerdem besteht der grundsätzliche Unterschied, daß Alkali nur in einer solchen Menge (berechnet aus :der Verseifungszahl) angewandt wird, wie sie gerade für die Verseifung notwendig ist, während bei dem erfindungsgemäßen Verfahren mit überschüssigem Alkali gearbeitet wird. Vor allen Dingen fehlt diesen bekannten Verfahren die Erkenntnis, daß man bei der Verseifung mit überschüssigem Alkali in Gegenwart von Salzen der Alkalimetalle größere Mengen zugesetzter unverseifbarer Stoffe mitemulgieren und in Pastenform überführen kann. Die bekannten Verfahren unterscheiden sich also grundsätzlich von dem erfindungsgemäßen Verfahren.
  • Es ist auch bekannt, alkalischen Wachsemulsionen zunächst weinsaures Calcium zuzusetzen, worauf weitere Wachsmengen einemulgiert werden können. Hierbei handelt es sich aber immer um einen Zusatz bei der Emulgierung von Naturprodukten (Bienen-«-achs, Carnaubawachs usw.), ohne daß überdies erkannt wurde, daß man durch solche Zusätze überhaupt mehr als 50 °% unverseifbarer Stoffe zusetzen kann. Je größer der Druck an diesen unverseifbaren Stoffen gehalten werden kann, um so tritt- und feuchtigkeitsfester wird der mit dem erzielten Erzeugnis gewonnene Wachsfilm. Es ist weiter bekannt, verseifte Bohnermassen mit einem Gehalt an unverseifbaren Stoffen (Paraffin) bis zu 70 °/o mittels verseifbaren Natur- und Kunstwachsen und überschüssiger Pottasche herzustellen. Abgesehen davon, daß es sich hierbei aber nicht um Oxydationsprodukte handelt, ist dieses Verfahren praktisch deshalb nicht benutzbar, weil diese Massen erst nach drei Tagen einen wasserbeständigen Film ergeben. Dieses bekannte Verfahren hätte sich aber wiederum mit einem Zusatz von Salzen der in der vorliegenden Erfindung gegebenen Art nicht durchführen lassen, weil nämlich die nicht aus Oxydationsprodukten der synthetischen Paraffine oder Ceresine hergestellten Pasten bei Anwesenheit von Salzen zerstört bzw. ausgeflockt werden. Es ist sogar kaum möglich, einwandfreie Pasten aus Gemischen von Oxydationsprodukten und anderen Wachsen in Gegenwart von Salzen herzustellen, da nämlich auch in diesen Fällen meistens eine Ausflockung stattfindet.
  • Es ergibt sich also gegenüber allen bekannten Verfahren die überraschende Tatsache, daß nach dem erfindungsgemäßen Verfahren die Herstellung völlig einwandfreier Pasten mit hochwertigen Eigenschaften gelingt. Ausführungsbeispiele: 1. 34 Teile hellgelbes Oxydationsprodukt (SZ 32, VZ 80) eines synthetischen Paraffins und 66 Teile Paraffin (Ep. 70° C) werden geschmolzen und zu der Schmelze wird eine heiße Lösung von 2o Teilen Pottasche und 2o Teilen Kochsalz in 40o Teilen Wasser unter Rühren hinzugefügt. Nach dem Abkühlen entsteht eine schöne, weiße, glatt gebundene Paste, die als Polierpaste verwendet werden kann. Ohne Salzzusatz entsteht dagegen nur eine schlecht gebundene, mehr oder weniger flüssige Masse.
  • 2 5o Teile gelbes Oxydationsprodukt (SZ 30, VZ 72) und 5o Teile Paraffin (Ep. 5o° C) werden geschmolzen und zu der Schmelze eine Lösung von 15 Teilen Sods, und 15 Teilen Natriumsulfat in 40o Teilen Wasser heiß hinzugefügt. Wieder erhält man nach dem Abkühlen eine gut gebundene Paste.
  • 3. 34 Teile gelbweißliches Oxydations-Produkt (SZ 53, VZ 98) und 66 Teile Paraffin (Ep. 54° C) werden geschmolzen und dann mit einer heißen Lösung von 2o Teilen Pottasche in Zoo Teilen Wasser emulgiert. In dieses heiße Emulsionsgemisch, das noch schlecht gebunden ist, rührt man eine Auflösung von 2o Teilen Kochsalz in Zoo Teilen heißem Wasser. Erst jetzt tritt der Verband ein und es entsteht nach dem Abkühlen eine schöne, weiße, gut gebundene Paste.
  • 4. 25 Teile gelbes Oxydationsprodukt (SZ 33, VZ 75) und 75 Teile Paraffin oder. Ceresin (Ep. 8o° C) werden geschmolzen und zu der Schmelze eine heiße Lösung von -,o Teilen Pottasche und 2o Teilen Kochsalz in 40o Teilen Wasser unter Rühren hinzugefügt. Nach dem Abkühlen entsteht eine schöne, weiße, glatt gebundene Paste. Ohne Salzzusatz würde man dagegen nur schlecht gebundene, flüssige Masse erhalten.
  • 5. 2o Teile gelbes Oxydationsprodukt (SZ 55, VZ 110) und 80 Teile Paraffin oder Ceresin (Ep. 65° C) werden geschmolzen und zu der Schmelze wird eine heiße Lösung von 2o Teilen Pottasche und 2o Teilen Kochsalz in 40o Teilen Wasser unter gutem Rühren hinzugefügt. Nach dem Abkühlen entsteht wieder eine weiße, gebundene Paste, die ohne Salzzusatz jedoch größere :Mengen Unverseifbares ausscheiden würde.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung verseifter Pastcn aüs Oxydationsprodukten synthetischer Paraffine oder Ceresine, dadurch gekennzeichnet, daß die Oxydationsprodukte in Gegenwart von mindestens 5% unverseifbarer Stoffe, wie natürliche oder synthetische Paraffine oder Ceresine, mit überschüssigem Alkali unter Zusatz von neutralen Alkalisalzen, wie Kochsalz, verseift werden. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Andes, Die Fabrikation der Stiefelwichse und der Leder-Konservierungsmittel, 1921, S. 122; Kirchdorfer, Bohnermassen, 1933, S.19 und 2o. lu der .Patentschrift ist- auf Seite 2s. Zeile 22 statt "Galcium" zu setzen: °`Kali=q`, auf Seite 2, Zeile 30 ist statt 'Druck" zu setzen. ``üehalt" und auf Seite 2, Zeile 102 i.st-hinter -dem Wort *,*nur" das. Wort "eine' einzaf-iiE-Deu.
DESCH121861D 1941-01-25 1941-01-25 Verfahren zur Herstellung verseifter Pasten aus Oxydationsprodukten synthetischer Paraffine und Ceresine Expired DE744713C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1005504B (de) * 1953-04-01 1957-04-04 Ruhrchemie Ag Verfahren zur Herstellung von zur Gewinnung temperaturbestaendiger wasserfreier Wachspasten geeigneten Gemischen aus Paraffinen und Wachssaeuren

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1005504B (de) * 1953-04-01 1957-04-04 Ruhrchemie Ag Verfahren zur Herstellung von zur Gewinnung temperaturbestaendiger wasserfreier Wachspasten geeigneten Gemischen aus Paraffinen und Wachssaeuren

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