DE744461C - Verfahren zum Herstellen von Schleudergusshohlkoerpern - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von SchleudergusshohlkoerpernInfo
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- DE744461C DE744461C DED85022D DED0085022D DE744461C DE 744461 C DE744461 C DE 744461C DE D85022 D DED85022 D DE D85022D DE D0085022 D DED0085022 D DE D0085022D DE 744461 C DE744461 C DE 744461C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D13/00—Centrifugal casting; Casting by using centrifugal force
- B22D13/02—Centrifugal casting; Casting by using centrifugal force of elongated solid or hollow bodies, e.g. pipes, in moulds rotating around their longitudinal axis
- B22D13/026—Centrifugal casting; Casting by using centrifugal force of elongated solid or hollow bodies, e.g. pipes, in moulds rotating around their longitudinal axis the longitudinal axis being vertical
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von Schleudergußhohlkörpern,
insbesondere aus Stahl, in um die senkrechte Achse umlaufenden Formen, die mit einem
S Metallüberschuß beschickt werden, der aus der Form wieder entfernt wird.
Bei den bekannten Verfahren dieser Art, die in erster Linie für stehende Gießformen in Frage
kommen und bei denen gegebenenfalls zum Entgasen des Gießwerkstoffes der Kokille eine
Schleuderbewegung erteilt wird, handelt es sich •um die Herstellung von Hohlblöcken in Kokillen
ohne Kern, die zunächst vollständig gefüllt werden. Dieses Verfahren ist nur dann vorteilhaft,
wenn der Innendurchmesser des zu erzeugenden Hohlkörpers verhältnismäßig klein ist. Bei größeren Innendurchmessern wird infolge
des entsprechend großen Hohlraumes die ein- und wieder auszugießende überschüssige
Metallmenge zu groß werden.
Bei einem anderen bekannten Verfahren soll sich die überschüssige Metallmenge unter der
Wirkung der Fliehkraft in einem oberhalb der eigentlichen Form vorgesehenen Raum sammeln,
der mit ihr durch einen mittigen Kanal in Verbindung steht. Die gewünschte Wandstärke des
zu gießenden Hohlkörpers bildet sich schon während des Schleuderns. An der Innenfläche
dieses Hohlkörpers werden sich, genau so wie bei dem üblichen Schleudergußverfahren, die in
der Schmelze vorhandenen schädlichen Beimengungen absetzen.
Die Erfindung hat sich nun die Aufgabe gestellt, einen Hohlkörper mit reiner Innenschicht
im Schleudergußverfahren herzustellen, der insbesondere durch Walzen, Ziehen oder Schmieden
zu Hochdruckbehältern oder ähnlichen hochbeanspruchten Körpern weiterverarbeitet werden
soll. Erfindungsgemäß wird durch die überschüssige Metallmenge in der Schleudergußform
eine dickere, vorteilhaft nach unten verstärkend zunehmende Metallschicht gebildet, als der gewünschten
Wandstärke des Hohlkörpers entspricht, und die Drehung unterbrochen, sobald das eingegossene Metall bis auf die gewünschte
Wandstärke erstarrt ist. Mit der daraufhin nach Stillsetzen der Form zu entfernenden überschüssigen
Metallmenge werden auch die an der Innenfläche der Metallschicht angesammelten ίο schädlichen Beimengungen entfernt, und man
erhält einen Hohlkörper mit besonders sauberer, von Ausseigerungen freier Innenfläche. Dieser
Hohlkörper eignet sich daher ganz besonders gut für die Weiterverarbeitung zu Hochdruckbehältern
oder dergleichen und ermöglicht eine wirtschaftliche Fertigung, da die bisher zur
Entfernung der unsauberen Innenschicht erforderlichen Maßnahmen entfallen. Der Hohlkörper
kann ohne weiteres während des Schleuderns eine durch die Schleuderbewegung gegebene
hyperbolische Innenform aufweisen, da die zylindrische Form durch das Entfernen der überschüssigen
Metallmenge nach Erstarrung der gewünschten Wandstärke gewährleistet ist. Man kann also mit einer verhältnismäßig geringen
Schleudergeschwindigkeit auskommen.
Das Entfernen der überschüssigen Metallmenge kann auf verschiedene Weise erfolgen,
z. B. in noch flüssigem Zustande durch eine am Boden der Form vorgesehene verschließbare
Öffnung oder in bekannter Weise durch einfaches Umkippen der Form. Das überschüssige
Metall kann aber auch nach Beendigung der Schleuderbewegung am Boden der Form angesammelt
werden, um hier zu erstarren und einen Boden des schon früher erstarrten Hohlkörpers
zu bilden. Letzteres ist hauptsächlich dann zweckmäßig, wenn der Hohlkörper als Vorwerkstück
für die Weiterverarbeitung durch Ziehen dienen soll. Die Verwendung des mit Ausseigerungen angereicherten überschüssigen
Metalls zur Bildung des Hohlkörperbodens ist deshalb unbedenklich, weil dieser Boden nach
dem Ziehen vom Hohlkörper entfernt wird. Man erhält aber auf diese Weise für den Ziehvorgang
geeignete Hohlkörper, was bei der bisher bekannten Art die Herstellung von geschleuderten
Hohlblöcken oder dergleichen in senkrecht stehender Schleuderform nicht erreicht werden
konnte.
In der Zeichnung ist eine für die Ausübung des Verfahrens geeignete Schleuderform in einem
Ausführungsbeispiel dargestellt. Darin bezeichnet A die Schleuderform, B und C sind Deckel
derselben, D ist eine Auslauföffnung im unteren Formdeckel C für die noch flüssig gebliebene
Restmenge des eingefüllten Metalls, welche durch einen Deckel Q verschlossen werden kann,
der durchstoßen wird, wenn beabsichtigt ist, das MetaE auslaufen zu lassen. E stellt eine
Ausfütterung der Form A dar, und F ist der Baustoff, welcher zur Bildung des gewünschten
Hohlkörpers erforderlich ist, während G denjenigen Teil des Baustoffes darstellt, welcher
nach Erreichung der gewünschten durch Erstarrung des flüssigen Metalls sich bildenden
Wanddicke des Hohlkörpers F noch flüssig sein soll und nach Wahl entweder zu entfernen ist
oder zur Bildung eines Bodens des Hohlkörpers dient. Die Lage eines solchen Bodens ist in der
Zeichnung durch die gestrichelte Linie P angedeutet.
Claims (2)
- Patentansprüche:I. Verfahren zum Herstellen von Schleudergußhohlkörpern, insbesondere aus Stahl, in um die senkrechte Achse umlaufenden Formen, die mit einem Metallüberschuß beschickt werden, der aus der Form wieder entfernt wird, dadurch gekennzeichnet, daß durch die überschüssige Metallmenge eine dickere, vorteilhaft nach unten verstärkend zunehmende Metallschicht gebildet wird, als der gewünschten Wandstärke des Hohlkörpers entspricht, und die Drehung unterbrachen wird, sobald das eingegossene Metall bis auf die gewünschte Wandstärke erstarrt ist.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das überschüssige Metall go nach dem Stillsetzen der Form in ihr zur Bildung eines Bodens des geschleuderten Hohlkörpers verbleibt.Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen werden:deutsche Patentschriften Nr. 518122, 656 707;französische Patentschrift Nr. 388198.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen«RUN. GEDRUCKT IN DER REtCTSDRUCKEWa
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR883000D FR883000A (de) | 1941-05-11 | ||
| BE445984D BE445984A (de) | 1941-05-11 | ||
| DED85022D DE744461C (de) | 1941-05-11 | 1941-05-11 | Verfahren zum Herstellen von Schleudergusshohlkoerpern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED85022D DE744461C (de) | 1941-05-11 | 1941-05-11 | Verfahren zum Herstellen von Schleudergusshohlkoerpern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE744461C true DE744461C (de) | 1944-01-15 |
Family
ID=7064204
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED85022D Expired DE744461C (de) | 1941-05-11 | 1941-05-11 | Verfahren zum Herstellen von Schleudergusshohlkoerpern |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE445984A (de) |
| DE (1) | DE744461C (de) |
| FR (1) | FR883000A (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR388198A (fr) * | 1908-03-14 | 1908-08-04 | Pierre Eugene Lecallier | Procédé de fabrication de corps creux |
| DE518122C (de) * | 1931-02-18 | Gustav Tichy Dipl Ing | Kokille zur Herstellung von Hohlkoerpern durch senkrechten Schleuderguss | |
| DE656707C (de) * | 1938-02-11 | Acieries De Longwy Soc D | Verfahren zum Herstellen gegossener Hohlbloecke und aehnlicher Werkstuecke |
-
0
- FR FR883000D patent/FR883000A/fr not_active Expired
- BE BE445984D patent/BE445984A/fr unknown
-
1941
- 1941-05-11 DE DED85022D patent/DE744461C/de not_active Expired
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE518122C (de) * | 1931-02-18 | Gustav Tichy Dipl Ing | Kokille zur Herstellung von Hohlkoerpern durch senkrechten Schleuderguss | |
| DE656707C (de) * | 1938-02-11 | Acieries De Longwy Soc D | Verfahren zum Herstellen gegossener Hohlbloecke und aehnlicher Werkstuecke | |
| FR388198A (fr) * | 1908-03-14 | 1908-08-04 | Pierre Eugene Lecallier | Procédé de fabrication de corps creux |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE445984A (de) | |
| FR883000A (de) | 1943-07-02 |
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