DE744231C - Verfahren und Maschine zum Blasen von Hohlglaskoerpern - Google Patents

Verfahren und Maschine zum Blasen von Hohlglaskoerpern

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DE744231C
DE744231C DES138332D DES0138332D DE744231C DE 744231 C DE744231 C DE 744231C DE S138332 D DES138332 D DE S138332D DE S0138332 D DES0138332 D DE S0138332D DE 744231 C DE744231 C DE 744231C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B9/00Blowing glass; Production of hollow glass articles
    • C03B9/13Blowing glass; Production of hollow glass articles in gob feeder machines
    • C03B9/14Blowing glass; Production of hollow glass articles in gob feeder machines in "blow" machines or in "blow-and-blow" machines
    • C03B9/16Blowing glass; Production of hollow glass articles in gob feeder machines in "blow" machines or in "blow-and-blow" machines in machines with turn-over moulds

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Blow-Moulding Or Thermoforming Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Verfahren und Maschine zum Blasen von Hohlglaskörpern Die Erfindung bezieht sich zunächst auf ein Verfahren zur Herstellung von. Hohlglaskörpern, im besonderen von Flaschen, das für etwa halbautomatischen Betrieb Verwen.-dung finden kann und das nicht nur nach dem Vor- und Fertigblasesystem, sondern auch nach dem Saug-Blas-System arbeiten soll. Das Preß-Blas-Verfahren scheidet aus, da es grundsätzlich vom Saug-Blas-Verfahren verschieden ist, denn beim Pressen von Glaskörpern kann Schmelzgut von gerin,gerex Temperatur verwendet werden als beim Saug-Blas-Verfahren. Es ist deshalb auch in der Fertigform eine wesentlich niedrigere Ternpieratur vorhanden, ,als :sie in der Fertigform für Saug-Blas-Einrichtungen: erforderlich ist. Hieraus ergibt sich die zwangsläufige Folge, daß zur Sicherung der nötigen Temperatur in ,der Fertigform die Zeit zwischen Vor- und Fertigform genauestens geregelt und möglichst kurz sein muß. Die Blasdauer selbst in der Fertigform muß. solchen Beschränkungen nicht unterworfen sein.
  • Bei den bekannten Maschinen dieser Art ist aber wie Blasda:uer zwangsläufig ,an :die periodische Arbeitsweise der Maschine giebunden, so daß :der Arbeiter am Ofen (der Anfänger) diese mit Rücksicht auf die Temperaturforderung für den Pasten- in der Vorform nicht regeln kann.
  • Das Verfahren nach der Erfindung gestattet nun eine wesentliche Abkürzung der Herstellungszeit in der Maschine und eine willkürliche Regelung :der Blaszeit, indem der Stillstand :der Maschine für die Blasdauer ausgenutzt wird, wobei während :der zwangsläufigen Arbeitsperiode, einschließlich des Schwenkens dieser Halter, die Bewegungen der Formteile sowie das Ansaugen und Vorblasen des Külbels .erfolgen, während. das Fertigblasen in der Fertigform am Ende der .. Arbeitsperiode vor dem Stillsetz.en der Maschine beginnt, während des ganzen Stillstandes der Maschine der Blasdruck bis zum Beginn der nächsten Arbeitsperiode bestehen bleibt und erst bei erneutem Ingangsetzen der Maschine, also in der nächsten Periode, wieder gelöst wird. Hierdurch wird die Blasdauer in der Fertigform von dem zwangsläufigen Arbeitsgang der Maschine unabhängig und ist nicht zeitgebunden. Man erreicht hierdurch das Ausblasen einer Form während der sonst toten Zeit. Es überschneidet also die Blasdauer zwei Arbeitsperioden, da sie am Ende der einen beginnt, während der Totzeit, dem Stillstand, anhält und in der folgenden Periode erst gelöst wird. Die Zeit des Stillstandes, d. h. auch der Bläsdauer, liegt somit in der Hand des Arbeiters, und die bisher vorhandene Totzeit fällt fort. Hierdurch wird die Arbeitszeit wesentlich verkürzt, da während des Druckablasses aus -dem Fertigglas, dem Abheben des Blaskopfes und dem Öffnen der Fertigform sowie des Ausfahrens des Fertigstückes das Saug-Blasen in der Verform und die Schwenkung der Halter .erfolgt.
  • Zur Ausführung des Verfahrens verläuft der Arbeitsgang der Maschine folgendermaßen: Nach der ersten Arbeitsperiode befindiet sich in der Fertigform ein noch unter Blasdruck stehender Hohlglaskörp,er, während die Verform geschlossen ist, nachdem das Einfüllen, Abschneiden und Ansaugen des Postens erfolgt ist. Die Maschine wird nun in Gang gesetzt, d.. h._ die Steuerbewegungen für Boden- und Saugventil setzen ein, dann schwenkt nasch dem Vorblasen der Boden aus, das Blasventil setzt sich an, und die Verform öffnet sich nach dem Vorblasen, damit das Külbel geschwenkt ,werden kann. Unterdessen war die Fertigform geschlossen, und der Blaskopf sitzt noch vom vorhergehenden Ausblasen auf der Form. Beim Beginn der nächsten Periode setzt die Steuerung zum Heben des Blaskopfes ein, und die Fertigform und die Zangenhalter öffnen sich. Es folgt nun die bekannte Schwenkung der Werkstückhalter, während das Fertigstück ausfährt; das Külbel kommt von der Verform an, und der mit dem Fertigstück ausgefahrene Boden fährt wieder ein. Es schließt sich nun die Fertigform, und der Blaskopf setzt sich auf, worauf der Blasdruck beginnt und gleich darauf die Maschine stillgesetzt wird. Inzwischen hat sich nach dem Drehen der Halter die Verform wieder geschlossen, das Saugventil ist geöffnet und der Saugkopf eingeschwungen.
  • Das Verfahren hat den Vorteil, daß bei etwa zu heißem Glaseinsatz der Glasmacher während des. Fertigblasens, also während des Stillstandes der Maschine, auch noch einige Sekunden mit dem Wiederingangsetzen der Maschine warten kann, um das bereits in die Verform eingefüllte Glas auf die gewünschte Temperatur abkühlen zu lassen.
  • Es sind Maschinen bekannt, bei denen die Herstellung des Külbels in der Vorbearbeitun.g und das Ausblasen des Fertigstückes in gleichen Zeiträumen ausgeführt werden, so daß die Zeit des Ausblasens des Fertigstückes von der Zeit der Vorbearbeitung des Külbels und der Schwenkeinrichtung abhängig ist. Dies fällt bei dem Verfahren nach der Erfindung fort, wobei die Schwenkzeit stark verkürzt werden kann, da diese für die Blasdauer nicht mehr maßgebend ist. Eine weitere Verkürzung der Arbeitszeit tritt durch die obenerwähnte Ausnutzung der Totzeit der Maschine ein.
  • Die Erfindung bezieht sich weiter auf eine Maschine zur Ausführung des Verfahrens, die in ihrer allgemeinen Einrichtung bekannt ist. Es handelt sich dabei um eine Saug-Blas-Maschine, die mit Verform, Schwenkeinrichtung für die Werkstückhalter und Fertigform ausgestattet ist und die periodisch arbeitet, wobei das Külbel und das Fertigglas gleichzeitig an zwei ortsgebundenen Formstellen hergestellt werden können. Alte derart bekannten Glasformmaschinen mit Drehtischen oder Schwenkeinrichtungen besitzen Steuerungen, die den Arbeitsvorgang auf den ortsgebundenen Formstellen regeln, wobei entweder nur während der verhältnismäßig langsamen Schwenkzeit oder während des periodischen Stillstandes der Schwenkeinrichtung die Formarbeit geleistet wird. Zumeist laufen diese Vorrichtungen periodisch durch, bis durch den Arbeiter ein vollkommener Stillstand der Maschine veranlaßt wird. Während des Stillstandes der ganzen Maschine wird aber keine Arbeit geleistet, so daß eine ungenutzte Totzeit entsteht.
  • Die. Erfindung betrifft deshalb Steuerungen an derartigen Maschinen, die nach Einschwenken des Külbels in die Fertigform und Aufsetzen des Blaskopfes unter Einschaltung der Ausblaseluft die Maschine zwar sofort stillsetzen, das Abschalten der Blasluft aber unterlassen :und dies erst nach Wiederanlassen der Maschine veranlassen. Hierbei wird während des Saugens -und Verformens des Külbels in der Verform, in der Fertigform nach diesem Abschluß der Blasluft der Blaskopf vom Fertigglas abgehoben und die Fertigform geöffnet, ,vorauf die neue Schwenkperiode von neuem einsetzt.
  • Es hört also während des mechanischen Stillstandes der Maschine die Steuerwirkung nicht auf wie bei allen anderen bekannten Maschinen, sondern es bleibt ein Steuervorgang mit dem verbleibenden Werkstück bis zum nächsten Arbeitsgang der Maschine bestehen, außerdem bleibt während des mechanischen Stillstandes der Blasdruck auf das Werkstück weiter wirksam, so daß unterschiedliche Steuervorgänge von den mechanischen Bewegungen der Maschine unabhängige Wirkungen hervorrufen. Diese Unabhängigkeit bringt aber. Zeitersparnis im Herstellungsverfahren:. ' In den Zeichnungen ist eine Glasblasmaschine mit den zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung erforderlichen Einrichtungen schematisch ,dargestellt.
  • Abb. i zeigt ,die Maschine von oben und Abb. a im senkrechten Querschnitt.
  • In den Abbildungen sitzen die Vorform a und die Fertigform g auf einer um 18o; in der Senkrechten drehbaren Schwenkeinrichtung f, so daß die öffnung der Vorform.a oben und die der Fertigform g unten liegt. Über der Vorform ist die Abs,chneidevorrichtung b angeordnet, die den Glasposten vom Anfangeisen abschneidet. An einem Schwenkarm d2 ist eine - die Külbellänge Vorrichtungdl angebracht. An der unteren Seite -der Vorform a liegt ein durch Federkraft -beeinfiußter Pegel e, der durch den schwenkbaren Pegelhalter c bewegt wird. Des weiteren sind die üblichen, iii:cht weiter dargestellten Einrichtungen zum Regeln der Saug- und Blasluft, zum öffnen und. Sichließen der Ventile und der Formhälften durch Federn p und zum Schwenken der als Ringhalter ausgebildeten Dreheinrichtung f - vorgesehen.
  • Auf der Seite der Fertigform ,g ist der Boden i auf einem Schieber h angebracht, durch den der Boden i aus- und eingefahren werden kann. Oberhalb der Fertigform g ist der bewegliche Blaskopf h angebracht, der ebenfalls durch die gemeinsamen Steuereinrichtungen aus- und eingefahren wird.
  • An den Schieber k schließt sich der Absetzteller m an, über dem eine schwenkbare Greifervorrichtung L, n angeordnet ist, die das Fertigglas auf das Förderband o absetzt.
  • Die Arbeitsweise der Maschine ist folgende: Nach Einfüllen des Glaspostens in die geschlossene Vorfolnn a durch den Anfänger löst dieser durch einen Fußhebel o. dgl. den Gang >der Maschine aus. und damit eine zeitlich gesteuerte Schwenkung der Schwenkeinrichtung f. Dabei ist das. Saugventil offen, und der Posten wird in die Vorform a eingesaugt und vom Anfangeisen abgeschnitten. Während nun der Anfämg er einen neuen Glasposten aus dem Ofen entnimmt, arbeitet die Maschine weiter, indem zunächst an der geschlossenen Vorferin a der Pegel @e nach unten gezogen wird und -das Druckventil öffnet, so daß das Külbel vorgeblasen wird. Beim Hochsteigen des Glases wird ein Schwachstromkontakt geschlossen, der ein Quecksilberrelais o..dgl. in Gang setzt, das über einen Magneten ein Ventil aufzieht, durch das die eingeschlossene Luft entweichen kann. Nachdem der Pegelhalter c ausgeschwenkt ist, öffnet sich die Vorform, und die Schwenkeinrichtung dreht nun mit dem festgehaltenen vorgeblasenen Külbel um i 8o' und führt das Külbel in die geöffnete Fertigform ,g ein. Inzwischen ist dort der Boden i eingefahren, auf den das Külbel absetzt. Die Form g schließt sich, worauf sich der Ausblasekopf h auf den Pegelringe absetzt, um das Hohlglas fertig auszublasen. Gleichzeitig ist der andere Ringe von der Fertigformseit@e nach der Vorform zurückgeschwenkt worden. Durch eine geeignete Steuereinrichtung, etwa einer Kupplung, wird nun die Maschine selbsttätig stillgesetzt, und die Fertigform bleibt unter Druck auf dem Boden i stehen, so daß die Zeit des Stillstandes zum Ausblasen des Hohlglases ausgenutzt wird. Erst beim Wiederingangsetzen der Maschine durch den Anfänger wird der Blaskopfk der Fertigform ,n, abgehoben und ausgeschwenkt und die Form geöffnet, ebenso der H,altering", so daß das Fertigglas mit dem Boden i ausgefahren werden kann. Die Greifervorrichtung L, 1t ergreift das: Fertigglas, hält es fest, so daß der Boden i zurückgefahren werden kann, und bringt das auf den Absetztellertn abgesetzte Glas auf das Förderband o, das, dem Gang des Verfahrens folgend, vorrückt und das Glas der Kühlvorrichtung zuführt.
  • Der Antrieb der Maschine erfolgt durch einen eingebauten Motor, der nicht nur die Maschine in Bewegung setzt, sondern auch alle notwendigen Zusatzmaschinen, wie Kompressoren, Saug-pumpen für Blas- und Saugluft, wie Ventilatoren zur Formen- und Mannschaftskühlung, zur Steuerung der Formenteile und Ventile sowie zur Schmierung antreibt. Unter Verwendung von bekannten Speisern kann die Maschine vollautomatisch arbeiten, wobei dann nur jeweils der periodische Antrieb durch einen Arbeiter zu regeln ist. -

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: .i. Verfahren zum Blasen von Hohlglaskö.rpern unter Verwendung einer periodisch arbeitenden Maschine mit Schwenkeinrichtung für die Werkstückhalter, wobei das Külbel und das Fertigglas gleichzeitig an zwei ortsgebundenen Formstellen hergestellt werden, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer nach jeder Arbeitsperiode stillgesetzten Maschine während dieser Arbeitsperiode, einschließlich des Schwenkens der Werkstückhalter, die Bewegungen der Formteile sowie das Ansaugen und Vorblasen des Külbels erfolgen, während das Fertigblasen in der Fertigform vor Stillsetzen der Maschine am Ende der Arbeitsperiode beginnt und während des Stillstandes der Blasdruck bestehen bleibst, der ;erst bei erneutem Ingangsetzen der Maschine nach B.egi'nn der nächsten Periode wieder gelöst wird, womit die Blasdauer in der Fertigform von der Dauer des periodischen Arbeitsganges der Maschine unabhängig gehalten wird.
  2. 2. Maschine zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Glasform- und Blasmaschine derart gesteuert ist, daß nach Einschwenken des vorgeblasenen Külbels in die Fertigform und nach Aufsetzen des Blaskopfes unter Einschaltung der Ausblaseluft die Maschine stillgesetzt wird und das Abschalten der Blasluft erst nach erneutem Ingangsetzen der Maschine für eine weitere Arbeitsperiode erfolgt.
  3. 3. Maschine zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß, während in der Vorform das Külbel angesaugt und ,geformt wird, in der Fertigform nach Abschluß des Blasdruckes der Blaskopf vom Fertigglas dels vorhergehenden Arbeitsganges abgehoben und die Fertigform geöffnet wird, -#conach die Werkstückhalter, sich gegenseitig austauschend, also periodisch im Kreis umlaufend, in bekannter Weise um rgo° geschwenkt «-erden. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand -der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: deutsche Patentschriften..... Nr. 246 178, 479 928# 541 783, 547 133# 579 468# 631 038, österreichische Patentschriften Nr. 2 625, 81 95o: französische Patentscbrift.. Nr. 456025; VSA-Patentschriften...... Nr. r 294 319, 1 537 857, 1 853 861.
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