DE743331C - Elektrolytisches AEtzen von Tiefdruckzylindern und -platten - Google Patents

Elektrolytisches AEtzen von Tiefdruckzylindern und -platten

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DE743331C
DE743331C DEL99546D DEL0099546D DE743331C DE 743331 C DE743331 C DE 743331C DE L99546 D DEL99546 D DE L99546D DE L0099546 D DEL0099546 D DE L0099546D DE 743331 C DE743331 C DE 743331C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25FPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC REMOVAL OF MATERIALS FROM OBJECTS; APPARATUS THEREFOR
    • C25F3/00Electrolytic etching or polishing
    • C25F3/02Etching

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • ing And Chemical Polishing (AREA)

Description

  • Elektrolytisches Ätzen von Tiefdruckzylindern und platten Die Erfindung bezieht sich auf die elektrolyfische Ätzung von Tiefdruckzylindern und -platten und bezweckt, insbesondere durch Erhöhung der Stromlinienstreuung, Auflösung der störenden wasserunlöslichen Ätzprodukte und durch Anwendung hoher Stromdichten eine Verbesserung der mit den bisher bekannten @elektrolytischen Ätzverfahren @erreichba-en Arbeitsergebnisse.
  • Bekanntlich können beim Tiefdruck größere Bildelemente nichteinfach als glatte Vertiefungen eingraviert oder eingeätzt werden, sondern müssen, um gut ausgedruckt zu werden, in keilförmige parallele Rillen aufgeteilt werden, wobei schmale Stege verbleiben, welche zur Stützung des Rakels dienen und im Zeugdruck Haschuren genannt werden.
  • In der Zeichnung sind verschiedene Formen von Haschuren schematisch und stark vergrößert im Querschnitt dargestellt. Abb. i zeigt die günstigste Form der Haschuren, -wie sie durch Hand- oder Molettengravur .erreicht werden kann. Ein großer Teil der zu bedruckenden Muster wird aber durch Photogravur oder mittels Pantographen auf die Walze übertragen und anschließend tief geätzt. So weit chemische Ätzverfahren zur Anwendung gelangen, benutzt man im 'allgemeinen Salpetersäure und Eisenchloridlösungen. Salpetersäure allein ätzt stark in die Breite, Eisenchloridlösungen dagegen mehr in die Tiefe. Durch abwechselndes Ätzen mit den beiden genannten Flüssigkeiten kann die in Abb.2 dargestellte Form der Haschuren erreicht werden. jedoch kann dieses Ätzverfahren nur von erfahrenen Fachleuten ausgeführt werden. Auch betragen die Ätzzeiten bis zu 3 Stunden.
  • Sämtliche bisher durch Ätzung gewonnenen Haschuren weichen stark von der in Abb. i gezeichneten Idealform ab. Durch die chemischen Ätzverfahren und auch durch die bisher bekannten elektrolytischen Ätzverfahren können nur Naschuren gewonnen werden, die im wesentlichen der in Abb.2 gezeigten Form entsprechen.
  • Bei der bisher bekannten elektrolytischen Ätzung für Hochdruckformen war man bestrebt, Elektrolyte zu verwenden, w elche möglichst senkrecht in die Tiefe arbeiten. jedoch, ließ sich dabei ein leichtes seitliches Unterätzen nicht vermeiden. Es entstanden Naschuren ähnlich der in Abb.3 gezeigten Form.
  • Gemäß der Erfindung ist es gelungen, durch elektrolytische Ätzung Naschuren der in Abb. q. gezeigten Form zu erzielen, welche der in Abb. i dargestellten Idealform wes°ntlich näher kommen als irgendeine der bisher durch chemische oder elektrolytische Ätzung herstellbaren Naschuren. Dieses Ergebnis wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß Elektrolyte verwendet werden, die eine wäßrige Lösung von Chloraxamon, Chlorkalium und Salzsäure darste len. Bei einer bevorzugten Ausführungsform del' Erfindung- enthält der Elektrolyt etwa 2oog Chlorkalium, ioo g Chlorammo:n und 8 g HCl im Liter (entsprechend etwa. 25 ccm konz. Salzsäure). Man arbeitet mit diesen Lösungen zweckmäßig bei Spannungen von 8 bis 12 V.
  • Ch'oridlösungen anderer Zusammensetzung sind für die elektrolytische Ätzung schon bekanntgeworden. Demgegenüber zeichnen die gemäß der Erfindung zusammengesetzten Elektrolyte sich durch niedrigen pH-Wert, hohe Leitfähigkeit und gute Stromlinienstretung aus. Für die Stromlinienstreuting ist der Zusatz an Salzsäure wesentlich, dessen günstige Menge durch Vergleichsversuche leicht ermittelt werden kann. Bei Zugabe von io ccm Salzsäure je Liter fallen die Naschuren dünn und ungleichmäßig aus und brechen beim Druck leicht weg. Dagegen erhält man bei dem oben angegebenen Zusatz von 25 ccm Salzsäure auf den Liter eine Form der Naschuren. die der Idealform ziemlich nahe ist. Größere Mengen Salzsäure. -z. B. 8o ccm je Liter, führen wieder zu wesentlich schwächeren Naschuren. Die Ätzung fällt dann. rauh und ungleichmäßig aus. Dem Lösungsvermögen des Bades für wasserunlösliche Ätzprodukte wird durchEinst.ellung der Säurezahl auf 1,8 bis 0,2 PH ein Höchstwert verliehen.
  • Während sich bei den -bisher bekannten chemischen und elektrolytischen Atzverfahr_en häufig wassertullösliche Ätzprodukte in den Tiefen absetzen, welche der weiteren Ätzung einen starken Widerstand entgegensetzen und nur mittels Säuren entfernt werden können, zeigt sich bei der Anwendung des oben genannten Elektrolyten, daß die wasserunlöslichen Ätzprodukte ohne weiteres aus den sich bildenden Tiefen herausgelöst werden. so daß das Weiterätzen nicht behindert wird. Das Herauslösen der wasserunlöslichen Ätzprodukte wird durch den hohen Gehalt der Bäder an Chlorkalium begünstigt.
  • Bedeutungsvoll ist auch, daß die nach der Erfindung zusammengesetzten Elektrolyte keine chemische Einwirkung auf die zu ätzende Metallfläche ausüben. Daher kann der Strom _ zur Kontrolle der Ätzung unbedenklich ausgeschaltet werden, ohne das während der Prüfung eine weitere Ätzung zu befürchten wäre. Die hohe Leitfähigkeit der gemäß der Erfindung zusammengesetzten Elektrolyte gestattet die Anwendung hoher Stromdichten und ermöglicht, die Ätzzeit auf höchstens 2o Minuten herabzusetzen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrolytisches Ätzen von Tiefdruckzylindern und -platten, dadurch gekennzeichnet, daß ein Elektrolyt angewendet wird, der eine wäßrige Lösung von Chlorammon, Chlorkalium und Salzsäure darstellt und vorzugsweise etwa i oo g Chlor-0 Zoo g Chlorkalium und 8 g HCl im Liter ,Vathält, Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Pfanhauser: Die elektrolytischen Metallniederschläge 1928, S.324,
  2. 2.Abschnitt; deutsche Patentschrift ...... Nr. 83 615, insbesondere S. 2, rechte Spalte, i. Abs. britische Patentschrift ...... Nr. 122 358, insbesondere S. i, Z. 2o bis 27.
DEL99546D 1939-11-25 1939-11-26 Elektrolytisches AEtzen von Tiefdruckzylindern und -platten Expired DE743331C (de)

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DE241041X 1941-10-24

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1182319B (de) * 1954-07-12 1964-11-26 Beck S Inc Verfahren zur Herstellung eines Leitungsmusters auf einer Kunststofftraegerplatte

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE83615C (de) *
GB122358A (en) * 1918-06-26 1919-01-23 William Sylvester Eaton Improvements in the Art or Method of Etching Steel or other Plates.

Patent Citations (2)

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