AT149200B - Verfahren zur Bearbeitung der Oberfläche von Elektroden für Elektrolytkondensatoren. - Google Patents

Verfahren zur Bearbeitung der Oberfläche von Elektroden für Elektrolytkondensatoren.

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AT149200B
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  • Cleaning And De-Greasing Of Metallic Materials By Chemical Methods (AREA)

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Bearbeitung der Oberfläche von Elektroden für Elektrolytkondensatoren. 
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 bedingt wird, so dass 
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Für eine zehnfache Vergrösserung kommt dies auf eine Höhe von ungefähr 5 D hinaus. Es ist schwierig, diese Spitzen rein mechanisch, z. B. mittels Schneidwerkzeugen, Bürsten oder Sandstrahlen, anzubringen, und sie würden jedenfalls bei derartigen groben Bearbeitungen eine sehr grosse Materialdicke und folglich einen grossen Materialverbrauch erfordern. Wenn man von der vorerwähnten neuen Erkenntnis ausgeht, kann angenommen werden, dass bei mit der Sandstrahlwirkung vergleichbaren Verfahren die am meisten vorstehenden Spitzen jeweils wieder weggeschlagen werden und infolgedessen keine befriedigenden Ergebnisse erzielt werden. 



   Bekanntlich entsteht durch Ätzen oder Beizen reiner Metalle eine Oberflächenaufrauhung, da sich die verschiedenen Kristalle des Metalls mit ungleicher Geschwindigkeit im Ätzmittel lösen. 



   Trotzdem zeigt es sich auch beim normalen Beizen von Aluminium, das als Material für die erwähnten Elektroden   zunächst   in Betracht kommt, dass die erwartete besondere Vergrösserung der Oberfläche beim fertiggestellten Kondensator nicht auftritt, was, wenn man von der erwähnten Erkenntnis ausgeht, vermutlich der Tatsache   zuzuschreiben   ist, dass infolge der zu schnellen und wirksamen Beizbearbeitung, die der vorgenannten Anforderung entsprechenden Spitzen jeweils wieder weggebeizt werden. 



   Für diese   Oberflächenvergrösserung   wird ein verdünnte Salpetersäure enthaltendes Bad ver-   wendet. Gerade mit schwachen Ätzmitteln erhält man die beabsichtigten mikroskopisch kleinen Spitzen mit kleiner Grundfläche im Verhältnis zur Höhe. Es kann dabei die schwache Ätzwirkung   

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 sowohl durch die Beschaffenheit des Ätzmittels (verhältnismässig geringe Konzentration) als auch durch die niedrige Temperatur des Bades erhalten werden. Die schwache Ätzwirkung wird immer in der längeren Dauer des Ätzens, z. B. während einiger Stunden, zum Ausdruck kommen. 



   In der Praxis zeigt es sieh denn auch, dass bei Verwendung geeigneter Bäder nach verhältnismässig längerer Zeit, z. B. einigen Stunden, die grösstmögliche   Oberflächenvergrösserung   erreicht ist. 



  Wenn die Beizbearbeitung fortgesetzt wird, nimmt dann sogar die Vergrösserung wieder ab, was nach der vorerwähnten Erkenntnis der Abbröckelung der Spitzen zuzuschreiben wäre, wenn die Grund-   fläche   im Verhältnis zur   Mantelfläche   noch weiter verkleinert wird. 



   Erfindungsgemäss wird das Verfahren stundenlang fortgesetzt, bis die Oberfläche eine regelmässige, zweckmässig wenigstens fünffache   Vergrösserung   aufweist. 



   Als Ätzmittel empfiehlt es sich, eine Lösung von 3-4   e ?   Salpetersäure vom spezifischen 
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 dünnte Schwefelsäure, der sogenannten Vogler'sche Sparbeize zugesetzt ist. Diese Sparbeize ist in Deutschland im Handel erhältlich. 



   Bei sämtlichen Verfahren wird der Vorzug erhalten, dass die gewöhnlichen, ganz dünnen Elektrodenplatten verwendet werden können, so dass der Materialverbrauch gering bleibt, der Kondensator leicht ist und die Elektroden aufgerollt werden können. Die Platten haben z. B. eine Dicke von weniger als   1 mm.   



   Ferner kann es vorteilhaft sein, die Oberfläche vor oder nach der Bearbeitung oder sowohl vor als auch nach der Bearbeitung zu reinigen, z. B. durch Beizen in einer stark verdünnten 
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   Weiter können die an sieh ungenügenden, bekannten Verfahren mit dem nach der Erfindung kombiniert werden, wobei z. B. die ursprüngliche   Elektrodenoberfläche   auf mechanischem Wege, z. B. durch Bürsten mit feinen Metallbürsten oder Walzen mit Walzoberflächen mit einer ausgeprägten Dreh-oder Sehabrippe, ganz fein profiliert wird. 



   Die auf die beschriebene Weise aufgerauhte Oberfläche wird darauf in irgendeiner bekannten Weise mit einer als Dielektrikum dienenden Oxydhaut überzogen. 



   Als Elektrolyt, in dem die Elektroden nach der Erfindung schliesslich angeordnet werden, kann man die bekannten in Glyzerin gelösten ionisierenden Stoffe, z. B. Natriumbikarbonat od. dgl., verwenden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Bearbeitung von Elektroden für elektrolytische Kondensatoren mittels schwach wirkender Beizmittel, insbesondere unter Verwendung eines verdünnte Salpetersäure enthaltenden Bades, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren während einiger Stunden fortgesetzt wird, bis die Oberfläche eine regelmässige zweckmässig wenigstens fünffache Vergrösserung aufweist.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden mit schwach wirkenden Beizmitteln, einer Lösung von 4 cm3 Salpetersäure, spezifisches Gewicht 1-4 auf 100 cm3 Isoamylalkohol oder in verdünnter Schwefelsäure, der Vogler'sche Sparbeize zugesetzt ist, geätzt werden, worauf die Oberfläche mit einer Oxydhaut versehen wird.
AT149200D 1933-11-16 1934-11-16 Verfahren zur Bearbeitung der Oberfläche von Elektroden für Elektrolytkondensatoren. AT149200B (de)

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