DE680150C - Verfahren zum Entfernen des Bastes bei Eisenblechen - Google Patents
Verfahren zum Entfernen des Bastes bei EisenblechenInfo
- Publication number
- DE680150C DE680150C DEH150583D DEH0150583D DE680150C DE 680150 C DE680150 C DE 680150C DE H150583 D DEH150583 D DE H150583D DE H0150583 D DEH0150583 D DE H0150583D DE 680150 C DE680150 C DE 680150C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- bast
- hydrochloric acid
- procedure
- sheets
- iron chloride
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 title claims description 13
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 10
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 title description 4
- VEXZGXHMUGYJMC-UHFFFAOYSA-N Hydrochloric acid Chemical compound Cl VEXZGXHMUGYJMC-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 17
- FBAFATDZDUQKNH-UHFFFAOYSA-M iron chloride Chemical compound [Cl-].[Fe] FBAFATDZDUQKNH-UHFFFAOYSA-M 0.000 claims description 9
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 claims description 6
- 239000002184 metal Substances 0.000 claims description 6
- GRYLNZFGIOXLOG-UHFFFAOYSA-N Nitric acid Chemical compound O[N+]([O-])=O GRYLNZFGIOXLOG-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 5
- 229910017604 nitric acid Inorganic materials 0.000 claims description 5
- 229910021578 Iron(III) chloride Inorganic materials 0.000 claims description 3
- RBTARNINKXHZNM-UHFFFAOYSA-K iron trichloride Chemical compound Cl[Fe](Cl)Cl RBTARNINKXHZNM-UHFFFAOYSA-K 0.000 claims description 3
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 2
- 229910052799 carbon Inorganic materials 0.000 claims description 2
- 238000005554 pickling Methods 0.000 description 6
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 4
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 4
- 230000001680 brushing effect Effects 0.000 description 3
- 238000000576 coating method Methods 0.000 description 3
- MHAJPDPJQMAIIY-UHFFFAOYSA-N Hydrogen peroxide Chemical compound OO MHAJPDPJQMAIIY-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N Sulfuric acid Chemical compound OS(O)(=O)=O QAOWNCQODCNURD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 239000011248 coating agent Substances 0.000 description 2
- DGAQECJNVWCQMB-PUAWFVPOSA-M Ilexoside XXIX Chemical compound C[C@@H]1CC[C@@]2(CC[C@@]3(C(=CC[C@H]4[C@]3(CC[C@@H]5[C@@]4(CC[C@@H](C5(C)C)OS(=O)(=O)[O-])C)C)[C@@H]2[C@]1(C)O)C)C(=O)O[C@H]6[C@@H]([C@H]([C@@H]([C@H](O6)CO)O)O)O.[Na+] DGAQECJNVWCQMB-PUAWFVPOSA-M 0.000 description 1
- 238000009835 boiling Methods 0.000 description 1
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 description 1
- 238000005097 cold rolling Methods 0.000 description 1
- 239000000428 dust Substances 0.000 description 1
- 238000009713 electroplating Methods 0.000 description 1
- 230000008030 elimination Effects 0.000 description 1
- 238000003379 elimination reaction Methods 0.000 description 1
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 1
- 239000007769 metal material Substances 0.000 description 1
- 239000002480 mineral oil Substances 0.000 description 1
- 239000003921 oil Substances 0.000 description 1
- 235000019198 oils Nutrition 0.000 description 1
- 230000001590 oxidative effect Effects 0.000 description 1
- 238000007747 plating Methods 0.000 description 1
- VKJKEPKFPUWCAS-UHFFFAOYSA-M potassium chlorate Chemical compound [K+].[O-]Cl(=O)=O VKJKEPKFPUWCAS-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 1
- 229910052708 sodium Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000011734 sodium Substances 0.000 description 1
- 230000000638 stimulation Effects 0.000 description 1
- 238000004381 surface treatment Methods 0.000 description 1
- 235000015112 vegetable and seed oil Nutrition 0.000 description 1
- 239000008158 vegetable oil Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C23—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
- C23G—CLEANING OR DE-GREASING OF METALLIC MATERIAL BY CHEMICAL METHODS OTHER THAN ELECTROLYSIS
- C23G1/00—Cleaning or pickling metallic material with solutions or molten salts
- C23G1/02—Cleaning or pickling metallic material with solutions or molten salts with acid solutions
- C23G1/08—Iron or steel
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- General Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Cleaning And De-Greasing Of Metallic Materials By Chemical Methods (AREA)
Description
- Verfahren zum Entfernen des Bastes bei Eisenblechen Beim Aufbringen von insbesondere metallischen Überzügen auf Bleche, wie z. B. beim Verzinnen, Galvanisieren, Plattieren u. dgl., zeigen sich oft am Rand Stellen, die keinen oder nur einen teilweisen Überzug haben, so daß sie für den weiteren Gebrauch ausscheiden. Der Grund für diese Erscheinung ist das Auftreten von Glühspuk oder Bast. Man versteht darunter Kohlenstoffablagerungen, die größtenteils von dem in Kaltwahbetrieben benutzten Öl oder Fett herrühren. Diese Abscheidungen treten beim Glühen der Bleche als schwarze Schicht auf und werden bei einer weiteren Kaltwalzung fest aufgewalzt. Bei Verwendung pflanzlicher Öle sind diese Abscheidungen zwar geringer. Sie lassen sich jedoch nie ganz vermeiden, zumal damit gerechnet werden muß, daß iin Betrieb mineralische Öle zwischen die Walzen gelangen.
- Es ist bekannt, die Bleche vor der weiteren Oberflächenbehandlung zur Entfernung des Zunders mit einer üblichen Beizflüssigkeit, wie i 5 %iger Salzsäure oder 2o- bis 25%iger Schwefelsäure zu reinigen. Man hat zu diesem Zweck auch schon salpetersäurehaltige Salzsäurebeizlösungen vorgeschlagen. Nach diesem bekannten Verfahren gelingt zwar die Entfernung des, Zunders; eine Beseitigung des Bastes ist aber durch diese Behandlung nicht möglich, auch dann nicht, wenn man das B:eizbad auf höhere Temperaturen bringt oder längere Zeit einwirken l äßt.
- Des weiteren sind Verfahren zum Beizen mit salzsäurehaltigen Eisenchloridlösungenbekannt.
- Man hat auch versucht, den Bast durch starke mechanische Reinigung, z. B. mittels Metallbürsten oder unter Verwendung von Schleifmehl zu entfernen. Dieses Verfahren hat nicht immer Erfolg. Andererseits wird aber dadurch die hochglanzpolierte Oberfläche der Bleche, die für das nachfolgende Überziehen mit metallischen Stoffen wesentlich ist, stark beschädigt. Erfindungsgemäß werden die mit Bast behafteten Bleche mit einer salzsäurehaltigen Eisenchloridlösung folgender Zusammensetzung
behandelt und anschließend durch einen Wasserstrahl abgespült. Diesen Lösungen können noch geringe Mengen Salpetersäure (bis zu 2 g/l) zugesetzt werden. Durch diese Behandlung wird der Bast auf seiner Unterlage so gelockert, daß er bei dem nachfolgenden AbspüIen bereits von selbst abspringt oder durch leichtes Bürsten beseitigt werden kann.6o bis i 1 5 g Fe C13 je Liter H2 O, 30 - 35 g HCi - - H20, - Die Notwendigkeit einer etwaigen Nachbehandlung durch Bürsten zwecks vollständiger Beseitigung des Bastes ist abhängig von der Stärke der Bastauflage, von der Anreicherung der Lösung an Eisenchlorid und von der Dauer ihrer Einwirkung. Je nach der Anreicherung des Bades an Eisenchlorid erfordert die Behandlung verschieden lange Zeit. Im übrigen richtet sich der Gehalt an Eisenchlorid nach der Arbeitsweise. Für die Wirksamkeit des Bades ist insbesondere der geringe Zusatz von Salpetersäure von Vorteil, da erst durch ihn die Auflockerung des Bastes soweit erfolgt, däß dieser sich bereits unter dem Wasserstrahl ablöst.
- Nachfolgendes Beispiel zeigt die Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Lösung: Ein o,28 mm dickes Eisenblech, das stark eingewalzten Bast aufwies, wurde i Minute lang in eine Lösung von:
getaucht. Nach dem Herausnehmen und Abspülen unter einem Wasserstrahl löste sich der Bast vollkommen ab. Eine Nachbehandlung durch Bürsten war nicht erforderlich. Das Blech war vollkommen blank, so daß es anschließend weiterverarbeitet werden konnte.i i i, s g Fe C13 je Liter H2 O, 32,7 9 HCl - - H2 0, , 1,26g HN03 - - H20, - Die Herstellung der Eisenchloridlösung geschieht entweder durch Zusammengeben der einzelnen Bestandteile oder durch Aufarbeiten- einer an sich verbrauchten Salzsäurebeizflüssigkeit. Dies erfolgt in bekannter Weise dadurch, daß man durch Zugabe von Salpetersäure, gegebenenfalls auch von Wasserstoffsuperoxyd, Natrium- oder Kaliumchlorat und anschließendes Aufkochen das in der Beizflüssigkeit gebildete Eisenchlorür (Fe 02) zu Eisenchlorid (Fe C13) aufoxydiert. In derselben Weise kann auch die Wiederaufarbeitung der erfindungsgemäßen Eisenchloridlösung erfolgen, wenn ihr Eisenchloridgehalt unter den Betrag von 60;o gesunken ist.
- Durch das erfindungsgemäße Verfahren ist die Möglichkeit gegeben, den Bast von Eisenblechen vollständig zu entfernen, und zwar in denkbar kurzer Zeit und ohne eine nennenswerte Beschädigung der Oberfläche. Ferner sind die Herstellungskosten der Lö- sung sehr gering, insbesondere wenn eine verbrauchte Salzsäurebeizflüssigkeit aufgearbeitet wird. -
Claims (2)
- PATRNTANSPRÜCiir i. Verfahren zum Entfernen von auf blankgeglühten zunderfreien Blechoberflächen anhaftenden kohlestoffhaltigen Belägen, dadurch gekennzeichnet, daß die Bleche mit einer salzsäurehaltigen Eisenchloridlösung behandelt werden, die die folgende Zusammensetzung aufweist:
6o bis i 15 g Fe C13 je Liter H2 0, 30 - 35 g HCI - - H20. - 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die salzsäurehaltige Eisenchloridlösung noch eine geringe Menge Salpetersäure (bis zu 2 g/1) enthält.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH150583D DE680150C (de) | 1937-02-11 | 1937-02-11 | Verfahren zum Entfernen des Bastes bei Eisenblechen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH150583D DE680150C (de) | 1937-02-11 | 1937-02-11 | Verfahren zum Entfernen des Bastes bei Eisenblechen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE680150C true DE680150C (de) | 1939-08-22 |
Family
ID=7180955
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH150583D Expired DE680150C (de) | 1937-02-11 | 1937-02-11 | Verfahren zum Entfernen des Bastes bei Eisenblechen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE680150C (de) |
-
1937
- 1937-02-11 DE DEH150583D patent/DE680150C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE661936C (de) | Verfahren zum Elektroplattieren | |
| DE673405C (de) | Verfahren zur Vorbehandlung von Eisen- und Stahlwerkstuecken fuer die spanlose Formgebung, z.B. das Ziehen, Strecken und Walzen | |
| DE680150C (de) | Verfahren zum Entfernen des Bastes bei Eisenblechen | |
| DE715515C (de) | Verfahren zur anodischen Vorbehandlung zuvor in ueblicher Weise entfetteter Metalloberflaechen | |
| US2383434A (en) | Oxidation removing process | |
| DE1521888A1 (de) | Verfahren,Loesung und Konzentrat zum Reinigen von metallischen Oberflaechen und zur Bildung eines Phosphatueberzuges | |
| DE663772C (de) | Verfahren zum Ziehen von Rohren aus Eisen bzw. Eisenlegierungen ueber Stahlstangen | |
| DE2365499A1 (de) | Verfahren zur herstellung verzinnter stahlbleche | |
| DE10156624B4 (de) | Verfahren und Beizlösung zum Abreinigen von Belägen eines Stahl-Werkstückes | |
| DE685853C (de) | Trockenplattengleichrichter vom Kupferoxydultyp mit auf der Traegerelektrode aufgewachsenem Halbleiter aus einer Traegermetallverbindung | |
| DE2837012C3 (de) | Verfahren zur partiellen Emaillierung von Gegenständen aus rostfreiem Stahl | |
| EP1100982B1 (de) | Beizmittel für edelstähle | |
| DE3801018A1 (de) | Verfahren zum entfernen von zunder und oxyden von metallen, metallegierungen, insbesondere legierten staehlen, hochlegierten staehlen und kohlestaehlen mittels eines eisen(iii)-ionen enthaltenden beizbades | |
| DE741337C (de) | Verfahren zur Herstellung von glasklaren und farblosen Oxydschichten auf Aluminium und Aluminium-Legierungen | |
| DE626258C (de) | Verfahren zur Herstellung glatter, galvanisch plattierter Bleche und anderer Walzerzeugnisse | |
| DE718976C (de) | Verfahren zur Erzeugung von Oxydueberzuegen auf Magnesiumlegierungen | |
| DE821898C (de) | Verfahren zur anodischen Behandlung von Gegenstaenden aus Aluminium oder Aluminiumlegierungen | |
| DE477115C (de) | Verfahren zur Amalgamierung der Zinkbecher fuer Taschenlampen-, Anoden- u. dgl. Kleinbatterien | |
| DE879636C (de) | Verfahren zum elektrolytischen Reinigen von Baedern fuer das anodische Polieren von Metallen | |
| DE631371C (de) | Verfahren zur Vorbehandlung von Aluminium und seinen Legierungen zwecks Erzeugung festhaftender galvanischer UEberzuege | |
| DE685657C (de) | Verfahren zur Behandlung von gezunderten, warmgewalzten Transformatorenblechen | |
| DE741442C (de) | Verfahren zur Phosphatierung von aluminiumhaltigen Zinklegierungen | |
| DE704597C (de) | Verfahren zur Vorbereitung von Oberflaechen aus Aluminium und Aluminiumlegierungen fuer das Aufbringen von galvanischen UEberzuegen | |
| DE715169C (de) | Verfahren zur Herstellung von UEberzuegen aus Cadmium | |
| AT167636B (de) | Verfahren zur anodischen Polierung (Glänzung) von Metallen oder Metallegierungen |