DE738863C - Anordnung zur Speisung eines Wechselstromverbrauchsgeraetes aus einer Gleichstromquelle - Google Patents

Anordnung zur Speisung eines Wechselstromverbrauchsgeraetes aus einer Gleichstromquelle

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DE738863C
DE738863C DEN43178D DEN0043178D DE738863C DE 738863 C DE738863 C DE 738863C DE N43178 D DEN43178 D DE N43178D DE N0043178 D DEN0043178 D DE N0043178D DE 738863 C DE738863 C DE 738863C
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DE
Germany
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relay
converter
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transformer
power supply
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Expired
Application number
DEN43178D
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English (en)
Inventor
Dr Johan Willem Alexander
Jan Kuperus
Wijtze Hendrik Van De Mei
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Philips Intellectual Property and Standards GmbH
Original Assignee
Philips Patentverwaltung GmbH
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  • Driving Mechanisms And Operating Circuits Of Arc-Extinguishing High-Tension Switches (AREA)

Description

  • Anordnung zur Speisung eines Wechselstromverbrauchsgerätes aus einer Gleichstromquelle Die Erfindung betriffx eine Anordnung zur Speisung eines Wechselstromverbrauchsgerätes aus einer Gleichstromquelle, insbesondere zur Speisung eines Radioempfangsgerätes, welche einen Eisenkerntransformator und einen diesem vorgeschalteten, die Richtung des die Primärwicklung des Transformators durchfließenden Stromes periodisch umkehrenden Pendelumformer enthält und bei der wenigstens einer der Stromzuführungsleiter die Erregerwicklung eines Relais enthält, das beim Auftreten eines Überstromes eine :der Stromzuführungsleitungen unterbricht.
  • Die bekannten Anordnungen besitzen den Nachteil, daß die Lebensdauer des Pendelumfoxmers verhältnismäßig gering ist, und zwar weil die Kontakte des Pendelumformers, welche dazu dienen, die Richtung des die Transformatorprimärwicklung durchfließenden Stromes periodisch zu ändern, nach einiger Zeit zerstört werden.
  • Bekanntlich ist diese Zerstörung eine Folge des jeweils beim öffnen und vielfach ebenfalls beim Schließen der Unterbrecherkontakte zwischen den Kontakten entstehenden Lichtbogens, wodurch ein Verbrennen der Kontakte stattfindet. Zur Unterdrückung des erwähnten Lichtbogens ist es üblich, einen Kondensator parallel zu den Unterbrecherkontakten zu schalten. Es wird dadurch zwar die Lichtbogenbildung im normalen Betriebe im wesentlichen verhindert, nicht aber bei abnormalen Betriebszuständen, die hiri und wieder vorkommen, so daß die Kontakte dennoch verhältnismäßig schnell zerstört werden. Es ist nun naheliegend; wenigstens in einer der Stromzuführungsleitungen die Erregerwicklung eines Relais einzuschalten, das beim Auftreten eines Überstromes eine der Strornzuführungsleitungen unterbricht.
  • Die Erfindung betrifft eine besondere Bemessung der Arbeitszeiten eines solchen Relais, durch die eine sehr wesentliche Vergrößerung der Lebensdauer der Kontakte des Pendelumformers erzielt wird.
  • Gemäß der Erfindung ist die Summe der Ansprech- und der Abfallzeit des Relais derart in bezug auf die Eigenschwingungszeit des schwingenden Kontaktorganes des Pendelumformers bemessen, und zwar vorzugsweise kleiner als die Eigenschwingungszeit, daß der die Auslösung des Relais hervorrufende Strom und der beim Schließen des Unterbrecherkontaktes einsetzende Strom den Transformator in entgegengesetzter Richtung magnetisieren.
  • Zur leichteren Verständlichkeit der Erfindung werden zuerst die der Erfindung zugrundeliegenden Erkenntnisse näher erläutert.
  • Die Erfinder haben festgestellt, daß in den bekannten Umformeranordnungen der erwähnten Art sehr starke, kurzzeitige Überströme auftreten, und zwar steigen diese insbesondere gegen Ende einer Periode, während welcher zwei Kontakte des Pendelumformers miteinander in Berührung stehen, an. Diese Überströme ermöglichen beim Unterbrechen ,des Stromkreises eine starke Lichtbogenbildung, durch welche die Zerstörung der Kontakte erfolgen kann.
  • Es wurde festgestellt, daß die oben genannte Einschaltung eines Kondensators zwar zur Beseitigung der im normalen Betriebe auftretenden Lichtbogenbildung, jedoch nicht zur Unterdrückung der durch die Überströme hervorgerufenen Lichtbogenbildung ausreicht.
  • Es sei zuerst näher ausgeführt, wie die erwähnten Überströme entstehen können.
  • Im normalen Betriebe des Umformers entsteht im Transformator ein in seiner Richtung wechselnder magnetischer Fluß bestimmter Amplitude, wobei die maximale Größe des den Kern in der einen Richtung durchsetzenden Flusses im wesentlichen ebenso groß wie die des den Kern in der entgegengesetzten Richtung durchsetzenden Flusses ist.
  • Wenn jedoch durch besondere Umstände eine der Halbwellen, z. B. eine negative Halbwelle des die Primärtransformatorwicklung durchfließenden Wechselstromes ganz oder teilweise ausbleibt, wird die nächstfolgende positive Halbwelle des Primärstromes einen Fluß erzeugen, dessen maximale Größe wesentlich größer als die im normalen Betriebe auftretende ist. Letzteres bedingt dann aber insbesondere durch die Sättigung des Kerneisens eine sehr bedeutende Zunahme des Magnetisierungsstromes und der während einer Erregungsperiode im Transformator angehäuften magnetischen Energie.
  • Der vergrößerte Magnetisierungsstrom ruft beim Öffnen des Primärstromkreises einen besonders starken Lichtbogen hervor, wodurch die Kontakte des Pendelumformers schnell zerstört werden können.
  • Diese besondere Magnetisierung des Transformatorkernes entsteht vielfach bei der Inbetriebsetzung des Pendelumformers, und zwar dadurch, daß das schwingende Kontaktorgan anfänglich mehrere Male hintereinander den gleichen Unterbrecherkontakt schließt, so daß mehrere aufeinander folgende Stromstöße gleicher Polarität die Primärwicklung durchfließen. Ebenfalls kann im normalen Betriebe eine Halbwelle des Primärstromes dadurch ganz, oderteilweise ausbleiben, daß ein zwischen zwei Kontakte geratenes Staubteilchen o. dgl. oder eine Unebenheit einer der Kontaktflächen das Entstehen eines einwandfreien Kontaktes verhindert.
  • Schließlich kann bei dem heute vielfach angewendeten als Polwender ausgebildeten Pendelumformer ein Überstrom noch in einer anderen Weise entstehen.
  • Bekanntlich sind bei solchen Umformern die Zuleitungen je mit einem schwingenden Kontaktorgan verbunden, das zwischen zwei unterschiedlich mit den Enden der Primärwicklung des Transformators verbundenen Kontakten hin und her pendelt.
  • Wenn die beiden schwingenden Kontaktorgane nicht genau gleichphasig schwingen, kommt es vor, daß die beiden Zuleitungen über die Unterbrecherkontakte direkt miteinander verbunden werden. Durch den dann entstehenden Kurzschluß entsteht ein sehr starker Überstrom, -der eine starke Lichtbogenbildung beim Aufheben des Kurzschlusses hervorrufen kann.
  • Durch die erfindungsgemäße Maßnahme werden die durch die oben erwähnten besonderen Umstände entstehenden starken G'berströme und deren schädliche Wirkungen auf die Umformerkontakte beseitigt.
  • An Hand der Figuren wird die Erfindung näher erläutert.
  • In den Fig. i und 2 sind Schaltungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und in Fig. 3 ist ein Zeitdiagramm des Primärtransfortnatorstromes zur näheren Erklärung der Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Anordnung dargestellt. Übereinstimmende Teile sind in den Fig. i und 2 mit gleichen Bezugszeichen versehen.
  • In Fig. i sind i die Anschlußklernmen einer zur Speisung des Verbrauchsgerätes 31 aus einer Gleichstromquelle dienenden Umformeranordnung. Der Stromzuführungsleiter 2 der Anordnung ist mit einem in Schwingung versetzbaren Kontaktorgan 3, das im Betriebe zwischen den Kontakten d. und 5 hin und her pendelt, eines Pendelumformers verbunden.
  • Es wird dadurch der Zuführungsleiter 2 abwechselnd mit den beiden Enden der Primärwicklung 6 eines Transformators 7 verbunden, an dessen Sekundärwicklung das Verbrauchsgerät 31 angeschlossen ist. Die Pri- j märwicklung ist mit einer Mittelanzapfung versehen., die mit dem Zuführungsleiter 9 verbunden ist.
  • Je nachdem das schwingende Kontaktorgan an dem Kontakt .4 oder 5 anliegt, wird die eine oder die andere Hälfte der Primärwicklung von einem Gleichstrom durchflossen und entsprechend der Kern in der einen oder entgegengesetzten Richtung magnetisiert. Zur Unterdrückung der im normalen- Betriebe beim Öffnen und Schließen der Unterbrecherkontakte auftretenden Lichtbogenbildung sind die Unterbrecherkontakte durch Kondensatoren io und i i überbrückt worden.
  • In dem Stromzuführungsleiter 2 ist die Erregerwicklung 13 eines Relais 12 eingeschaltet, welches beim Auftreten eines Überstromes durch den Ruhekontakt 14 den Stromzuführungsleiter 2 unterbricht, wodurch das Entstehen eines starken Lichtbogens zwischen den Kontakten des Pendelumformers verhindert wird.
  • In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig.2 ist eine Umformeranordnung mit einem als Polwender ausgebildeten Pendelumformer dargestellt worden. Die Stromzuführungsleiter 2 und 9 sind je mit einem schwingenden Kontaktorgan 15 bzw. 16 verbunden, welches zwischen den Kontakten 17, 18 bzw. 19; 20 pendelt. Die Kontakte 17= und 2o sind mit dem einen Ende und die Kontakte 18 und i9 mit dem anderen. Ende der Primärwicklung 6 verbunden. Beim Betrieb des Umformers wird dadurch der die ganze Primärwicklung durchfließende Strom periodisch kommutiert.
  • In diesem Ausführungsbeispiel enthält das Überstromrelais eine von zwei, je in einem der Stromzuführungsleiter 2 bzw. 9 angeordneten Wicklungen@gebildete Erregerwicklung. Letzteres istgünsti.g zur Fernhaltung etwaiger durch den Betrieb des Pendelumformers hervorgerufener Störspannungen von der Speisespannungsquelle.
  • Die Wirkungsweise dieser Anordnung wird an Hand der Fig.3, in der beispielsweise ein Zeitdiagramm des die Primärtransformatorwicklung durchfließenden Stromes dargestellt ist, näher erläutert.
  • In diesem Diagramm ist der in vier aufeinanderfolgenden Schwingungsperioden der Zeitdauer T des Umformerkontaktorganes durch die Primärwicklung fließende Strom i. aufgetragen. Die im normalen Betriebe auftretenden positiven und negativen Halbwellen sind fortlaufend numeriert (23 bis 30) und teilweise gestrichelt eingetragen. Die Amplitude des Primärstromes enthält zwei Komponenten, wie in der positiven Halbwelle 23 angedeutet ist, nämlich eine Komponente I,., deren Größe von der Größe des Belastungswiderstandes abhängig ist und während der ganzen Dauer der Halbwelle die gleiche Größe besitzt und eine zweite Komponente 1o, die dem Magnetisierungsstrom entspricht und deren Größe während einer Halbwelle gemäß einer exponentiellen Kurve zunimmt. Weiterhin ist die Amplitude Im des Primärstromes angedeutet, bei der das Überstromrelais anspricht, Im normalen Betriebe (Halbwelle 23, 24, 25) ist der Relaiskontakt 14 geschlossen, weil der Primärstrom die zum Ansprechen des Relais erforderliche Größe nicht oder nur sehr kurzzeitig erreicht. Wenn aber infolge einer der oben erwähnten Ursachen die negative Halbwelle 26 nicht auftritt, wird beim Anfang der nächstfolgenden positiven Halbwelle 27 der Magnetisierungsstrom eine größere Amplitude als im normalen Betriebe besitzen. Weil der Magnetisierungsstrom während einer Halbwelle gemäß einer exponentiellen Kurve zunimmt, würde der gesamte Primärstrom am Ende dieser Halbwelle einen sehr hohen Wert erreichen und beim Öffnen des Stromkreises zwischen -den Unterb.recherkontakten ein starker Lichtbogen auftreten.
  • Jedoch wird letzteres durch die Anwendung des Relais verhindert. Wie :aus Fig, 3 ersichtlich ist, erreicht der Primärstrom im Zeitpunkte T, den zum Ansprechen des Relais erforderlichen Wert. Dadurch wird nach Ablauf einer durch die Trägheit des mechanischen Relais bedingten Zeitspanne A (Ansprechzeit) der Relaiskäntakt im Zeitpunkte t2 geöffnet werden, so daß das Entstehen eines Lichtbogens zwischen den Umformerkontakten verhindert wird.
  • Weil jetzt der Primärstromkreis unterbrochen ist, wird der Relaiskontakt nach Ablauf einer Zeitspanne B (Abfallzeit) im Zeitpunkte t3 wieder geschlossen werden, und der Primärstrom setzt wieder ein. Damit jedoch der Relaiskontakt nicht in einem einer positiven Halbwelle entsprechenden Zeitpunkt geschlossen wird, wodurch u. U. ein verhältnismäßig hoher Primärstrom entstehen könnte, ist es im Sinne der Erfindung notwendig, die Summe T, der Ansprechzeit A und der Abfallzeit B derart zu wählen, daß die Schließung während einer im vorliegenden Falle negativen Halbwelle stattfindet. Vorzugsweise wird dazu die Summe T, kleiner als die Eigenschwingungszeit T des schwingenden Kontaktorganes 3 bzw. 15, 16 des Pendelumformers gewählt. In dem Falle wird das Entstehen eines hohen Magnetisierungsstromes durch die Ummagnetisierung des Kerneisens mit Sicherheit vermieden.
  • Schließlich ist es zur Erzielung einer sehr schnellen Unterbrechung des Primärstromes, sobald ein Überstrom auftritt, günstig, die Ansprechzeit des Relais verhältnismäßig klein, und zwar vorzugsweise kleiner als die Abfallzeit, zu wählen, wie düich an sich bekannte Maßnahmen erzielt werden kann.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Anordnung zur Speisung eines Wechselstromverbrauchsgerätes aus einer Gleichstromquelle, insbesondere zur Speisung eines Radioempfangsgerätes, welche einen Eisenkerntransformator und einen diesem vorgeschalteten, die -Richtung des die Primärwicklung des Transformators durchfließenden Stromes periodisch umkehrenden Pendelumformer enthält, und bei der wenigstens einer der Stromzuführungsleiter die Erregerwicklung eines Relais enthält, das beim Auftreten eines Überstromes eine der Stromzuführungsleitungen unterbricht, dadurch gekennzeichnet, daß die Summe der Ansprech-und der Abfallzeit des Relais derart in bezug auf die Eigenschwingungszeit des schwingenden Kontaktorganes .des Pendelumformers gewählt ist, daß der die Auslösung des Relais hervorrufende Strom und der beim Schließen des Unterbrecherkontaktes einsetzende Strom den Transformator in entgegengesetzter Richtung magnetisieren.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Summe der Ansprech- und der Abfallzeit des Relais kleiner als die Eigenschwingungszeit des schwingenden Kontaktorganes des Pendelumformers ist.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ansprechzeit des Relais kleiner als dessen Abfallzeit ist. ,4. Anordnung nach Anspruch 1,:2 oder 3, bei der die Stromzuführungsleiter je mit einem schwingenden Kontaktorgan verbunden sind, das zwischen zwei unterschiedlich mit den Enden der nichtmittenangezäpften Primärwicklung des Transformators verbundenen Kontaktes hin und her pendelt, dadurch gekennzeichnet, daß die Erregerwicklung des Relais vor. zwei gesonderten Wicklungen gebildet wird, die unterschiedlich in den beiden Stromzuführungsleitern der Anordnung eingeschaltet sind.
DEN43178D 1939-04-23 1939-04-23 Anordnung zur Speisung eines Wechselstromverbrauchsgeraetes aus einer Gleichstromquelle Expired DE738863C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1110298B (de) * 1958-11-08 1961-07-06 Kupfer Asbest Co Wechselrichter mit Transistoren
DE1118898B (de) * 1956-05-19 1961-12-07 Siemens Reiniger Werke Ag Roentgenapparat fuer die Anfertigung kinematografischer Aufnahmen
DE1199874B (de) * 1958-11-08 1965-09-02 Kupfer Asbest Co Transistor-Wechselrichter oder -Wechselgleichrichter

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1110298B (de) * 1958-11-08 1961-07-06 Kupfer Asbest Co Wechselrichter mit Transistoren
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