DE736583C - Verfahren zur Spinnfasergewinnung aus gruenen Bastfaserpflanzen - Google Patents

Verfahren zur Spinnfasergewinnung aus gruenen Bastfaserpflanzen

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DE736583C
DE736583C DED84516D DED0084516D DE736583C DE 736583 C DE736583 C DE 736583C DE D84516 D DED84516 D DE D84516D DE D0084516 D DED0084516 D DE D0084516D DE 736583 C DE736583 C DE 736583C
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Germany
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fermentation
green
bast fiber
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DED84516D
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English (en)
Inventor
Bernhard Van Delden
Hermann Hohmann
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M Van Delden & Co
Original Assignee
M Van Delden & Co
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Publication date
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01CCHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
    • D01C1/00Treatment of vegetable material
    • D01C1/04Bacteriological retting

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Description

  • Verfahren zur Spinnfasergewinnung aus grünen Bastfaserpflanzen Es ist bekannt, zur Ge##4miung verspinnbarer Fasern aus grünen Bastfaserpflanzen, wie Grünhanf und Grünflachs -, die faserhaltigen Pflanzen durch Einleitung einer künstlichen Gärung der Schnellröstung zu unterwerfen. Man hat auch vorgieschlaggen, die künstliche Gärung durch Zusatz von Gärungserrekein und einein entsprechenden Nährsubstrat einzuleiten; beispielsweise hat man die Gärung ", durch Zusatz von Hefe und Zucker unter Beigabe von Glycerin oder durch Reinkulturen von Amylobacter eingeleitet.
  • Es wurde nun gefunden, daß man den GärunaSprozeß, -welcher bei den bekannten Verfahren eine Behandlung von mehreren Tagen bis zu mehreren Wochen verlangt, wesentlich abkürzen kann, wenn man p-Toluolsulfonclilor.tm,idnatriu-m zusetzt. Diadurch wird der Gärungsprozeß derart beschleunigt, daß der Angriff auf die Holzbestandteile der Faser schon nach 24 Stunden eine Entwicklung erreicht hat, bei der der Gärungsprozeß abgebrochen werden kann. Die so vorbereiteten Fasern werden im Anschluß an die Gärung einem Kochprozeß unterworfen.
  • Bisher wurde beim Aufschließen von Hanf eine Behandlung der pflanzlichen Stoffe mit Naniumh#pochlorit in saurer Lösung vor-Z, .genommen und an diesen Aufschluß eine Beuchung g angeschlossen. Eine derartig c Behandlung greift aber die Faser an und schädigt sie weitgehend. Außerdem ist eine nveimalige Behandlung notwendig nämlicli einerseits der Aufschluß mit Nätritimhypochlorit, andererseits der Beuchprozeß. Beide Verfahren müssen in #etr-enntü.ii.,%,xbeit-s,-äiigen durchgeführt -werden.' Im Gegensatz dazu läßt sich das neue Verfahren einheitlich ausführen. Man kann sowohl die Behandlung mit dem Gärbad als auch die Beuchung im gleichen Kessel -ohne Umpacken vornehmen. Während also alle bisherigen Aufschlußverfahren Mehrbadverfa:hren mit Umpacken und Unterbrechung sind ', läßt sich das Verfahren gemäß der Erfindung in einem einzigen Kessel in einem Zug durchführen, wobei die Unterbrechung nur das Ablassen der benutzten Flotten und das Spülen betrifit. Die Leistung der Anla-c kann sonach erheblich gesteigert -,verden.
  • Praktisch -elit man so vor, daß man beispielsweise dem Grünhanf in an sichbekannter Weise Traubenzucker und Hefe und gleich--# zeitig p-Toltiolsulfoiiehl-oraniidnatriLum hinzu---' fügt. Diese Verbindung gibt langsam Sauerstoti- ab. D,-r Vorgang vollzieht sich aber sa lan 0" sam. da.13 eine Schädig gung der Faser nicht eintritt. Die gewonnenen Fasern sind fest und %#iderstandsf-.«ilii- und lassen sich gut verarbeiten.
  • Der Gärprozeß dauert je nach dem Rohmaterial 24 Stunden. Im Anschluß an die Gärung -##ird das Material gespült -und mehrere Stunden im offenen Kessel mit Natronlau-c i on etwa 6' B# gekocht. Unter Umständen ist es zweckMäßig, das Kochen unter Druck vorzunehmen. -Nach dem Kochen wird abermals - spült. Es hat sich 1)ewiilirt, beim Kochen ge a ein Emulgierungsmittel zuzusetzen.
  • Die Hinztifii--tin-- des p-Toluolsulfoncliloramidnatriums zur Gärflüssigkeit bewirkt zunächst eine Stockung des Gärprozesses auf mehrere Stunden. Daraufhin setzt der Gärprozeß aber erneut ein und verlätift nun -völlig normal. Nach längstens 48 Stunden ist er so weit vorgeschritten. daß er abgebrach,en werden kann. Beim Bcticlieli wird wieder p-Toltiol.sulfonchloramidiiatriti,i-n zuggesetzt. Das p-Toluolsulfoiielilo,r-,imidnatriuni ist so widers#andsfälii-, daß es nach zweistündi-em Kochen nur iooo seiner Wirksamkeit verloren hat. Durch äie Ge-enwart dieses Stoffes ist es mö-lich, die Konzentration der Lau-e beim Beuchen erheblich herabzusetzen. Laugen von 2 bis 6 B# sind vollkommen ausreichend, um den Beuchprozeß durchzuführen.
  • Der gewonnene Faserstofi, beispielsweise Hanf, ist vollständig unverklebt und läßt sich init Ixichtigkeit diii-cli einen öffner in seineeinzelnen Faserteilchen, zerlegen. Die Faser ist iiii"-escli%#-äclit und auch erheblich besser in z# bezug auf Farbe als Fasern, die durch bloße Z, Gärun- ohne Zusatz des Oxydationsmittels ,#e,.#,onnen worden sind.
  • Das Beuchen erfolgt mit Vorteil in Gegenwart eines Emulgierungsmittels. Als Einulgierungsniittel, kann 'Naplitlienseife verwendet - z> erden. Ein solches Erzeugnis besteht beispielsweise aus etwa 5o0 ' 0 Naphtlienseife mit einem Zusatz von Kohlenwasserstoff und -eringen Mengen von Naphthenstilfonsäuren. Andere brauchbare Einulgie-rungsmittel sind ('vclolie.,zaiion oder die Sul foverb indun,-en von Benzol- und Naphtbalinderivaten.
  • Bei den bisher bekannten Verfahren war es nicht mö",-licli, die Pektinstoffe vollständi,# herauszulösen-, insbesondere ist durch ein der V ergärung folgendes starkes Bleichen, beispielsweise durch Einleiten von Chlor, dur Voru-ang der lierausl.östin- der Fasern ernpr findlich gestört worden. Das vorliegen& Verfahren gestattet aber,-in einem einzigen G#-t!ii,' den Aufschluß sowie den Bleicliprozeß im alkalischen Bad ohne Schädigun- cl-ur Faser zu vollziehen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Spinlifasergewinnwig ans 1-1rÜnen Bastfaserpflanzen, wie GrÜnhanf und Grünflachs-, unter Ver,#vendung, eines Gärungserre-er und ein e#iitsprecheindes Nährsubstrat enthaltenden Gärbades. dadurch gekennzeichnet, daß die Rohfasern dem Gärhad in Gegenwart von p-Toli-iols#ulfonchl,o#ramidiiatritvm ausgesetzt z# und im Anschluß daran mit schwachen. p-ToluolsulfonchloramidriatriLim enthaltenden Laugen gebeucht werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man der Beuchlauge ein Ernulgierungsmittel zusetzt.
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