-
Einrichtung zum Umformen von Glasröhren, Glasstäben oder anderen Gegenständen
aus Glas Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Erhitzen
und Um--formen von Röhren, Stäben oder anderen Gegenständen aus Glas mit nichtkreisförmigem
Querschnitt oder mit kreisförmigem Querschnitt, an denen eine Umformung zu nichtkreisförmigem
Querschnitt erzeugt werden soll.
-
Die vorliegende Vorrichtung stimmt mit bekannten zur Umformung von
Glasrohren u. dgl. mit kreisförmigem Querschnitt gebräuchlichen insoweit, überein,
als .sie einen drehbaren Halter für die umzuformenden Glasrohre aufweist, mit welchem
die Werkstücke vor einer die umzuformende Stelle erhitzenden Brennerflamme gedreht
werden.
-
Gemäß der Erfindung arbeitet der Halter für das Werkstück mit der
Erhitzungsvorrichtung so zusammen, daß die umzuformende Umfangsstelle des Werkstückes
ringsum ungleich erhitzt und erweicht wird, und zwar dergestalt, daß ein Glasrohr
unrunden Querschnitts. den gewünschten runden Querschnitt oder einen anders gestalteten
unrunden Querschnitt annimmt und das Glasrohr runden Querschnitts einen Querschnitt
der gewünschten unrunden Gestalt. Die Mittel, um diese ungleiche Erhitzung ringsum
herbeizuführen, können sehr verschiedener Art sein und gehören ebenfalls zum Gegenstand
der Erfindung. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der folgenden
Beschreibung.
-
Maschinen zur Umformung von Glasrohren elliptischen Querschnitts,
und zwar zur Anformun,g eines Bodens durch Ausziehen des
Rohres
an der erweichten Stelle sind bekannt. Hierbei werden die Glasrohre finit gleichmiißiger
«"inl;elgeschtvin,digkeit vor stillstehenden Brennern gedreht. Der Zweck und die
Zusammenordnung von Brenner und Halter ist aber nicht so, daß eine ringsum ungleiche
Erhitzung des Werksdickes elltstellt. Die größere Winkelgeschwindigkeit, mit wolcher
die Schmalseiten des elliptischer. Querschnitts am Brenner vorbeigehen, hat nicht
das Ergebnis .einer an diesen Stellen ,geringeren Erhitzung, offenbar deshalb, weil
die kürzere Erhitzungsdauer dieser Stellen durch größere Annäherung an den Brenner
ausgeglichen wird.
-
Auf den Zeichnungen ist ein Ausfiihrungsbeispiel des Erfindun sgegenstandes,
und zwar eine selbsttätig arbeitende Vorrichtung dargestellt Ahb.-i zeigt einen
lotrechten Schnitt durch die zu einer Maschine vereinigten Einr:chtur.gen.
-
Abb.2 zeigt eine seitliche Ansicht niit der l;rliitzungsvorriclitung.
-
Abb.3 zeigt einen Schnitt durch die Maschine mit Einrichtungen zum
seitlichen I3ewegel. der Haltevorrichtungen.
-
Abb. 4. zeigt eine seitliche Ansicht der Zubringer- und Entnahmevorrichtung
der firn Querschnitt nicht kreisrunden Glasröhren und -st,ibe.
-
Abb.5 zeigt einen Grtnidrila der oberen 1.Tascliinenariordnurig.
-
Die Maschine nach der Erfindung besteht aus der Grundplatte i, Seitenstücken
2 und 3 und einem oberen Tischrahmen :l, welcher mit besonderen Tragstützen 5, 6,
; und 8 versehen ist, in «-elchen die Tragwellen 9, 1o fest angeordnet sind (Abb.
i bis 5).
-
.auf den Tragwellen 9, 1o sind die Lagerstücke i i, 12 verschiebbar
angeordnet, in deren oberen Bohrungen die Hohlwellen 13, 14. drehbar gelagert sind.
Auf den nach innen gerichteten Teilen der Hohlwellen 13 und 1 4. sind die Haltestücke
15, 16
leid auf den nach außer. gerichteten Teilen die Zahnräder i-. i q
fest angeordnet. Die Haltestücke sind innen mit besonderen Führungen für die als
Schieber ausgebildeter. Spanistück,e 19 bis 22 versehen. Während die Spannstücke
einerseits` entsprechend den zur Verarbeitung kommenden, im Querschnitt nicht kreisrunden
Glasröhren und -stäben ausgebildet sind, wurden sie andererseits mit Flachzapfeii
23, z4 versehen, welche in die Ausdrehungen der `'Wellenansätze der Wellen 25 eingreifen
!Abb. i j. Die in den Bohrungen der Hohlwellen 13. 1,1 verschiebbar gelagerten Wellen
25 stehen vermittels der Keile 26 mit denselben in Eingriff, wodurch bei Drehung
der Hohlwellen 13, 1.1 die Wellen 25 mitge-
| dreht «-erden. Die nach auswärts -gerichteten |
| F_ndcn der Hohlwellen t ;, 14 sind mit An- |
| sätzen als Widerlaber für die auf den Wellen |
| 25 sitzenden Druckfedern 2; versehen. Auf |
| dun -iufereii Enden der Wellen 25 sind diu |
| D»ppelringstücke 2S fest aiigeordiiet. tcelcli(@ |
| reit der, nach abwärts gerichteten Hebelarmen |
| der N`'inkelliebe129 in gelerll;iger @-crl)illdtrll |
| stehen. Die Win:kelhellel a9 sind um die im |
| Attflriu der Lagerstücke t 1, t2 festsitzenden |
| holzen 3o beweglich gelagert (Abb. i und 5 - |
| Durch Niederdrücken der oberen freien I-lu- |
| helarnie der Winkelhebe129 werden durch |
| die Verbindungen mit den Dcippeli-ingstiik- |
| heli 28 die Wellen 25 nach auswärts verscht,- |
| bcn und durch die Verbindung derselben finit |
| den Flachzapfen23, 2.1 der Spannstücke rqlji- |
| 22 di^se ebenfalls nach innen gezogen, |
| dafa durch die aufsteigende Verschiebung der- |
| selben in den Haltestücken 13 und 1.1 dit- |
| Spannstückci. t9 bis 22 geöl-fliet @t erdeli. Nach |
| Freigabe der oberen Hebelarme der |
| hebel 2@.) werden durch die Druckfedern 2- |
| die `4'('11e11 25 und durch die unischriebei:en |
| Verbindungen die Spannstücken 19 hin- |
| nieder in Anfangs- oder @erschlul@stelluri |
| zurück--edreht. |
| Iil der- Seitenstücken 2, ; ist eine HatJpt- |
| ne11e 3 t drehbar gelagert, auf welcher inuh- |
| rere Nockenscheiben fest angeordnet sind. |
| Der Antrieb der Hauptwelle 3t kann sowohl |
| durch Zahnräderübersetzung als auch durch |
| andere geeignete Mittel erfolgen i -1b. i . |
| Auf der I-IauptJVelle 3 t ist ei]' Zahllr:rd |
| 32 lose angeordnet. welches als @upp@un@@- |
| hälfte ausgebildet ist. Dieses Zahnrad ;=steht |
| mit einem Zahnrad 33 in Ein- riii, «-elches |
| auf dein im Seitenstück 3 festsitzenden 13c,1- |
| zen 3.1 drehbar gelagert ist. Mit dein Zahn- |
| rad 33 ist ein Zahnrad 35 exzentrisch verbun- |
| den, «-elches nlit einem auf der Welic3!1 |
| exzentrisch festsitzenden Zahnrad ;; in Ein- |
| griff steht 1:41)b. i und 2,. |
| Auf der im Seitenstück-3 und 1_agrrarm |
| 38 drehbar gelagerten Welle 36 ist ein als |
| Kupplungshälfte ausgebildetes Zahnrat. ;, |
| drehbar gelagert, welches mit dein auf der |
| im Lagerstück i i drehbar gelagerten «-ul!e |
| 4o festsitzenden Zahnrad .11 in Eingr-iit:lit. |
| Das Zahnrad 4.i steht weiter noch mit dune |
| auf der Hohlwelle 13 festsitzenden Zalri.-zitl |
| J j 1n Eingriff, wodurch bei Drehun,; cfe- |
| Zahnrades39 das Zalinrad.li mit Weile |
| und das Zahnrad t; mit dir hiermit in Ver- |
| bindung stehenden Halte- und Spannvorrich- |
| tung 19 bis 2o mitgedreht werden. |
| Auf der Welle 36 ist eine Kupplungsli:ilt'tc |
| :12 vermittels eines Keiles .43 so angeordnet. |
| daß die Kupplungshälfte :12 bei Drehun |
| der Welle 36 niitgedreht und vermittels dc`s |
| Hebels .1-1 verschoben werden kann, d. h. tü.- |
Kupplung ein- oder ausgeschaltet und hierdurch das jeweilig bedingte
Umdrehungsverhältnis der Haltevorrichtungen bestimmt wird.
-
Die im Lagerstück i i drehbar gelagerte Welle 4.o steht mit dem nach
innen gerichteten Ende mit der zum Teil als Hohlwelle ausgebildeten Welle 4.5 vermittels
eines Beiles 4.6 derart in Verbindung, daß bei Drehung der Welle ,o die Welle ..5
mitgedreht wird und eine waagerechte Verschiebung, d. h. ein In- oder Auseinanderschieben
der Wellenenden, erfolgen kann.
-
Auf der Welle ¢5 ist ein Zahnrad .17 fest angeordnet, welches mit
dem auf der Hohl-Z, 1 4 festsitzenden Zahnrad 18 in Eingriff stellt. Durch diese
umschriebenen Verbindungcn werden die von dem Zaharad39 ausgehenden Dfehungen auf
die Spannvorrichtungen i 9 bis 22 gleichmäßig übertragen. Durch die exzentrische
Anordnung der in Eingriff- stehenden Zahnräder 35 und 37 tverden die von dem Zahnrad
32 ausgehenden gleichbleibenden Drehbewegungen als ungleichmäßige auf die Haltevorrichtungen
übertra-en.
-
I
Auf der Hauptwelle 31 ist eine Kupplungshälfte .18 vermittels
eines Keiles ..9 so angeordnet, daß dieselbe bei Drehung der Welle 3r niitgedreht
und auch verschoben, d. h. die Kupplung 32,q.8 ein- oder ausgeschaltet werden kann.
-
In dem mit der Grundplatte i fest verbundenen Lager 5o ist ein Bolzen
51 fest :angeordnet, auf dem ein Doppelwinkelhebiel 52
beweglich gelagert
ist, welcher mit seinem nach aufwärts gerichteten Hebelarme mit der Kupplungshälfte
¢8 in gelenkiger Verbindung steht. Der nach einwärts gerichtete Arm des Doppelwinkelhebels
52 steht vermittels 'der Rolle 53 mit der Nockenscheibe 54. in Eingriff, und auf
dem nach auswärts gerichteten Arm ist ein Gegengewicht 55 angeordnet (Abb. i und
3).
-
Die Rolle 53 des Doppelwinkelheb.els 52 legt sich gegen den Umfang
der mit mehreren erhöhten Nocken versehenen Nockenscheibe 5,1 an, wodurch beim Drehen
derselben durch die erhöhten Nocken die Rolle 53 mit dem tragenden Hebelarm nach
abwärts gedrückt wird und der mit der Kupplungshälfte 48 in Verbindung stehende
Hebelarm mit der Kupplungshälfte nach einwärts geschwungen wird, d. h. die Kupplung
32, 4.8 wird ausgelöst und. hierdurch der obere Maschinenteil ausgeschaltet, d.-h.
außer Drehung gesetzt (Abb. i ).
-
Sobald durch die weitere Drehung der Nockenscheibe5¢ die erhöhten
Nocken derselben die Rolle 53 freigeben, wird durch das Gegengewicht 55 der Doppelhebel
52 in seine Arbeitsstellung zurückgeschwungen, d. h. die Kupplung 32, ¢8 wieder-eingedrückt,
das Zahnrad 32 und hiermit die gesamte obere Maschine wieder mit in Drehung versetzt
Abb. i).
-
Auf der in den Seitenstücken 2, 3 festsitzenden Welle 56 ist ein Winkelhebel
57 beweglich gelagert, welcher mittels der Rollen 58, 59 mit den Nockenscheiben
6o, 6o,: in Eingriff steht. Der Winkelhebel 57 ist vermittels der Bolzen 61, 62,
Gelenkstücke 63, Bolzen 64., 65 mit den auf den Bolzen 66, 67 beweglich gelagerten
Winkelhebeln 68, 69 gelenkig verbunden. Die Winkelhebel 68, 69 sind mit den oberen
Enden vermittels Bolzen 7 i und Gelenkstücke 72, 73 an die Lagerstücke i i, 122t11-gelenkt
(Abb. i und 3).
-
Die N ockenscheiben 6o, 6o" sind mit den erhöhten Nocken 74, ; 5 versehen,
welche beim Drehen der Welle 31 mit den \ ockenscheiben 6o und Goa die Rollen 58,
59 nach oben oder nach außen drücken, d. h. den Winkelhebel 57 in Schwingung versetzen,
wodurch infolge der umschriebenen Verbindungen die Lagerstücke 11, 12 samt Zubehör
auf den Tragwellen 9, io zum Zwecke der Auf- oder Abgabe der im Querschnitt nicht
kreisrunden Glasröhren oder -stäbe in die jeweils erforderliche Stellung gebracht
werden (Abb. i und 3).
-
An der vorderen Seite der Grundplatte i und des Tischrahmens 4. ist
ein Vorbau ; 6 angeordnet, dessen obere Platte ; ; als Lagerplatte .ausgebildet
ist. Auf dem im Lager 7 8 festsitzenden Bolzen 79 ist eine schwingbare Führung 8o
gelagert, die mittels des Bolzens 81, Stange 82, Bolzen 3 mit dem auf der Welle
84 beweglich gelagerten doppelarmigen Hebel 85 in gelenkiger Verbindung steht.
Der nach einwärts gerichtete Hebelarm des doppelarmigen Hebels 85 ist mit einer
Laufrolle 86 -versehen, welche mit der Nockenscheibe 87 in Eingriff steht. Die Nockenscheibe
8; ist mit erhöhten Nocken 88 versehen, welche beim Drehen der Welle 31 mit der
Nocken. Scheibe 87 die Rolle 86 mit dem nach einwärts gerichteten Hebelarm des doppelarmigen
Hebels 85 nach abwärts und den nach auswärts gerichteten Hiebelteil samt der hiermit
in Verbindung stehenden Führung So nach aufwärts, d. h. letztere in waagerechte
Lage anheben. Sobald die Nocken 88 die Rolle 86 freigeben, wird durch das Eigengewicht
der umschriebenen Verbindung der Führungsteil 8o mit seinem vorderen Teile wieder
in Tiefstellung gesenkt (Abb.:l).
-
Auf der Welle 84 ist ein Winkelhebel S9 drehbar gelagert, welcher
vermittels der Rollen 9o, 9 i mit der Nockenscheibe 92 in Verbindung steht. Der
Winkelhebe189 ist mit seinem nach aufwärts gerichteten Hebelarm vermittels Bolzen
93, Stange 9-¢ und ,Polzen
95 mit dem auf Bolzen 96 beweglich gelagerten
Hebel 97 gelenkig verbunden, welcher mit seinem oberen Ende vermittels Bolzen
98, Stange 99 mit dem Bolzen i oo des in der Führung 8o verschiebbaren gabelförmig
ausgebildeten Zubringers toi in gelenkiger Verbindung steht (Abb.4). Die Nockenscheibe
92 ist mit erhöhten Nocken 1o2 versehen, welche beim Drehen der Welle ,3 i mit der
Nockenscheibe 92 die Rolle go nach auswärts und die Rolle gi nach aufwärts oder
umgekehrt bewegen, wodurch infolge det Verbindung mit dem Winkelhebe189 der hiermit
in Verbindung stehenden Zubringer i o i in der Führung 8o hin und her bewegt -wird.
Der Zubringer i o i ist an seinem vorderen Teile mit besonderen Aufnahmestellen
i o2,' i o3 versehen, -welche so gehalten sind. daß die zur Verarbeitung kommenden,
im Querschnitt nicht kreisrunden Glasröhren und -stäbe sicher getragen -werden können.
Der Abstand der Aufnahmestellen i o2 und i o3 voneinander entspricht dem Bewegungshub
des Zubringers toi (Abt. 4).
-
In den Lagern to4 der Lagerplatte 77 ist eine mit Keilriemenrädern
tos fest verbundene Welle tob drehbar angeordnet, die durch hier nicht näher umschriebene
Mittel von der Hauptwelle 3 i aus mit in Drehung versetzt werden. Auf den in den
Lagern 107 fest angeordneten Bolzen tob sind die Keilriemenräder tog drehbar gelagert,
welche durch die Keilriemen tio mit den Keilriem;enrädern tos in Verbindung stehen
und mitgedreht werden, Die Keilriemen i to sind mit Vertiefunwen versehen, welche
als Mitmehm;er für die aus dem Vorratskasten i i 1 auf die Keilriemen i to fallenden,
im Querschnitt nicht kreisrunden Glasröhren oder -stäbe dienen.
-
Mit den Lagern 107 -st eine Aufgabestellie 112 fest verbunden, welche
als Lagerstelle -für die von den Keilriemen ito abgleitenden, im Querschnitt nicht
kreisrnuden Glasröhren und -stäbe dient (:3bb. 4 und 5-').
-
Auf dem oberen Tischrahmen 4 sind die Führungen 113 fest angeordnet.
in denen die Führungsstangen, 1-i4 verschiebbar angeordnet sind, die mittels der
Bolzen i 15 mit den auf der Hohlwelle i 16 festsitzenden Hebeln i i 7 , Stange i
18 in beweglicher Verbindung stehen. Die Stange i 18 ist mit ihrem unteren Ende
mittels Bolzen 119 an den auf der Welle 8-1 beweglich gelagerten Hebel i 2o angelenkt,
d er --ermitt , els der Rolle 121 mit der Nockenscheibe 122 in Verbindung
steht. Die Führitiigsstangeti i i4 sind an ihren oberen verstärkten Enden vermittels
Stiften 123 mit den Hebel'- 12.1, welche auf den Führungen i 12 auf und ab bewegbar
sind, fest verbunden. Dic vorderen Teile der Hebel 124 sind, ivie (1`r Zubringer
toi, mit bedingten Aussparungen versehen. um dadurch. die jev,eils zur Verarbeitung
kommenden und von dem Zubringer toi gehaltenen im Querschnitt sticht kreisrunden
Glasröhren und -stäbe in eine für die Einspannung und Abgabe bedingte Stellung zu
bringen und zu halten. Die Abwärtsbewegung der Hebel 124 erfolgt durch die Verbindung
mit dem auf Welle 84 beweglich gelagerten Hebel 12o, Rolle 121 und Nocken i 25 der
N ockenscheibe i 22. Die Aufi%-ärtsbeii-egungen der Hebel 124 werden durch die auf
den Führungsstangen 1 iq. angeordneten Druckfedern 126 erledigt (Abt. 4). Auf der
Hauptwelle 3 i ist eine Nockeitscheibe 126 fest angeordnet, -welche mit der Rolle
12,^ des auf dem Bolzen i28 drehbar gelagerten Doppelhebels 129 in Eingriff steht.
Der Doppelhebel 129 ist mit seinem -waagerechten Hebelarm vermittels Bolzen i3o,
Stange i , i an dem im Lager 132 geführten Brennerträger i 33 gelenkig verbunden,
so daß die von der N ockenscheibe 126 und Rolle 127 ausgehenden Bewegungen auf den
im Brennerträger 133 angeordneten Brenner 134 übertragen werden, d.h. derselbe zur
Erzielung einer gleichmäßigen Erhitzung der im Querschnitt nicht kreisrunden Glasröhren
oder -stäbe gehoben oder gesenkt wird (Abb.2).
-
Auf dem oberen Tischrahmen sind sodann noch die Führungen 135, 136
fest angeordnet (Abt. 5), in denen die Führungsstangen 137, 138 verschiebbar
gelagert sind, die durch Nocketischeibe 139 und, da nicht wichtig, nicht angeführte
Hebelverbindungen betätigt werden. Auf den Führungsstangen 137, 138 sind die Hebel
i4o fest angeordnet, welche mit Laufrollen 1:11 versehen sind und bei Abivärtsbevegung
die freien Enden der Winkelhebel 29 ebenfalls niederdrücken, so daf3 die. Spannvorrichtungen
i9 bis 22 geöffnet oder durch Freigabe der Winkelhebel 29 wieder geschlossen werden.
-
Mit dem Tischrahmen 4 ist ein Aufnahmekasten 142 verbunden, welcher
so ausgebildet ist, daß bei Senkung des Zubringers i o i in die vorderste Stellung
das in der Aufnahme toi gehaltene fertige, im Querschnitt nicht kreisrunde Glasrohr
oder -stab auf die Schräwand des Aufnahmekastens 1.12 abgegeben -wird und in diesen
abgleitet.
-
Der Arbeitsgang der 'Maschine vollzieht sich wie folgt: Nachdem der
Aufnahmekasten i i i und die Mitnehmerstellen der Keilriemen i to sowie die Aufnahmestelle
i 12 mit den zui Vrrarbeitutig kommenden, im Querschnitt nicht kreisrunden: Glasröhren
oder -stäben ;efüllr und belegt sind, wird die Hauptwelle _3i mit den daraufsitzenden
Nockenscheiben in Drehung versetzt. Hierbei ist zu beachten. claß die Kupplungshälfte
48 sich int ausgerückten
Zustand befindet. Der in seiner Anfangs-
und Tiefstellung befindliche Zubringer i o i wird hierauf durch die Verbindung der
Führung 8o mit der Stange 82, Doppelarrnhebel 85, Rolle 86 und Nockenscheibe 87
aufwärts in waagerechte Lage gehoben, wobei ,durch die Aufnah mestelle io2 des Zubringers
ioi das auf der Auifgabestelle 112 lagernde, im Querschnitt nicht kreisrunde Glasrohr
oder -stab ausgehoben und übernommen wird.
-
Hierauf wird durch die Verbindungen der Nockenschebe 92 mit Winkelhebel
89 der hiermit in Verbindung stehende Zubringer ioi in seine vordere Entnahme- und
Abgabestellung verschoben, wodurch das zur Verarbeitung kommende, im Querschnitt
nicht kreisrunde Glasrohr oder -stab in. die Mittelachse der geöffneten und in äußerster
Stellung befindlichen Haltevorrichtungen 15 bis 16 gebracht und gehalten wird. Gleichzeitig
werden die in Hochstellung befindlichen Hebel 124 durch die Verbindung mit der N
ockenschei@be 122 nach abwärts in Tiefstellung bewegt, wodurch das in dar Aufnahmestelle
io2 des Zubringers ioi gehaltene, im Querschnitt nicht kreisrunde Glasrohr oder
-stab in die für die Einspannung bedingte Lage gerückt und gesichert wird.
-
Durch die Verbindung der Nockenscheiben 6o und Goa mit dem Winkelhebel
57 und Hebelverbindung 61 bis 73 mit den die Haltevorrichtungen 15, 16 tragenden
Lagerstücken i i, 12 werden letztere hierauf auf den Tragwellen 9, io nach einwärts
in Aufnahmestellung bewegt, so ,daß die eirnzuspannenden, im Querschnitt nicht kreisrunden
Glasröhren oder -stäbe in die geöffneten Halter i 9 bis. 22 bedingt hineinstehen.
Hierauf geben durch Auswärtsbewegung der Hebel 14o die Rollen 141 die Winkelhebel
29 frei, und die Spannstücke i9 bis 22 werden durch die Druckfedern 27 nach auswärts
gedrückt, wodurch dieselben die im Querschnitt nicht kreisrunden Glasröhren oder
-stäbe umspannen, d. h. letztere eingespannt werden. Gleichzeitig geben die Hebel
124 durch Aufwärtsbewegen und der Zubringer ioi durch Abwärtsbewegen das nunmehr
eingespannte Arbeitsgut frei, und der Zubringer i o i wird durch die bekannten Verbindungen
in Tiefstellung bleibend in seine Anfangsstellung zurückbewegt.
-
Gleichzeitig gibt die Nockenscheibe 54 die Rolle 53 des Doppelwinkelheb;els
52 frei, und durch das Gegengewicht 55 wird die Kupplung 32, 48 eingeschaltet, wodurch
durch das Zahnrad 32 die hiermit in Verbindung stehenden Haltevorrichtungen 15,
16 mit den im Querschnitt nicht kreisrunden Glasröhren oder -stäben mit in Drehung
versetzt werden. Vor einsetzender Drehung der Haltevorrichtungen 15, 16 wird
durch bekannte und nicht näher umschriebene Steuerungen der Brenne- i34 eingeschaltet
und auf normale Erhitzerstärke gebracht. Damit die Erhitzung der Bearbeitungsstellen
der Glasröhren oder -stäbe geregelt werden kann, kann sowohl das Umdrehungsverhältnis
der Haltevorrichtungen .durch die Einstellung der Kupplung 39,42 den Querschnitten
angepaßt werden und auch die Brennerstellung veränderlich gehaltem werden.
-
Zum besseren Verständnis ist dargestellt und beschrieben, wie nach
einer einmaligen Umdrehung der Haltevorrichtungen mit dem nicht kreisrunden Glasrohr
oder -stab die Nockenscheibe 54, Rolle 53 und Doppelwin kelhebel 52 die Kupplung
32, 48 ausschalten, und hierdurch die Haltevorrichtungen mit ,dem erhitzten nicht
kreisrunden Glasrohr oder -stab außer Drehung bringen. Bei mehrfacher Umdrehung
der Haltevorrichtungen während eines Arbeitsvorganges ist ein entsprechendes Übersetzungsverhältnis
zwischen den Zahnrädern 32 und 33 anzuordnen.
-
Hierauf werden durch die Verbindungen der Nockenscheiben 6o, 6oa mit
den Lagerstücken i i, 12 diese mit den Haltevorrichtungen i 5, i 6 auf den Tragwellen
9, i o nach außen gedrückt, wodurch eine Formveränderung an der erhitzten Stelle
der eingespannten nicht kreisrunden Glasröhren oder -stäbe erzielt wird.
-
Hierbei wird der Heizbrenner durch eine bekannte Einrichtung ab- bzw.
kleingestellt, so daß bei Benn: der Verschiebungen der Lagerstücke i i, 12 mit den
Haltevorrichtungen 1,5, 16 die Erhitzung aussetzt. Der in Anfangs- und Tiefstellung
befindliche Zubringer ioi wird durch die umschriebene Verbindung in waagerechte
Stellung hochgehoben, wobei das auf der Abgabestelle i 12 angekommene neue, im Querschnitt
nicht kreisrunde Glasrohr oder -stab vorn der Aufnahmestelle i o2 des Zubringers
i o i wieder übernommen, -wird, und die Aufnahmestelle io3 desselben sich ;gleichzeitig
zur Sicherung und Übernahme an das fertige noch eingespannte, im Querschnitt nicht
kreisrunde Glasrohr oder -stab anlehnt. Gleichzeitig werden durch Abwärtsbewegung
der Hebel 124 und Aufsetzern derselben auf die im Querschnitt nicht kreisrunden
Glasröhren oder -stäbe letztere noch besonders gegen Verschiebung gesichert. Hierauf
werden, durch Abwärtsbewegung der Hebel i4o und Niederdrücken der Hebelarme 29 durch
die Rolle 141 die Spannvorrichtungen i9 bis 22 in beschriebener Weise geöffnet,
und zwecks Freigabe und Austragung des fertigen von der
Aufnahmestelle
i o3 gehaltenen, im Querschnitt nicht kreisrunden Glasrohres oder -Stabes werden
hierauf durch die bekannte Verbindung der Haltevorrichtungen i g und 16 mit den
Nockenscheiben 6o und Goa die Tragstücken i i und l a so weit nach außen verschoben,
daß das von der Aufnahmestelle 1o3 gehaltene fertige, im Querschnitt nicht preisrunde
G.'asrohr oder -stab außerhalb der Haltevorrichtungen sich befindet. Hierauf "eben
durch Aufwärtsbewegung die Hebel 12.1 den Zubringer i o i frei, und nunmehr wird
durch die bekannte Verbindung derselbe in Entnahme- und Abgabestellung vor-"eSchoben,
und die ühernahnme eines weiteren, im Querschnitt nicht kreisrunden Glasrobres oder
-Stabes durch die Halte- und Spannvorrichtungen wiederholt sich in beschriebener
Weise. -Sobald die Übernahme des neuen zur Verarbeiten" kommenden G'.asrohres oder
-Stabes durch die Haltevorrichtungen i 5j 16 erfol"t ist, wird der Zubringer
ioi wieder gesenkt und das in der Aufnahmestelle 103 desselben gelraltelie,
fertige, im Querschnitt nichtkreisrunde Glasrohr oder -Stab auf die S,chrä "-wand
des Abgabekastens 1.12 abgelegt, so daß dieses in denselben abgleitet.
-
Der Zubringer ioi wird hierauf, in Tiefstellung bleibend, in seine
Anfan,#,-;sstellti!ng durch die umschriebenen Vorrichtungen zurückgezogen, und der
Arbeitsgang wiederholt sich in umschriebener Weise. Für die Erhitzung größerer Bearbeitungsstellen
an den im Querschnitt nicht kreisrunden Glasrü'lireii und -Stäben können mehrere
neben- oder hintereinandcrgeschaltete Brenner ange,«-endet werden, und um höhere
Leistungen zu erzielen, können mehrere Einheiten zu einer Maschine vereinigt 1verden.
-
An Stelle der z«-ei exzentrischen Zahnräder 35, 3; kann auch eine
Kurvenscheibe oder eire anderes Mittel zur Erzielung der un-leichmäßigen Drehbetvegung
verwendet werden.
-
Die ungleichmäßig e Umdrehung kann auch ersetzt «-erden durch dem
Querschnitt der Röhren oder Stäbe angepaßte Brenner, die dieselben auch bei gl.eicli:miißijer
Umdrehutg an bestimmten Stellen bevorzugt erhitzen. Ebenso können 'Brenner entsprcchcnd
der auszuführenden Erhitzen" dem Werkstück "cnähert und von diesem entfernt werden,
wobei diese Be«@eg>tegeil von der i-mdreliung abhängig gemacht werden.
-
Nach der Erfindung können auch an Werkstücken mit kreisrundem Querschnitt
durch die ungleichmäßige Drehung lrzw. Erliitzti:Ig czzentri,;che Formstellen erzeugt
«-erden. Weiter können die Backen der Haltevorrichtungen. den Querschnitten der
`Verl>stü-@he an-@@e1Wht still, Bei der Erzeugung einer kreisrunden Umformung an
Werkstücken mit nicht kreisförmigem Querschnitt kann diese Uniforinun" durch Werkzeuge
unterstützt bzw. herbeigeführt werden.