DE733882C - Vorrichtung zum Austausch leerer Webschuetzen von Hand oder durch eine Auswechselvorrichtung bei doppelseitigen Wechselwebstuehlen - Google Patents

Vorrichtung zum Austausch leerer Webschuetzen von Hand oder durch eine Auswechselvorrichtung bei doppelseitigen Wechselwebstuehlen

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DE733882C
DE733882C DES132856D DES0132856D DE733882C DE 733882 C DE733882 C DE 733882C DE S132856 D DES132856 D DE S132856D DE S0132856 D DES0132856 D DE S0132856D DE 733882 C DE733882 C DE 733882C
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DE
Germany
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card
shuttle
exchange
switching
cards
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Application number
DES132856D
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English (en)
Inventor
Curt Kloeters
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Spi We Hosen Kloeters & Co
Original Assignee
Spi We Hosen Kloeters & Co
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Publication date
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D45/00Looms with automatic weft replenishment
    • D03D45/34Shuttle changing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Austausch leerer Webschützen von Hand oder durch eine Auswechselvorrichtung bei doppelseitigen Wechselwebstühlen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Austausch leerer Webschützen von Hand oder durch eine Auswechselvorrichtung bei Wechselwebstühlen ohne Stillstand des Webstuhles durch Verbringen der auszuwechselnden Webschützen in die Auswechsellage und Einschalten der vollen Webschützen aus der Auswechsellage in den Webvorgang.
  • Wenn das Garn auf der Schoßspule abgewebt ist, werden bei Automatenwebstühlen die Webschützen oder Spulen selbsttätig durch volle ersetzt. Diese Automaten sind jedoch verhältnismäßig teuer und erfordern -zur Instandhältung besonders geschultes Personal. Auch können sie nicht ausgenutzt werden, wenn hochwertige Gewebe oder öfter vorkommender Fadenbruch die Bedienung mehrerer Webstühle durch einen Weber un, möglich machen.
  • # Es ist auch ein sogenannter Halbautomat gebaut worden, bei dem ein Reserveschützen bei laufendem Webstuhl von Hand in einen Abgabeschützenkasten gesteckt, durch Bedienen eines Hebels der leer werdende Schützen in einen Aufrnahmeschützenkasten geschossen und der Reserveschützen in die Schoßfolge eingeschaltet wird. Die beiden auf einer Webstuhlseite angebrachten Austauschkästen werden. von einer harte gelenkt, die nur zwei Bewegungen, und zwar auf der Austauschseite des Webstuhles hervorrufen kann. Sie bringt zuerst den Aufnahmekasten in die Ebene der Ladenbahn und, sobald die gleiche Garnfarbe wieder geschossen werden soll, den Abgabekasten. Bei allen anderen Schüssen, also auch zwischen den beiden Austauschschüssen, werden die Kästen durch die Wechselkarte gesteuert. Die Einschaltung der Austauschkarte erfolgt durch eine Schaltkarte, die Ausschaltung durch mit den Schützenkästen verbundene Hebel. Die Schützenkästen der anderen Webstuhlseite werden ohne Unterbrechung, also auch beim Schützenaustausch, durch die Wechselkarte gesteuert. Der Halbautomat ist nicht bei Stühlen verwendbar, bei denen das Kartenloch oder der Hubkörper nur den Sprung, aber nicht die Stellung der Schützenkästen festlegt, eine bestimmte Kastenstellung also abweichende Karten erfordert, je nachdem, welcher Kasten vorher in der Ebene der Ladenbahn steht.
  • Es ist auch ein anderer Halbautomat bekannt, bei dem die Schützenkästen der beiden Stuhlseiten von zwei getrennten Karten g<:-steuert werden. Bei dieser bekannten Vorrichtung werden zürn Auswechseln der leeren Webschützen die beim laufenden `'eben nicht benutzten Schützenkästen als Vorratsmagazine verwendet und die darin befindlichen Wehschützen nacheinander selbsttätig durch einen zusätzlichen Rollenkartenapparat o. dgl. in den Webvorgang eingeschaltet. Sind alle Webschützen verbraucht, muß der Webstuhl abgestellt und alle leeren Webschützen bei stillstehendem Webstuhl durch volle ersetzt werden. Der Stillstand des Webstuhles beim Auswechseln der Webschützen ist also nicht beseitigt, sondern lediglich durch das Zusammenlegen der Auswechslung aller Webschützen vermindert.
  • Die Erfindung bezweckt, eine bei allen Webstühlen finit Wechselvorrichtung anwendbare Vorrichtung zu schalten, bei der in an sich bekannter Weise ein- und inehrschüt7ig gewebt werden kann und bei der während des Betriebes für jeden einzeln auszuwechsehlden Schützen oder für jede einzelne zusammen auszuwechselnde Schützengruppe in frei «wählbarer Schul-)folge, Sclliitzenfolge und Schü tzenkastenstellung einer der vollen Webschützen in die Ebene der Ladenbahn, ein oder mehrere leere Webschützen in die Auswechsellage gebracht und die leeren Webscliiit7en ohne Stillstand .des Webstuhles von Hand oder finit Hilfe einer an, sich bekannten automatischen Schützen- oder Spulenauswechselvorrichtun- durch volle ersetzt werden. Die ',#`orriclitttng soll den bekannten Wecliselstuhlarten ihre Vielseitigkeit in der Schußfolge und ihre Verwendungsmöglichkeit ohne Verbringen der leer werdenden Schützen in die Auswechsellage belassen und ihnen zusätzlich die lhglirhl:eit des Austausches der leer werdenden Webschützen gegeit volle bei laufendem Webstuhl durch Verbringen in die Auswechsellage geben.
  • Erfindung:g:mäli wird dies dadurch erreicht, d aß aul.ler der Wechselkarte für laufemdes Wehen. für jeden Webschützen. der einzeln und für jede Webschützengruppe, die 7usainnleii <:iis"2wecllselt wird, je eitle besonr_lei-e Wechselkarte vorgesehen ist, die alle Schütznl.üa°.n während des Austausches der Webschützen stett-ert.
  • Beim Austausch der leer werdenden Schiit-7en @-on l1and 7erf:illt der Arbeitsvorgang in zwei Schritte.
  • Vorgang i : Der Webstuhl webt in laufender Schtil'ffol"e, und die Schützciilcästli wer,len rltlrcll die übliche Wechselkarte ge-
    steii:i-t. Der Weber legt von Hand ohne Still-
    stand @'es Webstuhles einen vollen Ersatz-
    schützen für den zunächst leer -,vcrdendeil
    @@ulh;chütz en in eine dazu bestiininte frei2Zelle.
    Vorgang 2: Wenn der leer werdende
    \,\.'el>:cliützeii nur noch für wenige Schüsse
    Farn enthält, schaltet der Weber den «`el@-
    >tuhl auf eine andere Wechselharte, nämlich
    ,lie Austauschkarte, und damit eine andere
    Schützenfolge um, in deren. Verlauf der leer
    werdende @`t"ellschützen aus dein Schhager-
    bereich heraus in den AufnahinescIiitzen-
    kasten außerhalb der Ladenbahn, also in die
    Auswechsellage gebracht wird. Gleichzeitig
    oder kurz vor- oder hinterher wird der volle
    Webschützen an Stelle des leeren in den
    Webvorgang eingeschaltet, dann schaltet der
    Webstuhl selbsttätig wieder die Austausch-
    karte aus und die laufende @j'ech:ell:arte und
    Schützenfolge ein.
    Bei jedem Leerwerden eine. Schützen wie-
    derholt sich der Vorgang.
    Durch Einschalten vollständiger Austausch-
    wechselkarten kann während des Vorrangs =
    jede beliebige Schützenkastenfolge auf beiden
    Stuhlseiten tind damit jede geeignete Sclitil.i-
    folge gewählt werden. Es ist demnach mög-
    lich, den leeren ZVebschützen in ein,-in Schuß
    in die Auswechsellage zti bringen und in
    einem zweiten Schub den neuen Schuß in die
    laufende Schußfolge einzuschalten: es kann
    aber auch dieser Vorgang in der Weise aus-
    einandergezogen «erden, daß die beiden zu
    tauschendeil Webschützen erst inl Zerlauf
    mehrerer Schüsse ihrer. Platz erreichen.
    Diese -Möglichkeit wird etwa dann verwen-
    det, wenn ein Gewebe :ehr empfindlich ist
    und der Austausch eines leeren -cliiitzeii
    gegen einen vollen bei Abweichungen in der
    Garnstärk; zu Schußbanden führt. Es wird
    dann der n"ue Webschützen zuerst ein-e-
    schossen und erst dann der leer «-erdende in
    den Aufnahmekasten: leer werdende und volle
    Spule werden also gemischt. Bei Geweben,
    die gegen Schußbanden besonders unempfind-
    lich sind, werden nur bei paariger Schuß-
    folge mehrere Webschützen gleichzeitig oder
    bei beliebig laufender Schußfol-e mehrere
    \Vebschützen Schuß nach Schuß,@ also durch
    einmaliges Schalten und finit nur einer Aus-
    tauschwechselkarte ausgewechselt. Die ver-
    schiedenen Austauschmöglichkeiten können
    auch Teichzeitig verwendet werden, indem
    z. B. bei <frei zusammen webenden Weli-
    schiitzen ein leer werdender Oberschußschüt-
    z.n @-or #l-@n l Ati::clialteii finit dein netten
    @)1:;'1"@ihlll; gei11ischt, dagegeil zwei Unter-
    schüsse Schuf! nach Schul:, also gleichzeitig
    atI@@°@tallSCht w:l-deil.
    Kommt bei .einer @chu@lfolge der Web-
    schützen «hrehin laufend ill die Aiiswecllsel-
    Jage und bedingt das Gewebe nicht die Aufrechterhaltung der Schußfolge, so ist es auch möglich, den leer werdenden Webschützen dort so lange festzuhalten; bis er durch einen vollen ersetzt ist.
  • Beim Weben mit mehreren U'ebscliützeti gleichzeitig werden bekanntlich die Schützenkästen wenigstens auf einer Webstuhlseite bei jedem Schußwechsel gehoben und gesenkt, um den jeweils neuen Webschützen Platz zu machen. Wird nun bei diesem Schußwechsel die Vorrichtung gemäß Erfindung benutzt, dann wird bei paarigen Schußfolgen zweckmäßig die Schützenfolge so gewählt, daß die Schützenkästen nur auf derjenigen Stuhlseite laufend auf und ab gehen, auf der die leeren Webschützen nicht auszuwechseln sind.
  • Wenn Garne mitverwebt werden, die unverhältnismäßig selten einzuschießen sind, z. B. für Karoschüsse, so ist es zumeist vorteilhafter, diese in der alten Art nach Stillsetzen des Stuhles auszuwechseln, die anderen Garne aber mit der Vorrichtung.
  • Die Vorrichtung ist bei allen `V"ebstuhtarten anwendbar, gleichgültig, ob der Webstuhl auf einer oder auf beiden Seiten Wechselkästen hat und ob die Wechselkarte die Stellung jedes Schützenkastens bestimmt oder nur den Sprung, um den sich jeder Kasten bewegt.
  • In der Zeichnung zeigen Fig. i und 3 die Vorrichtung in schaubildlicher Darstellung. Fig.2 zeigt das Differentialgetriebe zum Schalten der Wechselkarten im Schnitt. Die Fig. d und 5 zeigen eine andere Anordnung der Kartenprismen und den dazugehörigen Hebel. Aus,den Fig. 6 bis io ist die Lage der Schützenkästen während des Webens bzw. während des Auswechselns der Webschützen ersichtlich. In den Fig. i r bis 13 sind die verwendeten Karten skizzenhaft im Schnitt dargestellt.
  • Die Fig. 6 zeigt einen vierschüssigen Schützenkastenrapport beim Weben mit zwei Webschützen, dlie immer abwechselnd je einen Schuß einschießen. Die Schützenkastengruppen 165 und 166 mit den Schützenkästen 167 bis i7o und 171 bis 174 nehmen nacheinander die Stellungen 141 bis 144 ein: nachdem vierten Schuß 144 beginnt der Kreislauf wieder bei Stellung 141. Die Fig. i r zeigt bei 162 eine Rollenkarte, in der die Rollenreihe i8o die Kastenstellung 141 für den ersten Schuß und die Reihen 18 r bis 183 die Kastenstellungen 142 bis 144 für die drei weiteren Schüsse herbeiführen. Während des Webens mit der laufenden Schußfolge (Fig.6) hat der Weber Zeit, für jeden der beiden webenden Webschützen 176 und 177 einen Reserveschützen 17,9 und 179 mit -der Hand in die Schützenkästen 168 und 172 zu stecken, die beide während der laufenden Schußfolge außerhalb der Ladenbahn bleiben, also nicht in den Schlägerbereich kommen. Ist nun die Spule im Webschützen 176 nahezu äbgewebt, dann schaltet der Weber auf die Austauschkarte 163 (Fig. i i) um. welche die Kastenstellungen 145 bis 147 (Fig. 7)' herbeiführt und im Verlauf von drei Schüssen den vollen Webschützen 178 gegen den leeren 176 tauscht. In Reihe i87 (Fig. II) finden sich keine Rollen mehr, da die Austauschkarte 163 den vierten Schuß nicht mehr zu steuern braucht; denn die Kastenstellungen 144 und 148 sind die gleichen: darum schaltet der Webstuhl nach Einschießen des Webschützen 178 in die Kastenstellung Id.7 wieder auf die laufende Schußfolge um, und nach der Rollenreibe 186 der Austauschkarte 163 folgt die Rollenreihe 183 der laufenden Wechselkarte 102. Wird später beim weiteren Weben in laufender Schußfolge nach Fig.6 auch der Webschützen 177 leer, dann schaltet der Weber von Karte 162 auf 164 in der Weise um, .daß als erste Rollenreihe 189 in Eingrit kommt, die die Kastenstellung 150 (Fig. 8) herbeiführt. Mit Rollenreihe rgi und Kastenstellung 152 ist auch der Austausch dieses Webschützens beendet.
  • Fig. c) zeigt, wie für nicht zu Schußbanden neigende Gewebe beide Webschützen Schuß nach Schuß durch einmaliges Schalten, also bei Benutzung nur einer Austauschkarte erneuert werden können.
  • Die Fig. i und 2 stellen schematisch eine Vürrichtung zum abwechselnden Schalten einer Wechselkarte für laufendes `''eben und zweier Austauschkarten zum Auswechseln leer werdenden Schützen dar, und zwar bei Webstühlen mit beiderseitig vierzelligen Schützenkästen. In der Zeichnung sind die einzelnen Teile auseinandergezogen, um die L:Tbersicht zu erleichtern. Die zweiarmigen Hebel r bis 4, die in bekannter Weise durch Einwirken einer Karte io unter überwindung des Widerstandes der Federn 5 bis 8 wechselweise angehoben werden. verändern durch Senken der Drähte i i bis 14 und mit Hilfe von nicht eingezeichneten Platinen, Messern, Zahnrädern und Hebeln die Höhenlage der Schützenkästen. Das sechsseitige Prisma 36 dreht sich mit der Karte io bei jedem Schuß des Webstuhles ruckweise um % einer Umdrehung. Um abwechselnd mit der laufenden Schußfolge (Fig. 6) und den Austauschschußfolgen (Fig. 7 und 8) weben zu können, werden die Karten 162 bis r6d. (Fig. ri ) derartig ineinandergeschachtelt, daß nach Fig. 12 von jeder Karte immer eine Rollenreihe abwechselt. I bis d. in Fig. 12 sind die in Fig. i in der Seitenansicht gezeigt°n zweiarteigen He-
    bel im Schnitt. Damit zunächst die für lau-
    fendes Weben bestimmte Karte 162 in der
    ineinandergeschachtelten Karte io, demnach
    die Rollenreiben 18o. 181, 182 und i83 in
    Eingriff bleiben, mull das Prisma 36 (Fig. i)
    bei jedem Schuf um 3/c einer Umdrehung
    «-eitergeschaltet werden. Die Welle .1-. wird
    gleichförmig mit einer Umdrehung je Schuf
    angetrieben und verleiht durch die Zahnrüder
    31 und 3o dein Treibstift 29 ebenfalls eine
    Umdrehung je Schuf. Der Stift 29 dreht
    ruckweise das Sternrad 28 jedesmal uni '/,;
    und, da :ich die Umfänge vorn Rad, 25 zum
    Rad 2d. wie 3 zu 2 verhalten, erhält das Zahn-
    rad 2.1 durch die Zahnräder 27, 26 und 25
    ''l, Umdrehungen je Schuf. Das Zahnrad 2.1
    ist mit dem Korb i 9 des Differentialgetriebes
    15 fest verbunden. der somit bei jedem Schuf
    ebenfalls 3,!1_ Umdrehungen macht. Das Diffe-
    rentialgetri°1ie ist in Fig. 2 im Schnitt darge-
    stellt. Die mit dem Zahnrad i8 verbundene
    Welle 1; führt in den Differentialkorb i 9 hin-
    ein und endet iin Kegelrad 22. Die mit dein
    Kartenprisma 3e3 fest verbundene Welle 37
    führt von der anderen Seite in den Korb und
    endet im Kegelrad 23. B; ide Kegelräder sind
    finit den im Korb drehbar gelagerten Kegel-
    rädern 2o und .21 ini Eingriff. Treibt das
    Zahnrad 25 (las 1Z3(1 24 an und hält die Zalin-
    stange i(; durch das Zahnrad i8 und die Well°
    17 das Kegelrad 22 in seiner Stellung fest,
    dann erteilt der Diferentialkorb id dein Ke-
    gelrad 23 durch. die Kegelräder 20 und 21
    nicht nur :eine eigene Geschwindigkeit, son-
    (iern die Räder 2o und 21 Wälzen sich auf
    dein Kegelrad 22 ab und die Welle 37 macht
    darum die doppelte Zahl der Umdrehungen
    wie (las R3(1 2[, also bei jedem Schuf 3/,;.
    Beginnt der Webstuhl bei der harte io finit
    der Rollenreihe 18o (Fig. 12) zu weben, dann
    bringt (las sechsseitige Prisma 36 zunächst
    nur jed: dritte Reihe, also nur die Rollen-
    reihen der Karte 162 zur Wirkung, und die
    Schützenkästen weben d-,ninach in der laufen-
    den c1iu1ifolge (Fig. 0).
    '-Mit Hilfe des Differentialgetriebes 15 ist
    es möglich, die ruckartige Drehung der Welle
    37 mit dein Prisma 36 so zu verändern, daß
    sie von ';(,; auf '!,; herabgesetzt wird. Wird
    -die Kurbel .16 { Fig. i) entgegen dein
    i iinilicli
    Uhrzeigersinn so weit bewegt, daß durch die
    Kurbelstange .15 und die Zahnstange i6 das
    "Zahnrad 18 und =/, seines Umfanges -gedreht
    wird, dann vermindert sich infolge Übertra-
    gen dieser Bewegung durch die Welle 17, die
    Kegelräder 22 ui:d 20, 21 auf das Kegelrad
    23 die -Umdrehung der Welle 37 finit dein
    Kartenprisma 3e; von ',1,; um °/c auf '/c. Die
    Karte l o in Fig. 12 springt also von Rollen-
    reihe 183 nicht auf 18o, sondern auf Reihe
    194 d°r Austat,:chkarte i63. Solange die
    Zahnstange 16 und damit das Kegelrad 2a in
    der neuen Lage festgehalten werden, ist wie-
    der das alte Übersetzungsverhältnis Wirksam.
    Das Prisma springt bei jedem Schuf um
    also von Rollenreibe 18.1 auf 18,5 und 180,
    und die Webschützen «-erden nach Fig. ; von
    Stellung 14,5 bis 1.17 bewegt.
    Sobald durch diese Schußfolge der leere
    Webschützen 176 aus- und der volle Wel>-
    schützen 178 eingeschaltet ist, also nach drei
    Schüssen, wird die Kurbel 4() «-eitergedreht,
    bis sie die Ausgangslage wieder erreicht. Da-
    durch wird mit Hilfe der Zahnstange 16 das
    Zahnrad 18 und damit das Ra(122 UM =;'f
    seines Umfanges zurückgedreht. Wie das
    Prisma 36 zur Einschaltung der Austausch-
    karte If>3 um =/, Umdrehungen zurückgeblie-
    1)en war, so eilt es jetzt um vor, macht
    also nach Schuf 1.17 '/#; Umdrehungen.
    folgt auf Rollenreihe 186 die
    Reihe 183 und auf den Schuf 1.17 der Schuf
    1.11.. Soll die Rollenkarte 16.1 zum Austausch
    des zweiten Schützens 177 in Fig. () einge-
    schaltet werden, wird das Zahnrad 18 uni
    Umfang gedreht.
    Das Wechselrad 25 wird entspreclien(1 der
    Zahl der ineinandergeschachtelten Karten so
    gewählt, daß sich das Prisma 36 für jede vcr-
    wendete Karte um '/, dreht, also etwa bei
    drei Austauschkarten und einer laufenden
    \@'eclisellcarte um '/,;.
    Die Vorrichtung gemäß Erfindung wird
    zum Weben auf alte Art, also ohne Schützen-
    austausch und ohne Austauschkarten dadurch
    eingestellt, daß auch- hier das Prisma finit
    '/6 Umdrehung schaltet.
    Die Kurbel 46 wird durch ein gebremstes
    Differentialgetriebe .13 bewegt. Die Welle .1.1
    setzt durch Zahnräder 38, 39, .1o und .41 das
    Zahnrad .1-2 des Getriebes .13 in ständige
    schnelle Umdrehung. Das Getriebe ist gebaut
    wie (las in Fig. 2 gezeigte Getriebe i 5 ; jedoch
    ist statt des Zahnrades 18 eine Brenistroinmel
    .18 mit Bremsband .1d und Gewicht 5o ange-
    bracht. Solange die Umdrehung der Welle 51
    und der Kurbel .16 verhindert wird, bewegt
    der Korb des Differentialgetriebes .13 die
    Welle 4.7 unter Überwindung der Brems-
    wirkung des Gewichtes 5o bei Verwendung
    gleich großer Kegelräder 22 und 23 in be-
    kannter Weise mit der döppelten Geschwin-
    digkeit des Zahnrades .12. Wird aber die
    Bewegung der Welle 51 freigegeben, hält das
    Gewicht 5o die Bremstrommel .18 mit «-elle
    .17 fest, .und die Welle 51 dreht sich finit (leg
    gleichen , Geschwindigkeit Wie vorher die
    Welle .17. Die Welle 51 trägt Exzenter 52
    bis 58, welche die Umdrehung der Kurbel 1(i
    und damit die Beschleunigung des Prismas
    36 regeln. Dreiarmige Hebel 71 bis 76 wer-
    den in gleicher `'eise wie die Hebel i bis .1
    durch Abtasten einer Rollenkarte 103 auf und nieder bewegt. Die Karte 103 wird durch das Schaltwerk 31 bis 34 bei jedem Schuß um eine Rollenreihe ruckweise gedreht. Der Sperrhebel 77 liegt gegen einen. Anschlag 92 an. Alle Hebel 71 bis 77 und der Hebel ()o sind auf der Stange 69 beweglich gelagert. In Fig. i ist die Stellung der Vorrichtung für laufendes Weben gezeigt, also für die Schußfolge nach Fig. 6. Die Bewegung der Welle 51 ist durch einen Exzenter 58 gesperrt, der gegen Arm 84 des dreiarmigen Hebels 77 anliegt. Will nun der Weber zum Austausch des Webschützens 176 die Schußfolge 145 bis 147 einschalten, dann zieht er den Hebel 65. Der Nocken 66 auf der Zugstange 67 hebt das Gitter ioo an und wird hinter der Leiste 102 festgehalten. Die mit der Zugstange 67 fest verbundene Stange 68 nimmt die Hebelarme 88 bis 9i durch die daran angebrachten Ösen mit. Dadurch werden die Arme 8i bis 84 der Hebel 74 bis 77 unter die Exzenterspitzen gesenkt, und nur noch die Hebel 71 bis 73 liegen im Wirkungsbereich der Exzenter. Da in der gezeigten Ausgangslage nur der Exzenter 58 gegen den Hebelkopf 84 anliegt, die Exzenter 57 und 54 aber einen kleinen und die Exzenter 56 und 53 einen etwas größeren Abstand von den Schalthebeln haben und endlich der Exzenter 55 um 6o° und der Exzent,#r 52 um 120° versetzt stehen, macht die Welle 51 durch Schalten des Hebels 65 infolge Freigabe des Exzenters 58 den Bruchteil einer Umdrehung, so daß der Exzenter 54 gegen den Arm 8o anschlägt. Senkt dann eine Rolle in der Karte 103 den Hebelarm 8o unter die Spitze des Exzenters 54, dann dreht sich die Welle 51 um so viel weiter, daß der Exzenter 53 gegen den Arm 79 stößt. Wenn beim nächsten Schuß keine Rolle in der Karte 103 :den Hebelarm 8o gesenkt hält, kann sich dieser Hebel nicht wieder anheben, sondern nur unter die Spitze des inzwischen vorgerückten Exzenters 54 legen und die Weiterbewegung der Welle 51 nicht mehr sperren. Wird dann durch die Karte 103 auch der Hebelarm 79 gesenkt, dann dreht sich die Welle 51 um 12o°, und der Exzenter 52 wird: durch Anschlag gegen den Arm 78 angehalten. Durch die Kurbel 46 wird diese Drehung auf die Karte io übertragen und die laufende Schußfolge (Fig.6) auf die Aüstauschschußfolge (Fig.7) umgeschaltet. Nach dem dritten Schuß 147 senkt eine Rolle der Karte 103 den Hebelarm 78, und dieser gibt den Exzenter 52 frei. Die Welle 51 dreht sich. Der Exzenter 59 hebt etwa % Drehung vor Erreichen der Ausgangs- und Schlußlage durch Hebel 6o das Gitter ioo mit Leiste io2, der Nockeil 66 wird freigegeben, die Federn 96 bis 99 ziehen die Hebel 74 bis 76 gegen die Rollenkarte und den Hebel 77 gegen den Anschlag 92, der Exzenter 58 schlägt gegen Hebelarm 84 und beendet damit die Drehung der Welle 51. Auch das Zahnrad 18 hat wieder seine Ausgangslage erreicht und durch das Getriebe 15 dem Prisma 36 eine Beschleunigung gegeben, welche derVerzögerung bei der Umschaltung auf die Auswechselkarte entspricht, so daß wieder die Rollenreihen iSo bis 183 in Eingriff sind und der Webstuhl mit der laufenden Schußfolge (Fig.6) arbeitet.
  • Die Fig. 13 zeigt die Karte 103 der Fig. i zum Einschalten der Austauschkarten. Die Sperrhebel 71 bis 76 sind im Schnitt gezeigt. Die Rollenreihe 193 ist immer zusammen mit Reihe i8o, i8-4 oder 188 der drei zusammengeschachtelten Karten i62 bis 164 (Fig. 12) in Eingriff, Rollenreihe 194 zusammen mit 181, 185 oder 189 usw. Die Karte 103 (Fig. 13) gibt bei je vier Schüssen einmal jeden Schalthebel 71 bis 76 frei; die Welle 5, dreht sich aber erst, wenn vorher durch Schaltung eines der Hebel 61 oder 65 der Vorsperrhebe177 zusammen mit der jeweils nicht benutzten Hebelgruppe 71 bis 73 oder 74 bis 76 ausgeschaltet ist. Wenn etwa der Weber den Hebel 65 schalfet, während die Reihe 182 der laufenden Wechselkarte io in Eingriff ist, also die Schützenkästen in Stellung 143 (Fig.6) stehen, wird gleichzeitig durch die Rollenreihe 195 der Schaltkarte 103 keiner der Hebel ; i bis 73 gehoben, und die Welle 51 dreht sich nur. bis der Exzenter 54 gegen den Hebelarm 8o des Hebels 73 schlägt. Vor dem nächsten Schuß hebt in Reihe 196 je eine Rolle die Hebel 7, und 73, und die Welle 51 (Fig. i ) dreht sich weiter, bis der Exzenter 53 gegen den Arm 79 des Hebels 72 stößt. Das Anheben. von Hebel 7, ist darum ohne Wirkung. Vor dem weiteren Schuß wird durch Rollenreihe 193 der Hebel 72 angehoben, so daß die Welle 51 bis zum Auftreffen des Exzenters 52 auf den Arm 78 des Hebels 71 gedreht und dadurch die Schaltung von der laufenden Wechsel- auf die Austauschkarte bewirkt wird. Nach weiteren drei Schlissen kommt die Rollenreihe 196 wieder in Eingriff. Diesmal ist das Anheben des Hebels 73 ohne Wirkung, da der Exzenter 54 nicht in der Nähe des Hebelarmes 8o steht und die Umdrehung der Welle 51 nicht verhindern kann. Dagegen führt die Freigabe des Exzenters 5 2 durch Hebel 78 zur Drehung der Welle bis zum Ausgangspunkt und damit zur Wiedereinschaltung der laufenden Wecliselkarte. Für die zweite Austauschkarte 164 stellt Rollenreihe 193 der Schaltkarte 103 durch Hebel 76 die Schaltbereitschaft her, Reihe 194 schaltet durch Hebel 75
    auf Austauschkarte uni. und Pleille 193 schal-
    tet durch Hebel ;.1 wieder auf laufende
    t@'echselhart: zurück. Es ist gleichgültig,
    «-änn der Weber die Umschalthebel bedient
    find die Schaltbereitschaft des Webstuhles
    herstellt, immer kommt die harte 163 mit
    Rollenreibe 18.1 und die harte i6.1 mit Rollen-
    reilie 18t) zuerst zur Wirkung, so daß sich
    lauf:@nde und Austauschfolge fehlerlos anein-
    anderschließen.
    Die Nocken (12 und 66 in Fig, i haben
    ihren höchsten Punkt nicht da. wo sie durch
    die Leisten ioi und 102 festgehalten werden
    sollen, sondern in der :Mitte. Wird Hebel 63
    angezogen, obschon der Hebel 6i noch einge-
    schaltet ist, dann liebt die Spitze des Nockens
    6r; das Gitter 10o so Boch. daß der _\'oclcen ()2
    unter dir Leiste ioi weggleitet und der He-
    bel 6i ausgeschaltet wird.
    Zweckin iißig hat die Welle 35 niit der
    Schaltkarte 103 gegenüber der «-elle 3; mit
    den Wechsel- und Austauschkarten eine ge-
    wisse Voreilun@" damit (las Zahnrad 18 seine
    Ruhelage erreicht, wenn die Rollen (fier Karte
    10 in Eingriff korntnen.
    Die in Fi-. i dargestellte Vorrichtung zum
    abwechselnden «"eben mit einer @@'echscl-
    und zwei Atistaiisclll:arten ist nur ein Aus-
    führungsbeispiel. So kann (Nie Welle 51 durch
    eine Rutschkupplung oder eine vor jeder
    Schaltung zu spannende Zahnstange ange-
    triel)en werden. Die Wechselkarten können,
    statt in°inandergeschachtelt ztt werden, auch
    nebeneinander in einem Kartenprisma liegen,
    wobei jede Karte auf eine getrennte Hebel-
    gruppe einwirkt. Es können auch nach Fig..1
    mehrere Kartemirismen übereinander ange-
    ordnet sein. Nach Fig. ; liegen die Karten
    hintereinander auf getrennten Prismen, die
    abwechselnd die gleiche Hebelgruppe be-
    wegen. Statt Rollenkarten kann auch jede
    andere bekannte Kartenart verwendet werden.
    z. B. Lochkarten, wie sie Fig. ; zeigt.
    Wie die Fig.3 zeigt. arbeiten die bekannten
    Nadeln 131 bis 13d, die durch Löcher 137 in
    der Pappkarte 135 in gleicher Weise auf
    Platinenhebel einwirken, wie die Rollen in
    der Rollenkarte, so Bali also die Nadeln die
    Schützenkiisten lieben und senken. Die Wel-
    len log und 12; sind in Lager 1o7 und ioS
    drehbar gelagert. Durch den hin und her
    pendelnden Heüel i(-i-1 und den Mitnehmer
    r<:5 wird die durch Zugstangen iio und 1i1
    mit -den Wellen. 1(i9 u11-1 127 verbundene
    Welle -o(; mit (lein Kartenprisma 136 einmal
    he.i jedem Schul: gegen die Nadeln 131 bis
    134 geschwenkt. Die Welle 1o6 zieht bei der
    Bewegung (res Kartenprismas i3(@ von den
    Nadeln weg durch ein Hebelgestänge 113,
    11.1, 116 und ? 1; Alen Wendehaken i i g ggen
    Vorsprünge des Schaltprismas i 2o, gibt ihm
    ITmdr1littti"-en und dreht durch das fest
    mit dein Prisma 12o verbundene Zahnrad 121
    das "Zahnrad 122 des Differentialgetriebes 123
    tun ßJt@ und durch Übersetzung in Getriebe
    123 die Welle log um %. Infolgedessen dreht
    sich die mit der Welle iog durch Ketten-
    räder 138 und i .3o und Kette 112 verbundene
    Welle iofi finit, und damit macht das Karten-
    prisma 136 bei jedem Ausschwingen :;,`,; Uni-
    drehung(n, bringt also jede dritte harte finit
    den Nadeln in Berührung. Bei stillstehendem
    Zahnrad 128 bleibt mithin von der ineinander-
    achtelten harte 135 nur die für laufen-
    des @@'eben bestimmte Kartenfolge ;in Ein-
    griff. Die L"inschaltung auf die Austausch-
    karten erfolgt durch die Zahnstange 126 in
    gleicher Weise wie in Fig. i durch Zahn-
    stauge 16. Die Feder 125 drückt clie Zahn-
    stange 12f1 gegen das Zahnrad 128. Die Zahn-
    stange ist durch die Verlängerung 12o und
    die Stange 130 mit einer Kurbel nach Ai-t der
    Kurbel d6 (Fig. i) verbunden.
    Damit der Wendebaken i i j des Schalt-
    prismas nach jedem Anschlag an die Nadeln
    um drei Karten weiterschaltet, wird der uni
    den ortsfesten Bolzen 115 drehbare Winkel-
    hebel 114 auf einem von mehreren am Hebel
    113 angebrachten Bolzen so befestigt. (lall
    drei Zähne des Wendehakens litt beim Ab-
    lieben des Kartenprismas von den -Nadeln (las
    Schaltprisma 12o nacheinander erfassen.
    Wenn nach alter- Art ohne Verbrifi-en der
    leer «-erdenden Webschützen in die Aus-
    #.@-eclisellage gewebt werden soll. N\-»i-"l der
    Winkelhebel 114 so am Hebel 113 befestigt,
    (lall mir ein Zahn des @'i'endehakens i i g zum
    Eingriff kommt. Der @@'en--leliakeri i i 9 in
    Fig. 3 hat also den gleichen Z-,veck wie <las
    @@'ecliselrad 25 ili Fig.1. Für jede der gleich-
    zLitig benutzten `@'eclisel- und Austausch-
    karten kommt je einer vier Zähne des Wende-
    hakens i io in Eingriff, wird also das Prisma
    12o um je 1!. gedreht. Eine Schnur 124 ist
    vorgesehen, mit der in bekamiter Weise die
    Drehrichtung des Wechselkartenprisnias 13i>
    (rann itingekelirt wird, wenn der Webstuhl
    zum Schußfehlersuchen rückwärts arbeiten
    soll.
    Auch die Schaltkarte 103 in Fig. 1 kanli
    durch eine andere, also auch durch eine
    Lochkarte ersetzt werden. Weiter kann statt
    zweier Austauschkarten. auch jede andere ge-
    eignete Kartenzahl für den Austausch der
    leer werdenden U'ebschützen Verwendung
    1in(len.
    Es können die für laufendes Weben be-
    n;ztztc'n Wechsel- un,1 Austauschkarten auch
    auf jede andere Art abwechselnd geschaltet
    ,verden. es ist lediglich erforderlich daß für
    jeden Webschützen oder- jede @@'ehschützen-
    gruppe, die ausgewechselt werden solleli. je
    eine vollständige Wechselkarte vorhanden ist, die für die .Dauer der Austauschschußfolge alle Schützenkästen. steuert.
  • Soweit bei Buntautomaten alle Webschützen zum Abtasten mit einem Schußfühler und zum Austausch der leeren Webschützen oder Spulen gegen. volle regelmäßig in den Austauschwechselkasten geschossen werden müssen, kann die Vorrichtung zur Beseitigung der dadurch gegebenen Begrenzung in der Schußfolge und in der Schußmusterung dann mit besonderem Nutzen angewendet werden, wenn die Hochwertigkeit der Ware oder häufiger Fadenbruch die nachträgliche Beseitigung von Webfehlern kostspielig machen und die Benutzung der selbsttätigen Schützen- oder Spulenauswechselung ohnehin mehr den Zweck verfolgt, die Leistungsfähigkeit des Webstuhles auszunutzen als die des Webers. Die für das laufende Weben anzuwendende Schußfolge wird gegenüber dem halbautomatischen Schützenaustausch mit Schützenentnahme von Hand nur insoweit abgeändert, als nicht zwei Austauschkästen für einen Schützen gebraucht werden, sondern einer. Fig. io zeigt die an die Stelle von Fig.8 tretende Austauschschußfolge für die Auswechselung des Webschützens 177. Bei Stellung 16o ist der erste Austauschschuß. Der Webschützen 177 wird beim Einschießen in das Fach 171 durch:den Automaten gegen einen vollen ausgewechselt oder mit einer neuen Spule versehen. Nach Schuß 16o, 157 und 158 schaltet sich der Webstuhl wieder auf laufendes Weben um. Es ist auch möglich, die Schaltung der Hebe161 und 65 durch die bekannten Schußfühler auszulösen, so daß der Webstuhl dann unter Verbringen der leer werdenden Webschützen in die Auswechsellage vollautomatisch arbeitet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Austausch leerer Webschützen von Hand oder durch eine Auswechselvorrichtung bei Wechselwebstühlen ohne Stillstand des Webstuhles durch Verbringen der auszuwechselnden Webschützen in- die Auswechsellage und Einschalten der vollen Wehschützen aus der Auswechsellage in den Webvorgang, dadurch gekennzeichnet, daß außer der üblicher. Wechselkarte für laufendes Weben (16z) für jeden Webschützen, der einzeln, und für jede Webschützengruppe, die zusammen ausgewechselt wird, je eine besondere Wechselkarte (163 und 164) vorgesehen ist, die alle Schützenkästen während des Austausches der Webschützen steuert. z. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Wechs,lkarte für laufendes Weben (16z) und die Karten für den Schützenaustausch (163 und 164) ineinandergeschachtelt sind (Fig. 1z) und durch Überspringen abwechselnd auf .die gleiche Gruppe von Wechselhebeln (i bis 4 in Fig. i) einwirken. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die @@'echselkarte (16z) und die Austauschkarten (i63 und 164) mit je einem - Kartenprisma abwechselnd auf mehrere Gruppen von Wechselhebeln einwirken (Fig.4). 4. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Wechsel-A karte (16z) und die Austauschkarten (163 und 164) mit je einem Kartenprisma abwechselnd"auf die gleiche Gruppe von Wechselhebeln einwirken (Fig. 5). 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Umschalten von der laufenden Wechselkarte (16z) auf die Austauschkarten (163 bzw. 164) sowie das Rückschalten von der Austauschkarte auf die laufende Wechselkarte mittels einer Schaltkarte (1o3) erfolgt. 6. Vorrichtung nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Einleitung des Umschaltens von der Wechselkarte für laufendes Weben (16z) auf die Austauschkarten (163 bz«-. ` 16.4; eine Vorschaltung von Hand (Hebel 61 bziv. 65) oder vom Schußfühler vorgenommen wird, das Einschalten und Rückschalten aber durch den Webstuhl selbsttätig dann erfolgt, wenn Weblade, Schützenkästen und Wechselkarte die richtige Stellung erreicht haben. 7. Vorrichtung nach den Ansprüchen i bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zum Ein- und Abschalten der jeweiligen Austauschkarten (163 bzw. 16a1 eine das Umschalten regelnde, mit Exzentern (5? bis 59) versehene Welle (51) durch ein gehreinstes Differentialgetriebe (43) in Umdrehung versetzt wird. B. Vorrichtung nach den Ansprüchen i bis ;, dadurch gekennzeichnet, daß das zum Ein- und Abschalten der jeweiligen Austauschkarten (163 bzw. 164) erforderliche Überspringen des Kartenprismas (36j mit Hilfe eines Differentialgetriebes (15) bewirkt wird.
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