-
Vorrichtung zum Andrehen von Brennkraftmaschinen Es ist bekannt, Brennkraftmaschin:en
mittels eines tragbaren Andrehgeräts anzudrehen. Diese bekannten Vorrichtungen bestehen
aus einem Antriebsmotor und einem daran angebauten Untersetzungsgetriebe, das mit
einem Kupplungsglied versehen ist, welches beim Ansetzen des Geräts in Eingriff
mit einem Teil der Brennkraftmaschine gebracht wird. Bei großen M:oto:ren bereitet
das Andrehen mit diesen bekannten Vorrichtungen Schwieri;gkeiten. Um nämlich das
erforderliche D:r.ehmoment an der Kurbelwelle der anzudrehenden Maschine zu bekommen,
ist :ein Getriebemit großer Untersetzung erforderlich, durch das die Andrehvorrichtung
so schwer wird, daß sie von einem einzigen Mann nur mühsam getragen und gehandhabt
werden kann.
-
Es sind auch schon Anlaßvorrichtungen mit einer Schwungmasse bekannt,
die an der Brennkraftmaschine ,angebaut sind und bei denen die Schwungmasse mittels
enas tragbaren-Elektromotors angetrieben werden kann.
-
Die Erfindung, durch welche die erwähnten Schwierigkeiten überwunden
werden sollen, bezieht sich auf tragbare Andrehvorrichtungen für Brennkraftmaschinen
.auf Fahrzeugen, die aus einem an der Maschine ,angeordneten Untersetzumgsgetriebe
mit einem in einen Teil der Maschine :einrückbaren Kupplungsglied und einem tragbaren,
an das Getriebe .ansetzbaren Antriebsmetorr bestehen. Die Erfindung besteht darin,
daß :die Eini-ückvorrichtung für das Kupplungsglied so angeordnet ist, daß sie durch
den an das Getriebe zum Andrehen der Brennkraftmaschine angesetzten Antriebsmotor
betätigt wird.
-
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
dargestellt.
In der Abbildung ist i o der Rahmen eines Kraftfahrzeugs
und i i ein Verbrennungsmotor, z. B. Dieselmotor, auf diesem - Rahmen. Zum Andrehen
des Dieselmotors dient eine Andrehv orrichtung, die aus zwei Einheiten 12, 13 besteht.
Die eine Einheit 12 ist ein Untersetzungsgetriebe, das am Dieselmotor auf dem Fahrzeugrahmen
fest ,angebracht ist. Die andere Einheit 13 besteht aus einem kleinen tragbaren
Antriebsmotor, der im Falle des AZUsführungsbeispiels ein Benzinmotor ist.
-
Das Untersetzungsgetriebe weist eine längs verschiebbare Schraubenwelle
14 auf, die an dem einen Ende, das dem Schwungra.dzahnkranz 15 des Dieselmotors
zugekehrt ist, ein Ritzel 16 besitzt. Auf dem Gewinde 17 der Schraubenltvelle sitzt
die Preßmutter 18 elli@r Reibscheibenkupplung, deren treibender Teil von einer Trommel
i9 gebildet wird, die in dem Gehäuse 2o des Untersetzungsgetriebes drehbar gelagert
ist: Die Trommel hat eine Nabe 21, in welcher die Schraubenwelt,-lagert ist. An
der Trommel sind die Planetenräder 22 eines- Planetengetriebes gelagert. Die Planetenräder
stehen in Eingriff mit einem Stufen7ahnrad 23, das auf der Trommelnabe gelagert
ist. Mit dem großen Rad des Stufenzahnrads arbeitet ein Zahnrad 2:1 zusammen, das
auf einer Antriebswelle a5 sitzt, die aus dem Gehäuse 2o herausragt und über den
Fahrzeugrahmen vorsteht und dort in einem genuteten Kopf 26 endigt. Die Schraubenwelle
14 wird -zum Einspuren des Ritzels 16 durch einen am Gehäuse 2o schwenkbar gelagerten
Hebel 27 und ein an dem Hebel angreifendes Gestänge 28 verschoben, das durch den
Fahrzeugrahmen hindurchgeht und an dem vorstehenden Ende mit einem am Rahmen schwenkbar
gelagerten Hebel 29 gelenkig verbunden ist.
-
Der tragbare Benzinmo@to,r 13 ist an einer Platte 30 angeschraubt,
die durch Arme 31 mit einem U-förmig aus einem Rohr gebog e,nfen Tragbüge132 fest
verbunden ist. Auf der Kurbelwelle des Motors 13 ist ein Kupplungsglied 33 aufgekeilt,
das beim Ansetzen des Motors in Eingriff mit dem Kopf 26 der Antriebswelle 25 kommt.
An dem Fahrzeugrahmen sind zur Führung des Benzinmotors zwei Bolzen 3.4 angebracht,
auf welche der Tragbügel 32 aufgesteckt werden kann. Einer der Arme 31 hat einen
Fingeir 35, der beim Aufstecken des Benzinmotors auf das freie Ende des Hebels 29
drückt.
-
Um beim Einrücken des Ritzels 16 zu vermeiden, daß vor dem vollen
Einspuren des Ritzels die Reibkupplung kraftschlüssig werden kann, ist zwischen
der Preßmutter i 8 und der Widerlagerplatt:e 36 eine Feder 37 ein-gesetzt. Die Feder
hält die PrePxnutter 18 und die Platte 36, zwischen denen die Reibscheiben eingespannt
werden, so lange auseinander, his beim Vorschieben der Schraubenritzelwelle die
dabei von dem Bund 38 mitverschohenen Reibscheiben gegen einen Anschlagring 39 an
der Trommel i 9 angedrückt «erden. Durch das Andrücken der Reibscheiben an den Ring
39 vermag die Reibscheibenkupplung ein so großes Drehmoment zu übertragen, daß die
Preßmutter iS sich aülf der Welte i.1 unter Ch rwindung des Druckes der Feder 37
gegen die Pre13aplatte 36 verschrauben kann, wodurch die Kupplung voll kraftschlüssig
wird.
-
Zum Abdrehen der Hauptmaschine wirft der Fahrzeugführer den kleinen
Benzinmotor an und steckt ihn auf die Bolzen 3.4 am Fahrzeugrahmen auf. Beim Vorschieben
des Motors kommt das Kupplungsglied 33 des Antriebsmotors 13 in Eingriff mit dem
Kopf 26 der Antriebswelle 25, und der Finger 35 drückt den Hebel 29 nieder, dessen
Bewegung auf den Hebel 27 übertragen wird, der die Schraubenwelle 14. längs
verschiebt und das Ritzel 16 in den Zahnkranz 15 der Hauptmaschine einspart.