DE731815C - Mittel zum Gummieren von Flachdruckformen - Google Patents

Mittel zum Gummieren von Flachdruckformen

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DE731815C
DE731815C DEK152705D DEK0152705D DE731815C DE 731815 C DE731815 C DE 731815C DE K152705 D DEK152705 D DE K152705D DE K0152705 D DEK0152705 D DE K0152705D DE 731815 C DE731815 C DE 731815C
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DE
Germany
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solution
gumming
planographic printing
printing forms
cellulose
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Expired
Application number
DEK152705D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Albert Funk
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Kalle GmbH and Co KG
Original Assignee
Kalle GmbH and Co KG
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE731815C publication Critical patent/DE731815C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41NPRINTING PLATES OR FOILS; MATERIALS FOR SURFACES USED IN PRINTING MACHINES FOR PRINTING, INKING, DAMPING, OR THE LIKE; PREPARING SUCH SURFACES FOR USE AND CONSERVING THEM
    • B41N3/00Preparing for use and conserving printing surfaces
    • B41N3/08Damping; Neutralising or similar differentiation treatments for lithographic printing formes; Gumming or finishing solutions, fountain solutions, correction or deletion fluids, or on-press development

Landscapes

  • Printing Plates And Materials Therefor (AREA)

Description

  • Mittel zum Gummieren von Flachdruckformen Es ist beim Flachdruck bekannt, den das Bild tragenden Stein bzw. die das Bild tragende Zink- oder Aluminiumplatte zunächst zu gummieren. Die Weiterverarbeitung erfolgt dann im allgemeinen in der Weise, daß der Stein b@zw. die Metallplatte mit Auswaschtinktur und darauf mit Wasser behandelt wird, woran sich das Einwalzen mit Farbe und die Ätzung anschließt. Das Gummieren dient dazu, den Stein bzw. die Zinkplatte an den Stellen, die später nicht drukken sollen, so zu präparieren, daß diese Stellen bei der dem Ätzprozeß vorangehenden Eintvalzung mit Farbe keine Farbe annehmen. Für das -erwähnte Gummieren wird bisher eine Lösung von Gummiarabikum benutzt. Bekanntlich ist man nun bestrebt, die Gummiarabikumlösung durch die Lösung eines geeigneten Kunststoffes zu ersetzen. Es ist nun gefunden worden, daß man als Mittel zum Gummieren .von Flachdruckformen an Stelle der Gummiarabiktmllösung auch eine wäßrige Celluloseätherlösung verwenden kann, sofern diese schwach sauer eingestellt ist. Zweckmäßig weist die Celluloseätherlösung einen pH-Wert von etwa 4. bis 5 auf. Es-können die verschiedensten wasserlöslichen Celluloseäther verwendet werden. z. B. Alkylcellulosen, Oxalkylcellulosen, Alkalisalze von Cellulosealkyläthercarbonsäuren oder Alkalisalze von Cellulosealkyläthersulfosäuren, sofern diese Produkte nicht in schwach saurer Lösung ausflocken- Auch Mischäther können verwendet werden. Besonders gut haben sich Methylcellulose und Oxäthylmethylcellulose bewährt. Es ist vorteilhaft, wenn die als Ersatz für die Gummi.-arabikumlösung verwendeten Celluloseätherlösungen verhältnismäßig konzentriert sind. Man verwendet die Celluloseäther z.-B. in io bis Zoobiger Lösung. Da diese Lösungen andererseits noch gut verstreichbax sein müssen, empfiehlt es sich, verhältnismäßig niedrigviscose Celltiloseäther zu benutzen. Esist vorteilhaft, wenn sich die benutzten Celluloseätlier glatt, d. h. ohne merklichen Rückstand an unlöslichen Fasern, in Wasser lösen, da, ein etwaiger Fasergehalt sich bei der Verwendung störend bemerkbar macht.
  • Man kann die erwähnten sauren Celluloseätherlösungen als solche in den Handel bringen. Es ist aber ztveckmäßiger, die. Produkte als trockene Massen in den Handel zu bringen. Man mischt hierfür die Celltiloseäther. die dabei vorzugsweise in Pulverform vorliegen., mit solchen Mengen einer geeigneten Säure, beispielsweise einer organischen Säure, wie Weinsäure oder Zitronensäure, oder ferner eines sauren Salzes, z. B. eines sauren Phosphats. daß eine, auf den Celluloseäther bezogen, io@'oige Lösung einen pH-Wert von etwa ,4. bis 5 aufweist.
  • Zweckmähig setzt man den Celluloseäthern ein Puffergemisch zu. Beispiele i. Von einem Original wird auf übliche Weise auf Umdruckpapier ein Abzug gemacht und dieser auf eine Zinkplatte übertragen. Die Zinkplatte wird darauf mit einer auf einen pH-Wert von etwa .l bis 4.,5 eingestellten ioo=oigen Lösung von Oxätlivlmethylcellulose dünn eingestrichen. Nach dem Trocknen wird sie in üblicher Weise mit Auswaschtinktur behandelt. Darauf wird die Druckform mit Wasser abgewaschen und in noch feuchtem Zustande mit Federfarbe eingewalzt. Es wird dann mit einer üblichen Ätze, die mit etwa der gleichen Menge der erwähnten Oxäthylmethylcelluloselösung vermischt ist, geätzt. Zum Schluß wird die Druckform noch mit der Oxäthylmethyleelluloselösung präpariert. Sie ist dann fertig zum Drucken.
  • z. Ein wie im Beispiel i erhaltener Umdruck wird auf einen lithographischen Stein übertragen, mit Kolophonium eingestäubt und mit einer io@'oigen Methylcelluloselösung, die auf einen pH-Wert voii etwa .4 bis 4,5 eingestellt ist, eingestrichen. Der Stein wird d2inn, ohne die Methylcelluloselösung zu trocknen, mit Auswaschtinktur behandelt und darauf mit Wasser abgewaschen. Danach wird mit Federfarbe eingewalzt, abermals mit Kolophonium bestäubt und eingebrannt. Anschließend wird mit einer Salpetersäureätze, die einen Zusatz. der erwähnten Methylcelltiloselösung enthält, geätzt und nochmals mit Farbe eingewalzt. Zum Schluß wird der Stein mit der beschriebenen Methylcelluloselösung präpariert.
  • ;. Ein zum Gummieren von Flachdruckformen geeignetes Produkt wird durch Vermischen von ioog einer niedrig@@iscosen Oxätliyimethyicellulose mit 3- eines Gemisches bestehend aus 5o Teilen kristallisierter Weinsäure und 5o Teilen kristallisiertem neutralem Natriumtartrat erhalten. Man verwendet das Produkt in ioo''oiger Lösung, bezogen auf den Celluloseäther.
  • ¢. Die io@'oigeLösung einer OxätliyImetlivlcellulose wird mittels Zitronensäure auf einen pH-Wert von etwa 4,5 eingestellt. Die Lösung kann als Gummiarabikumersatz beim Gummieren von Flachdruckformen vernvendet werden. Soll das Produkt in den Handel gebracht werden, so wird es zweckmäßig getrocknet und fein gemahlen.
  • 5. Auf eine grobgekörnte Zinkplatte, welche in üblicher Weise hergerichtet worden ist, wird ein Umdruck aufgezogen. Die Platte wird darauf mittels einer Lösung von i oo g Otätliylmethylcellulose, i o g sekundärem Natriumphosphat und 5,6g Natriumbisulfat in il. Wasser bestrichen. Nachdem die Schicht trocken geworden ist, wird in üblicher Weise mit Auswaschtinktur ausgewaschen, sodann mit Wasser abgewaschen und schließlich mit Federfarbe eingewalzt. Durch Ätzen mit Hilfe von Streckersalzlösung wird die Druckform fertiggestellt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Mittel zum Gummieren von Flachdruckformen, bestehend aus einer schwach sauren, zweckmäßig einen pii-Wert von etwa 4. bis 5 aufweisenden wässerigen Lösung eines Üelluloseäthers.
DEK152705D 1938-12-09 1938-12-10 Mittel zum Gummieren von Flachdruckformen Expired DE731815C (de)

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DEK152705D DE731815C (de) 1938-12-09 1938-12-10 Mittel zum Gummieren von Flachdruckformen

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DEK0152705 1938-12-09
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