DE7315934U - Zflnd- und Betriebseinrichtung für Niederdruck-Entladungslampen - Google Patents
Zflnd- und Betriebseinrichtung für Niederdruck-EntladungslampenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Zünd- und Betriebseinrichtung, die in einem Gehäuse aus Kunststoff untergebracht ist, für wechselstromgesi/Ciste
Niederdruck-Entladungslampen mit vorgeschalteter Drosselspule und einer im Elektrodenheizkreis mit dem Glimmzünder in Seihe liegenden
Gleichrichterdiode und einem parallel zur Gleichrichterdiode geschalteten Heißleiter-Widerstand, d.h. ein Widerstand mit negativem Temperaturkoeffizienten.
Um ein schnelles Zünden von Niederdruck-Entladungslampen, die mit einem
Glimmstarter ausgerüstet sind, zu erreichen, muß einmal die Glimmzeit
des Glimmzünders und zum zweiten die Vorheizzeit der Elektroden der Lampe kurz sein. Solche Glimmzeiten erhält man bei einem hohen Kathodenfall
des Glimmzünders, durch den die Bimetallelektroden des Zünders in
sehr kurzer Zeit bis zum Schließen aufgeheizt werden. Eine Verkürzung der Vorheizzeit wird durch einen erhöhten Vorheizstrom bewirkt, der in
möglichst kurzer Zeit die Elektroden der Lampe auf die gewünschte hohe Temperatur *ron ca. 900 K erhitzt.
Dm den Vorheizstrom im Elektrodenheizkreis zu erhöhen, schaltet man
eine Gleichrichterdiode in Reihe zum Glimmzünderstromkreis. Die Gleichrichterdiode
erzeugt einen gleichgerichteten Halbwellenetrom, für den die Impedanz der Drossel sehr viel kleiner ist als bei sinusförmigem
H 05 b Vl/O^f - / -
Wechselstrom. Die Drossel wirkt kaum noch strembegrenzend, und
es fließt ein stark erhöhter Vorheizstrom, der nur noch durch die verbleibenden ο hinsehen Widerstände im Stromkreis bestimmt
wird. Je nach Widerstand der Heiüwendel der verwendeten Lampe
kann der Vorheizstrom auf das Doppelte bis Dreifache des üblichen Wertes ansteigen. Dieser erhöhte Heizstrom darf allerdings
nicht allzulange anhalten, wie dies bei nichtzündenden Lampen oder bei defekten Glimmzündern der Fall ist. Kelchen
z.Bo die Rückstellkräfte der Bimetallelektroden des Glimmzünders
nicht mehr aus,den Vorheizstrom zu unterbrechen, dann wird das
Vorschaltgerät überlastet und somit auch dessen Lebensdauer verkürzt.
Um einen genügenden Schutz des Vorschaltgerätes oder eines anderen
Teiles der Einrichtung, z.Bo der Glühelektroden, zu gewährleisten, wird gemäß der DT-PS 1 119 1HO der Gleichrichter durch
ein weiteres Schaltelement, einem Heißleiter-Widerstand, überbrückt,
der bei Aufheizung die Gleichrichtung des Stromes wieder rückgängig macht. Der wiedereinsetzende Wechselstrom sorgt wieder für die
strombegrenzende Wirkung der Drossel. Der Heißleiter-Widerstand, der anfangs hochohmig ist, läßt zunächst nur einen kleinen Strom
is der Sperrichtuag des Gleichrichters durch. Der geringe hindurchfließende
Strom erwärmt den Widerstand langsam, so daß die Hochohmigkeit
mit der Zeit abnimmt und ein größerer Strom durch den Heißleiter-Widerstand zu fließen beginnt, der die Gleichrichterwirkung
langsam aufhebt, so daß nahezu ein reiner Wechselstrom entsteht, der merklich schwächer ist als der vorherige Gleichstrom. Bei
dieser Starterausführung fehlt jedoch eine Sicherung, die beim Nichtzünden der Lampe oder bei klebenden Starterkontakten den Stromkreis
vollkommen unterbricht. Auch für den Fall, daß der Heißleiter-Widerstand aus irgendeinem Grunde ausgefallen ist, muß durch eine zusätzliche
Sicherung dafür Sorge getragen werden, daß der Stromkreis abgeschaltet wird.
Eine Möglichkeit, den Vorheizstromkreis abzusichern, besteht im Einbau
eines Bimetallschalters mit eigener Heizwicklung in den Elektroden-
vorheizkreis, wie das im DT-GM 7 102 221 beschrieben wird. Der
Bimetallschalter liegt in Reihe au einem Glimmzünder, zu dem ein Entstb'rkondensator parallel geschaltet ist. Hält die Vorheizzeit
zu lange an, dann heizt die Heizwicklung einen Bimetallschalter auf, der den Stromkreis unterbricht. Durch den fehlenden Gleichrichter
wird natürlich eine erheblich längere Vorheizzeit benötigt, da der Vorheizstrom nicht hoch genug ist. Bei dieser Sicherungsau
eführung eines Bimetallschalters mit eigener Heizwicklung ist die Abschaltzeit des Starters vom Vorheizstrom abhängig. Das bedeutet,
daß bei verschiedenen Lampentypen, bei denen jeweils ein anderer Vorheizstrom fließt, der Sicherungestarter entsprechend
ausgelegt sein muß, d.h., um gleiche Abschaltzeiten zu erreichen,
muß der Widerstand der Heizwicklung des Birnetallschalters auf den
Lampentyp abgestimmt sein.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch eine entsprechend ausgeführte ZUnd- und Betriebseinrichtung eine schnelle Lampenzündung
durch eine kurze Vorheizzeit und ein sicheres Abschalten der Lampe am Ende der Lampenlebensdauer oder bei defektem Glimmzünder
zu erreichen.
Die Zünd- und Betriebseinrichtung, die in einem Gehäuse aus Kunststoff
untergebracht ist, für wechselstromgespeiste Niederdruck-Entladungslampen mit vorgeschalteter Drosselspule und einer im
ELektrodenheizkreis mit dem Glimmzünder in Reihe liegenden Gleichrichterdiode und einem parallel zur Gleichrichterdiode geschalteten
Heißleiter-Widerstand, d.h. ein Widerstand mit negativem Temperaturkoeffizienten,
ist gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß ein Bimetallschalter mit der Gleichrichterdiode und dem parallel
liegenden Heißleiter-Widerstand elektrisch in Reihe geschaltet und thermisch im Wärmeiibertragungsbereich des Heißleiter-Widerstandes
und der Gleichrichterdiode angeordnet ist, derart, daß bei Nichtzünden
der Lampe der Bimetallsehalter den Elektrodenheizkreis so
lange unterbricht, bis der Bimetallschalter von außen wieder geschlossen wird.
fr·
Die eine Elektrode des Bimetallschaltere besteht aus einem Bimetallstreifen,
der an einem Ende gekröpft ist, und die andere Elektrode ist ein federnder Draht, der hinter den gekröpften Teil
des Bimetallstreifens einrastete Die Gleichrichterdiode ist über dem Bimetallstreifen, angeordnet und mit diesem verbunden, ebenso
wie der Heißleiter-Widerstand, der mit einer Schelle am Bimetallstreifen
befestigt ist» Durch diese Anordnung des Bimetallschaltere im iärmeübertragungsbereich des Heißleiter-Widerstandes und der
Gleichrichterdiode wird der Bimetallschalter bei zu lang anhaltendem Vorheizstrom aufgeheizt und unterbricht die ursprünglich
leitende Verbindung zwischen Gleichrichterdiode mit parallel liegendem Heißleiter-Widerstand und dem Glimmzünder, indem der gekröpfte Teil
des Bimetallstreifens den federnden Draht ausklinkt. Der federnde Draht steht mit einem Knopf, der aus dem Gehäuse des Starters herausragt, in Druckverbindung. So kann bei Bedarf, renn Z0B. die defekte
Lampe ausgewechselt ist, durch einen Druck auf den Knopf der federnde Draht wieder hinter den gekröpften Teil dee Bimetallstreifens eingerastet
werden. Die leitende Verbindung zwischen Gleichrichterdiode und Glimmzünder ist wieder hergestellt. Der Starter ist wieder betriebsbereit»
Figur 1 zeigt die Schaltanordnung der erfindungsgemäß ausgeführten
Zünd- und Betriebseinrichtung.
Figur 2 stellt die Anordnung des Bimetallschalters mit dem Heißleiter-Widerstand
und der Gleichrichterdiode im Startergehäuse dar. Sie ist eine Draufsicht auf die die elektrischen
Schaltelemente tragende Grundplatte.
Figur 3 zeigt die Ausführung des Bimetallschalters in einer Seitenansicht
ο
In der Schaltanordnung der Figur 1 werden die beiden Glühelektrodei
1 der Leuchtstofflampe 2 durch eine Reihenschaltung 3 Überbrückt, die aus einem Glimmzünder k, einer in Reihe liegenden
Gleichrichterdiode 5 und einem dazu parallel geschalteten Heißleiter-V/iderstand 6, der einen negativen Temperaturkoeffizienten
besitzt, sowie einem Bimetallschalter 7 besteht. Parallel zu der Reihenschaltung 3 liegt ein Störschutzkondensator 8. Die
Leuchtstofflampe 2, der eine Drosselspule 9 vorgeschaltet ist, liegt an einem Wechselstromnetz 10« Der Bimetallschalter 7 ist
beim Einschalten des Netzes 10 geschlossen. Es fließt, bewirkt durch die Gleichrichterdiode 5» ei» einweg-gleichgerichteter Strom
durch die Reihenschaltung 3» der aufgrund der jetzt fehlenden strombegrenzenden Wirkung der Drosselspule 9 rasch anwächst und
in relativ kurzer Zeit den Vorheizstrom für die Elektroden 1 einsetzen läßt, nachdem die Glimmzünderkontakte geschlossen sind. Es
fließt ein hoher Strom in Durchlaßrichtung der Gleichrichterdiode und ein sehr kleiner Strom in der Sperrichtung der Gleichrichterdiode
5 durch den Heißleiter-Widerstand 60 Wenn die Leuchtstofflampe
2 nicht zündet und der Glimmzünder h einige Sekunden lang vergebliche Zündversuche unternommen hat, erwärmt sich der Heißleiter-Widerstand
6 und erniedrigt seinen Widerstand, so daß nach kurzer Zeit auch in Sperrichtung der Gleichrichterdiode 5 über den
Heißleiter-Widerstand 6 Strom fließt, der in der gleichen Größenordnung ist wie der in Durchlaßrichtung fließende Strom. Der
Wechselstromanteil des Heizstromes nimmt ständig zu, d.h., der Heizstrom wird zunehmend sinusförmiger und dadurch erhöht sich die Impedanz
der Drosselspule 9« Der Vorheizstrom sinkt auf normale Werte. Falls ein Zünden der Lampe 2 immer noch ausbleibt, findet eine Wärmeübertragung
durch den Heißleiter-Widerstand 6 oder die Gleichrichterdiode 5 auf dem Bimetallschalter 7 statt, der bei genügender Wärmeaufnahme
den Heizstromkreis unterbricht.
Die Figur 2 zeigt die Anordnung und den Aufbau des Bimetallschalters
auf einer Grundplatte 11, die im nicht dargestellten Startergehause
aeakrecht auf dessen Bodenplatte angeordnet ist ο Der Bimetallsohalter
beeteht aus einem Bimetallstreifen 12, dessen eines
Ende 13 gekröpft ist, und aus einem federnden Draht 1^f, der im
normalen Zustand des Bimetallschalters hinter daß gekröpfte Ende 13 des Bimetallstreifens 12 eingerastet ist. Der federnde
Draht 14 is!-. um die Grundplatte 11 herumgebogen und führt durch
eine Aussparung 15 mit seinem freien Ende 16 wieder auf die Vorderseite
der Grundplatte 11 zurück. Parallel zum Bimetallstreifen liegt der Heißleiter-Widerstand 17, der über die Schelle 18 mit
dem Bimetallstreifen 12 elektrisch' leitend und wärmeleitend verbunden ist. Die Gleichrichterdiode 19, die sich direkt über dem
Bimetallstreifen 12 befindet, ist ebenfalls mit diesem elektrisch leitend und wärmeleitend durch den Zuführungsdraht 20 verbunden.
Die anderen Schaltelemente, wie Glimmzünder und Störschutzkondensator, befinden sich auf der Rückseite der Grundplatte 11 und sind
hier nicht dargestellt.
Bei genügender Wärmeaufnahme, zunächst durch den Heißleiter-Widerstand
17 über die Schelle 18, löst sich das gekröpfte Ende 13 des Bimetallstreifens 12 vom federnden Draht Ik und gibt diesen
frei. Der Vorheizstromkreis ist unterbrochen.
Da der Bimetallstreifen 12 auch mit der Gleichrichterdiode 19 über
den kurzen Zuführungsdraht 20 leitend verbunden ist, besteht eine doppelte Sicherungo Falls der Heißleiter-Widerstand 17 ausfällt,
übernimmt die Gleichrichterdiode 19 die Erwärmung des Birnetallstreifens
12ο Die Dimension der Gleichrichterdiode 19 muß natürlich
entsprechend gewählt werden, damit sie sich bei Ausfall des Heißleiter-Widerstandes
17 stark erwärmte Der federnde Draht 14, der
von dem gekröpften Ende 13 des Bimetallstreifens 12 bei starker Erwärmung freigegeben wird, steht mit seinem freien Ende 16, das
senkrecht zur Grundplatte 11 verläuft, mit einem Knopf 21 in Druckverbindung. Der Knopf 21 liegt lose auf dem freien Ende 16 des federnden
Drahtes 1*f auf und ragt durch eine Öffnung aus dem nicht
dargestellten Startergehäuse heraus« Der federnde Draht 14 kann nach einem Ausschaltvorgang, der unter Umständen durch eine nicht-
■■- 7 -
zündende, defekte Lampe hervorgerufen wird, wieder-hinter das
gekröpfte Ende 13 dee Bimetallstreifens 12 gerastet werden, indem der Knopf 21 gedrückt wirdo
In der Figur 3 ist dar Bimetallsehalter in einer Seitenansicht dargestellte Gleichriehterdiode und Heißleiter-Widerstand sind
nicht abgebildete Der federnde Draht Λ1*, der um die Grundplatte 11
herumgebogen ist, ist hinter das gekröpfte Ende 13 des Bimetallstreifens 12 eingerastet und biegt sich bei Erwärmung von der
Grundplatte 11 weg, so daß der federnde Draht 14- vom Bimetallstreifen
12 getrennt wirdo Durch Druck auf d:n knopf 21, der sich
auf das freie Ende 16 des Drahtes ^k überträgt, kann der ausgeklinkte
federnde Draht 1*t wieder hinter das gekröpfte Ende des
Bimetallstreifens 12 gebracht werden0
Durch den erfindungsgemäß ausgeführten Sicherungs-Schnellstarter
ist ein schneller Lampenstart und sicheres Abschalten des Vorheizstromkreises
bei nichtzündenden Lampen oder defekten Glimmzündern gewährleistet. Die Abschaltzeit des eingebauten Sicherungs-Bimetallschalters
ist weitgehend unabhängig von der Impedanz des verwendeten Vorschaltgeräteso Dieser Startertyp kann deshalb für alle Lampentypen
bis 65 W universell eingesetzt werden und erreicht je nach
den Lampenströmen von 300 bis 670 mA Abschaltzeiten von 30 bis 60 sek.
Alle Bauteile des Starters lassen sich in einem normalen Startergehäuse
aus Isolierstoff unterbringen· Außerdem ist dieser Starter gegen die bisherigen Starter austauschbar*
Claims (5)
1. Ziind- und Betriebseinrichtung) die in einem Gehäuse aus
Kunststoff untergebracht ist, für wechselstromgespeiste Niederdruckentladungslampen mit vorgeschalteter Drosselspule
und einer im Elektrodenheizkreis mit dem GlimmzUnder in Reihe liegenden Gleichrichterdiode un\ einem parallel
zur Gleichrichterdiode geschalteten Heißleiter-Widerstand, d,h. ein Widerstand mit negativem Temperaturkoeffizienten,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Bimetallschalter thermisch im Wärmeübertragungsbereich des Heißleiter-Widerstandes und
der Gleichrichterdiode angeordnet ist, derart, daß bei Nichtzünden der Lampe der Bimetallschalter den Elektrodenheizkreis
so lange unterbricht, bis der Bimetallschalter von außen wieder geschlossen wird»
2. Ziind- und Betriebseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die eine Elektrode des Bimetallschalters aus einem gekröpften Bimetallstreifen besteht und die andere
Elektrode ein federnder Draht ist.
3. Zünd- und Betriebseinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Gleichrichterdiode über der gekröpften Elektrode des Bimetallschalters angeordnet und mittels eines
kurzen Drahtes an dieser befestigt ist.
4. ZUnd- und Betriebseinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß der Heißleiter-Widerstand mit einer Schelle an der gekröpften Elektrode des Bimetallschalters befestigt ist,
5. Zünd- und Betriebseinrichtung nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Knopf vorgesehen ist, der mit dem einen Teil aus dem Gehäuse herausragt und
mit dem anderen Teil im Gehäuse lose auf dem federnden Draht aufliegt.
Da/Wg,
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