DE731562C - Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen des 2-Methyl-4-aminopyrimidins - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen des 2-Methyl-4-aminopyrimidins

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DE731562C DEH163565D DEH0163565D DE731562C DE 731562 C DE731562 C DE 731562C DE H163565 D DEH163565 D DE H163565D DE H0163565 D DEH0163565 D DE H0163565D DE 731562 C DE731562 C DE 731562C
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  • Verfahren zur Darstellung von Abkömmlingen des 2-Methyl-4-aminopyrimidins Es sind mehrere Verfahren zur Synthese von Pyrimidinabkömmlingen, insbesondere von solchen, die an der 5-Stellung einen in die Aminoalkylgruppe überführbaren Rest tragen, bekannt. Nach der einen Gruppe der bekannten Verfahren kondensiert man Amidine mit Oxy- bzw. Alkoxymethylencarbonsäureabkömmli.ngen (Zeitschrift für physiologische Chemie, 242 [r936] S.95; deutsche Patentschrift 671 787, schweizerische Patentschriften I9o 718, 195 95I). Ferner kann man zu Pyrimidinabkömmlingen gelangen durch Kondensation von Iminoäthern mit den entsprechenden Aminomethylenverbindungen (französische 'Patentschrift 83z 2a1, deutschePatentschrift 667990, schweÜzerische Patentschrift 195 952) ; schließlich ist es auch möglich, Iminoäther mit Alkoxymethylenverbindungen bei Gegenwart von Ammoniak zu kondensieren (deutsche Patentschrift 67o 635). Diese Verfahren verwenden -als Ausgangsverbindungen Acetamidinchlorhydrat bzw. Acetiminoätherchlorhydrat, aus denen zur Kondensation die insbesondere gegenüber Wasser sehr unbeständigen Basen in Freiheit gesetzt werden müssen. Es ist notwendig, unter milden Umsetzungbedingungen bzw. besonderen Vorsichtsmaßnahmen, wie Ausschluß von Feuchtigkeit, zu arbeiten.
  • Wie nun gefunden wurde, führt die Kondensation von Thioacetamid mit Aminotnethylennitrilen von der Formel worin R die Nitrilgruppe oder die veresterte Carboxylgruppe bedeutet, in Gegenwart von alkalischen Kondensationsmitteln, auch von wässerigen Alkalien, leicht und in guter Ausbeute zu Abkömmlingen des 2-Methyl-q.-aminopyrimidins.
  • Dem Schrifttum ist nicht zu entnehmen, daß die Synthese von Derivaten des 2=Methyl-4.-aminopyrimidins in dieser Weise durchgeführt werden kann; denn es ist kein Beispiel bekannt, nach dem aus einem Thiosäureamid durch Umsetzung mit einer Aminomethylenv erbindung ein Pyrimidin erhalten wird.
  • Es ist anzunehmen, daß bei dieser Reaktion intermediär die Alkaliverbindung des Aminomethylennitrils (I) entsteht, die mit Thioacetamid (II) unter Austritt von Alkalihydrosulfid zunächst zu einem Kondensationsprodukt (III) zusammentritt, das als solches oder in seiner tautomeren Form (IV) spontan unter Ringschluß zu einem 2-Methy 1-.I-aininopyrimidinabkömmling (V) bzw. (V1) isomerisiert wird. Folgende Formeln veranschaulichen den Vorgang: Die a-Methyl-4-aminopyrimidine bilden Zwischenprodukte für die Synthese wertvoller Arzneimittel.
  • Beispiel r z5 Gewichtsteile Natrium werden in 500 Raumteilen Alkohol gelöst und bei q.o bis 5o° 93 Gewichtsteile Aminomethylenmalonnitril zugefügt. Es scheidet sich die Natriumverbindung des Aminomethylenmalonnitrils in der Regel kristallinisch ab. Man fügt nun 75 Teile Thioacetamid zu und erwärmt r o Minuten auf 6o bis 70°. Dabei geht die Natriumverbindung des Aminomethylenmalonnitrils in Lösung, und alsbald beginnt dieAbscheidung des 2-Methyl-4-amino-5-cyanopyrimidins. Man läßt erkalten und 1a Stunden bei 2o° stehen, wonach das ausgeschiedene Reaktionsprodukt das Gefäß als dicker Kristallbrei erfüllt. Nun wird abgesaugt und mit Wasser nachgewaschen. Zur Reinigung kann in verdünnter Salzsäure gelöst und durch Zusatz von Ammoniak gefällt oder aus Methanol umkristallisiert werden. Der Schmelzpunkt liegt bei :2q.9°, das Pikrat schmilzt bei z09°.
  • Beispiel In ¢0o Raumteile 2,5n-wässeriger Kalilauge werden 93 Teile Aminomethylenmalonnitril eingerührt und in den Brei weiterhin 75 Teile Thioacetamid eingetragen. Die Mischung kühlt sich spontan beträchtlich ab. Man läßt die Masse unter Rühren sich auf 2o bis 3o° anwärmen, rührt hierauf 4. Stunden bei dieser Temperatur und schließlich r Stunde bei 6o°. Nach dem Erkalten saugt man den Kristallbrei des entstandenen 2-Methyl-4.-amino-5-cvanopyrimidiiis ab und wäscht mit Wasser nach.
  • Beispiel 3 93 Gewichtsteile Aminomethylenmalonnitril und 75 Gewichtsteile Thioacetamid werden in aoo Raumteilen Methanol unter gelindem Erwärmen gelöst. Nach dem Erkalten fügt man ¢0o Raumteile 2,5 n-methanolische Kalilauge zu und läßt bei 2o° stehen. Nach 3o bis 6o Minuten beginnt die Kristallisation des gebildeten z-Methyl-4-amino-5-cyanopyrimidins. Der gebildete Kristallbrei wird nach 24- bis 48stündigem Stehen abgesaugt und mit wenig Methanol gewaschen.
  • Beispie.1 4 i4o TeileAminomethylencyanessigester werden mit eiher Natriumäthylatlösung aus 23 Teilen Natrium und 40o Raumteilen Alkohol und mit 7,5 Teilen Thioacetamid 15 Minuten unter Rückfluß gekocht. Hierauf destilliert man die Hälfte des verwendeten Alkohols ab, versetzt mit der doppelten Raummenge Essigester und filtriert vom ausgeschiedenen Natriumhydrosulfid ab. Die Lösung wird nahe zur Trockne eingeengt, worauf der Rückstand nach dem Erkalten kristallisiert. Man saugt scharf ab und kristallisiert den 2-Methyl-4-amino-pyrimidin-5-carbonsäureester aus Wasser um. Dieser bildet weiße Nadeln vom Schmelzpunkt 120

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Abkömmlingen des 2-Methyl-4-aminopyrimidins, dadurch gekennzeichnet, daß man Thioacetamid auf Aminomethylennitrile von der Formel worin R die Nitrilgruppe oder die veresterte Carboxylgruppe bedeutet, in Gegenwart von Alkalien einwirken läßt.
DEH163565D 1940-03-28 1940-10-26 Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen des 2-Methyl-4-aminopyrimidins Expired DE731562C (de)

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