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Lichtelektrische Einrichtung zum Prüfen eines Raumes auf das Vorhandensein
lichtundurchlässiger Gegenstände, insbesondere einer Entsperrungsvorrichtung bei
einem Weichenstellgerät Die Erfindung bezieht sich auf eine lichtelektrische Einrichtung
zum Prüfen eines Raumes auf das Vorhandensein lichtundurchlässiger Gegenstände in
Verbindung mit einer Vorrichtung, die selbsttätig elektromagnetisch betätigt werden
soll, wenn sich in dem zu überwachenden Raum kein lichtundurchlässiger Körper befindet.
Die Erfindung bezweckt, die lichtelektrische Einrichtung, die eine Lichtquelle und
eine lichtelektrische Zelle, mit der über eine Verstärkeranordnung das Ausgangsrelais
der Einrichtung verbunden ist, sowie ein in den Strahlengang zwischen der Lichtquelle
und der Zelle einschaltbare Kontrollblende enthält, so auszubilden, daß sich eine
möglichst hohe Sicherheit dafür bietet, daß nicht infolge eines Schadens in der
lichtelektrischen Einrichtung die zu betätigende Vorrichtung wirksam wird, ohne
daß der dabei vorauszusetzende Zustand des zu überwachenden Raumes vorliegt, d.
h., ohne daß dieser Raum frei von lichtundurchlässigen Gegenständen ist. In gewissen
Fällen, z. B. dann, wenn es sich darum handelt, ein Gerät zum Umstellen einer Weiche
gesperrt zu halten, solange sich ein Eisenbahnwagen o. dgl. in dem Weichenraum befindet,
oder das Gerät freizugeben, sofern sich kein Wagen in dem -Raum befindet, kann die
angestrebte Sicherheit von besonderer Bedeutung sein.
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Gemäß der Erfindung erhält man eine zweckmäßige, mit verhältnismäßig
einfachen Schaltmitteln auskommende Einrichtung dieser Art, wenn man die genannte
Lichtquelle,
die lichtelektrische Zelle und die Verstärkeranordnung
über einen Schalter zur Betätigung der gesamten Einrichtung, den Hauptschalter,
gemeinsam an eine Spannungsduelle anschließt und die Anordnung so trifft, daß die
genannte Blende, durch eine dauernd auf sie wirkende Kraft veranlaßt, bei offenem
Hauptschalter im Strahlengang zwischen der Lichtduelle und der lichtelektrischen
Zelle liegt, wenn inan ferner das erwähnte Ausgangsrelais mit zwei Schaltkontakten
versieht, von denen der eine, der bei tiperregtem Ausgangsrelais geschlossen ist,
mit der Wicklung eines Relais mit Zeitverzögerung in Reihe zur Spannungsquelle liegt
und von denen der andere, der bei unerregtem Relais offen ist, in Reibe mit der
Wicklung- des Magneten zur Betätigung der genannten Vorrichtung und dem Kontakt
des Zeitrelais an die Spannungsquelle gelegt ist, ferner den zum Entfernen der Blende
dienenden -Magnet so schaltet, clal,'l er durch Schließen des Kontaktes des Zeitrelais
an seine volle Betriebsspannung gelegt wird, und wenn man schließlich den an erster
i Stelle genannten Kontakt des Ausgangsrelais I durch den Kontakt des Zeitrelais
mit einem Widerstand überbrückt, der einen verhältnismäßig hohen Betrag gegenüber
dem Widerstand des zur Betätigung der genannten Blende dienenden Magneten hat.
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Der Gegenstand der Erfindung möge an Hand eines Ausführungsbeispiels,
und zwar einer Einrichtung zur Betätigung einer Entsperrungsvorrichtung eines Weichenstellgerätes,
näher erläutert «-erden. Ein Schaltungsschema dieser Einrichtung ist in der Zeichnung
dargestellt.
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Die Einrichtung besteht aus einer Lichtquelle a, von der aus ein durch
eine Linse 1) i gesammeltes Strahlenbündel über die unizustellende Weiche hinweg
geworfen wird. Im Bereich des Strahlenbündels befindet sich eine lichtelektrische
Zelle c, die über eine Verstärkereinrichtung c, mit einem Ausgangsrelais c1 , in
Verbindung steht. Die Lichtduelle a und die lichtelektrische Zelle c finit der Verstärker
anordnung c, sind mit einer Stromquelle h verbunden, und zwar über einen Schalter
i (den Hauptschalter), mit dein die ganze Ein- I richtung aus- und eingeschaltet
«-erden kann. Von der Stromduelle h wird atil;lerdepii ein Elektromagnet e gespeist,
der zur Betätigung einer Blende t dient. die durch eine auf sie einwirkende Federkraft
o. dgl. in da, die Zelle c beeinflussende Strahlenbündel gezogen und bei entsprechend
erregtem Magnet e entgegen dieser Kraft daraus entfernt wird. Das Ausgangsrelais
d ist mit zwei Schaltkontakten d, und d.; ausgestattet. von denen der erstgenannte,
d,, geschlossen ist, wenn das _ltisgangsrelais c1 unei-r-egt ist, und von denen
derandere, d., geschlossen ist. wenn das Relais d erregt ist. Der Kontakt d, ist
finit der Wicklung g eines mit Zeitverzögerung arbeitenden Relais in Reihe geschaltet.
Dieses Relais hat einen Schaltkontakt g,, der in unerregteni Zustand des Relais
offen ist. Der Kontakt liegt in Reihe mit dem Kontakt d., und der Wicklung lt eines
auf eine V-eichenstellvc>rrichtung einwirkenden Sperrmagneten ein der Stromduelle
7z. Dieser Magnet sperrt, solange i er urierregt ist, die Weiche gegen Umstellen.
In erregtem Zustand gibt er die Weiche frei. .o date sie dann umgestellt werden
kann. Zwischonden Kontakten g, und (t, einerseits sowie dein Kontakt d, und der
Wicklung r andererseits zweigen Leitungen ab, die zti einem Widerstand 1 führen.
An dein erstgenannten Abzweigungspunkt ist zugleich eine der Stromleitungen zu eiem
Magnet c angeschlossen.
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Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist folgende: Soll
die Weiche umgelegt werden, so wird zunächst der Hauptschalter i geschlossen. Dadurch
erhält die Lampe a Spannung, uni gleichzeitig werden die lichtelektrische Zelle
c und der Verstärker cl an Spannung gelegt. Außerdem erhält dadurch die @e@aiswickhin-
ä über den geschlossenen Schaltkontakt d, hinweg Spannung. Die Schaltverzögerungseinrichtung
dieses Relais beginnt damit abzulaufen. Der Magnet e kommt durch das Schliehen des
Schalters i zwar ebenfalls an die Betriebsspannung zu liegen. und zwar über den
Schalter d, und -den Widerstand 1 hinweg. Dieser Widerstand ist aber so hoch bemessen,
dall zunächst der- Magnet c die Blende j noch nicht aus dein Strahlengang herausbewegen
kann, so daß zunächst eine Prüfung des Weichenraumes auf Freisein \-on Wagen o.
dgl. nicht erfolgt. Ist die Verzögerungseinrichtun - des Relais , abgelaufen, s
üchlief')t :ich der Schaltkontakt,. Dadurch wird die volle Spannung der Stromquelle
1, am Elektromagnet @° wirksam, und dieser- Ma-11net rieht die Blende j aus- dein
Strahlengang heraus, so daß das nach der Zelle zielende Lichthändel freigegeben
wird. Befinden sich dann zwischen der Lichaluelle a und der Zelle c kein Wagen oder
ein sonstiger schattenwerfender Körper auf denn Gleis. so die Zelle c belichtet,
und das Relais il -,vird erregt. Infolgedessen wird der AL(mtakt d, -enttnet und
der Kontakt d, geschlossen. "trotz des C>itnens des Kontaktes d, erhält die Wickhing
g auch weiterhin Strom über den Kontakt " und den Widerstand 1. wobei dieser Strom
hoch genug ist, dal.i der Kontakt "", auch weiterhin geschlossen bleibt. 1)a; ,
Schlietlen des Kontaktes <l. bewirkt. da13 nuninehr auch die Wicklung Ir Strom
erhält, die
somit ihren Anker anzieht, wodurch'die Weichenstellvorrichtung
zum Umstellen freigegeben wird.
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Ist die Weiche von Wagen besetzt, so bleibt auch nach dem Herausziehen
der Blende f aus dem Strahlengang die lichtelektrische Zelle c unbelichtet, also
auch das Relais d unerregc und die Kontakte d, und d2 in der gezeichneten Stellung.
Die Weichenstellvorrichtung bleibt gesperrt, sofern die Anlage ordnungsgemäß arbeitet.
Es liegt jedoch die Möglichkeit vor, daß beim Einschalten der Anlage mit dem Schalter
i der Verstärker cl des lichtelektrischen Empfängers infolge einer Beschädigung
Selbsterregung aufweist, so daß im Relais d ein hoher Strom fließt, auch ohne daß
das von der Lampe a ausgehende Lichtbündel auf. die Zelle c fällt.. Durch die Anordnung
der Blende f in Verbindung mit der im übrigen getroffenen Schaltanordnung wird jedoch
verhindert, daß auch beim Vorliegen dieses Schadens der Kontakt d2 geschlossen und
damit die Weiche für das Umstellen freigegeben wird: denn bei der getroffenen Anordnung
erfolgt zunächst bei jeder Einschaltung des Geräts eine Kontrolle der Einrichtung,
indem zunächst die Zelle durch die Blende f verdunkelt wird. Wird dabei durch die
Selbsterregung des Verstärkers cl das Relais d erregt, so ist der Kontakt dl geöffnet.
Das Zeitrelais g wird dann nicht in Gang gesetzt, so daß sich der Kontakt g, nicht
schließen kann. Die Wicklung h erhält keinen Strom, und eine Aufhebung der Sperre
erfolgt in diesem Falle nicht.