DE72977C - Selbstthatiges sischerheits- und controlschlofs - Google Patents
Selbstthatiges sischerheits- und controlschlofsInfo
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- DE72977C DE72977C DE189272977D DE72977DA DE72977C DE 72977 C DE72977 C DE 72977C DE 189272977 D DE189272977 D DE 189272977D DE 72977D A DE72977D A DE 72977DA DE 72977 C DE72977 C DE 72977C
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- G—PHYSICS
- G07—CHECKING-DEVICES
- G07F—COIN-FREED OR LIKE APPARATUS
- G07F17/00—Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services
- G07F17/14—Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services for fastenings for doors; for turnstiles
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 68: Schlosserei.
Zusatz zum Patente ΛΪ 67045 vom 25. Januar 189r.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. Juli 1892 ab. Längste Dauer: 24. Januar 1906.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Sicherheits- und Controlschlösser der in dem
Haupt-Patent Nr. 67045 beschriebenen Art und bezweckt einerseits eine Verminderung
der Gröfse des Schlosses durch Vereinfachung seiner Construction, so dafs dasselbe auch für
Zimmerthüren verwendet werden kann, andererseits aber auch die Einrichtung solcher Schlösser
in der Weise, dafs dieselben sowohl für abfallende, als auch zurückziehbare Schlüssel verwendet
werden, können.
In beiliegender Zeichnung ist ein derartiges Schlofs dargestellt, und es zeigt:
Fig. ι das Schlofs in gesperrter Stellung mit abgenommenem Deckel,
Fig. 2 einen Verticalschnitt durch das Schlofs in derselben Stellung,
Fig. 3 das Schlofs in derselben Ansicht wie Fig. i, aber in offener Stellung,
Fig. 4 einen Schnitt nach Linie y-% der Fig. 3.
Das Schlofs besteht im wesentlichen aus dem Kasten A, dem Riegel C, der Falle D, dem
den Riegel und die Falle verbindenden Arm E, der Nufs F, dem Schieber G, Zuhaltungsrahmen
H mit Zuhaltungen h und dem später zu beschreibenden Schlüssel -Führungs- und
Abwerf-Mechanismus.
Riegel sowohl als Falle sind im Schlofs (Fig. r bis 3) in bekannter Weise mittelst
Schlitzes und Stiftes geführt, und während ersterer, von keiner Feder beeinflufst, sich frei
hin- und herbewegen und in jeder Stellung stehen bleiben kann, wirkt auf die Falle D in
bekannter Weise eine Feder D\ um dieselbe immer in offener Stellung zu erhalten. Der
Riegel C erhält seine Bewegung mittelst der Klinke K durch die im Schlofs gelagerte
Nufs F. Letztere ist zu diesem Zwecke mit einem Arm f versehen, welcher in der Art
eines Schlüsselbartes in eine entsprechende Ausnehmung C-" des Riegels eingreift und
beim Drehen der Nufs den Riegel hin- und herbewegt. Statt des, in dem Haupt-Patent
Nr. 67045 beschriebenen und gezeigten Schiebers, welcher mit dem Riegel starr verbunden und
daher horizontal beweglich ist, ist hier ein vom Riegel unabhängiger Schieber G angewendet
und die Zuhaltungen sind vertical gestellt. Der Schieber G ist einerseits in beliebiger
Weise, z. B. mittelst des Schlitzes g1 auf dem Riegelführungsstift, andererseits aber,
am Ende G", in dem die Zuhaltungen aufnehmenden Gehäuse oder Rahmen H gerade
geführt und erhält seine ihn von den Zuhaltungen entfernende Bewegung ebenfalls durch die Nufs F, während er von einer
Feder G1 gegen die Zuhaltungen hin bewegt wird. Zum Zweck der ersteren Bewegung ist
Schieber G mit einem Ausschnitt g versehen, in welchem sich ein zweiter Arm/1 der Nufs
bewegen kann. Die Form dieses Ausschnittes g ist. eine derartige, dafs Arm/1 der Nufs, wenn
deren Arm / den Riegel ganz vorgeschoben hat, am Ende des Ausschnittes g des Schiebers
G angelangt ist, so dafs jetzt ein Weiterdrehen der Nufs ein Verschieben von G von
den Zuhaltungen weg zur Folge hat. Die
Zuhaltungen h, welche die aus Fig. 2 ersichtliche
Form haben, sind in dem Rahmen H auf einem Stift hx schwingend gelagert und
sind jenseits dieses Stiftes jede mit einer Flachfeder i versehen, deren anderes Ende frei in
einen Schlitz im rückwärtigen Theil des Rahmens H eingesteckt ist. Die normale
Stellung der Federn i ist eine mit deren Mittellinie zusammenfallende und zur Achse hx
senkrechte, so dafs dieselben die stete Tendenz haben, die Zuhaltungen in ihre mittlere, in
Fig. 2 angedeutete Stellung zu bringen.
Um das beabsichtigte Abfallen der Schlüssel zu ermöglichen, ist der Zuhaltungsrahmen H
seitlich vom Schieber G angebracht, und das Ende G" des letzteren biegt im rechten Winkel
ab und geht durch eine Oeffnung h'" der Zuhaltungen hindurch, von welcher aus die Einschnitte
h" h" für den Schieber geführt sind, wie aus Fig. 2 ersichtlich. An dem jenseits
der Zuhaltungen vorstehenden Ende G" des Schiebers G ist im rechten Winkel, also
parallel zum Schieber selbst, ein Arm η angebracht, welcher mit dem Schieber G auf
jeder Seite des Zuhaltungsrahmens wieder mit einer Querschiene ο verbunden ist. Diese
Schienen 0 0 machen also die Bewegungen des Schiebers G mit. Etwas unterhalb der
Schienen ο ο ist ein gegabelter Flügel ρ ρ auf Zapfen pl im Boden und Deckel des
Schlosses schwingend gelagert und bei p" mit dem Arme η gelenkig verbunden, derart, dafs
das Hin- und Hergehen des Schiebers G mit den Theilen η und ο ο ein Auf- und Abwärtsschwingen
des gegabelten Flügels ρ verursacht.
Unterhalb dieses sich vor das untere Ende der Zuhaltungen legenden Flügels ρ ist im
Schlosse der Behälter q zur Aufnahme der abfallenden Schlüssel angebracht und mit einem
mittelst Schlosses und Schlüssels q" sperrbaren Thürchen q1 versehen, um die eingefallenen
Schlüssel entfernen zu können.
Die Arme 0 in der gegenwärtigen Construction entsprechen den Abstreifern ρ des
Haupt-Patentes und der gegabelte Flügel ρ ρ dem Flügel N jenes Patentes.
Das Schlofs wirkt wie folgt: Durch Aufwärtsdrehen der Klinke K wird der Riegel
vom Arm f der Nufs vorgeschoben und Schieber G tritt aus den Schlitzen h" der Zuhaltungen,
welche ihre Sperrstellung annehmen. Der Schieber steht jetzt in seiner obersten Stellung "und Flügel ρ nimmt unterhalb der
Schienen 0 seine horizontale Lage ein. Soll das Schlofs geöffnet werden, so mufs der
Schlüssel m zwischen dem Flügel ρ und der Schiene 0 eingeführt werden, wie in Fig. 2
dargestellt, wobei Flügel ρ die. untere Auflage für den Schlüssel bildet. Der Schlüssel ist so
kurz, dafs er seiner ganzen Länge nach in das Schlofs eingeführt werden mufs, um die Zuhaltungen
richtig einzustellen. Sobald dies geschehen, kann der Schieber G, dem Drucke
seiner Feder folgend, nach unten in die Schlitze h" der Zuhaltungen gleiten. Diese
Abwärtsbewegung des Schiebers G hat aber, wie vorbeschrieben, ein Abwärtsschwingen des
Flügels ρ zur Folge, wodurch dem ganz in das Schlofs eingeführten Schlüssel· m seine
untere Stütze entzogen wird, während die sich mit dem Schieber G zusammen abwärts bewegenden
Schienen ο den Schlüssel gleichzeitig aus den Zuhaltungen herausdrängen und.
das sichere Abfallen desselben in den Sammelbehälter
#. bewirken. Das Schlofs ist nun geöffnet und der Riegel kann durch Niederdrehen
der Klinke zurückgezogen werden. Ein weiteres Niederdrücken der Klinke bewirkt
jetzt das Zurückgehen der Falle durch Eingreifen des Nufsarmes f" hinter Vorsprung e
des Armes E.
Bei diesem Schlofs können auch lange Schlüssel, welche wieder zurückgezogen werden,
verwendet werden. In diesem Falle wird natürlich der Schieber erst seinen öffnenden
Weg vollenden können, nachdem der Schlüssel, auf welchen sich die Schienen 0 des niedergehenden
Schiebers auflegen, wieder aus.dem Schlosse zurückgezogen worden ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Ausführungsform des durch das Patent Nr. 67045 geschützten Sicherheits- und Controlschlosses, bei welcher ein, zum Riegel vertical und von demselben unabhängig beweglicher Schieber G verwendet wird, gekennzeichnet durch die Führung dieses Schiebers mit seinem Ende G" durch eine Oeffnung h'" der Zuhaltungen hindurch und die Anbringung von Abstreifschienen 0 an einer Verlängerung η des Theiles G" jenseits der Zuhaltungen, in Verbindung mit einem im Schlofskasten gelagerten gegabelten und schwingenden Flügel 2? in der Weise, dafs bei gesperrtem Riegel der Flügel ρ dicht unterhalb der Angriffsstelle der Zuhaltungen liegt und so eine Auflage oder Führung für den eingeführten Schlüssel bildet, während nach erfolgter Einstellung der Zuhaltungen und nach dem durch die Nufs.F bewirkten Rückgange des Riegels durch die Abwärtsbewegung des Schiebers G dem Flügel ρ eine abwärts schwingende Bewegung ertheilt wird, so dafs dem Schlüssel seine Stütze entzogen und derselbe von den Schienen oder Abstreifern 0 aus den Zuhaltungen entfernt wird.Hierzu 1 'Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE67045T | 1891-01-25 | ||
| DE72977T | 1892-07-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE72977C true DE72977C (de) | 1894-01-10 |
Family
ID=346156
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE189272977D Expired DE72977C (de) | 1891-01-25 | 1892-07-13 | Selbstthatiges sischerheits- und controlschlofs |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE72977C (de) |
-
1892
- 1892-07-13 DE DE189272977D patent/DE72977C/de not_active Expired
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