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Elektrischer Anstoßschalter mit einem periodisch bewegten Kontaktglied
und einstellbarer Kontaktzeit Die vorliegende Erfindung betrifft einen elektrischen
Anstoßschalter. Der Schalter ist insbesondere bestimmt zur Steuerung des Luftventils
bei Druckbestäubungsapparaten an Druckmaschinen. Bei derartigen Apparaten, mit denen
zum Zwecke der Verhinderung des Abschmierens frisch bedruckte Bogen bestäubt werden,
ist es erwünscht, die Bestäubungszeit einstellen zu können. Vor allen Dingen soll,
um die Nebelbildung im Arbeitsraum herabzusetzen, die Bestäubungszeit möglichst
kurz, auf Bruchteile von Sekunden, einstellbar sein. Das Wesen des Anstoßschalters
gemäß der Erfindung, der diesen Bedingungen entspricht, besteht darin, daß zur Einstellung
der periodischen Schließzeit der Kontakte bei gleichbleibendem Hub der Schubstange
entweder der bewegliche Kontaktteil auf der Schubstange oder der feststehende Kontaktteil
auf einem gleichachsig zur Schubstange gelagerten hülsenförmigen Träger o. dgl.
durch einen um das äußere Ende der Schubstange drehbaren Griff mittels Gewindeteile
und Gradführung auf der Schubstange längs verschiebbar und gegenüber seinem Gegenkontakt
einstellbar ist. Beispielsweise kann das gesteuerte Kontaktstück, die Schaltbrücke,
auf seinem Träger einstellbar angeordnet sein und mit am Schaltergehäuse festen
Kontakten zusammenarbeiten, oder es kann auch das feststehende Kontaktstück gegenüber
dem gesteuerten einstellbar angeordnet sein. Weitere Merkmale der Erfindung betreffen
die konstruktive Durchbildung von Anstoßschaltern mit den vorstehend angedeuteten
zwei Möglichkeiten für die Steuerung:
Durch Nocken an Antriebswellen
periodisch gesteuerte Zeitschalter sind bereits bekannt. Bei diesen ist in der Regel
die Zeitdauer der periodischen Unterbrechung des Stromes einstellbar. Die Erfindung
betrifft nun eine für den Einbau und die Bedienung dieser Schalter besonders zweckmäßige
Anordnung, bei welcher die Zeitdauer der periodischen Kontaktgabe während des Betriebes
durch einen Griff eingestellt wird, der um das äußere Ende einer durch die Motorwelle
mittels eines Nockens betätigten Schubstange drehbar ist. Durch diesen Drehgriff
werden mittels Gewindeteile entweder bewegliche Kontaktteile auf der Schubstange
oder feststehende Kontaktteile auf einem gleichachsig zur Schubstange gelagerten
hülsenförmigen Träger u. dgl. eingestellt.
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Auf der beiliegenden Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele von
Anstoßschaltern gemäß der Erfindung dargestellt. Es zeigt Fig. i in Vorderansicht
bei abgenommenem Schaltergehäuseoberteil eine erste Ausführungsform mit einer einstellbaren,
im Betriebe beweglichen Schaltbrücke, Fig. :2 in gleicher Darstellungsart eine zweite
Ausführungsform mit einstellbaren, im Betriebe ruhenden Kontakten.
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Bei beiden Ausführungsbeispielen bezeichnet N die N ockenscheibe,
die auf einer Welle der Druckmaschine befestigt ist. Das Schaltergehäuseunterteil
ist mit a bezeichnet. An diesem sind Lageraugen a, und a. vorgesehen. In dem Lagerauge
a, (siehe weiter Fig. i) ist ein Loch az von rechteckigem Querschnitt vorgesehen,
das dem mit entsprechend rechteckigem Querschnitt ausgeführten Teil b, der Schubstange
b als gegen Verdrehung sichernde Führung dient. An dem äußeren, aus dem Schaltergehäuse
herausragenden Ende der Schubstange b ist die mit der Nockenscheibe
N
zusammenarbeitende Rolle c gelagert. Die innerhalb des Gehäuses liegende
Fortsetzung b. der Schubstange ist mit einem Schraubengewinde versehen. Das innere
Ende bi der Schubstange ist glatt zylindrisch ausgeführt und führt sich in der Bohrung
d, der Hülse d. Auf dem mit Gewinde versehenen Teil b2 der Schubstange sitzt die
aus nicht' leitendem Werkstoff gefertigte Mutter e. Sie dient als Träger für die
Schaltbrücke f, die mit den am Schaltergehäuse a angebrachten Kontakten ä i und
g2 zusammenarbeitet.
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Die Einstellung der die Schaltbrücke tragenden Gewindemuter e geschieht
mit Hilfe der Hülse d. Beide Teile sind nur auf Drehung miteinander gekuppelt. Zu
diesem Zweck sind an dem inneren, zugleich zu einem Lagerteil flanschartig erweiterten
Ende d. der Hülse d stiftartige Fortsätze ds achsenparallel zur Schubstange angeordnet.
Diese Fortsätze greifen in Aussparungen hi einer an der Gewindemutter e vorgesehenen
Platte da ein.
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Auf dem äußeren Ende der in der Gehäuse-Bohrung a4 drehbar gelagerten
Hülse d ist mittels der Spitzschraube i der Einstellknopf k befestigt. Er besitzt
einen Einstellzeiger ki, der nach einer um das Auge a., herum angeordneten Skala
m eingestellt wird. Der Anstoßschalter gemäß Fig. i wird in der Weise gehandhabt,
daß die Bestäubungszeit durch Verdrehen des Knopfes k an der Skala in eingestellt
wird. Bei der Verdrehung wird die Hülse d und über deren stiftartige Fortsätze
d"
die Platte h, die Gewindemutter e und die Schaltbrücke f mitgenommen und
je nachdem auf der Schubstange b vor- oder zurückgeschraubt. Die Schubstange selbst
macht wegen der Vierkantführung as, b3 die Drehung nicht mit. Durch die Verstellung
der Gewindemutter e samt der Schaltbrücke f auf der Schubstange wird
bei gleichbleibender Hubbewegung der Weg verändert, auf den die Schaltbrücke f mit
den Kontakten"-" und g2 während eines jeden Arbeitszyklus in Berührung steht. Der
Rückhub der Schubstange erfolgt unter der Wirkung der zwischen Platte h und Flansch
d. eingebauten Rückholfeder n. Begrenzt wird der Rückhub durch den Stellring o auf
der Schubstange b.
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Das zweite Ausführungsbeispiel (Fig. 2) unterscheidet sich vom ersten
darin, daß nicht der gesteuerte Kontaktteil, die Schaltbrücke, sondern der feststehende
Kontaktteil einstellbar ist. Die Schubstange b, die zur Vermeidung einer Schrägstellung
der Ralle c in Bezug auf die Nockenscheibe N gegen Verdrehung gesichert ist, führt
sich mit ihrem Teil b3 in der Lagerausnehmung as im Gehäuse a. Das innere Ende der
Schubstange bi ist glatt zylindrisch gehalten, führt sich in der Hülse p und trägt
eine Hülse q, die bei q, einen Flansch aufweist. Über die Hülse q ist die als Lochscheibe
ausgebildete Schaltbrücke r gestreift; sie wird von einer Feders gegen den Flansch
q, gedrückt. Teil t, ein Ring, der auf das freie Ende der Hülse q aufgeschraubt
ist, bildet das Widerlager für das andere Ende der Feder s; die Hülse q ist mittels
des Querstiftes zr auf der Schubstange befestigt.
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Der scheibenförmigen Schaltbrücke y gegenüber liegen die Kontakte
v, und v., die auf Armen w, und w. einer Gewindemutter w befestigt sind. Die Gewindemutter
w ist auf das innere Ende p, der Hülse p geschraubt. Die Hülse p, die in der Bohrung
a4 drehbar -elagert ist und einen Flansch p2 als Lagerteil besitzt, wird vermittels
des Einstellknopfes k und des Zeigers k, nach der Skala in einge-;tellt. Es sind
ferner nicht gezeichnete Mittel vorgesehen, um die Gewindemutter zu gegen
Verdrehung
gegenüber dem Schaltergehäuse a zu sichern.
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Der Anstoßschalter gemäß Fig. 2 wird in der Weise gehandhabt, daß
am Einstellknopf k die Bestäubungszeit eingestellt wird. Dadurch wird die die Kontakte
v1 und v2 tragende Gewindemutter w längs der Hülse p verstellt. Die Wegstrecke,
auf der die Kontakte v1 und v2 die Schaltbrücke y berühren, wobei diese entgegen
der Feder s in bezug auf die Schubstange b zurückgeschoben wird, ändert sich dadurch
entsprechend. Der Rückhub der Schubstange b findet unter der Wirkung der Feder n
statt, die zwischen Gehäuseauge a1 und Stellring x eingebaut ist, und wird begrenzt
durch den Anschlag des Stellringes o am Gehäuse.