DE727583C - Fellschermaschine - Google Patents
FellschermaschineInfo
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Classifications
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Description
- Fellschermaschine Die Erfindung bezieht sich auf eine Fellschermaschine mit umlaufender Messerwalze für,das Scheren von Kanin- und Hasenfellen bei Gewinnung der vollen Haarlänge im trockenen Zustande unter gleichzeitiger Erhaltung der unbeschädigten Haut. Bis vor verhältnismäßig kurzer Zeit war die gleichzei@tige Gewinnung .der Haare und der Haut (Blöße) nicht möglich; es mußte vielmehr die Haut in dein sogenannten Schnitzel- oder Nudelverfahren zerschnitten werden, um wenigstens die Haare zu gewinnen, die dann zumeist in der Hutfabrikation Verwendung fanden. Durch eingehende Versuche hat es sich gezeigt, daß die bisher für größere Felle geeigneten Schermaschinen zum Scheren von Hasen- und Kaninfellen nicht ohne weiteres geeignet waren. Entweder die Haut wurde beschädigt oder die Haare nur in ungenügender Länge abgeschnitten. Bei Verwendung umlaufender Messerwalzen wurden die Haare von dem Luftstrom der sich rasch drehenden Messerwalze erfaßt, mitgerissen und dabei mehrmals zerkleinert, wodurch sie für den gedachten Zweck unbrauchbar wurden. Zur Vermeidung dieser Übelstände sind neuerdings Vorrichtungen bekanntgeworden, mit denen .die vorher gespannten und getrockneten Felle hahnenweise geschliffen werden. Diese Maschinen haben neben der das Verfahren verteuernden Vorarbeit des Spannens und Trocknens eine sehr geringe Leistung und sind daher wenig wirtschaftlich.
- Die erfindungsgemäße Einrichtung vermeidet alle diese Schwierigkeiten und Nachteile, indem sie aus den bisher zur Verfügung gestandenen Mitteln diejenigen auswählt, welche sich in ihrer Vereinigung als am besten für das Scheren von Kanin- und Hasenfellen geeignet erwiesen. Die Erfindung besteht somit in der Vereinigung an sich bekannter Merkanale in einer derartigen Anordnung, daß die Felle in voller Breite geschoren werden können und daß nicht nur die Trockengewinnung von Kanin- und Hasenhaaren unter gleichzeitiger Gewinnung .der unbeschädigten Blößen möglich wurde, sondern daß darüber hinaus eine überraschende Wirtschaftlichkeit und eine Leistungsfähigkeit der Maschine erzielt wird, wie sie mit den bisher bekannten Vorrichtungen dieser Art nicht annähernd erreicht werden konnte.
- Zur Erzielung dieser Ergebnisse werden .in der erfindungsgemäßen Einrichtung die folgenden, an- sich bekannten Elemente zur gemeinsamen Arbeitswirkung miteinander vereinigt: Eine umlaufende, selbständig, d. h. ohne Gegenmesser oder Standmesser, arbeitende Messerwalze, eine vorzugsweise elastische Werkstückauflagewalze, welche, das zu bearbeitende Fell derart gegen die Messerwalze zu drücken gestattet, daß @die Haare von den Messerschneiden unmittelbar am Haarboden erfaßt und abgeschnitten werden, eine vor der Bearbeitungsstelle liegende Reck -erwalze, die das Fell ausbreitet und die Haare in eine für den Angriff der Messer günstige Lage legt, ferner eine hinter der Bearbeitungsstelle liegende Abz,ugswalzenanordnung, durch welche das Fell transportiert und gleichzeitig in Zusammenwirkung mit der Reckerwalzederartig ausgereckt wird, daß es in dem ihm von dieser erteilten gespanntenZustande erhalten wird, und schließlich eine Absaug- oder Blasvorrichtung, durch welche die Haare nach dem Schneiden sofort von der Schnittstelle entfernt werden. Es hat sich erwiesen, daß diese Kombination erforderlich ist, die gestellte Aufgabe technisch einwandfrei zu lösen, und daß bei Weglassung eines dieser Merkmale das Ergebnis nicht oder nur in unzureichendem Maße erzielt werden kann.
- Fellschermaschinen, die mit einer umlaufenden Messerwalze arbeiten, sind bekannt; aber sie sind infolge Fehlens einer Reckeinrichtung und einer Absaugvorrichtung für die geschnittenen Haare zum Scheren von nur wenig angefeuchteten Kanin- oder Hasenfellen nicht verwendbar.
- Es ist auch eine Maschine zum En.twollen von Schaffellen u. dgl. bekannt, die aber nicht mit einer scharfen. Messerwalze, sondern mit einer stumpfen Streichwalze und ebenfalls ohne Reckvorrichtung arbeitet. Das Haar oder die Wolleder auf dieser Maschine zu bearbeitenden Felle wird zuerst chemisch gelockert, die Felle dann völlig naß in die Maschine eingeführt und die gelockerten Haare durch die Arbeitswalze mit der Wurzel herausgeschlagen bzw. gestrichen.
- Auch Ausbreitvorrichtungen sind in Verbindung mit Fellschermaschinen bekannt. Diese Vorrichtungen sind äußerst umständlich in ihrem Aufbau und in der Bedienung und beeinträchtigen daher dieLeistungsfähigkeit der Maschine wesentlich. Außerdem arbeiten die bekanntgewordenen Maschinen dieser Art mit Bandmessern, bei denen sich Verletzungen der Blößen nur dann vermeiden lassen, wenn man geeignete Schutzvorrichtungen, beispielsweise Kämme, vorsieht, die aber andererseits kein völliges Kahlscheren der Felle zulassen.
- Ebenso sind natürlich Absaugvorrichtungen an sich bekannt und auch bei Fellschermaschinen bereits verwendet worden. Das bloße Absaugen der geschnittenen Haare von der Schnittstelle bei Außerachtlassung der anderen vorstehend aufgezählten Merkmale genügt aber natürlich nicht, um ein einwandfreies Scheren von Kanin- und Hasenfellen unter gleichzeitiger Gewinnung der Blößen zu erzielen. Das vorherige Anfeuchten der Felle auf der Fleischseite darf nur in so geringem Maße erfolgen, daß die Haare, sofern man das Anziehen der Feuchtigkeit nicht ganz verhindern kann, sich nach dem Schneiden noch in einem gut schwebefähigen Zustande befinden.
- Die erfindungsgemäße Einrichtung ist in der Zeichnung in zwei Ausführungsformen schematisch dargestellt.
- Fig. i zeigt die Anordnung der Reckerwalze auf der Haarseite, Fig. a dieselbe auf der Fleischseite des Felles, Fit-, .3 zeigt die Reckerwalze in Einzeldarstellung.
- Das Fell a wird über die als Werkauflage dienende Gummiwalze b durch die Transportwalze c an der mit hoher Geschwindigkeit umlaufenden Messerwalze d vorbeigeführt. Die Messerwalze ist so eingestellt, daß die einzelnen. Messer die Haare dicht am Fell ergreifen und abscheren. Ein mit einem Ventilator in Verbindung stehendes Saugrohr e umgreift mit seiner Saugkappe f die Messerwalze bis dicht an die Abscherstelie. Ein Mundstück von engerem Querschnitt kann dabei innerhalb der Saugkappe bis nahe an die Schnittstelle gelegt -,verden, um hier die abgescherten Haare unmittelbar zu erfassen.
- Um den Messern das Erfassen der Haare dicht an der Wurzel ohne Beschädigung der Haut zu ermöglichen, wird unterhalb der Schnittstelle eine Reckerwalze p vorgesehen, die nach Fig. i gegen die Haarseite des Felles anliegt und nicht nur die Haare in die zum Abscheren günstigste Lage umlegt, sondern vor allem infolge ihrer schraubenförmig nach außen gerichteten Recker die im Fell vorhandenen Falten ausstreicht und glättet, so daß dieses nicht mehr von den Messern der Messerwalze d erfaßt und beschädigt wenden kann. Die Reckerwalze p ist an dem einen Ende eines Schwinghebels r gelagert, dessen anderes Ende unter der Einwirkung einer nachs,tellbaren Felder s steht, so daß - die Walze immer nachgiebig gegen das Fell gedrückt wird, welches dabei unter dem Zuge der Transportwalzen b, c von diesen gemeinsam mit der Reckerwalze während des Schneidens .im faltenfreien Zustande gespannt gehalten wird. Eine Bürstvorrichtung zum Vorglätten der Haare kann natürlich außerdem vorgesehen werden.
- Entsprechend Fig. 2 kann die Reckerw alze p auch auf der Fleischseite des Felles angeordnet sein, und zwar vorzugsweise ebenfalls federnd. Bei dieser Anordnung ist jedoch auf der Haarseite eine Gegenwalze t oder ein arvderer Gegendruckkörper vorzusehen, der das Fell gegen die Reckerwalie drückt.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: r. Fellschermaschine zum Scheren von Kanin- bzw. Hasenfellen zur Trockengewinnung von Haaren in voller Länge bei gleichzeitiger Gewinnung der unbeschädigten Haut, gekennzeichnet durch die Vereinigung einer umlaufenden, selbständig, d. h. ohne Verwendung eines Standmessers; arbeitenden, das Haardicht über der Haut abscherenden Messerwalze mit einer elastischen Werkstückauflagewalze, ferner mit einer hinter der Bearbeitungsstelle liegenden Abzugswalzenanordnung, einer vor der Bearbeitungsstelle angeordneten Reckerwalze (p) und einer die Haare von der Schnittstelle entfernenden Absaugvorrichtung.
- 2. Fellschermaschine nach Anspruch -z, dadurch gekennzeichnet, daß die auf einer Schwinge o. dgl. angeordnete Reckerwalze auf die Haarseite des Felles einwirkt und ;dabei gleichzeitig die Haare in eine mit der Drehrichtung der Messerwalze übereinstimmende Lage bringt.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM149025D DE727583C (de) | 1940-11-05 | 1940-11-05 | Fellschermaschine |
| FR876369D FR876369A (fr) | 1940-11-05 | 1941-10-28 | Machine à raser les peaux |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM149025D DE727583C (de) | 1940-11-05 | 1940-11-05 | Fellschermaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE727583C true DE727583C (de) | 1942-11-06 |
Family
ID=7336605
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM149025D Expired DE727583C (de) | 1940-11-05 | 1940-11-05 | Fellschermaschine |
Country Status (2)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE727583C (de) |
| FR (1) | FR876369A (de) |
-
1940
- 1940-11-05 DE DEM149025D patent/DE727583C/de not_active Expired
-
1941
- 1941-10-28 FR FR876369D patent/FR876369A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR876369A (fr) | 1942-11-04 |
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