DE724744C - Vorrichtung zum Herstellen von mit Fenster versehenen Briefumschlaegen o. dgl. - Google Patents
Vorrichtung zum Herstellen von mit Fenster versehenen Briefumschlaegen o. dgl.Info
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Description
- iVorrichtung zum Herstellen von mit Fenster versehenen Briefumschlägen o. dgl. Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Befestigen durchsichtiger Fensterblätter über der Fensteröffnung, von Formschnitten für die Herstellung von Fensterbriefumschlägen, Fensterbeuteln und ähnlichen mit Fenster versehenen Werkstücken. Dabei kommen für die Fensterblätter in erster Linie solche Werkstoffe in Betracht, die das Befestigen auf dem Formschnitt durch sogenanntes Aufschweißen, d. h. durch Erwärmen des Fensterblattrandes, zulassen.
- Für die Fensterblätter werden im wesentlichen folgende Werkstoffe verwendet: i. gewöhnliche durchsichtige Papiere, z. durchsichtige Papiere, deren eine Seite mit einer feinen, die Durchsichtigkeit nicht beeinträchtigenden, aus Leim oder anderem geeigneten Stoff bestehenden Schicht überzogen ist, die bei normalen Temperaturen fest bleibt, durch entsprechende Erwärmung jedoch Klebfähigkeit erlangt, 3. durchsichtige Cellulosefolien, die je nach ihrer Herstellungsart wiederum in Viscosefolien und Acetatfolien zu unterscheiden sind und in bezug auf bestimmte Eigenschaften voneinander abweichen.
- Je nach der Art des für die Fensterblätter verwendeten Werkstoffes kommen auch für deren Befestigung auf den Formschnitten verschiedene Verfahren in Betracht. Fensterblätter aus gewöhnlichen durchsichtigen Papieren und solche aus nicht mit Leim o. dgl. überzogener Viscosefolie können auf dein Formschnitt nur durch Aufkleben unter Verwendung flüssigen Klebstoffes befestigt werden. Dagegen können Fensterblätter aus durchsichtigen Papieren oder aus Viscosefolie, wenn sie auf einer Seite mit einer durch Wärmeeinwirkung klebfähig werdenden Schicht
üb: rzogen sind, dadurch auf dein l# orin- schnitt b,-festigt «-erden, daß man sie. finit ihrer Überzugsschicht dem Formschnitt zti- gekehrt, auf diesen auflegt und sie dann lang ihres Öffnungsrandes mit einem befiie ten Körper aufpreßt. Die Überztigsscbixi des Fensterblattes wird dadurch entlang de;' Randes der Fensteröffnung klebfähig gemacht' und verbindet sich mit dein Formschnitt. Diese Befestigungsart wird allgemein als Aufschweißen bezeichnet. Besondere Eigenschaften weisen die eben- falls zti den Cellulosefolien gehörenden Ace- tatfolien auf. Sie «-erden durch entsprechende Erwärmung selbst klebfähig, ohne 'daß sie eines besonderen Überzuges bedürfen. Aus Acetatfolie bestehende Fensterblätter können daher ohne weiteres auf die beschriebene Weise aufgeschweißt werden. Außerdem kann auch das Abtrennen solcher Acetatfolien von einem _ auf eine Rolle aufgewickelten Band durch ein beheiztes Abtrennwerkzeug, d.li. durch Abschmelzen oder Abschweißen ge- schehen. Bei allen anderen für die Fenster- blätter in Betracht kommenden Werkstoffen ist das Abtrennen einzelner Blätter von einem Band nur durch Abscheren oder Abquetschen möglich. Für das Aufschweißen der hierfür geeig- neten Fensterblätter auf die Formschnitte ist bisher eine Vorrichtung bekanntgeword°n, bei der jeweils ein Formschnitt auf eine fache Unterlage niedergelegt und auf dieser durch Saugwirkung festgehalten wird. Über dieser ortsfesten Unterlage bewegt sich in senkrechter Richtung ein elektrisch beheiz- ter, ebenfalls mit Saugöffnungen versehener Stempel auf- und abwärts, der in seiner äußeren Umrißgestalt mit derjenigen des Fensterblattes übereinstimmt. Diesem Stem- pel wird jeweils das Ende eines von einer Rolle ablaufenden, als Werkstoff für die Fensterblätter dienenden Bandes zugeführt, das er mit seiner unteren Fläche saugend er- faßt. Wenn das der Größe des Fensterblattes entsprechende Ende vom Band abgetrennt ist, wird es durch den sich nach unten bewegen- den Stempel auf den Formschnitt aufgepreßt. Durch die dabei auf den Fensterblattrand vom beheizten Stempel übertragene Wärme wird dieser Rand in den klebfähigen Zustand übergeführt und so auf dem Formschnitt be- festigt. Die mengenmäßige Leistung einer der- artigen Vorrichtung ist naturgemäß nur sehr gering, da das Befestigen des Fensterblattes auf dem Formschnitt während der Ruhelage des letzteren vorgenommen wird. Die Vor- richtung ist daher innerhalb einer -Maschine mit hoher Leistung, z. B. einer nach dem Rotationsprinzip arbeitenden Maschine, nicht verwendbar. Von wesentlichem Nachteil ist außerdem bei der bekannten Vorrichtung noch der Umstand, daß das Fensterblatt ent- ;,lang seines ganzen Umfanges gleichzeitig er- ''n''xtrmt und auf den Formschnitt aufgepreßt :-\4ird, weil dadurch im inneren, nicht er- , r xhärmten Teil des Fensterblattes Spannungen entstehen, die sich nicht ausgleichen können und daher Verwerfungen und Verzerrungen des Fensterblattes, oft des ganzen Form- schnittes zur Folge haben. Die Vorrichtung gemäß der Erfindung arbeitet itn G.-gensatz zu der bekannten nach dein Rotationsprinzip, d.li. der Formschnitt wird bei ihr in ununterbrochener Bewegung zwischen umlaufenden `Valzen hindurch- gefördert. Ihre Leistung beträgt demgemäß ein Mehrfaches der bekannten Vorrichtung. Es ist für das Aufschweißen (los aus einem dafür geeigneten Werkstoff bestehenden Fen- sterblattes der hierzu erforderliche beheiz- bare Körper, der das Fensterblatt entlang der Ränder der Fensteröffnung, des Formschnit- tes auf diesen atifpreßt, in' eine der NValzen eines aufeinander abrollenden Walzenpaares eingebaut, das ununterbrochen umliitift und den Formschnitt zusammen mit dein zuvor über seine Fensteröffnung gelegten Fenster- blatt zwischen sich hindurchfördert. Das jeweils von einem auf eine Rolle aufgewickel- ten Band abgetrennte Fensterblatt wird dem in Bewegung befindlichen Forinschniff zuge- führt. Der in die Walze eingebaute Körl>:-r entspricht in seiner Abwicklung einem rund uni die Fensteröffnung verlaufenden Rand- streifen. Außer dem Vorteil der höheren -Mengen- leistung, den die erfindungsgemäße Vorrich- tung aufweist, ist bei ihr auch der Nachteil des Verwerfens und Verzerrens des Fenster- blattes und Formschnittes vermieden, "\-eil beim Hindurchführen des Formschnittes mit dem Fensterblatt durch ein Walzenpaar der Aufscliweißvorgang bei einer Kante, und zwar vorteilhaft bei der in der Bewegungs- richtung vorn liegenden Fensterlä ngskante beginnt und Punkt für Punkt über die Fensterschmalkanten fortschreitet, um bei der hinteren Fensterlängskante zu enden. Besonders vorteilhaft für die Vermeidung von Verzerrungen wirkt sich die weiterhin getroffene Maßnahme aus, wonach zum Auf- schweißen des Fensterblattes auf den Form- schnitt beheizbare Körper auf mehrere Wal- zen verteilt sind, die entweder alle finit einer gemeinsamen oder mit je einer besonderen Gegenwalze zusammenarbeiten. Beispiels- weise können die beheizbaren Körper so auf zwei weitere Walzen verteilt sein. daß mit- tels der einen Walze das Aufschweißen des Fensterblattes entlang der beiden Fenster- Längskanten und mittels,der anderen Walze das Aufschweißen entlang der beiden Fenster- schmalkanten geschieht. Durch eine solche Verteilung der beheizbaren Körper auf ver- schiedene Walzen wird nicht allein ein Ver- werfen des Fensterblattes mit unbedingter Sicherheit vermieden; sie erbringt vielmehr auch noch den Vorteil, daß die beheizbaren Körper auf verschiedene Größen und For- mate der Fenster verstellt werden können, so daß es nicht notwendig ist, für jede Fenstergröße und jedes Fensterformat einen besonderen, genau angepaßten beheizbaren Körper vorrätig zu halten. Bekanntgeworden ist ,bislang lediglich eine Vorrichtung, bei der die beiden Walzen eines zusammenarbeitenden Walzenpaares mit je einer einfachen beheizbaren Schiene aus- gerüstet sind, um für den Bodenverschluß von aus Cellulosefolie bestehenden Beuteln eine einzige parallel zu den Walzenachsen verlaufende Schweißnaht zu erzeugen. Dem- gemäß dient diese Vorrichtung einem anderen Zweck als diejenige gemäß der Erfindung und sie erbringt auch gegenüber einem ein- fachen beheizten Stempel lediglich den Vor- teil einer höheren Mengenleistung. Um die richtige Lage des kürzer als der Walzenabstand bemessenen Fensterblattes über der Fensteröffnung des Formschnittes auf dem Weg des letzteren zur alleinigen oder ersten Aufschweißwalze zu sichern, ist vor der das ganze oder teilweise erste Aufschwei- ßen des Fensterblattes bewirkenden Walze eine das Fensterblatt dem Formschnitt zu- führende Wälze angeordnet, die außer der Vorrichtung zum Erfassen des losen Fenster- blattes beheizbare Finger trägt, die das Fensterblatt durch Punktschweißung, wie sie an sich bekannt geworden ist, an einzelnen Punkten auf den Formschnitt aufschweißen. In bezug auf das Abtrennen einzelner Fensterblätter von einem Werkstoffband sind Vorkehrungen getroffen, die das Abtrennen der Blätter bei jeder für sie in Betracht kom- menden Werkstoffart auf die vorteilhafteste Weise ermöglichen. Für Werkstoffe, die ein Abscheren oder Abquetschen der einzelnen Blätter erfordern, sind die dafür geeigneten Vorrichtungen, z. B. eine Schere, vorgesehen, ebenso auch für die Entnahme der Fenster- blätter von einem aus Acetatfolie bestehenden Band, das ein einfaches Abschmelzen des Blattes gestattet. Hierfür ist in die Vorrich- tung ein Walzenpaar eingebaut, dessen eine Walze eine beheizbare messerartige Schiene trägt, die in an sich bekannter Weise durch ihre auf die Trennstelle einwirkende Wärme das Blatt vom Band abschmilzt. Schließlich weist _die Vorrichtung außer den mit beheizbaren Körpern zum Aufschwei- ßen des Fensterblattes auf den Formschnitt ausgerüsteten Walzen auch noch eine nach dem Rotationsprinzip arbeitende Klebstoff- auftragvorrichtung an sich bekannter Art auf. Durch sie kann der Klebstoff auf den Rand der Fensteröffnung des Formschnittes zum Aufkleben eines Fensterblattes aufge- tragen werden, so daß gewünschtenfalls auch Fensterblätter aus solchen Werkstoffen ver- wendet werden können, die für das Auf- schweißen nicht geeignet sind. In diesem Falle dienen die. mit beheizbaren Körpern ausgerüsteten Walzen lediglich als reine För- derwalzen, und die Körper bleiben dabei un- beheizt. Es können demgemäß- mittels der Vorrichtung alle für die Fensterblätter in Betracht kommenden Werkstoffe verarbeitet werden. Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann sowohl für sich allein lediglich zum Befesti- gen von Fensterblättern auf Formschnitten benutzt werden, sie kann jedoch auch als Teil innerhalb von Maschinen Verwendung finden, die auch noch für sonstige Bearbei- tungsmaßnahmen an den Werkstücken be- stimmt sind. In der Zeichnung ist eine Vorrichtung in ihrem Gesamtaufbau dargestellt, die dazu dient, Formschnitte mit einem Innendruck, einer Fensteröffnung und einem Außendruck zu versehen und daran anschließend ein Fensterblatt auf der Fensteröffnung des Form- schnittes zu befestigen. Die für die zuletzt genannte Maßnahme in der Zeichnung ent- haltene Vorrichtung ist ein Ausführungsbei- spiel des Erfindungsgegenstandes. Die Abb. i und 2 sind nach den strichpunk- tierten Endlinien zusammengesetzt zu denken und stellen einen senkrechten Längsschnitt durch die Gesamtvorrichtung dar. Auf dem Stapeltisch i ruht der Form- schnittstapel2, dessen ordnungsmäßige Lage auf dem Tisch durch die verstellbaren An- schläge 3 und 3' gesichert wird. Die hohle Einzugwalze 4., deren Wirkungsweise aus- führlich im Patent 596 194 beschrieben ist, erfaßt mittels der in sie eingebauten kleinen umlaufenden Saugwalze 5 den jeweils unter- sten Formschnitt des Stapels bei seiner vor- deren Spitze oder Kante und biegt seinen vorderen Teil über die an der vorderen oberen Kante des Stapeltisches i angeordnete, lose drehbare Walze 6 nach unten ab, so daß die vordere Spitze oder Kante des Formschnittes zwischen die Einzugwalze .a. und die federnd gegen diese gepreßte Gegenwalze 7 gelangt. Zwischen den beiden Walzen 4 und 7 wird der Formschnitt nunmehr zwangsweise erfaßt und unter dem übrigen Stapel herausgezogen. Durch die Rundführungen 8 wird er zwischen die Einzugwalze 4 und deren zweite, ebenfalls federnd gegen sie gepreßte Gegenwalze 9 ge- leitet. Der nachstehend im einzelnen beschrie- bene weitere Weg des Formschnittes durch die ganze Vorrichtung hindurch ist mittels einer strichpunktierten. Linie angedeutet. Von den Walzen 4 und g kommend, erfaßt ihn zunächst die Walze io durch Saugwir- kung, die zu diesem Zweck ebenso wie eine Reihe anderer Walzen und Zylinder der Vor- richtung mit einem Saugkanal s und von die- sem zum Walzenumfang führenden Saug- öffnungen ,s' ausgerüstet ist. Alle diese mit Saugeinrichtungen versehenen Walzen und Zylinder der Vorrichtung sind an je eine in der Zeichnung nicht wiedergegebene Saugluft- steuerungseinrichtung angeschlossen, durch welche die Saugluft zu den richtigen Zeit- punkten an- und abgestellt wird. Die Walze io bildet den Druckzylinder eines Druck- werkes, mittels dessen gewünschtenfalls ein Innendruck auf dem Formschnitt angebracht werden kann. In dem Beispiel der Zeichnung ist für diesen Zweck ein Anilindruckwerk an- genommen, bestehend aus einem Farbtrog i i, welcher auf der zwischen den beiden Seiten- gestellen G der Vorrichtung sich erstrecken- den Querschiene 12 befestigt ist, sowie der Farbschöpfwalze 13, der Farbauftragwalze 14 und dem Plattenzylinder 15. Die Schöpf- und die Auftragwalze 13 bzw. 14 sind in einem Hebelpaar 16 gelagert, das um die Achse 17 schwenkbar ist. Die auf der Querschiene 12 verschraubten Arme 18 dienen der Achse 17 als Lagerung, Die freien Enden der beiden Lagerhebel 16 ruhen mit je einer Anschlag- schraube i9 auf den Seitengestellen G. Der Druckzylinder io führt den Form- schnitt von dem Plattenzylinder 15 weiter zu der ihn ebenfalls mittels Saugluft überneh- menden Walze 2o, die mit einer gehärteten Stahleinlage 21 ausgerüstet ist. Sie führt den Formschnitt zwischen sich und zwei Walzen 22 und 23 hindurch, von denen in bekannter Weise die erstere mit zwei Messern 2-4 zum Ausschneiden der beiden in der Förderrich- tung der Formschnitte verlaufenden kurzen Fensterkanten einschließlich der an deren Enden sich anschließenden Eckenabrundungen und die zweite mit zwei Messern 25 zuin Ausschneiden der beiden quer zur Förder- richtung der Formschnitte liegenden langen Fensterkanten ausgerüstet ist, Wenn demnach der Formschnitt die beiden Walzen 20 und 23 verläßt, ist das Fenster aus ihm vollständig ausgeschnitten. Das ausgeschnittene Abfall- stück wird von der Walze 23 durch Saug- öffnungen 26, die von dein in ihrer Welle liegenden Saugkanal 27 ausgell.en und die zwischen den beiden Messern 25 in ihrem Umfang ausmünden, angesaugt und festge- halten, um von der Walze 28 übernommen zu werden, die es mit ihren Saugöffnungen s' erfaßt und an einen auf den Holmen 29 ruhenden Ablegestapel 3o anreiht. Den mit dem Fensterausschnitt versehenen Formschnitt gibt die Walze 2o an den Zylin- der 31 ab-, der den doppelten Durchmesser der bisher erwähnten Arbeits- und .Förderwalzen besitzt, so daß er auf eine Umdrehung zwei Werkstücke übernimmt und «-eiterbefördert. Demgemäß ist er an zwei sich diametral gegenüberliegenden Stellen seines Umfanges mit Saugöffnungen s' und zugehörigen Saug- kanälen s versehen. Ihm fällt lediglich die Aufgabe zti, den Formschnitt von der Walze 20 zu übernehmen und ihn an den Druck- zylinder 32 zu übergeben, der wiederum den Durchmesser der normalen, auf jede Werk- stückv erarbeitung eine Umdrehung ausfüh- renden Walzen aufweist. Er gehört zu einem der Erzeugung von Firmen- oder sonstigem Außendruck auf den Formschnitten bestimm- ten Druckwerk, das bei dem Beispiel der Zeichnung ebenfalls für Anilindruck einge- richtet ist. Sein Farbtrog 33 ruht auf der von den Seitengestellen G getragenen Quer- schiene 34, auf der zwei Arme 35 für die Lagerung der Achse 36 verschraubt sind. Um letztere ist ein Hebelpaar 37 schwenkbar, in dem die Farbschöpfwalze 38 und die Farb- auftragwalze 39 gelagert sind. Die beiden Lagerhebel 37 haben je einen Arm, der an seinem freien Ende eine Anschlagschraube 40 trägt, mit der er sich auf die an den beiden Seitengestellen G befestigte Querschiene 41 stützt. Die Walze 42 bildet den Plattenzylin- der dieses Druckwerkes für den Außendruck. Der zwischen dem Druckzylinder 32 und dem Plattenzylinder 42 auslaufende Form- schnitt wird von dem Zylinder 43 erfaßt, der auf eine Umdrehung drei Formschnitte för- dert und dementsprechend an drei gleichmäßig verteilten Stellen seines Umfanges mit Saug- öffnungen s und zugehörigen Saugkanälen s versehen ist. Er fördert den Formschnitt zu demjenigen Teil der in der Zeichnung dar- gestellten Gesamtvorrichtung, auf den sich die Erfindung bezieht. Die Wirkungsweise dieses Teils der Vorrichtung und die Anwendung der darin vereinigten Einzelelemente richtet sich nach dem Werkstoff, der für die auf den Formschnitten zu befestigenden Fensterblätter zur Verwendung kommt. Dieser Werkstoff wird in jedem Falle einem Band .14. entnom- men, das auf die Rolle 45 aufgewickelt ist. Diese wird getragen von der in offenen Lager- stellen der Seitengestelle G drehbaren \Velle 46. Das von der Rolle 45 ablaufende -Band .14 ist über die Führungsrollen 47 und 48 zWi- schen das Walzenpaar 49 und 5o geleitet, das durch ein nicht gezeichnetes einstellbares Schaltwerk derart in Teildrehungen versetzt wird, daß es absatzweise auf jede Werk- stückverarbeitung innerhalb der Gesamtvor- richtung ein für ein. Fensterblatt benötigtes Stück des Bandes 44 von der Rolle 45 ab- wickelt. Sofern die Fensterblätter aus. gewöhnlichem durchsichtigem Papier mit oder ohne einen einseitigen, durch Wärmeeinwirkung klebfähig werdenden Überzug - oder aus Cellulosefolie der Viscosegrüppe bestehen, erfolgt die Ein stellung der Abziehwalzen 49, 50 so, daß das freie Ende des Bandes 44, d. h. diejenige Stelle, an der zuvor, ein Fensterblatt abge- trennt wurde, jeweils um den Betrag des für ein Fensterblatt notwendigen Bandstückes vor die Schnittkanten der beiden zusammen- wirkenden Scherenblätter 5 1 und 5:2 gefördert wird. Durch sie wird von den Bändern der erwähnten. Werkstoffarten alsdann jeweils ein Fensterblatt abgetrennt. Das obere Scheren- blatt 51 ist mit seinen beiden Enden an zwei Teilen 53 befestigt, die sich bei ihrem oberen Ende mit einem Langloch auf der Welle 54 führen und darüber eine lose drehbare Rolle 55 tragen: In ihrem unteren Ende ist je ein Bolzen 56 befestigt, der sich in je einem Teil 57 führt und durch eine Feder 58 nach unten gedrückt wird. Auf diese Weise bewirken die Federn 58 die nach unten gerichtete Bewe- geng des oberen Scherenblattes 51. Seine Be- wegung nach oben wird durch zwei auf der Welle 54 befestigte Kurvenscheiben 59 herbei- geführt, auf denen die an den Teilen. 53 dreh- baren Rollen 55 laufen. Das untere Scheren- blatt 52 ist mit seinen beiden- Enden an den Teilen 57 befestigt. c Wird für die Fensterblätter anstatt der obengenannten Werkstoffe Acetatfolie ver- wendet, die ein Abschmelzen der einzelnen Stücke von dem Band 44 gestattet, so wird für dieses Abschmelzen die Walze 6o benutzt und die Schere 54 52 außer Wirkung gesetzt. Die Walze 6o ist zu diesem Zweck mit einer in ihrer Längsrichtung sich erstreckenden Schiene 61 ausgerüstet. Diese ist in dieWalie eingebaut und. ragt nur mit einer messerarti- gen scharfen Kante über .den Walzenumfang hervor. - Sie wird mittels einer geeigneten Einrichtung 62 bis auf' den für das Ab- schmelzen von Acetatfolie notwendigen Wärmegrad elektrisch-'beheizt. Das freie Ende des Bandes 44 wird in diesem Falle durch das Walzenpaar 49, 5o jeweils um die für ein Fensterblatt erforderliche Länge durch die engste Stelle des Spaltes hindurchgeführt, der zwischen den beiden mit ihrem Umfang einander nicht berührenden Walzen 6o und 63 besteht. Die Schiene 61 der Walze 6o legt sich jedoch bei ihrem Vorbeigang an der Walze 63 so dicht an deren Umfang an; daß sie das Abschmelzen des Fensterblattes be- wirkt. Die Walze 63 wird so eingestellt, daß sie sowohl ein durch die Schere 5r, 52 abge- schnittenes wie auch ein durch die beheizte Schiene 61 der Walze 6o abgeschmolzenes Fensterblatt im Augenblick dieses Abschnei- dens bzw.' Abtrennens mittels ihrer von dem Saugkanal s ausgehenden und in ihrem Um- fang ausmündenden Saugöffnungen s' erfaßt, um es in der weiter unten erläuterten Weise einem Formschnitt zuzutragen. Die Weiterbehandlung der, wie oben dar- gelegt, bis zu dem Zylinder 43 gelangten und von diesem übernommenen Formschnitte. hängt ebenfalls von dem für die Fensterblät- ter, die darauf befestigt werden sollen, be- nutzten Werkstoff ab, und zwar kommen zwei Arten der Weiterbehandlung in Betracht. In erster Linie ist die Vorrichtung dazu be- stimmt, auf den Formschnitten solche Fenster- blätter zu befestigen, die das sog. Aufschwei- ßen zulassen. Dazu gehören neben den durchsichtigen Papieren und' Cellülosefolien der Viscosegruppe, die mit einem einseitigen, durch Wärmeeinwirkung klebfähig werdenden Überzug versehen sind, auch die Cellulose- folien der Acetatgruppe, die an sich durch Wärmeeinwirkung klebfähig werden, ohne eines -besonderen Überzuges- zu bedürfen. Jeder mit einem Fensterblatt aus einer dieser Werkstoffarten zu versehende Formschnitt wird von dem Zylinder 43 unmittelbar unter die Walze 6g gefördert. Diese führt das in der oben beschriebenen Weise von dem Band 44 abgeschnittene oder abgeschmolzene Fensterblatt dem Formschnitt zu. Sie wird so eingestellt, daß sie das Fensterblatt unter allseitig gleichmäßiger Überdeckung der. Fensteröffnung auf den Formschnitt ablegf. Da der Durchmesser der gesamten norma- len, auf jede Werkstückverarbeitung eine Umdrehung ausführenden Arbeitswalzen durch die- Länge des größten. in der Vorrich- tung zu verarbeitenden Formschnittes, ge- messen in seiner-Förderrichtung, bestimmt wird, -ergibt sich ein Mindestabstand dieser Walzen, der für die ununterbrochene Förde- rung der ihnen zugekehrten Fensterblätter zu groß ist. Aus diesem Grund wird das aufzu- schweißende Fensterblatt, sobald es von der Walze 63 auf den Formschnitt aufgelegt wor- den ist, von dieser Walze zwischen ihr und dem mit ihr zusammenarbeitenden Zylinder 43 an einzelnen Punkten bei der in der Förderrichtung vorn liegenden Fensterkante durch Anschweißen angeheftet. Diesem Zweck dienen in die Walze-63, eingebaute, in ihrer Zahl den Anschweißpunkten entsprechende Finger 64, die durch eine Einrichtung be- kannter- Art elektrisch beheizt werden. Sie sind um eine in der Walze gelagerte Welle 66 schwenkbar und werden durch einen ebenfalls auf- der Welle 66 außerhalb der Walze be- festigten Rollenhebel 67. gesteuert, dessen Rolle 68 auf einer- über der Welle der Walze 6i angeordneten ruhenden Kurvenscheibe 69 läuft. Die Steuerung der Finger 64-geschieht so, daß sie sich bei jeder Umdrehung der Walze 63 während ihres Vorbeiganges an dem Gegenzylinder innerhalb einer bestimm- ten kurzen Wegstrecke des Formschnittes und Fensterblattes auf letzteres mit ihrem vorde- ren Ende aufsetzen. In der Umfläche. des Zylinders 43 sind an denjenigen Stellen, an denen diese Punktschweißung und auch das noch zu beschreibende völlige Aufschweißen der Fensterblätter vorgenommen wird, Ein- lagen aus einem schlechten Wärmeleiter be- festigt, um eine rasche Ableitung der dem Fensterblatt an den Schweißstellen zugeführ- ten Wärme zu verhindern. Der Farmschnitt wird mit dem auf ihm angehefteten Fensterblatt durch den Zylinder 43 von der Walze 63 zu der Walze 70 ge- fördert, in die zwei in ihrer Längsrichtung sich erstreckende Schienen 71 eingebaut sind, die durch eine Einrichtung 72 elektrisch be- heizt werden. Durch diese Schienen 71 wird das Fensterblatt entlang der quer zur Förder- richtung liegenden beiden Fensterlängskanten auf den Formschnitt aufgeschweißt. Die nun- mehr folgende, ebenfalls mit dem Zylinder 43 zusammenarbeitende Walze 73., die, -wie im Beispiel der Zeichnung angenommen, auch aus .einzelnen auf einer gemeinsamen Welle befestigten Teilen bestehen kann, bewirkt mit den an ihr befestigten Segmenten 74, die durch eine Einrichtung 75 elektrisch beheizt sind, das Aufschweißen des Fensterblattes entlang der in der Förderrichtung verlaufen- den: beiden kurzen Fensterkanten. Der Formschnitt mit dem nunmehr völlig aufgeschweißten Fensterblatt wird anschlie- ßend von dem Zylinder 43 än die Walze 76 und von dieser an die Ablegescheiben 77 ab- gegeben. Beide erfassen ihn ebenfalls saugend mittels ihrer Saugöffnungen s'. Die Ahlege- scheiben 77, die entsprechend ihrem größeren Durchmesser auf eine Umdrehung zwei Form- schnitte fördern und daher mit zwei diametral einander gegenüberliegenden Saugstellen ver- selien sind, geben den Formschnitt frei, wenn er mit seinen in der Förderrichtung vorn liegenden einspringenden Ecken bei den Holmen 78 angelangt ist, so daß er auf den Ablegestapel 79 fällt. Dieser ruht auf Holmen 8o, die sich durch eine an sich bekannte Ein- richtung mit dem Anwachsen des Ablege- stapels selbsttätig unter Drehung um die Welle 81 allmählich niedersenken. Wenn Fensterblätter verwendet werden, die aus gewöhnlichem durchsichtigem Papier oder aus nicht besonders zubereiteter Viscosefolie bestehen und die daher nicht aufgeschweißt, sondern nur aufgeklebt werden können, wer- den die gesamten Einrichtungen 64, 6.5; 71, 72; 74, 75 für das Aufschweißen außer Wir- kung gesetzt. In diesem Fall dienen die Walzen 63, 70 und 73, -in die sie eingebaut sind, lediglich als Förderwalzen. Für das Aufkleben des Fensterblattes ist zum Auf- tragen des Klebstoffes rund um das Fenster des Formschnittes vor den letzterwähnten Walzen, ebenfalls für das Zusammenarbeiten mit dem Zylinder 43 geeignet, ein umlaufen- des Segment 82 vorgesehen, das den Klebstoff aus dem Behälter 83 über die in diesem laufende Schöpfwalze 84 und die Auftrag- walze 85 empfängt und an den Formschnitt abgibt: Dem mit dem Klebstoffauftrag ver- sehenen Formschnitt wird das durch die Schere 51, 52 abgetrennte Fensterblatt eben- falls .in der beschriebenen Weise durch die Walze 63 zugeführt, und auch der. weitere Weg des Formschnittes bis zum Ablegestapel 79 ist der gleiche, wie oben beschrieben.
Claims (1)
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PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum durch Aufschwei- ßen erfolgenden Befestigen eines durch- sichtigen Fensterblattes über der Fenster- öffnung von Formschnitten zum Herstellen von mit Fenster versehenen Briefumschlä- gen und ähnlichen Werkstücken, wobei die Formschnitte in ununterbrochener Bewe- gung zwischen umlaufenden Walzen hin- durchgeführt werden, dadurch gekenn- zeichnet, daß ein im Umriß seiner Abwicklung dem Umriß- der Fensteröff- nung, des Formschnittes angepaßter be- heizbarer Körper zum Aufschweißen des Fensterblattes in eine der Walzen eines Walzenpaares eingebaut ist, das den Formschnitt mit dem aufgelegten Fenster- blatt zwischen sich hindurchfördert. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, da- durch gekennzeichnet, daß zum Auf- schweißen- des Fensterblattes beheizbare Körper (7i, 74) auf mehrere Walzen (7o, 71) verteilt sind,. z. B. derart, daß das Aufschweißen des Fensterblattes durch eine Walze (7o) entlang der beiden Fensterlängskanten und durch eine zweite Walze (73) entlang der beiden Fenster- schmalkanten bewirkt wird. 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß vor ,der das ganze oder das erste teilweise Aufschweißen des Fensterblattes bewir- kenden Walze (7o) eine das Fensterblatt dem Formschnitt zubringende Walze (63) angeordnet ist, die außer der Vorrichtung zum Erfassen des losen Fensterblattes be- heizbare Finger (64) trägt, die das Fensterblatt durch Purnktschweißung an einzelnen Punkten auf den Formschnitt aufsch"veißen, zum Zwecke, die richtige=: Lage, des Fensterblattes über der Fenster , öffnung des Formschnittes auf dem -Wegs';: zur alleinigen oder ersten Aufschweiß walze (7o.) zu sichern. 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen r bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum jeweiligen Abtrennen eines einzelnen Fensterblattes von einem Werkstoffband (44) sowohl eine scherenartig oder ähnlich wirkende Vorrichtung (5i, 52) als auch eine Walze (6o) vorgesehen ist, die mit- . tels einer in ihr befestigten messerartigen, beheizbaren Schiene (6t) durch auf die Trennstelle einwirkende Wärme einzelner Fensterblätter von solchen Werkstoffbän- dern (44) abschmilzt, die aus einem hier- für geeigneten Werkstoff bestehen, wobei Einrichtungen getroffen sind, um eine der :-beiden Abtrennvorrichtungen (5r, 52; 6o, @6z) jeweils außer Wirkung setzen zu können. 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen t bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß vor den Auf schweißwalzen (70, 73) eine'Kleb- stoffauftragvorrichtung (8z bis 85) mit umlaufender Auftragtype (8a) vorgesehen ist, durch die der Klebstoff für das Auf- kleben solcher Fensterblätter auf die Formschnitte aufgetragen wird, die aus einem für -das Aufschweißen nicht geeig- neten Werkstoff bestehen, wobei Einrich- tungen getroffen sind, um die Aufschweiß- walzen (70, 73) durch Ausschaltung ihrer beheizbaren Körper als reine Förder- walzen benutzen zu können.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW100948D DE724744C (de) | 1937-04-22 | 1937-04-22 | Vorrichtung zum Herstellen von mit Fenster versehenen Briefumschlaegen o. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW100948D DE724744C (de) | 1937-04-22 | 1937-04-22 | Vorrichtung zum Herstellen von mit Fenster versehenen Briefumschlaegen o. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE724744C true DE724744C (de) | 1942-09-04 |
Family
ID=7615451
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW100948D Expired DE724744C (de) | 1937-04-22 | 1937-04-22 | Vorrichtung zum Herstellen von mit Fenster versehenen Briefumschlaegen o. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE724744C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE826238C (de) * | 1950-04-28 | 1951-12-27 | Hettmannsperger & Loechner | Verfahren zur Herstellung von Flachbeuteln |
| DE953594C (de) * | 1953-11-14 | 1956-12-06 | Hesser Ag Maschf | Maschine zum Verpacken von Struempfen oder aehnlichen flexiblen Gegenstaenden in Beutel aus Papier, Zellglas oder aehnlichen Stoffen |
| DE1005440B (de) * | 1953-12-10 | 1957-03-28 | Tootal Broadhurst Lee Co Ltd | Packtisch zum Umhuellen von Gegenstaenden mit einer thermoplastischen Folie |
| DE1053396B (de) * | 1955-12-05 | 1959-03-19 | Grace W R & Co | Geraet zum manuellen Einwickeln von Gegenstaenden in eine thermo-plastische Folie |
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1937
- 1937-04-22 DE DEW100948D patent/DE724744C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE826238C (de) * | 1950-04-28 | 1951-12-27 | Hettmannsperger & Loechner | Verfahren zur Herstellung von Flachbeuteln |
| DE953594C (de) * | 1953-11-14 | 1956-12-06 | Hesser Ag Maschf | Maschine zum Verpacken von Struempfen oder aehnlichen flexiblen Gegenstaenden in Beutel aus Papier, Zellglas oder aehnlichen Stoffen |
| DE1005440B (de) * | 1953-12-10 | 1957-03-28 | Tootal Broadhurst Lee Co Ltd | Packtisch zum Umhuellen von Gegenstaenden mit einer thermoplastischen Folie |
| DE1053396B (de) * | 1955-12-05 | 1959-03-19 | Grace W R & Co | Geraet zum manuellen Einwickeln von Gegenstaenden in eine thermo-plastische Folie |
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