DE723313C - Verfahren zur Steigerung der Empfindlichkeit von infrarotempfindlichen Emulsionsschichten - Google Patents
Verfahren zur Steigerung der Empfindlichkeit von infrarotempfindlichen EmulsionsschichtenInfo
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- DE723313C DE723313C DEI58488D DEI0058488D DE723313C DE 723313 C DE723313 C DE 723313C DE I58488 D DEI58488 D DE I58488D DE I0058488 D DEI0058488 D DE I0058488D DE 723313 C DE723313 C DE 723313C
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- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
- G03C1/00—Photosensitive materials
- G03C1/005—Silver halide emulsions; Preparation thereof; Physical treatment thereof; Incorporation of additives therein
- G03C1/46—Silver halide emulsions; Preparation thereof; Physical treatment thereof; Incorporation of additives therein having more than one photosensitive layer
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Description
Vorliegende Erfindung bezieht sich, auf für Infrarot hochempfindliches photographisch.es
Material, das besonders zur Verwendung im Luftbildwesen geeignet ist.
Es ist bekannt, daß auf infrarotempfindliche photographische Emulsionen aufgenommene
Bilder besonders scharf die Einzelheiten des aufgenommenen Gegenstandes herausbringen
auf Grund der Fähigkeit der infraroten Strahlen, den atmosphärischen Dunst viel besser zu durchdringen als andere Lichtstrahlen.
Es ist eine bekannte Tatsache, daß es bei Verwendung dieser Emulsionen sogar oft möglich ist, weite Flächen aufzunehmen,
ig die dem bloßen Auge zur Zeit der Aufnahme nicht sichtbar sind. Wegen dieser wertvollen
Eigenschaft wurden idirarotemulsionen dort zur Verwendung empfohlen, wo es wünschenswert
ist, Einzelheiten von Gegenstanden herauszubringen, beispielsweise bed Luftaufnahmen,
bei Aufnahmen von Gegenständen auf große Entfernungen, sowie bei Aufnahmen,
die den Anschein erwecken, als ob- sie bei Nacht aufgenommen wären, während tatsächlich
die Aufnahme bei hellem Tageslicht und klarem Himmel gemacht wurde.
Die infrarotempfindlichen Emulsionen haben
jedoch den Nachteil, daß sie viel weniger empfindlich sind als z. B. die gewöhnlichen
Emulsionen des panchromatischen Typus. Der
Unterschied in der Empfindlichkeit dieser beiden Emulsionstypen ist besonders stark,
wenn rote oder gelbe Filter benutzt werden. Es war bis heute kein infrarotempfindlicher
Farbstoff bekannt, der den Emulsionen eine z. B. den panchromatischen Emulsionen entsprechende
Empfindlichkeit gibt.
Nach der vorliegenden Erfindung wird eine Steigerung der Empfindlichkeit von infrarotsensibilisierten
Emulsionsschichten durch eine zusätzliche, panchromatisch sensibilisierte, unter der infrarotempfindlichen Schicht liegende
Emulsionsschicht erzielt. Nachdem einmal . erkannt wurde, daß eine panchromatisch
empfindliche Emulsion fähig ist, die Empfindlichkeit einer Infrarotemulsion zu steigern,
würde es zunächst unnötig erscheinen, irgendwelche Vorsichtsmaßnahmen hinsichtlich der
Einverleibung der Sensibilisierungsfarbstoffe in ,den Film zu treffen. Es war zu erwarten,
daß das gewünschte Resultat schon dadurch erreicht wird, daß man eine einzige Emulsion
sowohl für Rot als auch für Infrarot sensibüisiert. Es wurde aber überraschenderweise
gefunden, daß bei Benutzung einer Emulsion, die durch ein Gemisch von panchromatischen
und Infrarotfarbstoffen sensibilisiert ist, der panchromatische Farbstoff
die Wirkung des Infrarotfarbstoffes herabmindert. Überdies ist in allen Fällen die
Empfindlichkeit solcher Emulsionen für die roten Teile des Spektrums vorherrschend, so
daß mit solchen Emulsionen erhaltene Bilder eher die charakteristischen Merkmale einer
gewöhnlichen panchromatischen Aufnahme zeigen als die einer Infrarotaufnahme.
Man konnte auch daran denken, den gewünschten Effekt dadurch zu erzielen, daß
man zwei getrennte Emulsionsschichten verwendet, von denen die eine panchromatisch
und die andere infrarotempfindlich sensibüisiert ist, wobei' die panchromatische Emulsion
über der rotempfindlichen Emulsion liegt. Bei einer solchen Anordnung überwiegt jedoch
-ta die panchromatische Empfindlichkeit, und das
aufgenommene Bild zeigt hauptsächlich die Merkmale einer panchromatischen Aufnahme.
Nach dem oben angegebenen erfindungsgemäßen Verfahren, das der einzige Weg ist, um die Empfindlichkeit einer infrarotempfindlichen
Emulsion mittels einer panchromatischen Emulsion unter Beibehaltung der charakteristischen Eigenschaften der infraroten
Emulsion zu steigern, kann die Empfindlichkeit der panchromatischen Emulsion bis zu einem solchen Ausmaß herabgedrückt
werden, daß das aufgenommene Bild vorwiegend die Eigenschaften von Bildern besitzt,
die nur mit infrarotempfindlichen Emulsionen hergestellt wurden. Der durch die panchromatische
Unterschicht erhaltene Empfindlichkeitsgrad kann durch die Empfindlichkeit dieser Emulsion selbst reguliert werden, jedoch
wird dies vorzugsweise dadurch erreicht, daß man die Dicke der infrarotempfindlichen
Oberschicht entsprechend wählt. Je größer die Dicke dieser Oberschicht ist, um so
mehr wird die Empfindlichkeit der panchromatischen Unterschicht herabgesetzt werden.
Gleichzeitig wird auch der Kontrast der panchromatischen Schicht durch die Oberschicht
gemindert. Am besten geeignet hierfür ist eine infrarotempfindliche Emulsionsschicht
mit einer Dicke zwischen 6 und 16 μ.
Bei diesen Schichtdicken wird die panchromatische Emulsion dem Film noch eine genügende
zusätzliche Empfindlichkeit verleihen, so daß bei Benutzung von Rotfiltern die Empfindlichkeit um loo bis 2000/0 größer ist
als diejenige von infrarotempfindlichen Emulsionen allein.
Der Guß dieser Emulsionsschicht wird nach den gewöhnlichen Verfahren hergestellt. Zum
Sensibilisieren der Infrarotemulsion können die üblichen Farbstoffe verwendet werden,
z. B. Rubrocyanin, Allocyanin oder andere infrarote Sensibilisatoren, wie sie dem Fachmann
geläufig sind. Ebenso werden für die panchromatische Emulsion die Farbstoffe verwendet,
die gewöhnlich zur Sensibilisierung der Emulsionen für den roten Teil des Spektrums
benutzt werden, wie z. B. Pinacyanol oder andere rotempfindliche Sensibilisierungsfarbstoffe.
Bei der Aufnahme des Bildes zeichnet die panchromatische Schicht wegen ihrer größeren
Empfindlichkeit sowohl die dunkleren wie die helleren Teile des Gegenstandes auf. Jedoch
zeigt das erhaltene Bild wegen der Lichtfilterwirkung der Oberschicht eine sehr flache
Gradation. In der Oberschicht lagert infolge ihrer sehr steilen Gradation nun über der
ersten Schicht ein Bild besonders der helleren Teile des aufgenommenen Gegenstandes, das
große Kontraste zeigt, aber die dunkleren Teile des in der panchromatischen Schicht
gebildeten Bildes nicht ungünstig beeinflußt. Das Resultat ist nun ein gutes Bild, welches
die Kontrastmerkmale des Infrarots zeigt und gleichzeitig die dunklen Teile des aufgenommenen
Gegenstandes infolge der größeren Empfindlichkeit der panchromatischen Schicht gut herausbringt.
Für die Praxis wurde es als vorteilhaft gefunden, die panchromatische Schicht von
vornherein in ihrem rotempfindlichen Teil dadurch flach zu gestalten, daß man den i\nteil
des panchromatischen Sensibilisierungsfarbstoffes verringert, indem man z. B. bei
Verwendung von Pinacyanol nur 4 bis 8 mg dieses Sensibilisierungsfarbstoffes je Liter
Emulsion anwendet.
Die infrarote Oberschicht verringert die Gradation der panchromatischen Schicht auch
noch, so daß man auf dem Film absichtlich eine panchromatische Schicht von sehr flacher
Gradation, also wesentlich unterhalb der maximalen Gradation, verwendet, die das ganze
Bild in sehr flacher Gradation aufzeichnet. Über dieses Bild wird dann das kontrastreiche
Bild der Infrarotschicht gelagert, und das ίο endgültige Bild behält die flache Aufzeichnung
der dunkleren Teile des durch die panchromatische Schicht aufgenommenen Gegenstandes.
Beispiel ι
Ein AcetylcelMosefilm wird mit einer Halogensilbergelatineemulsion
überzogen, welche mit Pinacyanol sensibilisiert wurde, und darüber
wird eine Halogensilbergetatmeemulsion
gegossen, die mittels Rubrocyanins für Infrarot empfindlich gemacht wurde. Diese infrarotempfindliche
Schicht wird in einer Dicke von 10 bis 12^ aufgegossen. 'Die Menge des
Farbstoffes in der panchromatischen Emulsion beträgt etwa 60 mg je Kilogramm GeIatine,
während in der äußeren Emulsion die Menge des Farbstoffes nur etwa 10 mg je
Kilogramm Gelatine beträgt.
Der Film wird in derselben Weise wie im Beispiel 1 hergestellt, nur wird die äußere
Emulsion mittels Allocyanins für Infrarot sensibilisiert.
Die so hergestellten Filme können nach
der Belichtung in der gewohnten Weise entwickelt und kopiert werden. .Infolge der vorhandenen
panchromatischen Schicht besitzen die Filme 'eine Empfindlichkeit, die sie für
das Luftbildwesen, wo Filme für Belichtungen von mindestens x/75 Sekunde benötigt werden,
geeignet macht. Trotz dieser hohen Empfindlichkeit besitzen diese Filme die Eigenschaft)
auf die nebeldurchdringenden Infrarotstrahlen in gleicher Weise wie nur infrarotempfindliche
Emulsionen anzusprechen.
Claims (5)
- Patentansprüche:i. Verfahren zur Steigerung der Empfindlichkeit von infrarotempfindlichen Emulsionsschichten, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Aufnahme eine infrarotempfindliche Emulsionsschicht mit darunterliegender panchromatischer Emulsionsschicht verwendet.
- 2. Für Infrarot hochempfindliches photographisches Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem Schichtträger eine panchromatisch sensibilisierte Emulsionsschicht und darüber eine infrarotsensibilisierte Emulsionsschicht angeordnet ist.
- 3. Für Infrarot hochempfindliches photographisches Material nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die für Infrarot sensibilisierte Emulsionsschicht eine Dicke von 6 bis ι6,μ besitzt.
- 4. Für Infrarot hochempfindliches photographisches Material nach Anspruch, 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die panchromatische Emulsionsschicht mit Pinacyanol und die infrarotempfindliche Emulsionsschicht mit Rubrocyanin oder Allocyanin. sensibilisiert ist.
- 5. Für Infrarot hochempfindliches photographisches Material nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die panchromatische Emulsionsschicht zwecks Verflachung der Gradation im roten Gebiet des Spektrums den Sensibilisierungsfarbstoff in einer Menge enthält, die unter dem zur Erzielung der maximalen Sensibili- ' sierungswirkung notwendigen Höchstwert liegt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US90568A US2134546A (en) | 1936-07-14 | 1936-07-14 | High speed infrared film |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE723313C true DE723313C (de) | 1942-08-04 |
Family
ID=22223355
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEI58488D Expired DE723313C (de) | 1936-07-14 | 1937-07-10 | Verfahren zur Steigerung der Empfindlichkeit von infrarotempfindlichen Emulsionsschichten |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US2134546A (de) |
| DE (1) | DE723313C (de) |
Families Citing this family (5)
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| US3992210A (en) * | 1973-06-05 | 1976-11-16 | E. I. Du Pont De Nemours And Company | Silver halide films with controlled gradient balance |
| EP0531014A3 (en) * | 1991-09-03 | 1993-03-24 | Minnesota Mining And Manufacturing Company | Multi-wavelength sensitive black-and-white graphic arts film |
| RU2036427C1 (ru) * | 1992-07-13 | 1995-05-27 | Михаил Модевич Щедринский | Способ получения кинофотоматериала |
-
1936
- 1936-07-14 US US90568A patent/US2134546A/en not_active Expired - Lifetime
-
1937
- 1937-07-10 DE DEI58488D patent/DE723313C/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US2134546A (en) | 1938-10-25 |
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