DE721633C - Mittel zur Bekaempfung von landwirtschaftlichen warmbluetigen Schaedlingen - Google Patents

Mittel zur Bekaempfung von landwirtschaftlichen warmbluetigen Schaedlingen

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DE721633C
DE721633C DEC53507D DEC0053507D DE721633C DE 721633 C DE721633 C DE 721633C DE C53507 D DEC53507 D DE C53507D DE C0053507 D DEC0053507 D DE C0053507D DE 721633 C DE721633 C DE 721633C
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DEC53507D
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Inventor
Dr-Ing Hans Mengele
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Hoechst AG Werk Kalle Albert
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Chemische Werke Albert
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  • Mittel zur Bekämpfung von landwirtschaftlichen warmblütigen Schädlingen Es ist bekannt, daß durch Einwirkung von Säuren auf Rhodanide Rhodanwasserstoffsäure :entsteht, die auf warmblütige Tiere als Gift wirkt (vgl.. L e w i n , »Gifte und Vergiftungen«, 1929, ' S. 5oi, Abs. i, 2. Hälfte).
  • Es wurde nun gefunden, daß auch die bei der Einwirkung von Säure auf Rhodanammonium entstehenden Produkte, die in der Hauptsache aus Xanthanwasserstoff bestehen, Giftwirkung besitzen und infolgedessen ausgezeichnet als Mittel zur Bekämpfung von Warmblütern geeignet sind. Schon geringe Mengen dieser Produkte genügen, um beim Einatmen starken Nies- und Hustenreiz auszulösen, so daß Blutungen der Schleimhäute auftreten. Daneben wird Brechgeiz beobachtet. Auch bei der #pharlnakologischen Prüfung an Mäusen zeigt es sich, daß die mehrtägige Verabreichung kleinster Mengen zu starken Leberschädigungen und dann zum Tode führt. Die Herstellung des Mittels geschieht in bekannter Weise, beispielsweise nach den Angaben in Beilstein, »Handbuch der organischen Chemie«, 1893, Bd. I, S. i286, durch Einwirkung von Salzsäure auf Ammoniumrhodanid.
  • Die Verwendung des Mittels kann in an sich bekannter Weise exfolgen, z. B: durch Vermischen mit Ködern, durch Verbrennen von Patronen, wie sie beispielsweise zur Vernichtung von Feldmäusen und Maulwürfen verwendet werden, durch Zerstäuben auf Flächen, die mit den Warmblütern in Berührung kommen,- u. dgl. Beispiel Am Kaninchen wurde das technische Produkt mit geringem Arsengehalt verglichen mit analysenreinen Präparaten. Die tödlichen Dosen beider Präparate sind praktisch nicht sehr verschieden. Bei täglicher Gabe von reinem N.anthanwasserstoff in Mengen von o,2 g ;'Kg per os sterben Kaninchen nach I I bis 14 Tagen bei Gesamtaufnahme von 4,69g. Die klinisch und anatomisch hervorstechendsten Symptom sind Lähmungserscheinungen des Hinterkörpers, Blutharnen, Leberschädigungen, Nierenveränderungen und schwerste Schädigungen der roten Blutkörperchen sowohl wie auch der weißen und des Knochenmarkes. Gleichzeitig nehmen die Tiere sehr erheblich an Gewicht ab.
  • Auch bei täglichen Gaben von o,.i g,'1-per os sterben Kaninchen unter den gleichen Erscheinungen, wenn sie 2,63g aufgenommen haben. Die Lebensdauer betrug etwa io bis i i Tage. Die klinischen Erscheinungen waren kaum schwächer ausgebildet als bei der Gabe von o,2 g.`Kg. Erst Mengen von o,o5 g,'Kg wirken nicht mehr so heftig. Das Blutharnen hört bei diesen Dosen auf, jedoch finden sich noch Zylinder im Harn. Gewichtsabnahme, Kachexie, Lähmungserscheinungen und Veränderungen der weißen und roten Blutkörperchen treten noch auf. Auch die Lebensdauer steigt etwas an (auf 15 bzw. 22 Tage:). Das Knochenmark ist jedoch noch stark gereizt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verwendung von festen Stoffen, die durch Einwirkung von Säuren auf Rhodanammonium entstehen, insbesondere von lanthanwasserstoff, für sich allein oder im Gemisch mit anderen Giftstoffen, Streck- oder Verdünnungsmitteln zur Bekämpfung von landwirtschaftlichen warmblütigen Schädlingen.
DEC53507D 1937-12-25 1937-12-25 Mittel zur Bekaempfung von landwirtschaftlichen warmbluetigen Schaedlingen Expired DE721633C (de)

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