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Elektrische Röhrenglühlampe mit glattem Leuchtdraht, insbesondere
für optische Zwecke Für verschiedene optische Zwecke werden Glühlampen mit vollständig
gestrecktem, glattem Leuchtdraht von genau ausgerichteter Lage benötigt, z. B. für
die Lichttonfilmwiec,ergab,e, aber auch für Galvanometerbeleuchtung und ähnliches.
Um die Wärmeausdehnung des Leuchtdrahtes bei seiner Betriebstemperatur ,auszugleichen,
hat man bereits den Leuchtdraht einerseits an einer Schraubenfeder und andererseits
an einer das Lampengefäß durchziehenden, schräg zum Leuchtdraht stehenden federnden
Strebe befestigt. Derartige Lampen befriedigen jedoch nicht vollkommen, da die zur
Halterung des Leuchtdrahtes verwendete Schrauhenfeder auf Torsion beansprucht ist
und demgemäß den sich bei brennender Lampe ausdehnenden Leuchtdraht nicht nur straffzieht,
sondern gleichzeitig auch etwas seitlich verschwenkt und damit aus der erforderlichen
axialen Lage abdrängt; dies um so mehr, als die federnde Längsstrebe keimen axialen
Zug auf den Leuchtdraht ausübt. Dasselbe, also das. seitliche -Abdrängen des gestreckten,
glatten Leuchtdrahtes, tritt ein, wenn dieser, wie auch schon vorgeschlagen wurde,
zwischen zwei Schraubenfedern ausgespannt ist, da bei eingeschalteter Lampe zwar
die Windungen der Schraubenfedern zusammengezogen, die Drähte der Schraubenfedern
jedoch andererseits durch die vom Glühdraht auf sie übergeleitete Wärme ausgedehnt
werden, so daß die Schraubenfedern trotz Zusammenziehung auch etwas auffedern. Dies
führt aber unvermeidbar zu einer unerwünschten Lageänderung des Leuchtdrahtes.
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Durch vorliegende Erfindung wird eine elektrische Röhrenglühlampe
mit beiderseits angebrachten Sockeln und einem geradlinig ausgespannten glatten
Leuchtdraht geschaffen, bei der der Leuchtdraht bei jeder Temperatur sicher straff
gespannt ist und seine genauie axiale Ausrichtung gegenüber dem Lampengefäß und
auch bei jeder Lage der Lampe beibehält. Die Erfindung besteht darin, daß zwischen
den Stromzuführungsdrähten
und dem Leuchtdraht in sich geschlossene,
z«#eckmäßig ellipsenförmige Federbügel angeordnet sind, die bei nicht brennender
Lampe durch den straff gespannten Leuchtdraht ;entgegen ihrer Federwirkung etwas
auseinandergezogen werden. Die Federbügel liegen hierbei vorzugsweise mit dem Leuchtdraht
in einer Ebene und sind dabei so im Lampeninnern angeordnet, daß ihr größter Durchmesser
senkrecht zur Lampenachse steht. Die Federbügel wirken membranartig und ziehen sich,
sobald bei brennender Lampe eine Ausdehnung des Leuchtkörpers stattfindet, gleichmäßig
in axialer Richtung zusammen, so daß der Leuchtdraht mit Sicherheit nicht nur weiterhin
gestrafft bleibt, son. dern auch seine axiale Lage beibehält. Weitere Vorteile der
Erfindung liegen in der einfachen Ausbildung, der leichten Herstellung und der geringen
Baulänge der Lampe.
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Ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäß ausgebildeten Lampe
ist auf der Zeichnung in größerem Maßstab in Abb. i in Seitenansicht und in Abb.2
im Querschnitt dargestellt.
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In dem zylindrischen Lampengefäß i sind an beiden Enden Stromzuführungsdrähte
2 eingeschmolzen, die außen an aufgekitteten Metallsockeln 3 angelötet sind. Nach
innen schließen sich an die Strom.zuführungsdrähte 2 in sich geschlossene Federbügel
¢ von zweckmäßig ,ellipsenförmiger Gestalt an, zwischen denen der glatte Leuchtdraht
5 axial ausgespannt ist. Die Federbügel. liegen mit dem Leuchtdraht in einer Ebene,
wobei ihr größter Durchmesser senkrecht zur Lampenachse steht. Der gegenseitige
Abstand der Federbügel q. wird beim Einschmelzen der Stromzu,führungsdrähte 2 so
gewählt, daß die Federbügel durch den sie verbindenden Leuchtdraht 5 etwas auseinandergezogen
werden. Der Leuchtdraht steht dadurch unter Spannung und wird geradlinig ausgespannt.
Die Federbügel bestehen aus einem gut federnden, bei der Benutzung der Lampe nicht
gasenden Baustoff, beispielsweise aus einem Molybdändraht, oder auch einem Kupfermanteldralit.
Die Dicke der Federbügel muß in bezug auf die Dicke des Leuchtdrahtes so bemessen
werden, daß dieser nicht übermäßig durch die Federung der Bügel beansprucht wird.
Dies ist beispielsweise der Fall, wenn bei einer Lampe für 2,1 Volt o,8 Ampere die
Federbügel aus einem Draht von o,25 mm Durchmesser bestehen und der Leuchtdraht
bei einer Länge von etwa i i mm einen Durchmesser von o,o8 mm besitzt.
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Da die Federbügel ¢ in sich geschlossen sind, wird jeder ihrer Schenkel
nur vom halben Betriebsstrom durchflossen. Dementsprechend ist auch ihre Erwärmung
bei der Benutzung der Lampe gering, so daß sie ihre Elastizität trotz des geringen
Querschnittes nicht einbüßen.